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Atheismus - eine Form des Glaubens...
#46
(24-04-2024, 20:42)Ekkard schrieb: @Reklov
Das Thema lautet: "Atheismus - eine Form des Glaubens" - jetzt geht es um den Sinn des Lebens, als sei das bei Atheisten undenkbar. Dieses Junktim (diese Begriffsverbindung) existiert nicht - und das ist der hier dahinter steckende Denkfehler. Ich verweise auf die Ausführungen von @Ulan, @Petronius und anderen. Sinn ist eine Zuschreibung zum Lauf von Vorgängen (oder sogar ein ganzes Leben).
"Sinn" ist nichts, was "es gibt". "Es gibt" setzt eine menschenunabhängige Wirkung voraus, wie sie z. B. von der Sonne ausgeht.

Sinn ist somit ein geistiges Konstrukt, das viel mit unserer Einbettung in eine Gesellschaft zu tun hat. Ob eine Folge von Tätigkeiten oder Vorgängen sinnvoll ist, wird meistens vom Umfeld bestimmt (Zustimmung, Ablehnung). Wo ist da der große Unterschied zwischen Gläubigen und Atheisten?

Der Ewigkeits- oder Jenseitsbezug verlagert nur die Problemstellung. Das Jenseits (oder dessen mythologische Personen) sind kein Sinngeber für uns. Denn nachweisbare Wirkungen sind nicht gegeben. Das bleibt auch so, wenn man von einem "Leben im Jenseits" ausgeht. Was du hier (in unserer Gesellschaft) nicht findest, findest du genauso wenig in der Gesellschaft anderer Seelen im Jenseits.

Auch "Gott" oder das "Heiligende" repariert diesen Mangel nicht, es sei denn, du bist lernfähig, was deine Sinngebung angeht  -  Und das kannst du bereits im diesseitigen Leben in die Wege leiten.

... Dein Problem ist, dass Dein Gedankengang Brücken zu schlagen versucht, wo keine Täler oder Flüsse existieren! In einem so gedachten Jenseits wird es wohl keine materiellen Umtriebe, keine Jagd nach Geld, Ruhm oder Landgewinn geben.

Falls Du lernfähig sein willst, dann mache dir zunächst mal klar, was Jesus denn damit andeuten wollte, als er schlicht und einfach sagte: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt..."
Vielleicht kommst Du dabei noch auf ganz andere Gedanken, als nur das Weltliche einzubeziehen, was dir vor deine Sinne tritt?   Icon_rolleyes  

Gruß von Reklov
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#47
Mit diesem Jesus-Wort ist nun seit Jahrtausenden Schindluder getrieben worden, nur damit es auf keinen Fall das sagen darf, was es damals sagen wollte. Aber zumindest sieht man auch hier, dass auch Jesus keinerlei Ahnung hatte, wo die Reise denn nun hingehen sollte, und ob ueberhaupt. Da seine Prophezeiung gescheitert war, muss man auf den Rest auch nicht mehr viel geben.
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#48
(02-05-2024, 18:49)Reklov schrieb: ... Dein Problem ist, dass Dein Gedankengang Brücken zu schlagen versucht, wo keine Täler oder Flüsse existieren! In einem so gedachten Jenseits wird es wohl keine materiellen Umtriebe, keine Jagd nach Geld, Ruhm oder Landgewinn geben.
Ich verstehe dieses Bild nicht. Denn von materiellen Dingen/Vorgängen habe ich nichts geschrieben. Was ich schrieb kann man ohne weiteres auch rein geistig verstehen.
Ja, Jesus mag Recht haben, sein Reich ist nicht von dieser Welt, verstanden. Aber dieses Reich oder die Zugehörigkeit zu diesem erzeugt nicht automatisch Sinn, wie du zu hoffen scheinst.

(02-05-2024, 18:49)Reklov schrieb: Vielleicht kommst Du dabei*) noch auf ganz andere Gedanken, als nur das Weltliche einzubeziehen, was dir vor deine Sinne tritt?
Irrtum, ich habe das Weltliche nicht einbezogen, sondern eine Funktionalität, die in jedem Falle gilt nach dem bewährten Motto: "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen". Oder auf Leben und Ewigkeit gemünzt: "Was du diesseits kannst erreichen, das wird sich im Jenseits nicht einschleichen"
( ..., wenn ich mal gegen meine Überzeugung ersthaft von einem transzendenten Gottesreich ausgehe. Wofür sonst sind uns unsere Fähigkeiten verliehen?).


*) dem v. g. Jesuswort
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#49
(02-05-2024, 18:49)Reklov schrieb: ... Dein Problem ist, dass Dein Gedankengang Brücken zu schlagen versucht, wo keine Täler oder Flüsse existieren! In einem so gedachten Jenseits wird es wohl keine materiellen Umtriebe, keine Jagd nach Geld, Ruhm oder Landgewinn geben.

Ekkard
Ich verstehe dieses Bild nicht. Denn von materiellen Dingen/Vorgängen habe ich nichts geschrieben. Was ich schrieb kann man ohne weiteres auch rein geistig verstehen.
Ja, Jesus mag Recht haben, sein Reich ist nicht von dieser Welt, verstanden. Aber dieses Reich oder die Zugehörigkeit zu diesem erzeugt nicht automatisch Sinn, wie du zu hoffen scheinst.

kein Problem ... nicht jeder versteht hier alles oder steht persönlich dahinter! - Zu dieser irdischen Welt zu gehören, erzeugt aber auch nur einen kurzzeitigen Sinn. Wie lautet es doch im FAUST von Goethe: "... denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht ..."

(02-05-2024, 18:49)Reklov schrieb: Vielleicht kommst Du dabei*) noch auf ganz andere Gedanken, als nur das Weltliche einzubeziehen, was dir vor deine Sinne tritt?

Ekkard
Irrtum, ich habe das Weltliche nicht einbezogen, sondern eine Funktionalität, die in jedem Falle gilt nach dem bewährten Motto: "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen". Oder auf Leben und Ewigkeit gemünzt: "Was du diesseits kannst erreichen, das wird sich im Jenseits nicht einschleichen"
( ..., wenn ich mal gegen meine Überzeugung ersthaft von einem transzendenten Gottesreich ausgehe. Wofür sonst sind uns unsere Fähigkeiten verliehen?).

... nicht nur meine Lebenserfahrung beweist, dass man gerade durch das Verschieben auf morgen u.a. einem Unglück oder einer Fehlentscheidung ausweichen kann. 
Meine Überzeugung: Das, was Du hier im Diesseits erreichst, wird Dir in einem so gedachten Jenseits wenig nützen: Weder Fähigkeiten, Gut oder Geld.
Diese Fähigkeiten dienen/nützen lediglich im "irdischen Dasein".

Würdest Du dich "ernsthaft" mit der Transzendenz befassen, wäre dir solches auch verständlicher - allein schon von der Sprache her!

Gruß von Reklov
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