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Christus als Lehrer
Keine Bange, da gibt's heute die Version im Weichspuelgang. Sterben tust Du mit der Taufe und wirst als Christ ins ewige Leben wiedergeboren. Wenn der Pastor halbwegs aufpasst, ist das weitgehend schmerzfrei.
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(Heute, 01:24)Ulan schrieb: Sterben tust Du mit der Taufe . . .

Das sieht aber kein Christ so.
Du willst ja nur die Taufe verächtlich machen
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(Gestern, 18:54)Ekkard schrieb:
(Gestern, 14:33)Reklov schrieb: ... der Opfertod Jesu wirft ein mehr als fragwürdiges Licht auf "Gott", denn ...
Das möchte ich deutlich unterstreichen. Jesu Lehre lief denn - jedenfalls ohne die nachösterlichen Gemeindebildungen - darauf hinaus, Sündenvergebung durch Buße zu erlangen.

Aber warum kommt es überhaupt zu dieser grauenhaften Mythologie:
(Gestern, 16:19)Schmiede schrieb: Bereits im Paradies kündigte Gott an, dass der Lohn der Sünde der Tod ist. In Adam hat der Mensch freiwillig gesündigt und damit freiwillig das Todesurteil auf sich genommen.
Hier haben wir gleich mehrere Verhaltensregeln, die angeblich göttlichen Ursprungs sind, damit die Menschen auch ja "anständig" miteinander umgehen:
- Tod ist eine Strafe
- du stirbst, wenn du deine Mitmenschen schlecht behandelst oder gar mordest
- vergeben werden die Sünden nur durch ein Opfer
- Bekenntnis und Reue reichen nicht, es braucht den Tod

Hierin stecken auch gleich eine ganze Menge Irrtümer über uns Menschen:
Der Tod ist im Grunde gar nichts; denn du verlierst dein Bewusstsein, deine Bedürfnisse, deine Gefühle. Du bist einfach nicht mehr da! Du kannst nicht einmal korrekt über diesen Zustand projektiv nachdenken. Denn das, womit du das tun könntest existiert in dem Augenblick nicht mehr. Das projektive Nachdenken verhindert sich ganz einfach selbst.
Was bleibt, ist bestenfalls das Andenken an deine Person bei anderen.

Es ist ein Unsinn die Todesangst als Strafe Gottes anzusehen. Es ist einfach ein Überlebensinstinkt, der solange vorhanden ist, wie es ein lebendes Gehirn gibt. Im Augenblick des Todes verschwindet es.

Der nächste Irrtum besteht darin, dass sich der Mensch "anständig" (gemäß den von Gott stammenden Regeln) verhält, wenn anderenfalls eine Strafe droht. Das ist nicht, zumindest nicht immer, der Fall. Regelkonformes Verhalten muss trainiert werden und Erfolg haben. Anderenfalls überwiegen andere, selbstbezogene Interessen.

Bei genauerem Hinsehen ist "ewiges Leben in der Gemeinschaft mit Gott" eine nahezu unsinnige Fiktion. Das ist so abstrakt, dass sie kaum verstanden wird. Vordergründig erstrebenswert, fesselt es den Menschen an die jeweilige Religionsgemeinschaft. Eine abstrakte Herrscherperson übernimmt das Sagen und die Verantwortung mit durchaus fatalen Folgen quer durch die Geschichte. Diesen Zentrismus hat Jesus wohl mit seiner "Bergpredigt" und der Vorstellung eines Gottesreiches verändern wollen.

(Gestern, 16:19)Schmiede schrieb: Jesus hat die Sünden der Menschen am Kreuz freiwillig auf sich genommen, er wurde selbst zur Sünde;...
So, hat er das? Oder ist es nicht vielmehr so, dass die so genannte Sühnopfertheologie ein nachösterlicher Konstrukt ist, der die verschreckte Gemeinde zusammen halten sollte, was ja letztlich auch erfolgreich funktioniert hat.

Entschuldige, ich wusste nicht dass der Bereich Christentum und Theologie ein Bereich ist, wo es um generelle Ablehnung theologischer Positionen geht. Dafür brauchst du ja keinen Austausch mit mir.
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(Gestern, 19:49)petronius schrieb:
(Gestern, 16:19)Schmiede schrieb: Diejenigen, die dieses Opfer annehmen, sterben mit Christus am Kreuz und erstehen mit ihm auf hin zum ewigen Leben. Ohne dass Jesus Deine Sünden getragen hätte, wärest Du derjenige, der für Deine Sünden "am Kreuz" sterben wird

und wo wär da jetzt der unterschied?

wenn christus hin oder her sowieso gestorben wird, von mir aus auch "am Kreuz"?

Hast Du wirklich Bonhoeffer gelesen?
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(Vor 6 Stunden)Sinai schrieb:
(Heute, 01:24)Ulan schrieb: Sterben tust Du mit der Taufe . . .

Das sieht aber kein Christ so.

Gibt es ein Gebiet, von dem Du Ahnung hast?
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(Vor 6 Stunden)Sinai schrieb:
(Heute, 01:24)Ulan schrieb: Sterben tust Du mit der Taufe . . .

Das sieht aber kein Christ so.
Du willst ja nur die Taufe verächtlich machen

Steht so in der Bibel, und ist auch so offizielle Kirchenlehre. Vielleicht liest Du mal nach, was die Taufe eigentlich bedeutet. Die Taufe ist ein Sterben Deines suendigen Selbst (die urspruengliche Taufe beinhaltete das komplette Untertauchen als symbolischen Tod) und die Wiedergeburt als Christ mit ewigem Leben.
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(Gestern, 12:56)Farius schrieb: 1. Bergpredigt und das Gebot der Nächstenliebe als Beispiel war auch für die damaligen Zuhörer durchaus verständlich. Aber bereits die Gleichnisse waren für viele nicht verständlich. Aber dass dies Jesus egal war, geht aus den Schriften überhaupt nicht hervor.
Ein Todel ist gemäss Internet ein Dummkopf. Der Geist der Wahrheit ist doch an jener denkwürdigen Pfingsten gekommen, wo Petrus eine so flammende Rede gehalten hat. Wieso soll er da ein Dummkopf sein? Geister brauchen doch ein Medium und medial begabte Menschen wurden später auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Kirche verschloss sich der Wahrheit.
2. Ja, die Menschen haben Jesus nicht verstanden und so kam es auch in die Schriften - nehmen wir wenigstens an.
3. Ist ja logisch, dass die Menschen heute mehr verstehen würden als damals.

Ich versuche lediglich, über den Tellerrand zu blicken und einem Opfertod eines angeblichen Gottessohnes mehr abzuringen als ein klägliches Versagen.

Dass du das alles so glauben WILLST weil es so ein SOLL.. damit habe ich keine Problem. Dass du dafür um Zustimmung wirbst,  kann ich verstehen. Dass du mir aber weismachen willst, ich sollte das auch so sehen, weil es dazu keine Alternative gäbe, überzeugt mich nicht. Aber muss es mich auch gar nicht. Christ zu sein bedeute für mich, meinen Mitmenschen gegenüber fair und ehrlich zu sein, so wie ich mit mir selber fair und ehrlich bin. Jedem sein eigener Teller.

P.S. Ich weis, dass ich auf vielen Gebieten auch selber einer der größten Todel bin und bin herzlichst froh darüber, das zu wissen.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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(Vor 5 Stunden)Schmiede schrieb:
(Gestern, 19:49)petronius schrieb:
(Gestern, 16:19)Schmiede schrieb: Diejenigen, die dieses Opfer annehmen, sterben mit Christus am Kreuz und erstehen mit ihm auf hin zum ewigen Leben. Ohne dass Jesus Deine Sünden getragen hätte, wärest Du derjenige, der für Deine Sünden "am Kreuz" sterben wird

und wo wär da jetzt der unterschied?

wenn christus hin oder her sowieso gestorben wird, von mir aus auch "am Kreuz"?

Hast Du wirklich Bonhoeffer gelesen?

bitte beantworte doch einfach meine frage
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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Dazu muss man jetzt nicht unbedingt Bonhoeffer lesen. Ein Opfer gilt nur dann, wenn Du es bewusst als in Deinem Namen gemacht annimmst. Ich hatte ja schon oefter Jom Kippur genannt, wo der Hohepriester per Los zwischen zwei Ziegen entscheidet, und eine bekommt die Suenden des anwesenden Volkes aufgeladen und wird zum Sterben in die Wueste geschickt (per Schubs von einer Felskante garantiert). Das muss man als Glaeubiger dann so akzeptieren, dass das funktioniert.

Deshalb sage ich ja, dass ich kein Problem damit habe, die Opferfunktion aus ihrem historischen Kontext her zu verstehen. Meine Probleme liegen dort, wo die Frage aufkommt, wieso das notwendig sein sollte. Und warum das fuer Jahrhunderte abgelegte Ritual des Menschenopfers, die des erstgeborenen Kindes. Noch dazu, dass Jesus dann erst zum Gott, und dann zu Gott selbst gemacht wurde. Die Begruendung, die ich bekommen hatte, war, dass Gott von seinem Wort nicht zuruecktreten kann. Aber laut Bibel ist Gott bereits von seinem Wort zurueckgetreten, weshalb die Begruendung nicht haelt.
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