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@ jam :
Deine Argumentation läuft schon wieder auf die Aussage hinaus , daß Muslime diesen Gott nicht richtig anbeten würden ,etc.
Das steht aber (wie schon mehrfach gesagt) gar nicht zur Debatte . Zumal es da auch ganz andere Ansichten gibt .
Du hast offensichtlich eine extreme Abneigung gegen den Islam , und versuchst ihn möglichst negativ darzustellen , reisst dazu gerne mal Koranverse aus dem Zusammenhang und verdrehst deren Aussagen ins negative ,etc .
Ich weiß , Islambashing ist zur Zeit ein Trend , und man findet auf Islamhasserseiten im Internet viel "Munition" dafür.
Aber darüber will ich gar nicht diskutieren .
Es geht hier schlicht um die Frage , zu welchem Gott Muslime beten .
Deine Versuche , diesen Thread für Anti-Islam-Propaganda zu verwenden , finde ich hier nicht in Ordnung .
Bitte beschränke dich also aufs Thema und unterlasse es , den Islam in welcher Form auch immer als falsch , schlecht , oder sonstwas zu bezeichnen .
Von mir aus machst du dazu einen eigenen Thread auf , aber hier gehört das nicht hin .
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25-02-2009, 21:58
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25-02-2009, 22:02 von miriam.)
Also ich mein die Kirchen haben ja auch viel miteinander gestritten...
sagen wir mal so Luther und die katholische Kirche...und sie haben sich wechselseitig als Antichrist und so weiter bezeichnet...
natürlich kann ich da sagen es ist alles dasselbe...und es gibt nur einen großen lieben Gott und das ist wie ein Topf und da passt alles rein...
vielleicht werden Muslime mehr angegirffen wie sonst und das ist auch gut so..wenn man nämlich den Koran aufschlägt und liest, lässt sich einfach nicht leugnen wie blutrünstig sich das anhört...klar kann ich immer sagen, dass ist nicht so gemeint und blablabla..aber ich kann auch sagen, es ist blutrünstig...
das Alte Testament ist auch blutrünstig...
die Menschheitsgeschichte ist auch blutrünstig oder etwa nicht...wenn ich Geschichtsbücher aufschlage...steht nur von den wechselseitigen Kriegen drin...kann ich alles leugnen und schön reden, kann ich aber auch einfach zugeben und als Tatsache akzeptieren...
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25-02-2009, 22:42
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25-02-2009, 22:44 von miriam.)
es geht darum, dass Altes Testament und die Propheten dort auf den ersten Blick sehr ähnlich sind wie das Prophetenbuch Koran, ein ähnlicher Gott, kämpferisch (ein Stück weit ein Kriegsgott für sein Volk)
Aber im Alten Testament ist es offen wie es weiter geht...es ist nicht das letzte Wort Gottes, dass für immer mit Schwertern für ihn gestritten wird...es gibt einen Messias, der anders sein wird...der das bisherige auf den Kopf stellt..sein Reich nicht von dieser Welt und so...
Der Koran bedeutet Stillstand, er ist in sich abgeschlossen, Mohammed das Siegel drauf...hier muss um sich an den Anfang zu halten alles so bleiben bis zum Ende, ein geschlossener Kreis...
Kann es sein, das Gott zwei so völlig verschiedene Botschaften an die Menschen schickt
wer ja sagt, bei dem ist der Gott des Alten Testamentes und der Gott des Islam der gleiche...da stimm ich zu...dann gibt´s keinen Unterschied
Gruß
miri
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(25-02-2009, 22:56)jam schrieb: dass Frieden ist, das wird erst dann sein, wenn der Maschiach kommt. Aber denke wenn man weiß dies ist Gottes Ziel, dann kann man ja auch jetzt schon damit anfangen, nach Frieden zu trachten. So kann es eben niemanden wie du sagst geben der beides Krieg und Frieden gleichzeitig verkörpert, ... Richtig. Besonders den letzten Satz möchte ich unterstreichen: Es kann nicht sein, dass der Muslim Allah (übersetzt: Gott) bekennt und zugleich gegen Ungläubige agitiert, sie drangsaliert, diskriminiert und sich noch stolz auf den Koran bezieht, wenn er sie mordet. Sein Bekenntnis zum Gott der Tora ist, genau wie bei Christen, entweder hohl und er betet zu einem blutrünstigen Monster (wie Deutsche unter Hitler) oder aber es ist wahrhaftig, dann muss er unter jedem denkbaren Umstand die "friedliche Koexistenz" mit den Gläubigen der Bruderreligionen suchen.
Ich unterstelle schon aus dieser Verpflichtung heraus die Gleichsetzung im Titel dieses Threads.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
(23-04-2008, 17:46)melek schrieb: Mir ist aufgefallen , daß häufig die Frage "Allah = JHWH ?" diskutiert wird .
Ich finde die Frage komisch , weil sich der Koran und die Muslime doch eindeutig auf diesen Gott beziehen .
Trotzdem wird das vor allem von Christen geleugnet , weil diese meinen , daß der Islam eine andere Religion ist und deshalb einen anderen Gott haben muss.
Als Begründung wird häufig das Bibelzitat "wer den Sohn nicht hat , hat den Vater nicht" gebracht .
Wie denkt ihr über dieses Thema ?
Und gibt es auch Juden , die leugnen , daß Christen zum gleichen Gott beten ?
Nachdem wir schon heftig diskutiert haben, antworte ich noch mal auf die Frage.
Persönlich glaube ich an der/die/das liebende Höchste Er/Sie/Es hat viele Namen und viele Attribute in den verschiedenen Religionen.
Für mich läßt sich die Frage nach dem überall gleichen Gott nicht auf Judentum, Christentum und Islam begrenzen.
Der/die/das Höchste ist allumfassend, wie Allah, Jahwe, Brahman oder das Tao.
Wer betet kann nicht am Höchsten vorbeibeten, egal ob er zu einer abrahamitischen Religion gehört, zu einer anderen Religion oder zu gar keiner Religion.
Götter und auch Philosophien sind Aspekte des Höchsten. Jeder Gott, auch Allah, Jahwe, Eli, oder jede Philosophie, wie der Ur-Buddhismus oder der Taoismus, steht für einen bestimmten ethischen Rahmen, für bestimmte Ritule und bestimmte Lebensweisen, die sich im Lauf der Zeit herauskristallisiert haben.
Die Widersprüche der Religionen untereinander ergeben sich durch die beschränkte Sicht der Menschen auf der/die/das Höchste. Wir sind eben in der Schöpfung, im Geschehen und nicht auf der Stufe des/der/des Höchsten.
Gruß
Lhiannon
P.S. "Der/Die/Das" vor "Höchstem" nervt etwas, aber ich weiß nicht, wie ich die Universalität anders darstellen soll.
Das ist eben in der Welt so und darum haben wir Götter und Philosophien, weil wir mit unseren Denkwerkzeugen derdiedas Höchste nicht umfassend beschreiben können.
Hallo jam,
vielleicht redet der eine oder andere aneinander vorbei. Lhiannon schreibt - soweit ich sie verstehe - davon, dass sich Gott jedem Volk offenbart und DAS auf spezielle Art; und sei es, der Name klingt, schreibt sich anders, die Gottesvorstellungen differieren; der Mensch hat da so seine Masche entwickelt, eigene Systeme zu entwickeln.
Aus gutem Grund schreibt daher Augustinus "Ruhelos ist unser Herz...". Daher glaube ich, Lhiannon spricht genau das an, nämlich "Glauben aus dem Herzen", die Suche der Menschen (Völker) nach Gott. Ob Juden, Christen, Muslime, Taoisten....völlig egal, gemeint ist der Eine, der Schöpfer.
Das Herz jeder Religion ist die Religion des Herzens. (nach David Steindl-Rast)
Hingebungsvolles Beten, daß können wir von den Muslimen sehr wohl lernen.
Auch in der Ostkirche, der Orthodoxen Kirche, ist das Gebet voller Hingabe, wie z. B. das Herz-Jesu-Gebet usw...
jam, wir können uns alle - sodenn wir beten wollen und gläubig leben (oder wie auch immer), gegenseitig helfen, im Geiste nähren und lernen, was es heisst "treu zu sein".
Gruß
Marlene
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26-02-2009, 14:41
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26-02-2009, 14:42 von miriam.)
na ich denke mir so totale Toleranz in der Religion das geht einfach gar nicht...Nächstenliebe ja, dazu brauchen wir ja auch keinen Gott...
aber Gott über alles lieben, schließt eben auch immer die Andersdenkenden aus...
gut ist dann wenn man z.B. selbst auch mal anders gedacht hat..vielleicht ist man dann toleranter...
aber wenn ich Gott über alles liebe...kann mir doch keiner quer schießen...und mich zum Beispiel am Gottesdienst hindern...
es ist schön wenn´s friedlich geht...aber alles das gleiche geht nicht, und wenn ne Religion auch noch fordert gegen andere Weltanschauungen nicht tolerant zu sein...dann wird´s einfach echt schwierig
deshalb diskutieren und diskutieren, dann lernt man streiten, gewinnt Einsichten und muss sich nicht gegenseitig umbringen
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26-02-2009, 15:03
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26-02-2009, 15:04 von miriam.)
ich finde es ist einfach auch Quatsch zu sagen...ich glaube an einen Gott (welchen auch immer) und mir sind die anderen gleich, ich meine die anderen Götter, dann hätte ich ja keine Überzeugung...Jacke wie Hose ist doch egal..
so ist es nicht und so wird es nie sein...
und wenn ich an einen alles übergreifenden Gott (also alle Religionen übergreifenden Gott) glaube, dann ist das eben auch wieder ein anderer, als der der einzelnen Religionen
und wir haben Ängst..z.B. auch Verlustängste und soziale Ängste, die spielen bei unserem Glauben auch immer mit rein...
ich will das nicht veralbern aber mal in den Alltag runterholen:
Hundehalter...
Hundehalter sind auch überzeugt von ihrer Hunderasse und suchen sich genau die aus, die sie eben haben...
vielleicht sind sie tolerant und finden andere Rassen auch ok...
aber die eine oder andere Rasse werden sie sicher völlig ablehnen, zum Beispiel wegen Überzüchtung oder wegen aggressiver Anlagen, oder wegen typischer arteigener Verhaltensweisen oder wegen sozialem Status, den man mit dem Tier zum Ausdruck bringt...
Ich kann als Hundehalter einfach nicht alle Hunderassen mögen, auch wenn es alles Hunde sind.
Seit wann sind Menschen denn tolerant, dass sie keine eigenen Anschauungen mehr besitzen.
Ich find´s besser rumzudiskutieren, als immer nur auf die absolute Toleranz zu drängen.
Mein Glaube ist mir heilig, und deiner???
Deiner nicht.
Das ist so.
Wo ist dann der gemeinsame Nenner?
Also lasst uns streiten, Gott ist nicht gleich Gott und Glaube ist nicht gleich Glaube, das ist besser, finde ich, weil es realistisch ist.
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Moin,
diese Art der Diskussionen sind ja recht häufig.
Ich sehe es in etwa so wie Miriam.
Dadurch, dass es nur einen G'tt gibt, heißt es nicht, dass alle monotheistischen Religionen zu demm selben G'tt beten.
Denn wer G'tt völlig falsch erfasst, betet nicht zu ihm sondern zu etwas anderem (Götzen?).
Ich finde diese Art der Gleichmacherei und irgenndwie Art der 'Allversöhnung' nicht okay. Was ist so schwer daran, damit zu leben, dass man einen unterschiedlichen Glauben hat? Warum nicht den anderen in seinem Glauben einfach so stehen lassen? Muss alles immer gleich sein?
Tschüss
Jörg
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