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Ein kurzer Blick in die Vergangenheit
#16
Off-topic entfernt. Es wird darum gebeten beim Thema des Threads, bei dem es darum geht, dass ein Blick in den Sternenhimmel immer auch ein Blick in die Vergangenheit ist, zu bleiben.
#17
(19-10-2021, 00:17)Ekkard schrieb: Blickt man von der Erde aus in den nächtlichen Sternenhimmel, so blinkt dort eine unüberschaubare Vielzahl an winzigen Lichtpunkten. Wir nennen sie "Sterne". Trotzdem gehört unsere Sonne zu dieser Art von Objekten.
Interessant ist der Eindruck dass diese Objekte gleichzeitig mit uns existieren, aber das ist tatsächlich eine grobe Täuschung.

Hier einige Hinweise auf die Vergangenheit, in die wir eigentlich blicken:

Sonne: 8 Minuten
Mars: 3 bis 22 Minuten je nachdem wie Erde und Mars gerad zueinander stehen.
Kuipergürtel: ca. 5 Stunden (Rand unseres Sonnensystems)
Proxima Centauri: 4,2 Jahre (die uns nächste Sonne)
Andromeda Galaxis: 2,5 Mio. Jahre (die uns nächste Nachbargalaxis)
Rand der sichtbaren Welt: rund 14 Milliarden Jahre

Entfernungen und weitere Blicke in die Vergangenheit können nachgetragen werden.

Hallo Ekkard,

zu all den vielen Ansichten über "gesendete" Licht-Pakete von weit entfernten Sternen:

Könnte das Licht von vielen Sternen, auf ihrem langen Weg zur Erde, denn nicht auch durch andere Himmelskörper unterwegs abgelenkt, zerstreut oder gar geschluckt werden, - und daher nicht alle "Lichtpakete" von Sternen die Augen der Menschen erreichen?
Auch in solchem Fall würde uns ja kein korrektes "Sternenbild" vor unsere Augen treten.

Gruß von Reklov
#18
Das koennte es nicht nur, das sieht man sogar. Auch Linseneffekte sind sehr schoen zu beobachten. Allerdings ist das Weltall derart leer, dass das meist kein grosses Problem darstellt. Eine Ausnahme besteht im "Wald, in dem wir sitzen". Gerade von unserer eigenen Milchstrasse haben wir nur ein unvollstaendiges Bild, weil da so viel Sterne und Gaswolken in der Ebene der Galaxie liegen, dass wir grosse Teile davon im sichtbaren Licht nicht sehen. Allerdings gibt's dann wieder andere Frequenzen, die da weniger Problem haben, zum Bsp. Radiowellen (langwelligeres "Licht").

Elektromagnetische Wellen interagieren im Normalfall mit Strukturen, die eine aehnliche Groesse haben wie ihre eigene Wellenlaenge. Waehlt man eine Wellenlaenge, die in einem anderen Bereich liegt, kann man solche Interaktionen vermeiden. Viele Bilder, die man publiziert sieht, sind Kompositionen von Aufnahmen aus dem sichtbaren Bereich, dem IR, dem UV, Gammawellen, die von verschiedenen Teleskopen aufgenommen werden und dann kombiniert werden.

Dass Licht meist nur mit wenigen anderen Partikeln interagiert, sieht man ja unter anderem auch daran, um wieviel spaeter das Licht eines bestimmten Ereignisses nach den Gravitationswellen oder eventuellen Neutrinosignalen ankommt. Das heisst, da haben wir eine ziemlich gute Idee, wie bedeutend dieser Punkt ist. Wenn man also nicht gerade etwas in der Ebene der Milchstrasse sucht, kann man bis an den Rand des sichtbaren Universums schauen. Die besten Bilder davon sind halt aus Bereichen, wo der Himmel fuer uns vollkommen schwarz aussieht.
#19
Im Grunde ist alles was wir sehen ein Blick in die Vergangenheit, da Licht immer den Weg zwischen Objekt und Auge zurück legen muss. Nur sind die Dimensionen auf Erden nicht vergleichbar mit den langen Distanzen im All. Es ist schon interessant, das Licht benötigt etwa 8 Minuten von der Sonne zur Erde. Das heisst, dass die Sonne schon untergegangen ist, wenn wir hier noch das Abendrot am Horizont bestaunen.

#20
(28-10-2021, 13:09)Reklov schrieb: zu all den vielen Ansichten über "gesendete" Licht-Pakete von weit entfernten Sternen

welche "vielen Ansichten"?

zu physikalischen sachverhalten gibt es keine "Ansichten", sie sind, wie sie sind

Zitat:Könnte das Licht von vielen Sternen, auf ihrem langen Weg zur Erde, denn nicht auch durch andere Himmelskörper unterwegs abgelenkt, zerstreut oder gar geschluckt werden, - und daher nicht alle "Lichtpakete" von Sternen die Augen der Menschen erreichen?

nein, es könnte nicht - es ist mit sicherheit so

wie sollte es auch anders sein?

Zitat:Auch in solchem Fall würde uns ja kein korrektes "Sternenbild" vor unsere Augen treten

warum soll das, was wir sehen, nicht "korrekt" sein?

wir sehen, was wir sehen (können). klar, die teleskope können fehler haben, lichtstreuung u.ä. verfälschen den eindruck (deshalb haben wir ja auch weltraumtelekope gebaut) - aber das meinst du ja wohl nicht

was verstehst du denn unter einem "korrekten sternenbild"?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
#21
"Sternbild"? Was wir als ein flächenhaftes Gebilde sehen z. B. den "großen Wagen" ist in Wirklichkeit zusammengesetzt aus Sternen in ganz unterschiedlicher Entfernung. Beispielsweise ist alpha ursa majoris 123 Lichtjahre entfert aber beta ursa majoris nur 80 Lichtjahre. Also ist der Zeitunterschied der Lichtwellen beider Sterne 43 Jahre. Das Licht im Jahre 2021 ist von alpha ursa majoris im Jahre 1898 und von beta ursa majoris erst im Jahre 1941 gestartet.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#22
Man kann auch noch dazu erwaehnen, dass ein Grossteil der Objekte, die wir am Himmel sehen, heutzutage schon laengst hinter dem Ereignishorizont verschwunden sind und somit gar nicht mehr zu unserem noch kausal gekoppelten Teil des Universums gehoeren. Wir sehen die nur noch, weil wir halt ein Bild aus der fernen Vergangenheit sehen. Die Objekte, die ihr Licht aus 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung zu uns geschickt haben, sind mittlerweile soweit weg, dass auch unsere Nachfahren nie erfahren werden, was aus ihnen geworden ist.
#23
(28-10-2021, 16:20)petronius schrieb: was verstehst du denn unter einem "korrekten sternenbild"?

... unter "korrekt" verstehe ich (in diesem Fall), dass der Mensch keine "Lichtpakete" von Absendern empfängt, die schon längst nicht mehr "dort wohnen".

Gruß von Reklov
#24
Die Welt ist halt so aufgebaut, dass wir immer nur einen Kegelschnitt durch die Raumzeit wahrnehmen koennen. Was uebrigens auch Konsequenzen fuer das Konzept von "gleichzeitig" hat. Wie Gundi anmerkte, ist das nicht mal in unserem Alltag der Fall. Alles, was wir sehen, ist Vergangenheit.
#25
(29-10-2021, 17:27)Reklov schrieb:
(28-10-2021, 16:20)petronius schrieb: was verstehst du denn unter einem "korrekten sternenbild"?

... unter "korrekt" verstehe ich (in diesem Fall), dass der Mensch keine "Lichtpakete" von Absendern empfängt, die schon längst nicht mehr "dort wohnen".

Wenn die Sonne plötzlich ihr Licht ausknipsen würde, würden wir das erst nach guten 8 Minuten unserer Zeitmessung bemerken. Ein Satellit, der die Sonne in einem Abstand von nur ein paar Hundert Millionen Km umkreist, würde das schon  nach einigen Sekunden der selben Zeitmessung merken. Schuld daran ist die "Lichtpost", die maximal nur nahezu 300000 Km pro Sekunde (nach unserer Zeitmessung die auch  eine völlig andere, beliebig gewählte "Größe" zur Grundlage haben könnte) schafft.. und das auch nur im "luftlehren" Raum (sprich Vakuum). Der Mensch kann also sehr wohl "Lichtpakte" empfangen, die schon Milliarden Jahre im Universum unterwegs sind, und deren Absender inzwischen schon längst nicht mehr "sein tun"... oder umgezogen sind.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
#26
(29-10-2021, 17:27)Reklov schrieb: ... unter "korrekt" verstehe ich (in diesem Fall), dass der Mensch keine "Lichtpakete" von Absendern empfängt, die schon längst nicht mehr "dort wohnen".
Oh doch, wenn astronomische Objekte nach Absenden ihres Lichtes zwischenzeitlich kollabieren. Bis sich der Kollaps per "Lichtpost" bis zu uns fortgepflanzt hat, können ganze Jahrmilliarden vergehen. Derweil sehen wir nur einen ganz normalen Lichtpunkt.

Oder anders: Die im Jahr 2018 beobachtete Hypernova in der Spiralgalaxie NGC 3191 (liegt in Richtung ursa major) ist 413 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Folglich hat das Ereignis bereits vor 413 Mio Jahren stattgefunden. Vor 413 Mio Jahren gab es unseren Kontinent (Europa) noch nicht in der heutigen Form und natürlich eine vollkommen ander Flora und Fauna (ohne Menschen!). Selbst auf die Dinosaurier musste man noch rund 160 Millionen Jahre warten.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#27
Das sieht man halt wieder, dass  der Kosmos doch einen intelligenten Planer hat, denn woher wusste diese Hypernova schon damals von der Adresse unseres Auges, an das  sie die Lichtpakete abgeschickt hat, wenn es doch damals noch nicht mal die Dinosaurier gab... Icon_lol  .. gell Reklov.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
#28
(29-10-2021, 22:39)Geobacter schrieb: Das sieht man halt wieder, dass der Kosmos doch einen intelligenten Planer hat

Ja
#29
Eine uebliche Sinai-Methode, sinnfreie Beitraege abzusetzen:

Editieren eines Zitats, um die dort gemachte Aussage in ihr Gegenteil umzuwandeln? Check.
Reine Effekthascherei, da mit Sicherheit die Aussage, die eine solches Editieren ueberhaupt mit Sinn erfuellen wuerde, abgelehnt wird? Check.

Du kannst eine Aussage nicht gleichzeitig ablehnen und sie trotzdem als Bestaetigung fuer Deine Ansicht heranziehen.
#30
(30-10-2021, 00:02)Sinai schrieb:
(29-10-2021, 22:39)Geobacter schrieb: Das sieht man halt wieder, dass der Kosmos doch einen intelligenten Planer hat

Ja


Dann erkläre doch einfach, ob der intelligente Planer sämtliche leuchtenden Bestandteile unseres Universums zeitgleich erschaffen hat, damit es nach der Erschaffung von "Himmel und Erde" (vor der Herstellung der Sonne!) Licht werden konnte...
Sprichst Du zu Gott, nennt man das Gebet.
Spricht Gott zu Dir, Psychose.


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