Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Frage an einen Christen
johnson schrieb:...Mandingo, du glaubst doch nicht etwa allen Ernstes, man könne den Armen menschen nur dann helfen, wenn man klassisch politisch aktiv wird.
Zwischen "klassisch politisch aktiv" werden
und "sich aus der Politik fern halten" (wie du es für Christen richtig findest) liegt wohl noch ein Spektrum an politischen Aktivitäten für Christen. Nichts anderes haben wir betont.
Deine Einseitigkeit (Fernhalten) ist einfach daneben! Du hast wohl aus der Nazigeschichte Deutschlands wenig gelernt und Christen wie Bonhoeffer nicht verstanden!
Außerdem ist das Wörtchen "nur" selten richtig!

johnson schrieb:...Dahingehend scheints du dich ja sehr zu engagieren, mich würde mal die praktische Anwendung und die sicherlich bei all dem Bemühen schon erreichten Ergebnisse interessieren.
Erwartest du etwa,
dass ich dir meine politischen und kirchlichen Engagements aufzähle?
Was weißt du denn von mir? Wenn du von dir auf andere schließt, muss es ja nicht richtig sein.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)
Zitieren
johnson schrieb:Habt ihr beide euch überhaupt mal gefragt, was ich in meinem Beitrag mit politischer neutralität gemeint habe? Nach euren Beiträgen zu urteilen nicht, denn nun wollt ihr mich als jemanden dastehen lassen, der sich im Glück und Wohlstand von Väterchen Deutschland suhlt, ohne aktiv etwas für die anderen in unserer Gesellschaft tun zu wollen - weil ja angeblich nur beten hilft.
STOP: Korekterweise ist anzumenken, dass Du vorhin NICHT von Neutralität sondern Abstinenz geschrieben hast als einzig richtiger christlicher Positionierung gegenüber Politik. Darauf habe ich so deutlich unmissverständlich reagiert und zurückgewiesen, wie imho bei solchem pseudochristlichem Stuss angemessen. Nu versuche Dich nicht durch unredliche Umdeuterei herauszumogeln!

johnson schrieb:Es interessiert Euch zwar nen feuchten Dreck, aber ich wollte in meinem Beitrag lediglich darauf hinweisen, dass es ganz allgemein betrachtet, ein Schuss in den Ofen ist, sein vertrauen auf menschliche Bemühungen zu setzen , im Hinblick darauf, allen menschen auf dieser Erde, ein zufriedenstellendes Leben nach ihren Vorstellungen zu ermöglichen. Nichts anderes lehrt die Bibel in dieser Angelegenheit.
Es ist letztlich AKTUELL unerheblich, ob etwas "ganz allgemein betrachtet" für "alle Menschen" und Deinem Theoretisieren gemäß ein "Schuss in den Ofen" sei.
Was zählt, ist konkretes Leid, konkrete Solidarität ganz konkreter individueller Nächster. DAS ist auch die Perspektive der Bibel. Und da hilft nun mal frömmelnder Rückzug ins Bet-Eck deutlich weniger als noch so rückschlaggefährdetes Tun in der Gesellschaft.

Die Bibel ist nun wirklich nicht misszuverstehen an dem Punkt und ganz gewiss kein Lehrbuch für globale Verweigerungsstrategien, um nach Systemzusammenbruch in einem evt. folgendem idealisiertem Gottesreich dann ideale Welt ebenso passiv genießen zu können. Nee, z.Zt. ist Ärmelaufkrempeln und (sozial-)politisches Engagement "dran" und nicht Passivität - auch mit dem Risiko, dabei Dreck abzubekommen oder Unannehmlichkeiten oder Misserfolge. Alles andere ist imho unchristlich.

Vielleicht solltest Du mal erst nachdenken und in Bibel zu verstehen versuchen, was zu lesen ist ... und (vielleicht) danach losstürmen und Maximen aufstellen für globalem Gebrauch ... -wenn Du dann noch Zeit und Lust dazu hast und nicht Wichtigeres auf der Agenda.

Fritz
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf! (Jerci Stanislaw Lec)

Wer will, dass Kirche SO bleibt - will nicht, dass sie bleibt!
Zitieren
Mandingo schrieb:
johnson schrieb:...Mandingo, du glaubst doch nicht etwa allen Ernstes, man könne den Armen menschen nur dann helfen, wenn man klassisch politisch aktiv wird.
Zwischen "klassisch politisch aktiv" werden
und "sich aus der Politik fern halten" (wie du es für Christen richtig findest) liegt wohl noch ein Spektrum an politischen Aktivitäten für Christen. Nichts anderes haben wir betont.

So, dann differenziere doch mal dieses Spektrum, von dem du hier sprichst aus.

Zitat:Deine Einseitigkeit (Fernhalten) ist einfach daneben! Du hast wohl aus der Nazigeschichte Deutschlands wenig gelernt und Christen wie Bonhoeffer nicht verstanden!

Du glaubst, dass meine Einstellung einseitig und daneben ist. Vermutlich, weil ich nicht genau dein Verständnis des Christentums teile. Dass du all solche, die anders argumentieren als du, als fehlgeleitet und daneben betrachtest, weiß hier auf dem Board jeder.


Zitat:Erwartest du etwa,
dass ich dir meine politischen und kirchlichen Engagements aufzähle?
Was weißt du denn von mir? Wenn du von dir auf andere schließt, muss es ja nicht richtig sein.

Nein, Mandingo, erwarten kann ich das nicht. Offensichtlich hälst du das aber auch nicht für wichtig, was ich wiederum interessant finde. Ich weiß genau so wenig von dir, wie du von mir; nur dass, was unsere Schlussfolgerungen aus den Beiträgen uns vormachen.
Trotzdem kannst du mich als einfältig und daneben bezeichnen, interessant nicht wahr?
Zitieren
Fritz7 schrieb:STOP: Korekterweise ist anzumenken, dass Du vorhin NICHT von Neutralität sondern Abstinenz geschrieben hast als einzig richtiger christlicher Positionierung gegenüber Politik. Darauf habe ich so deutlich unmissverständlich reagiert und zurückgewiesen, wie imho bei solchem pseudochristlichem Stuss angemessen. Nu versuche Dich nicht durch unredliche Umdeuterei herauszumogeln!

Natürlich ist dir das unredliche Umdeuterei. Weil es anscheinend nur Schwarz und Weiß geben darf. Und: wer legt das fest: Genau, Fritz7! Das ist nur allzulogisch. Übrigens auch, dass du meine Ansicht für pseudochristlichen Stuss hälst. Desweiteren würde mich mal dein Verständnis von Neutralität interessieren, dass du darin einen Unterschied zur Abstinenz siehst. Vielleicht reden wir ja doch nicht soweit aneinander vorbei.


Zitat:Was zählt, ist konkretes Leid, konkrete Solidarität ganz konkreter individueller Nächster. DAS ist auch die Perspektive der Bibel. Und da hilft nun mal frömmelnder Rückzug ins Bet-Eck deutlich weniger als noch so rückschlaggefährdetes Tun in der Gesellschaft.

Die Bibel ist nun wirklich nicht misszuverstehen an dem Punkt und ganz gewiss kein Lehrbuch für globale Verweigerungsstrategien, um nach Systemzusammenbruch in einem evt. folgendem idealisiertem Gottesreich dann ideale Welt ebenso passiv genießen zu können. Nee, z.Zt. ist Ärmelaufkrempeln und (sozial-)politisches Engagement "dran" und nicht Passivität - auch mit dem Risiko, dabei Dreck abzubekommen oder Unannehmlichkeiten oder Misserfolge. Alles andere ist imho unchristlich.

Hättest du meinen Beitrag offen und ehrlich gelesen, hättest du mir diesen Hinweis nicht geben müssen. Schade eigentlich, das ist doch dann vergebene Zeit.

Zitat:Vielleicht solltest Du mal erst nachdenken und in Bibel zu verstehen versuchen, was zu lesen ist ... und (vielleicht) danach losstürmen und Maximen aufstellen für globalem Gebrauch ... -wenn Du dann noch Zeit und Lust dazu hast und nicht Wichtigeres auf der Agenda.

Lieber Fritz, ich bin noch lange nicht da, wo du mich befürchtest. Es obliegt mir nicht, Maxime aufzustellen und mir ist es völlig schleierhaft, wie du aus meinen Beiträgen darauf schließen kannst. Wenn man hier allerdings nicht mal mehr seine persönliche meinung äußern darf, ohne gleich als verblendeter, ignoranter, unausgeglichener Terrorist des Geistes bezeichnet zu werden, muss ich mir ernsthaft Sorgen um das Prinzip des Dialoges auf diesem Board machen. Sicher, mann auch so argumentieren, dass man erst mal die gegnerische meinung in den Dreck zieht - von wegen nicht nachgedacht usw. und dann den ganzen Rummel mit den Besen der eigenen ideologien aus dem Raum fegen.
Zitieren
johnson schrieb:Desweiteren würde mich mal dein Verständnis von Neutralität interessieren, dass du darin einen Unterschied zur Abstinenz siehst. Vielleicht reden wir ja doch nicht soweit aneinander vorbei.

NEUTRALITÄT ist für mich die Unabhängigkeit, überparteilichkeit eines Standpunktes, einer Organisatuion.
ENTHALTSAMKEIT, ABSTINENZ ist der Verzicht auf einen eigenen Standpunkt, einer eigenen Meinung.

Das sind für mich ziemlich unvereinbar gegensätzliche Phänomene. Du wirst Dich schon entscheiden müssen, was denn nun ...

Fritz
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf! (Jerci Stanislaw Lec)

Wer will, dass Kirche SO bleibt - will nicht, dass sie bleibt!
Zitieren
Fritz7 schrieb:NEUTRALITÄT ist für mich die Unabhängigkeit, überparteilichkeit eines Standpunktes, einer Organisatuion.
ENTHALTSAMKEIT, ABSTINENZ ist der Verzicht auf einen eigenen Stanpunkt, einer eigenen Mienung.

Das sind für mich ziemlich unvereinbar gegensätzliche Phänomene. Du wirst Dich schon entscheiden müssen, was denn nun ..

Siehst, du wir werden den Mittelweg schon finden. Neutralität heißt für mich ebenfalls nicht den Verzicht auf einen eigenen Standpunkt, sodern als das genaue Gegenteil. Als den Ausdruck meiner Meinung, dass menschliche Mittel der politik allenfalls Randwirkung haben, Symptombekämpfung. Gut, soweit dass wir das auch teilweise tun, negativ dagegen ist, dass der Mensch einfach nicht in der Lage ist, die Grundlegenden Probleme der menschen zu lösen. Ansonsten müsste man ja global starke verbesserungen erkennen können. Aber nein: Es erscheint einfacher, den mond und anderer Sonnensysteme zu suchen und zu erforschen, als sich um die Probleme auf der Erde zu kümmern.. Warum ist das wohl so?
Zitieren
Wenn man an kein Königreich mehr glaubt, das Jesus hat aufgerichtet und was Auswirkungen auf die Erde hat - was bleibt einem noch?

Richtig,
nichts, außer die Politik! Ein Ersatz für Gott, denn Gott ist ja "nur" für die spirituellen Sachen zuständig, damit man sich gut fühlen kann und ein wenig durchs Leben philosophieren kann. Den Rest packen wir schon selbst, nicht wahr? :dance:
Zitieren
johnson schrieb:Trotzdem kannst du mich als einfältig und daneben bezeichnen, interessant nicht wahr?
Noch nie, Johnson,
habe ich dich als "einfältig und daneben" bezeichnet.
Da solltest du vielleicht etwas genauer lesen.

"Daneben" ist für mich speziell deine Ansicht,
Christen sollten sich aus der Politik heraushalten.
Und zwar völlig daneben, wenn man z.B. an Dietrich Bonhoeffer u.a. Widerstandskämpfer aus der Nazizeit oder an Erzbischof Oscar Romero denkt.
Leider gehst du auf konkrete Argumente hierzu nicht ein. Schade!
Da gehen Pauschal-Behauptungen über das, "was hier alle im Forum wissen",
leichter von der Hand. Sie kosten ja auch keinen Beleg.

Noch ein Aspekt zum politischen Engagement von Christen:
Das Königreich Gottes, das Jesus näher herbeikommen lässt, hat sich doch schon politisch in den Menschenrechten, den Asylrechten usw. ausgewirkt und ist gerade von uns Christen ständig weiter im Geiste Jesu zu verbessern.
Offensichtlich haben wir ein unterschiedliches Verständnis von Politik und du übersiehst hier, dass Jesus aus politischen Gründen gekreuzigt wurde, anders hätten die Römer das gar nicht zugelassen. Über seinem Kreuz steht "König der Juden", nicht "König in siebten Himmel".

Ich empfehle dir einmal dazu Pinchas Lapide (Er predigte in ihren Synagogen. Siebenstern-Tb. 1400, S. 47 ff.) zu lesen oder andere neue theologische Bücher zur Kreuzigung und der polititschen Relevanz von Jesu Wirken.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)
Zitieren
johnson schrieb:...negativ dagegen ist, dass der Mensch einfach nicht in der Lage ist, die Grundlegenden Probleme der menschen zu lösen. Ansonsten müsste man ja global starke verbesserungen erkennen können. Aber nein: Es erscheint einfacher, den mond und anderer Sonnensysteme zu suchen und zu erforschen, als sich um die Probleme auf der Erde zu kümmern.. Warum ist das wohl so?
Weil es so viele Christen gibt,
die wie du denken, sie sollten sich aus der Politik heraushalten.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)
Zitieren
Mandingo schrieb:"Daneben" ist für mich speziell deine Ansicht,
Christen sollten sich aus der Politik heraushalten.
Und zwar völlig daneben, wenn man z.B. an Dietrich Bonhoeffer u.a. Widerstandskämpfer aus der Nazizeit oder an Erzbischof Oscar Romero denkt.
Leider gehst du auf konkrete Argumente hierzu nicht ein. Schade!

Dann freut es mich , dich noch einmal auf meinen letzten beitrag hinweisen zu dürfen, in dem ich dezidiert schrieb, dass ich absolut einverstanden damit bin, sich sein Bild von der gegenwärtigen Politik zu machen, und diese gegebenenfalls zu kritisieren und auch dagegen Publik zu machen. So wie meinetwegen Bonhoeffer oder die vielen anderen. Es kommt mir viel mehr auf die Motivation an: Warum verkünde ich offen meine kritik an der Politik? Etwa weil ich der überzeugung bin, es besser machen zu können? Oder weil ich eine politische Gruppe unterstützen will, die es meiner Meinung nach besser schafft?
Ich weiß, du wirst es ungern hören, aber in diesem fall sehe ich es so wie der Psalmist in Psalm 146:3

Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle
Noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt.


Zitat:Da gehen Pauschal-Behauptungen über das, "was hier alle im Forum wissen",
leichter von der Hand. Sie kosten ja auch keinen Beleg.

Sollen wir Presbyter oder yentl über deine Art zu diskutieren befragen? Belege gibt es genug: Dein Vorteil ist, dass du sie nicht als solche anerkennen musst, weil auch dies subjektive Empfindungen sind, die ohnehin meist auf gegenseitigkeit beruhen. Lass uns hier aber bitte nicht allzu persönlich werden. Wir haben einfach unterschiedliches Temperament und bringen dies durch unsere beiträge zum Ausdruck.. Ist doch in Ordnung so...


Zitat:Offensichtlich haben wir ein unterschiedliches Verständnis von Politik und du übersiehst hier, dass Jesus aus politischen Gründen gekreuzigt wurde, anders hätten die Römer das gar nicht zugelassen. Über seinem Kreuz steht "König der Juden", nicht "König in siebten Himmel".
Zumindest wollten es die Drahtzieher politisch aussehen lassen.

Zitat:Ich empfehle dir einmal dazu Pinchas Lapide (Er predigte in ihren Synagogen. Siebenstern-Tb. 1400, S. 47 ff.) zu lesen oder andere neue theologische Bücher zur Kreuzigung und der polititschen Relevanz von Jesu Wirken.

mandingo, wir werden uns erst dann einig sein, wenn ich dein Verständnis des Christentums vollständig übernommen habe. Ja, erst dann bin ich deiner Meinung nach auf dem neuesten Stand des Christentums.

Zitat:Weil es so viele Christen gibt,
die wie du denken, sie sollten sich aus der Politik heraushalten.

Schade ist auch dieses: Dass du nicht in der Lage zu sein scheinst, anderslautende meinung als ebensolche zu akzeptieren, sodass es fort an nur noch für Schuldzuweisungen ausreicht. Christen wie ich sind also dafür verantwortlich, dass so viel leid auf der Erde geschieht, dass Kriege geführt werden, dass es Hungersnöte gibt...usw. Und du willst mir sagen, du verachtest mich nicht?
Zitieren
johnson schrieb:...dass ich absolut einverstanden damit bin, sich sein Bild von der gegenwärtigen Politik zu machen, und diese gegebenenfalls zu kritisieren und auch dagegen Publik zu machen. So wie meinetwegen Bonhoeffer oder die vielen anderen. Es kommt mir viel mehr auf die Motivation an: Warum verkünde ich offen meine kritik an der Politik?
"Kritisieren und publik Machen"
reichen wohl kaum aus, das zu beschreiben, was die Widerstandskämpfer im 3. Reich aus christlichen Gründen taten. Sieh dir einmal das Leben Bonhoeffers genauer an. Alle Christen müssen da wohl ein wenig mehr tun wie z.B. auch Erzbischof Oscar Romero, der für seinen Einsatz am Altar erschossen wurde.
Die Motivation dürfte klar sein: Weil so viel vom Geist Jesu wie möglich auch die Politik bestimmen soll. Das habe ich aber oben schon ausführlicher geschrieben.

johnson schrieb:...
Zitat:Ich empfehle dir einmal dazu Pinchas Lapide (Er predigte in ihren Synagogen. Siebenstern-Tb. 1400, S. 47 ff.) zu lesen oder andere neue theologische Bücher zur Kreuzigung und der polititschen Relevanz von Jesu Wirken.
mandingo, wir werden uns erst dann einig sein, wenn ich dein Verständnis des Christentums vollständig übernommen habe. Ja, erst dann bin ich deiner Meinung nach auf dem neuesten Stand des Christentums.
Es geht hier nicht um den Stand des Christentums,
sondern um die politische Wirkung Jesu. Genau dazu sagt der jüdische Neutestamentler Lapide an der angegebenen Stelle wichtige Dinge, die er als Jude sehr gut beurteilen kann.
Mit meiner Meinung hat das wenig zu tun.

johnson schrieb:...negativ dagegen ist, dass der Mensch einfach nicht in der Lage ist, die Grundlegenden Probleme der menschen zu lösen. Ansonsten müsste man ja global starke verbesserungen erkennen können. Aber nein: Es erscheint einfacher, den mond und anderer Sonnensysteme zu suchen und zu erforschen, als sich um die Probleme auf der Erde zu kümmern.. Warum ist das wohl so?...
Mandingo schrieb:Weil es so viele Christen gibt,
die wie du denken, sie sollten sich aus der Politik heraushalten.
johnson schrieb:Christen wie ich sind also dafür verantwortlich, dass so viel leid auf der Erde geschieht, dass Kriege geführt werden, dass es Hungersnöte gibt...usw. Und du willst mir sagen, du verachtest mich nicht?
Unlogisch, johnson,
natürlich verachte ich weder dich noch sonst einen mit anderer Meinung.
Aber es ging bei deinem Beitrag darum, warum die Gerechtigkeit in unserer Welt nicht besser aussieht. Und da ist deine Auffassung, Christen sollten sich aus der Politik heraushalten, nicht gerade dazu angetan, christlichen Geist in die Politik zu bringen. Je mehr Christen sich politisch engagieren, desto christlicher wird die Politik. Ist das so abwegig?
Deine Verallgemeinerungen führen von den eigentlichen Argumentationsrichtungen ab.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)
Zitieren
Binanentheoretiker schrieb:Wenn man an kein Königreich mehr glaubt, das Jesus hat aufgerichtet und was Auswirkungen auf die Erde hat - was bleibt einem noch?
Richtig,
nichts, außer die Politik! Ein Ersatz für Gott,
Reichlich kurz gedacht?
1. Denk mal an den Schöpfungsauftrag Gottes, das Leben auf der Erde zu gestalten ...
2. Wieso sollte aktive Einmischung in Politik für Christen immer Gottersatz sein? Da bleibst Du JEDE Begründung schuldig.
3. Wie sollte Gottes Königreich denn in diese unsere Erde wirken, wenn nicht durch unser MENSCHLICHES Handeln? Bequemlichkeit und frömmelndes Zurückziehen kanns wohl NICHT sein. DAS wäre für mich, sich dem Bau an einer neuen Welt Gottes verweigern.
Fritz
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf! (Jerci Stanislaw Lec)

Wer will, dass Kirche SO bleibt - will nicht, dass sie bleibt!
Zitieren
Mandingo schrieb:"Kritisieren und publik Machen"
reichen wohl kaum aus, das zu beschreiben, was die Widerstandskämpfer im 3. Reich aus christlichen Gründen taten. Sieh dir einmal das Leben Bonhoeffers genauer an. Alle Christen müssen da wohl ein wenig mehr tun wie z.B. auch Erzbischof Oscar Romero, der für seinen Einsatz am Altar erschossen wurde.
Schade, dass du abermals denkst, jemand der nicht deine meinung teilt, habe sich nicht genau mit dem gegenstand oder der persönlichkeit (hier Bonhoeffer) beschäftigt. Seine Lehren, sein Wirken bezüglich des Bildes der kirche in seiner zeit - auch und gerade im hinblick auf die Rolle im Nazionalsozialismus - stehen wohl ausser Frage. ob er politisch organisiert aktiv war, kann ich nicht sagen; er wird zwar mit dem Kreisauer Kreis in verbindung gebracht, dort jedoch nicht als Mitglied aufgeführt.


Dietrich Bonhoeffer schrieb:Nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit

Ich bezweifele, das mit "Tat" allein ein Tyrannenmord gemeint sein kann. Es gibt sicher noch viele andere Möglichkeiten als Christ politisch aktiv zu werden, zumal ein solcher Tyrannenmord - und du weißt dass Bonhoeffer arge Bauchschmerzen bei dem gedanken hatte - auch gegen die aussage des paulus aus Römer 12:19 sowie die Auflistung der Früchte des heiligen geistes aus galater 5:22,23 agiert.

Paulus hast du ja gefressen und wegen meiner kritischen Sicht zur Einmischung in die Politik wirst du mich wahrscheinlich auch für einen verfechter des nazionalsozialistischem Regimes; in jedem Fall aber für nicht christlich orientiert halten. Ich will das nur mal vorwegnehmen.

Zitat:Die Motivation dürfte klar sein: Weil so viel vom Geist Jesu wie möglich auch die Politik bestimmen soll. Das habe ich aber oben schon ausführlicher geschrieben.
Schön wäre es, wenn das tatsächlich geschehen würde.

Zitat:Ich empfehle dir einmal dazu Pinchas Lapide (Er predigte in ihren Synagogen. Siebenstern-Tb. 1400, S. 47 ff.) zu lesen oder andere neue theologische Bücher zur Kreuzigung und der polititschen Relevanz von Jesu Wirken.
Werde mich darum kümmern... Solltest du bereits über einen Online-Auszug verfügen, wäre ich dir sehr verbunden.

Mandingo schrieb:Unlogisch, johnson,
natürlich verachte ich weder dich noch sonst einen mit anderer Meinung.
Aber es ging bei deinem Beitrag darum, warum die Gerechtigkeit in unserer Welt nicht besser aussieht. Und da ist deine Auffassung, Christen sollten sich aus der Politik heraushalten, nicht gerade dazu angetan, christlichen Geist in die Politik zu bringen. Je mehr Christen sich politisch engagieren, desto christlicher wird die Politik. Ist das so abwegig?
Deine Verallgemeinerungen führen von den eigentlichen Argumentationsrichtungen ab.
Weißt du, mandingo, ich möchte einfach dem beispiel jesu nachfolgen, der sich nicht zum König hat machen lassen; und was für ein König hätte das sein können!. Nein er setzte sein Vertrauen auf Gott und nicht auf seine oder andersweitig menschliche bemühungen.

Sogenannte christliche Einmischung in die politik hat seit jeher Tod und Verderben über die menschheit gebracht. Davon bin ich nun wirklich kein Fan. Diejenigen, wie Bonhoeffer wurden von ihren eigenen Leuten angefeindet, und standen mit ihren Auffassungen ziemlich alleine dar. Es scheint tasächlich so, dass der Weg eines Christen nicht über menschliche Politik definiert ist.

Solltest du das als mal wieder als eine verneinung von sozialem Engagement verstehen, hast du meinen Beitrag falsch verstanden. Auch dieses nehme ich hiermit vorweg.
Zitieren
Hallo johnson,
ist es klug oder sogar logisch, wenn generell ein gläubiger Mensch politisch aktiv sein will, dies als ungute Einmischung zu deklarieren? Ein Mensch bleibt ein Mensch, in dem speziellen Fall "Bürger", der seiner Pflicht oder Verantwortung - je nach Befähigung oder Verantwortung - nachgehen will.
Was machen wir mit einem Land/Gesellschaft "ohne" Teilhabe von Menschen (Gläubige generell), die das gerne und aufrichtig tun. Dann also sollten Atheisten (auch ein Glaube) politisch wirken, Christen z.B. die Finger davon lassen? Käme das nicht einer Ausgrenzung nahe? 11. Gebot: du wirst/sollst nicht sagen das offene Wort, verhülle dein Angesicht vor dem Treiben der Welt? Hm....ich weiss nicht so recht.
Es ist fast unmöglich, überhaupt unpolitisch zu sein bzw. zu leben. Doch ein Wort zur rechten Zeit und natürlich Mitwirken, davon lebt doch eine Gesellschaft.
Ich möchte nicht mehr in einem Königreich oder anderen absolutistischen Regimen leben (müssen); schreckliche Vorstellung.
Pinchas Lapide kann ich auch empfehlen, seine Frau Ruth - die ich sehr verehre - gehört aber dazu.

Gruß
Lea
Zitieren
Lea schrieb:Hallo johnson,
ist es klug oder sogar logisch, wenn generell ein gläubiger Mensch politisch aktiv sein will, dies als ungute Einmischung zu deklarieren?
Wie schon erwähnt, kommt es da meiner meinung nach auf die Motivation an. Da du eine solche nicht weiter erwähnst, antworte ich auf deine frage frei heraus: Nein das wäre unklug und unlogisch! Wie du aber sicher gelesen hast, habe ich das auch so nicht verstanden haben wollen.

Zitat:Ein Mensch bleibt ein Mensch, in dem speziellen Fall "Bürger", der seiner Pflicht oder Verantwortung - je nach Befähigung oder Verantwortung - nachgehen will.
Das, Lea, ist ein hervorragender Gedanke. Insofern nämlich, als dass Menschen tatsächlich unterschiedlich befähigt, qualifiziert sind, mit der sie umgebenden Gesellschaft zu arbeiten. Aus den Ergebnissen dieser unterschiede erwächst dan wirklich eine Kraft, mit der es menschen im Rahmen ihrer immanenten Grenzen möglich ist, positiv auf gesellschaft und Politik zu wirken. Die grenzen bleiben aber erhalten. Auch dessen sollte man sich als Gläubiger stets bewusst sein.

Zitat:Es ist fast unmöglich, überhaupt unpolitisch zu sein bzw. zu leben. Doch ein Wort zur rechten Zeit und natürlich Mitwirken, davon lebt doch eine Gesellschaft.
Ich möchte nicht mehr in einem Königreich oder anderen absolutistischen Regimen leben (müssen); schreckliche Vorstellung.
Gruß
Lea

Gegen ein Wort oder Mitwirken aus dem subjektiven Veständnis eines jeden Einzelnen ist auch gar nichts einzuwenden. Schwierig wird es erst dann, wenn man menschliche Bemühungen so hoch einschätzt, dass durch diese alle Probleme auf der Welt gelöst werden könnten. Wir schauen in die Welt und sehen genau das gegenteil und das obwohl sich die Mehrzahl sogenannter christlicher verbände in die Politik miteinmischen. Leider nehmen die Probleme trotzdem tagtäglich Überhand und werden größer. Offensichtlich scheint den menschen nicht das Mittel gegeben zu sein, dass alle Probleme der Menschen zu lösen wären. Um das zu verdeutlichen, zitierte ich die entsprechenden Bibeltexte, die einem Chrsiten ja nicht unbekannt sind.


Natürlich kann man immer argumentieren, dass die Menschen es schon irgendwie schaffen werden, doch mir persönlich wäre das in der tat zu schwammig, als dass ich mein leben darauf stützen sollte.
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Gericht urteilt gegen Befreiung von Christen für Schwimmunterricht Sinai 0 600 16-04-2025, 22:02
Letzter Beitrag: Sinai
  Türkei: „Christen haben Angst“ - Vatican News Sinai 0 493 28-03-2025, 20:50
Letzter Beitrag: Sinai
  Diskussion von Kardinälen auf offener Bühne über einen Papst-Rücktritt Sinai 26 2890 28-03-2025, 11:32
Letzter Beitrag: d.n.

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste