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Jesus - Mensch oder Mythos?
#16
Die Frage war, ob der Wanderprediger der Schriften eine historische Figur war. Ob Du mit Deinen Gedanken irgendwo im All schwebst, interessiert dafuer nicht weiter.
#17
(12-07-2021, 15:02)Ulan schrieb: Da aber das urspruengliche Thema anscheinend nicht auf Interesse stoesst, koennte man eventuell einen Seitenaspekt betrachten, naemlich wo die Idee herkommt, Jesus Christus sei bei Schoepfung dabei gewesen. Die Verbindung zum Threadthema hier liefert die zweite Schoepfungsgeschichte im Buch Genesis. Meist wird ja nur auf die erste Schoepfungsgeschichte geschaut, waehrend Kapitel zwei uebergangen und nur die Vertreibung aus dem Paradies im naechsten Kapitel betrachtet wird; aber da steht ja noch einmal eine komplette Schoepfungsgeschichte.

Aus der Schrift? Eigentlich geht es doch darum zu erklären wer Christus überhaupt gewesen ist, damit man die getroffenen Aussagen von ihm auch besser einordnen kann, denn es ist doch ein Unterschied, ob das ALL selbst einem erklärt auf was es ankommt, also der Schöpfer von allem oder ein Hahnenbambel. Den Schriften nach gibt es nur ein einziger Gott, welcher vollkommen rein und unbewegt ist. Weil vollkommen rein und unbewegt es schwer wird eine Schöpfung in Gang zu setzen, nimmt dieser vollkommen reine und unbewegte Vater in sich selbst eine bewegte, respektive handelnde Form an, das ALL ist geboren, was die Schrift als den eingeborenen Sohn bezeichnet. Das macht aus Vater und Sohn jedoch keine zwei verschiedenen Dinge, sondern es ist immer noch der eine Gott, nur in unterschiedlichen Formen. 

Logischerweise war Christus bei der Schöpfung dabei, weil er die Schöpfung ist, denn alles befindet sich den Schriften nach in ihm selbst, sei es sichtbar oder unsichtbar, alles befindet sich in ihm und es gibt nichts, was nicht durch ihn erschaffen wurde, so beschreiben es nicht nur die christlichen Schriften, sondern auch die indischen, deshalb sagt ja der Johannes, dass er denjenigen ankündigt, welcher bereist vor ihm war. 

Viel interessanter ist jedoch, dass uns diese Schriften zu erklären versuchen, dass wir uns nicht nur in ihm, dem All und Schöpfer befinden, sondern er sich in uns selbst Joh 14, 20, 1 Kor 3, 16 usw. Auch das sehen die indischen Schriften identisch, denn auch dort erklärt der Schöpfer, dass sich der Leser in ihm und er sich im Leser befindet und das was wir GOTT und Vater nennen, selbst Schöpfer, also das ALL wird. 

Es ist eine verkannte Ganzheitslehre, wo sowohl das Wahrnehmbare, als auch der Wahrnehmende eben dieser angesprochene Gott ist.
#18
(12-07-2021, 18:33)Ulan schrieb: Die Frage war, ob der Wanderprediger der Schriften eine historische Figur war. Ob Du mit Deinen Gedanken irgendwo im All schwebst, interessiert dafuer nicht weiter.

Die Vokabel Christus war demnach nicht nur historisch, sondern sie ist auch heute noch, denn das ALL ist doch da.  Icon_smile
#19
(12-07-2021, 19:01)Urmilsch schrieb: Aus der Schrift? Eigentlich geht es doch darum zu erklären wer Christus überhaupt gewesen ist...

Der Thread hier geht von nur zwei Alternativen aus:

1. Jesus war ein juedischer Wanderprediger, der im 1. Jhdt. unserer Zeitrechnung durch Galilaea, Judaea und angrenzende Gebiete gezogen ist, um zu predigen, und dann durch die Roemer hingerichtet wurde; das ist die Geschichte, die uns alle vier kanonischen Evangelien erzaehlen.

2. Die Jesusgeschichte war eine Allegorie, eine politische Geschichte, um den Lesern mitzuteilen, dass die Prophezeiungen aus Jesaja, Daniel etc. jetzt in Erfuellung gehen wuerden, und Jesus ist die fiktive Bote Gottes, der uns als idealisierter Stellvertreter all der Prediger, die dem Untergang Jerusalems vorausgingen, erzaehlt, dass das Reich Gottes jetzt unmittelbar bevorsteht. Was sich dann spaeter verselbstaendigt hat, nachdem sich die Prophezeiung mal wieder nicht materialiserte.

Andere Alternativen sind hier im Prinzip nicht gefragt.

Ich sehe aber, dass der Thread im Prinzip im falschen Forum ist.
#20
(12-07-2021, 14:12)Urmilsch schrieb: Da der Begriff Gott für das Wahrzunehmende und den Wahrnehmenden steht, ist diese Vokabel sicherlich keine leere Leinwand

doch - gerade deshalb - denn schon "das Wahrzunehmende und der Wahrnehmende" ist doch eine komplette leerfloskel ohne konkreten inhalt. praktisch alles, was lebt, nimmt wahr und ist wahrzunehmen. dazu kommt, daß das mit dem "Begriff Gott, der für das Wahrzunehmende und den Wahrnehmenden steht" dein ganz persönlicher spleen ist

Zitat:denn es gibt sowohl das Wahrnehmbare, als auch denjenigen welcher wahrnimmt

logo! siehe oben

aber was soll das mit "gott" zu tun haben?

Zitat:Darüber hinaus erklärt die Schrift, dass Christus das ALL ist, in welchem sich alles befindet und welcher sich diesen Schriften nach in allen, nämlich in uns selbst befindet

schon wieder so eine sinnlose leerfloskel. daß etwas in allem ist und gleichzeitig sich alles in ihm befindet, ergibt schlicht keinen sinn. wenn du damit simple identität meinst, dann sag das auch so - nur wird dann sofort beim ersten blick klar, was für ein unsinn das ist

Zitat:Das hat mit Picken aus der Schrift auch nicht viel gemein, denn wenn es heißt das sich alles sichtbare und unsichtbare in ihm selbst befindet, es nichts gibt was nicht durch ihn selbst erschaffen wurde

das heißt es bloß nicht... also außer bei dir, in deinen postings
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
#21
Zum Thema zurueck, bitte.
#22
(12-07-2021, 19:18)Ulan schrieb:
(12-07-2021, 19:01)Urmilsch schrieb: Aus der Schrift? Eigentlich geht es doch darum zu erklären wer Christus überhaupt gewesen ist...

Der Thread hier geht von nur zwei Alternativen aus:

1. Jesus war ein juedischer Wanderprediger, der im 1. Jhdt. unserer Zeitrechnung durch Galilaea, Judaea und angrenzende Gebiete gezogen ist, um zu predigen, und dann durch die Roemer hingerichtet wurde; das ist die Geschichte, die uns alle vier kanonischen Evangelien erzaehlen.

2. Die Jesusgeschichte war eine Allegorie, eine politische Geschichte, um den Lesern mitzuteilen, dass die Prophezeiungen aus Jesaja, Daniel etc. jetzt in Erfuellung gehen wuerden, und Jesus ist die fiktive Bote Gottes, der uns als idealisierter Stellvertreter all der Prediger, die dem Untergang Jerusalems vorausgingen, erzaehlt, dass das Reich Gottes jetzt unmittelbar bevorsteht. Was sich dann spaeter verselbstaendigt hat, nachdem sich die Prophezeiung mal wieder nicht materialiserte.

Andere Alternativen sind hier im Prinzip nicht gefragt.

Ich sehe aber, dass der Thread im Prinzip im falschen Forum ist.

Respekt, andere Alternativen sind nicht gefragt, will heißen man beschränkt sich selbst und schließt eine mögliche andere Lösung von vornehinein kathegorisch aus. Was jedoch Ulan, wenn das alles nur Geschichten sind, welche uns etwas vermitteln wollen, was wir mit unserem Gehirn noch nicht kognitiv fassen können? Was wenn du selbst z.Bsp. bevor du jene Simulation startest, in welcher du selbst teilnimmst, festgelegt hast, dass Person x, y, z genau jene Zeilen aus dem Gehirn rinnen, um dir selbst zu erklären wer du und wer dein menschliches Gegenüber ist? 

Der 2 Petrus 1, 20-21 kann ja dahingehend interpretiert werden und sind wir mal ehrlich, die Art und Weise wie die Schrift geschrieben wurde, passt viel eher zu genau solch einem Sachverhalt, als das es einem Tatsachenbericht entspräche, denn das Vokabular rund um Christus wurde ja bewusst genau so gewählt, um die Merkmale des Dtn 18, 18-19 hervorzuheben, damit das angekündigte Wort Gottes in der Schrift erkennbar ist. Noch viel abstruser wäre es wenn zumindest dieses Schauspiel rund um Christus tatsächlich in der Simulation bereits festgelgt worden ist und diese Figuren dann tatsächlich vorherbestimmt in der Simulation in Erscheinungtreten. 

Die Schriften Ulan, welche Christus beschreiben, erklären, dass dieser zu aller erst einmal der Schöpfer ist, weil folgendes über ihn geschrieben steht: 

Zitat:Christus, der Erste in Schöpfung und Erlösung, denn durch ihn ist alles geschaffen was im Himmel und auf Erden ist, sei es sichtbar oder unsichtbar, es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen und es besteht alles in ihm Kol 1, 15-18  

Das die dargestellte Figur Christus der Schöpfer ist, kann man sich auch vom Johannesevangelium Kapitel 1, 1-14 ableiten, denn jenes Wort welches alles erschuf wird dort SOHN und zwar in Form des eingeborenen Sohnes. Weiter ist es so, dass wenn sich alles sichtbare und unsichtbare in Christus befindet, dann ist mit dieser Vokabel Christus das ALL verknüpft, was wiederum nicht nur den Aussagen des Thomas Evangeliums entspricht, sondern eine Aussage ist, welche sich auch in weiteren Schriften wie den Nag Hammadi Schriften finden lässt, wo Christus ebenfalls mit dem ALL gleichgesetzt wird. Es ist jedoch vielmehr die Kernaussage welche die Schriften rund um Christus treffen die so interessant sind, denn er erschuf ja alles für sich selbst, denn es ist ja alles zu ihm geschaffen worden. Nun befindet er sich diesen Schriften nach in uns selbst, siehe Joh 14, 20, jener Vater (Gott) welcher selbst Sohn wird, dieses Detail findet man auch im 1 Kor 3, 16, Sure 15:28-29 und vielen Textstellen mehr. Die indischen Schriften beschreiben sowohl die Gottheit, als auch den Schöpfer vollkommen identisch, auch hier wird der eine Gott welchen wir Vater nennen selbst Sohn und Schöpfer, entspricht dem All, während die Vokabel Gott dort für den Wahrnehmenden in all den Individuen wie auch dem zu Wahrnehmenden gleichgesetzt wird, was eben einer Ganzheitslehre entspricht.

Es ist macht keinen Sinn seine Lösungsmöglichkeiten selbst zu beschränken, das wäre so als würde jemand in 500 Jahren die Herr der Ringe Triologie finden und die Reinkarnation vom Ulan würde kathegorisch ausschließen, dass es sich lediglich um eine Geschichte handelt die irgendetwas vom Leser möchte und sei es nur Unterhaltung und Zeitvertreib. 

Weiter halte ich es für ausgeschlossen, dass jemand aus Absicht, zum eigenen Machtgebrauch diese Schriften verfasste und darin erklärt, dass Gott Geist ist, welcher in den einzelnen Individuen wohnt, denn wenn das vom Leser verstanden wäre, dann hätten sich alle Machtstrukturen in Luft aufgelöst, weil in diesem Fall der einzig logische Gottesdienst darin bestünde, gut zu seinen Mitmenschen und der Natur zu sein. Das dieses juristisch vollkommen korrekt das Ergebnis dieser Schriften ist, steht auf einem anderen Blatt. 

Beleuchtet man diese geschichtliche Darstellung rund um die Vokabeln "Gott und Christus" so wird klar, dass wir nicht nur eine völlig falsche Vorstellung vom SOHN haben, sondern eben auch von Gott und dem Götzendienst, denn dieser entspricht ja dem Anbeten von Dingen die weder hören, sehen, fühlen, noch wandeln kann, allesamt also Dinge die derjenige welcher mit den Sinnesorganen der Schrift nach verknüpft ist eben kann, nämlich der lebendige GOTT, der Wahrnehmende und das Wahrzunehmende.

Sprich: Jesus ist der Schrift nach sowohl Mensch,  als auch Mythos und eine Beschreibung für das zusammenhängende Ganze.
#23
@Urmilsch "Die Schriften", die Du hier heranziehst, sind spaet. Der Kolosserbrief gilt als das Werk eines Paulusschuelers, und das Johannes-Evangelium gilt als das zuletzt geschriebene der Evangelien. Um historische Fragen zu klaeren, geht man aber zurueck zu den Wurzeln, schaut sich also die fruehesten Texte an. Die aeltesten Texte des NT sind die echten Paulusbriefe, aber Paulus weiss nichts ueber den historischen Jesus, faellt also als Quelle hier aus. Die fruehesten Evangelien sind Markus und dann Matthaeus, und die wissen nichts von den von Dir vorgebrachten Ideen. Aus dem Grund ist die von Dir vorgebrachte These fuer Fragen zur Historizitaet irrlevant.

Du wirst gebeten, den Thread nicht weiter mit Deiner Pet Theory vollzuspammen!
#24
Da das anscheinend nicht klappt und zum Thema eh nichts mehr kommt, machen wir hier zu. Falls da noch etwas Relevantes nachgetragen werden soll, bitte einen Moderator kontaktieren.


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