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Gesicherte Erkenntnis - und Zweifel
#31
(23-01-2026, 22:32)Reklov schrieb: ... "einfacher" gesagt: Bewusstseinsfelder sind immer mit der Vertiefung in ein Thema, oder in ein zu entwickelndes Fachgebiet verbunden.

Ich könnte dir zwar z.B. die recht einfache Pentatonik (eine aus nur 5 Tönen bestehende Tonleiter) schnell "er-klären", aber das Bewusstsein, wie sie dann in der Praxis (z.B. im Blues) kreativ eingesetzt wird, erfordert eine Entwicklung des Bewusstseins für Tonkombinationen und die unzähligen rhythmischen Varianten, will man nicht klingen, wie ein Anfänger.  
Allein dies erfordert schon mal eisenharte Übungen, welche sich weit über ein Jahr erstrecken.[...]

Ja, wenn es denn nur so einfach wäre - mit dem Bewusstsein ...

Ein Neurowissenschaftler wuerde das anders erklaeren. Wahre Meisterschaft entsteht naemlich daraus, dass solche Faehigkeiten ins Unbewusste uebertragen werden. Das bewusste Ueben perfektioniert das Erlernte, und das Perfektionierte wird nach einer manchmal laengeren Lernzeit in eine andere Hirnregion kopiert, die nicht mehr fuer bewusstes Handeln zustaendig ist, sondern Erlerntes, ohne dass Nachdenken erforderlich ist, automatisch anwendet. Das gilt fuer alles, vom Gehen bis zum Spielen eines Instruments. Das Bewusstsein entscheidet dann nur noch, wann diese gespeicherten Sequenzen angefordert werden.

Aber hier geht's ja um gesicherte Erkenntnis. "Bewusstseinsfelder" gehoeren sicherlich nicht dazu, ausser als weitgehendes Synonym von Wahrnehmungsfeld.
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#32
(23-01-2026, 22:32)Reklov schrieb:
(19-01-2026, 15:15)petronius schrieb: es ging erst mal nur um die definition von "bewußtseinsfeldern". nicht um "höhere Mathematik"

es geht darum, daß du nicht mal selber weißt, wovon du hier schwurbelst

... "einfacher" gesagt: Bewusstseinsfelder sind immer mit der Vertiefung in ein Thema, oder in ein zu entwickelndes Fachgebiet verbunden

ich habe nicht gefragt, womit sie verbunden sind - sondern was zum geier sie denn überhaupt sein sollen

das weißt du eben selber nicht und sabbelst daher lieber was von pentatonik...
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#33
(19-01-2026, 15:15)petronius schrieb: es ging erst mal nur um die definition von "bewußtseinsfeldern". nicht um "höhere Mathematik"
es geht darum, daß du nicht mal selber weißt, wovon du hier schwurbelst
ich habe nicht gefragt, womit sie verbunden sind - sondern was zum geier sie denn überhaupt sein sollen

das weißt du eben selber nicht und sabbelst daher lieber was von pentatonik...

... für dich "einfacher" gesagt: du hast doch einen Dr.-Titel. - Als Kind hattest du diesen noch nicht, weil dir entsprechendes Wissen fehlte. Durch dein Studium hast du dir aber, zumindest in einem bestimmten Fachbereich, ein "Bewusstsein" erworben, dass anderen Nichtfachleuten fehlt.
Nicht ohne Grund schwingt ja im Wort "Bewusstsein" mit, dass es dabei auch um "Wissen" geht. Ohne dieses ist kein rechtes Bewusstsein möglich, weder von einer Sache, einer Handlung oder einer Situation!

Um also ein Bewusstsein für die Pentatonik zu bekommen, ist erste Voraussetzung, dass man sie überhaupt auf einem Instrument spielen kann! Dies sollte mein Bespiel verdeutlichen. Jeder Forum-user, der ein Instrument spielt, hat das dazu nötige "Bewusstsein". Für die anderen ist und bleibt sie ein "Böhmisches Dorf".

Das "Unrechtsbewusstsein" spielt z.B. in der Justiz eine wichtige Rolle. Ist dies bei einem Täter nachweislich vorhanden, so kann sich das auf das Urteil auswirken. Fehlt ein solches Bewusstsein von Unrecht und war der Irrtum unvermeidbar, entfällt die Schuld, - die Strafe kann also gemildert werden.

Hoffe, diese Erklärung kann zumindest eine Tür öffnen?

Gruß von Reklov
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#34
(24-01-2026, 10:39)Ulan schrieb:
(23-01-2026, 22:32)Reklov schrieb: ... "einfacher" gesagt: Bewusstseinsfelder sind immer mit der Vertiefung in ein Thema, oder in ein zu entwickelndes Fachgebiet verbunden.

Ich könnte dir zwar z.B. die recht einfache Pentatonik (eine aus nur 5 Tönen bestehende Tonleiter) schnell "er-klären", aber das Bewusstsein, wie sie dann in der Praxis (z.B. im Blues) kreativ eingesetzt wird, erfordert eine Entwicklung des Bewusstseins für Tonkombinationen und die unzähligen rhythmischen Varianten, will man nicht klingen, wie ein Anfänger.  
Allein dies erfordert schon mal eisenharte Übungen, welche sich weit über ein Jahr erstrecken.[...]

Ja, wenn es denn nur so einfach wäre - mit dem Bewusstsein ...

Ein Neurowissenschaftler wuerde das anders erklaeren. Wahre Meisterschaft entsteht naemlich daraus, dass solche Faehigkeiten ins Unbewusste uebertragen werden. Das bewusste Ueben perfektioniert das Erlernte, und das Perfektionierte wird nach einer manchmal laengeren Lernzeit in eine andere Hirnregion kopiert, die nicht mehr fuer bewusstes Handeln zustaendig ist, sondern Erlerntes, ohne dass Nachdenken erforderlich ist, automatisch anwendet. Das gilt fuer alles, vom Gehen bis zum Spielen eines Instruments. Das Bewusstsein entscheidet dann nur noch, wann diese gespeicherten Sequenzen angefordert werden.

Aber hier geht's ja um gesicherte Erkenntnis. "Bewusstseinsfelder" gehoeren sicherlich nicht dazu, ausser als weitgehendes Synonym von Wahrnehmungsfeld.

... Nein, zumindest in der Musik gilt dies nicht! Es kann ein "Normalo" noch so viel "üben", er wird nicht die Stufen erklimmen, wie ein Hochbegabter. In der Musik werden zunächst, über Jahre, u.a. die motorischen Fähigkeiten trainiert!

Es ist deswegen auch nicht verwunderlich, dass es zwar sehr viele ausgezeichnete "Instrumentalisten" gibt, die aber kompositorisch weniger begabt sind und deswegen auch ihr Brot in einem Orchester, einer Band, im Tonstudio oder als Musik-Lehrer verdienen müssen.
Komponieren ohne Nachdenken ist nicht möglich und geschieht auch nie automatisch, wie z.B. das Abrufen erlernter Bewegungsabläufe in einem Ball-Spiel.
Musik ist ein "Kunstfach" und kann nicht mit dem Erlernen des Gehens oder Schwimmens verglichen werden. Neurowissenschaftler sind hier überfordert, denn innovative Kreativität ist weder teilbar, noch erlernbar - und auch nicht im Gehirn zu "orten"!

So hat man z.B. die KI ein unvollendetes klassisches Werk zu Ende komponieren lassen. Die Beurteilung durch Fachleute ergab dann, dass die KI zwar nicht "falsch" gearbeitet hatte, den eigentlichen musikalischen Charakter, also das "Wesen der unvollendeten Komposition" aber nicht treffen konnte.

Frage: spielst du ein Instrument? 

Gruß von Reklov
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#35
(Gestern, 15:28)Reklov schrieb: ... Nein, zumindest in der Musik gilt dies nicht! Es kann ein "Normalo" noch so viel "üben", er wird nicht die Stufen erklimmen, wie ein Hochbegabter. In der Musik werden zunächst, über Jahre, u.a. die motorischen Fähigkeiten trainiert!

Dein "Nein" bedeutet also "Ja". Das habe ich ja ausgefuehrt.

(Gestern, 15:28)Reklov schrieb: Komponieren ohne Nachdenken ist nicht möglich und geschieht auch nie automatisch, wie z.B. das Abrufen erlernter Bewegungsabläufe in einem Ball-Spiel.

Auch beim Ballspiel muss das Unbewusste durch bewusste Taktik ergaenzt werden. Versuche doch mal, sinnerfassend zu lesen!

(Gestern, 15:28)Reklov schrieb: Musik ist ein "Kunstfach" und kann nicht mit dem Erlernen des Gehens oder Schwimmens verglichen werden. Neurowissenschaftler sind hier überfordert, denn innovative Kreativität ist weder teilbar, noch erlernbar - und auch nicht im Gehirn zu "orten"!

Kreativitaet ist wohl im Default Mode Network verortet, das auch fuer Tagtraeume und aehnliches verantwortlich ist. Das Erleben des "Selbst" wird auch dort verortet. Das DMN tritt dann in den Austausch mit anderen Gehirnregeionen (je nach Kreativitaetsfeld), die die Ideen pruefen. Dass Kreativitaet eine Hirnfunktion ist, sieht man auch daran, dass bestimmte Hirnverletzungen zu erhoehter Kreativitaet fuehren koennen. Wenn die Kreativitaetsschaltkreise aktiv sind, sind die Hirnbereiche, die fuer Impulskontrolle und Kritikfaehigkeit zustaendig sind, gehemmt.

(Gestern, 15:28)Reklov schrieb: So hat man z.B. die KI ein unvollendetes klassisches Werk zu Ende komponieren lassen. Die Beurteilung durch Fachleute ergab dann, dass die KI zwar nicht "falsch" gearbeitet hatte, den eigentlichen musikalischen Charakter, also das "Wesen der unvollendeten Komposition" aber nicht treffen konnte.

Und, was soll das jetzt wieder mit dem Thema zu tun haben?

(Gestern, 15:28)Reklov schrieb: Frage: spielst du ein Instrument?

Ja. Das Zentrum meiner Interessen liegt dort aber nicht.
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#36
(Gestern, 14:56)Reklov schrieb: Durch dein Studium hast du dir aber, zumindest in einem bestimmten Fachbereich, ein "Bewusstsein" erworben, dass anderen Nichtfachleuten fehlt

quatsch. ich habe wissen erworben, ein bewußtsein habe und hatte ich schon vorher so wie alle anderen auch

Zitat:Nicht ohne Grund schwingt ja im Wort "Bewusstsein" mit, dass es dabei auch um "Wissen" geht

das ist reiner unfug und natürlich nicht der fall

Zitat:Hoffe, diese Erklärung kann zumindest eine Tür öffnen?

nein, kann dein schwurbel natürlich nicht

die frage war die nach der definition von "bewußtseinsfeldern"

das weißt du eben selber nicht und sabbelst daher lieber was vom pferd...
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#37
Ein "Feld" stelle ich mir in diesem Zusammenhang als Raum vor für eine Menge an Punkten, die jeweils mit einer oder mehreren Erfahrungen behaftet sind. Wie viele Dimensionen dieser Raum hat, ist nicht festgelegt. Man kann aber von einer ganzen Reihe von Dimensionen ausgehen. Eine Erfahrung ist in diesem Raum gewissermaßen ein Punkt, der durch Ort, Tages- und Jahreszeit, Dauer, Vorerfahrung, Training, Konzertatmosphäre und Resonanz festgelegt ist, die alle in die Erfahrung eingeflossen sind.
Ein Bewusstseinsfeld ist demnach ein gegriffener Bereich aus dem vorgenannten Raum also z. B. "alles, was mit Jazzmusik zu tun hat".
Übrigens machen neuronale Netze (KI) etwas Ähnliches. Sie suchen im antrainierten Erfahrungsraum nach der wahrscheinlichsten Aussage.

Vielleicht kann uns @Reklov freundlicherweise sagen, ob er an so etwas denkt oder ersatzweise woran sonst.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#38
(Heute, 00:45)Ekkard schrieb: Vielleicht kann uns @Reklov freundlicherweise sagen, ob er an so etwas denkt oder ersatzweise woran sonst.

Viel Glueck!

In der Psychologie sind Bewusstseinsfelder die Punkte in der Umgebung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt bewusst wahr genommen werden. Ist man gerade im am Nachdenken, ist solch ein Bewusstseinsfeld kleiner, durch einen aeusseren Reiz angeregt dann entsprechend groesser.

Bei esoterischen Schwurblern heisst das natuerlich etwas ganz anderes; und, wie von mir angemerkt, ist damit zum Grossteil etwas gemeint, das die Neurowissenschaft als Unbewusstes klassifiziert.
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