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Die Gladiatorinnen Roms
#1
Hallo Leute! Ich fand einen interessanten Artikel in National Geographic vom 9. August 2018

Auch zu finden per Google: nationalgeographic Die Gladiatorinnen Roms

Eine spannende Theorie des in Spanien lebenden Wissenschaftlers Alfonso Manas, daß es auch weibliche Gladiatoren gegeben hätte. Eigentlich ein weiblicher Sicarier - denn die Waffe ist kein Gladius, sondern eine Sica (Krummdolch)

Bei Alfonso Manas findet man auch eine andere Publikation über Waffen mit krummer Klinge (The Mysterious Crescent-Shaped Amphitheatre Weapon: A New Interpretation) wonach öffentliche Kämpfe mit einer Waffe mit krummer Klinge "a staff ending in a crescent" in Iberien "from the times of the Romans until the sixteenth century" vorkamen.

Nicht nur die gerade Klinge des heute noch üblichen Matadors, sondern eine Krummklinge bis zum 16. Jhdt

Ein interessanter Wissenschaftler

Die oben erwähnte Theorie paßt jedenfalls - obwohl etwas makaber - in die heutige Mode des gendern

Jedenfalls begründet Herr Manas seine Theorie vom weiblichen Arenakämpfer
(Bekleidung, Körperhaltung)
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#2
Ich weiss nicht, wie Du es immer wieder schaffst, Artikel so selektiv zu lesen, dass von ihrer Aussage so gut wie nichts mehr uebrig bleibt. Deine Faszination mit dem Autor ist mir dabei ein Raetsel, und die Assoziation mit dem "Gendern" ist dann komplett absurd.

Also, wen's interessiert: die These des Autors betrifft einzig und allein eine Statuette im Museum fuer Kunst und Gewerbe in Hamburg, die bis jetzt als eine Frau bei der Koerperreinigung interpretiert wurde. Manas hat nun begruendet, warum er meint, die Statue stelle eine Gladiatorin in Siegerpose dar.

Was kene Theorien des Autors sind sondern bereits bekannt:

1. Frauen als Gladiatorinnen waren im Roemischen Reich selten, aber sind vielfach belegt. Wie der Artikel besagt: "Hinweise auf derartige Veranstaltungen finden sich jedoch schon in Berichten römischer Schreiber."  Suetonius berichtet, dass unter Domitian die Frauen nachts bei Fackelschein kaempften. Im Jahr 200 verbot Septimius Severus weibliche Gladiatoren, was auch belegt, dass es sie gegeben hatte. Zu guter letzt gibt's ein Relief aus Bodrum (heute Tuerkei), das eindeutig Gladiatorinnen darstellt.

2. Die Sica, also der Krummdolch (bzw. gebogenes Kurzschwert), ist als eine der Standardwaffen von Gladiatoren bekannt, unter anderem, aber nicht nur, beim Thraex, wo sie gut dafuer geeignet war, den ungeschuetzten Ruecken zu erreichen.


All das steht in dem Artikel. Wie man den mal einfach so ueberfliegen kann und dann voellig absurde Thesen daraus spinnen, ist mir ein Raetsel.
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#3
(25-03-2021, 12:06)Ulan schrieb: . . . und die Assoziation mit dem "Gendern" ist dann komplett absurd.


Warum das "komplett absurd" sein solle, erschließt sich mir nicht.
Heute gibt es in Deutschland das Frauenboxen und bei den Olympischen Spielen 2012 in London war Frauenboxen erstmals eine eigenständige Disziplin; es gibt neuerdings Kampfpilotinnen bei der Bundeswehr; in der Antike gab es keltische Kriegerinnen

Die Gladiatorenkämpfe waren oft Schaukämpfe - zwar forderte der Mob immer lauthals den Tod des Verlierers, aber es wäre wirtschaftlich unsinnig gewesen, ihn tatsächlich töten zu lassen. Die Römer und erst recht die Arenabetreiber waren sehr geldgierig und gute Rechner - der Sieger hielt beim am Boden liegenden Verlierer eine Show ab - zur Gaudi des blutrünstigen Mobs der seinen primitiven Instinkten frönte (wie heute beim Freistilringen) - stach ihm dann ein wenig in die Rippen, sodaß Blut spritzte, der "Getötete" schlägelte ein paar Mal mit den Beinen wie es sich gehörte und dann trugen Sklaven die "Leiche" raus . . . wurde draußen verarztet und verbunden und an eine Arena in einer anderen Stadt verkauft. Und bitte jetzt nicht kleinlich nach 2000 Jahre alten Verkaufsbelegen fragen, wir sind hier nicht beim Amtsgericht für Handelssachen

So wie heute wurde in der Antike beim Sport gelogen und betrogen Icon_smile

Und daß gefangene keltische Kriegerinnen lieber Gladiatorinnen wurden als Kindermädchen oder Putzfrauen, dürfte plausibel sein

Natürlich starben immer wieder Gladiatoren, viele wurden verstümmelt, dies als eine Art Berufskrankheit, aber das Töten des wertvollen Menschenmaterials (nur sportliche und damit teure Sklaven waren für die lange und damit teure Ausbildung zum Gladiator geeignet) war nie der wahre Zweck dieser Showkämpfe

Und Drogen wurden auch damals ungeniert verwendet (bitte keine Nachweise verlangen)

Bekanntlich verzehrten die Berserker bestimmte Giftpilze vor dem Gefecht, was sie schmerzunempfindlich und irrsinnig / tollkühn machte - naheliegend, daß gefangene Berserker in die Arena wanderten, und daß diese dann ihre Pilze anforderten. Zaubertränke waren (auch schon) in der Antike sehr beliebt

Und es gab schon vor 2000 Jahren Männer und manche Frauen, die gerne Frauen beim Messerkampf zusahen - genauso wie es heute Männer und manche Frauen gibt, die gerne Frauen beim Faustkampf zusehen (sonst gäbe es ja keine olympische Disziplin women boxing)
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#4
Und was, bitte schoen, hat der ganze Redeschwall jetzt mit "Gendern" zu tun?
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#5
(26-03-2021, 00:34)Ulan schrieb: Und was, bitte schoen, hat der ganze Redeschwall jetzt mit "Gendern" zu tun?

Na jaa - von ca 400 bis 1900 gab es kein "Gendern"
In der europäischen Antike gab es jedenfalls streitbare Frauen
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