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Albert Schweitzer
#1
(12-01-2022, 11:22)Felix schrieb: Hierzu ein Buchhinweis: "Die psychiatrische Beurteilung Jesu" von Albert Schweitzer (46 Seiten, im Buchhandel lieferbar)

Die "Autorität" Albert Schweizers, dessen "gekonnte, sehr ehrgeizige Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit" auch nicht ganz umstritten ist, kann gerne beschworen werden .........................bringt uns aber auch nicht weiter.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#2
@ Geobacter: Mein Beitrag #14 ist nur eine halbe Zeile lang, ein kürzestmöglicher Buchhinweis, ohne Kommentar.

Eine wunderliche Antwort folgt darauf in deinem Beitrag #15: Die Autorität Albert Schweizers könne gerne beschworen werden, bringe uns aber nicht weiter.

Warum denn nicht? Von einer Beschwörung ist von mir kein einziges Wort zu lesen. "Die psychiatrische Beurteilung Jesu", der von mir genannte Buchtitel, ist auch Titel der medizinischen Doktorarbeit des 38-jährigen Albert Schweizer, dem ein Jahr zuvor der Titel eines Professors für Theologie verliehen worden war. Schon als 24-Jähriger hatte er mit einer Dissertation über Kants Religionsphilosophie den Dr. phil. erworben. 

Du hattest in deinem vorangegangenen Beitrag #13 einen Link zum Thema "Hatte Jesus eine narzisstische Persönlichkeitsstörung?" gesetzt. Exakt dazu sollte mein Buchhinweis eine Möglichkeit zur Meinungsbildung bieten. 

Es kann doch kein Zweifel bestehen, dass Albert Schweizer auf Grund seiner Ausbildung besonders gute Voraussetzungen zur Beantwortung der Frage des Links hatte. Völlig egal, ob man ihm nun zustimmen will oder nicht. Warum schreibst du dann, er bringt uns nicht weiter? Ich darf doch unterstellen, dass du seine 46 Seiten gar nicht kennst.
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#3
Ich bin so oft in der Schweiz, dass ich soeben den Namen Albert Schweitzer 3 mal versehentlich ohne "t" geschrieben habe.
Pardon, hochgeschätzter Urwalddoktor, Friedensnobelpreisträger, Bach-Experte und Organist !
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#4
(13-01-2022, 18:22)Felix schrieb: Es kann doch kein Zweifel bestehen, dass Albert Schweizer auf Grund seiner Ausbildung besonders gute Voraussetzungen zur Beantwortung der Frage des Links hatte. Völlig egal, ob man ihm nun zustimmen will oder nicht. Warum schreibst du dann, er bringt uns nicht weiter? Ich darf doch unterstellen, dass du seine 46 Seiten gar nicht kennst.

Den hab ich überlesen..... Icon_lol 

Albert Schweitzer war (aus heutiger Sicht) kein Heiliger. sondern ein frömmelnder Idealist *https://albert-schweitzer-heute.de/der-theologie-und-christ-Albert-schweitzer/

Dass Albert Schweizer zudem auch noch von der Errichtung eines Welt-weiten sittlich christlichen Gottesstaates träumte, zeugt, dass ihm jedweder Zugang zur wirklichen Natur des Menschen fehlte.

Mit solchen Vorstellungen die Albert Schweitzer zu seinen Zeiten noch hegte, kann man in unserer heutigen Welt nichts mehr anfangen. Auf persönlicher Ebene kann aber jeder wie er meint.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#5
Nein, ein Frömmler war Schweitzer nicht. Das ist eine nachweislich ganz abwegige Unterstellung. Er hielt sich in erster Linie für einen Philosophen, der vor allem für sein bekanntes Motto "Ehrfurcht vor dem Leben" stand. Er wollte schon früh Missionar werden, doch war er gerade wegen seiner allzu liberalen theologischen Ansichten den zuständigen Geldgebern, die ihm das hätten schon früh ermöglichen können, nicht fromm genug. Nur deshalb studierte er überhaupt Medizin, um dennoch nach Afrika zu kommen. Er war ein begeisternder Prediger, hat aber als Theologe keine sonderliche Bedeutung erlangt.

Seine Gesamt-Lebensleistung ist unglaublich. Noch als 90-Jähriger war er in Lambarene für seine Schützlinge auf den Beinen. Mit dem anderen Albert (Einstein) bemühte er sich so um den Weltfrieden, dass er dafür den Nobelpreis bekam. Wer seinen Riesenwälzer "Johann Sebastian Bach" besitzt, staunt über diese gewaltige Detailarbeit. Zum Orgelbau und Orgelspiel veranlasste er viel beachtete Neuerungen. 

Dennoch muss man nicht alle seine musikalischen Meinungen teilen. So wundere ich mich über manche seiner Vorstellungen, wie man bestimmte Kompositionen Bachs für Streicher interpretieren soll. - Sein Weltruhm ist aber wohlbegründet. Morgen ist sein Geburtstag!
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#6
Ich finde es im Bezug auf menschliche Beurteilungen schon ein ein wenig amuesant, dass Schweitzer zu seiner Zeit Schwierigkeiten hatte, weil er als zu liberal eingeschaetzt wurde, und dann heute verurteilt wird, weil er ein obsoletes koloniales Ideal vertritt. So aendern sich halt die Zeiten und Ansichten. Wobei ich dazu neige, Menschen in Relation zu ihrer eigenen Zeit zu beurteilen, also nicht das Kind mit dem Badewasser auszuschuetten.
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#7
@Ulan: Amüsant ist auch die Antwort Schweitzers auf die Frage, warum er mit der Bahn denn immer nur zweiter Klasse fahre, obwohl er sich in seinen erfolgreichen Zeiten so gut auch die erste Klasse hätte leisten können: "Weil es keine dritte Klasse gibt."
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#8
(14-01-2022, 09:25)Felix schrieb: @Ulan: Amüsant ist auch die Antwort Schweitzers auf die Frage, warum er mit der Bahn denn immer nur zweiter Klasse fahre, obwohl er sich in seinen erfolgreichen Zeiten so gut auch die erste Klasse hätte leisten können: "Weil es keine dritte Klasse gibt."


Das gefällt mir  Eusa_clap  Eusa_clap  Eusa_clap  Eusa_clap  Occasion14  Occasion14  Wave  Heart  Heart
Ich reise auch immer mit schäbigen abgewetzten Koffern und abgenutztem Gewand mit verhatschten Schuhen und ausgewaschenen ungebügelten Jeans in der billigsten Kategorie, ist am Sichersten.
Der Mann von Welt weiß das

Wer Erste Klasse mit Gucci Luxuskoffern reist, gedresst wie zum Schaffermahl, mit der teuren Rolex am Handgelenk ist ein schöner Narr
Er wird sofort als Beute auserkoren, Diebstahl oder Überfall programmiert
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#9
(14-01-2022, 02:02)Ulan schrieb: Ich finde es im Bezug auf menschliche Beurteilungen schon ein ein wenig amuesant, dass Schweitzer zu seiner Zeit Schwierigkeiten hatte, weil er als zu liberal eingeschaetzt wurde, und dann heute verurteilt wird, weil er ein obsoletes koloniales Ideal vertritt. So aendern sich halt die Zeiten und Ansichten. Wobei ich dazu neige, Menschen in Relation zu ihrer eigenen Zeit zu beurteilen, also nicht das Kind mit dem Badewasser auszuschuetten.

Es ging ja ursprünglich darum, das Felix den Alberts Schweizer als unantastbar heilge Atorität hervorheben wollte...vor dessen christlichen Universal-Meinung sich schon allein nur wegen seinen Leistungen hier gefälligst jeder auf die Knie zu werfen hätte..
........aber Vieles von dem was noch heute so alles über Albert Schweitzer erzählt wird, sind Legenden, die nicht zuletzt auch von den damaligen Medien in die Welt gesetzt wurden.
Parallelen zu Mutter Theresa, deren Heiligkeit auch von den Medien erfunden wurde...

Er war zuallererst mal ein ehrgeiziger Missionar, der die armen Afrikaner im Kolonialstiel vom christlichen Glauben überzeugen wollte.. Aus seiner Biografie liest sich dazu die ganze Strategie.

Zu seinen Lebzeiten ging es den allermeisten Europäern nur unwesentlich besser, als den vom Kolonialismus bis aufs Bein abgenagten Afrikanern. Aber daheim hat sich der Heilige dann doch um einiges mehr für den Orgelbau interessiert.. usw. usw.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#10
Dass er seine paternalistische Herablassung gegenueber den Einheimischen bis zum Schluss nicht ablegte, ist klar.
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#11
Geobacter: Unantastbar heilige Autorität und Kniebeugen? Bitte mehr Sachlichkeit an seinem Geburtstag.
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#12
(14-01-2022, 11:18)Geobacter schrieb: Er war zuallererst mal ein ehrgeiziger Missionar, der die armen Afrikaner im Kolonialstiel vom christlichen Glauben überzeugen wollte..

War eh ein Blödsinn. Der Islam passt besser zu ihnen
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#13
(14-01-2022, 11:34)Felix schrieb: Geobacter: Unantastbar heilige Autorität und Kniebeugen? Bitte mehr Sachlichkeit an seinem Geburtstag.

Hast du dir schon mal die Frage gestellt, @Felix, woher der Albert die Mittel bezogen haben könnte, mit der er seine Leidenschaft  bezüglich Entwicklung ganz spezieller Orgeln finanzierte? So etwas geht heutzutage in die Millionen...und war auch damals nicht ganz billig. Wie kommt man als ein wohltätiger, von Spendengeldern und Zuschüssen lebender Missionsarzt zu solch einem Privat-Vermögen? Oder andersherum.... war seine Urwaldklinik alles andere als besonders luxuriös ausgestattet. Nicht mal einen Röntgenaparat soll es da gegeben haben und beim Reinigungspersonal hat man auch nur auf das Allernötigste geschaut.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#14
@Geobacter: Ich kenne die Biographie Schweitzers nur in groben Umrissen, weiß aber in seinem voluminösen Band "Johann Sebastian Bach" (fast 800 Seiten Großformat) genauer Bescheid. Deshalb kann ich keine deiner Fragen beantworten. Wenn ich alles wüsste, was du (zuverlässig?) weißt, wäre ich vielleicht in manchen Punkten auch enttäuscht. Ich hörte auch schon mehrmals die Kritik, dass die Medien zu oft Schweitzer zum Nachteil anderer bedeutender Zeitgenossen in den Vordergrund gestellt hätten.
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#15
(14-01-2022, 13:53)Felix schrieb: @Geobacter: Ich kenne die Biographie Schweitzers nur in groben Umrissen, weiß aber in seinem voluminösen Band "Johann Sebastian Bach" (fast 800 Seiten Großformat) genauer Bescheid. Deshalb kann ich keine deiner Fragen beantworten. Wenn ich alles wüsste, was du (zuverlässig?) weißt, wäre ich vielleicht in manchen Punkten auch enttäuscht. Ich hörte auch schon mehrmals die Kritik, dass die Medien zu oft Schweitzer zum Nachteil anderer bedeutender Zeitgenossen in den Vordergrund gestellt hätten.

Albert Schweizer war halt ein Held der großen schönen Worte und des Bachorgelklanges. Und wenn man sich mal die schwülstige Mediensprache der damaligen Zeit anschaut, hat er im Klangbild dieser Sprache wohl meist genau "den richtigen Ton" getroffen.........
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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