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Die Bergpredigt
#1
DIE BERGPREDIGT (Matthäus Kapitel 5,1 - 7,29)
1Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm. 2Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: 3Selig sind, adie da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. 4Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. b 5Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. c 6Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. d 7Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. e 8Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. f 9Selig sind die gFriedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. 10Selig sind, die hum der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. 11Selig seid ihr, wenn euch die Menschen ium meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. 12Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie jverfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

a: Jes 57,15 b: Ps 126,5; Offb 7,17 c: Kap 11,29; Ps 37,11 d: Lk 18,9-14; Joh 6,35 e: Kap 25,35-46; Jak 2,13 f: Ps 24,3-5; 51,12-13; 1. Joh 3,2-3 g: Hebr 12,14 h: 1. Petr 3,14 i: Kap 10,22; Apg 5,41; 1. Petr 4,14 j: Hebr 11,33-38; Jak 5,10
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#2
Welchen Denkanstoß möchtest Du uns damit geben Gerhard?
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#3
Hallo Jazzter!

Ich habe die Bergpredigt hier hinneingestellt, weil sie im Christentum gestern unter dem Thema, ist die Bibel nur ein Buch erwähnt wurde.

Gruß
Gerhard
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#4
Aha, ok.

Ist schon sehr interessant, wie Jesus es verstand aus dem AT zu predigen. Da sage noch einer er hätte das AT mehr verändert als bestätigt :shock:

Die Bergpredigt setzt einen sehr hohen Standard für das eigene Leben. Doch wie können wir dem gerecht werden?

Meine Meinung dazu ist, dass allein der Hl. Geist uns zu diesem Ideal wie es im weiteren Verlauf der Bergpredigt begegnet führen kann. Oder wie Paulus sagte: Das Leben im Geiste.


Preiset den Herrn !
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#5
Hallo Forum,
Die Bergpredigt beschäftigt mich sehr, ich persönlich halte sie für die Essenz der christlichen Botschaft.
Hier ein paar persönliche Gedanken zur ersten Seligpreisung:


Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.

Leid tragen:

- Das Bedauern menschlicher Unfreiheit - äußerlich und innerlicher Art -
und die Erkenntnis Opfer zu sein, eben auch Opfer seiner selbst.

- Innere Betroffenheit über menschliches Unvermögen, das ehrliche
Eingeständnis der Ohnmacht allen leidvollen Lebensumständen gegenüber.

- Das unvermittelt harte und schicksalhafte Hereinbrechen schwerwiegender Lebensumstände, die menschliche Tragik, in den unschönen Geschehnissen des Lebens keinen Sinn und keine Bedeutung zu finden.

- Das Festhalten an Wunschvorstellungen die mit dem Leben nicht in Einklang stehen.

Getröstet werden:

- Die Erkenntnis, daß Leid in höchstem Maße bedeutungsvoll ist – daß es eben nicht sinnlos widerfährt sondern daß Leid (zum Umdenken) bewegen will.

- Die verborgene Stärke der Verwandlung eines so neu verstandenen Leides erkennen: Das Ablegen von Zorn, Rache und Vergeltung, das Erlernen neuer geistiger Verhaltensweisen wie: Flexibilität und Beweglichkeit, Formbarkeit, Nachgiebigkeit, Sanftmütigkeit - dem Leben gegenüber.

- Das Bewußtsein, daß alles Leidvolle dazu dienen soll, alte starre und ausgediente Weltbilder, fallen zu lassen und damit die Distanz erkennbar wird, die daran hindert, den Geschehnissen mit einem neuen, ideellen Lebensverständnis zu begegnen.

- Das Verständnis, daß es sich bei Leid stets um ein geistiges Privileg handelt, in dem das Leben es möglichen machen möchte, Überholtes aufzugeben und mit „Hinderlichem“ zu brechen.

- In Leid den Umstand erkennen, daß der Vater alles Lebendige fortwährend zu sich zieht, indem er es (unser Leben) sich - gleich, - das heißt; äußerlich unabhängig und frei machen will.

- Wer sich nun nicht mehr durch seinen Feind, sondern - durch Gott - aller Dinge „beraubt“ sieht, ist getröstet und ist empfänglich geworden für Neues.

- Die Gewißheit, daß Leid wandelbar werden muß, wo es in einer neuen, veränderten Geisteshaltung getragen wird, jener Geisteshaltung, in der auch Christus sein Leid trug. Das heißt, dort, wo man in widerfahrenem Leid, trotz allem, Gottes Immanenz findet - seine schöpferische Kraft darin erkennt, dort wird man sich, selbst im Leide stehend, doch immer getröstet finden,

Gruß Uruk
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#6
(14-08-2003, 08:03)Gast schrieb: Hallo Forum,
Die Bergpredigt beschäftigt mich sehr, ich persönlich halte sie für die Essenz der christlichen Botschaft.
Hier ein paar persönliche Gedanken zur ersten Seligpreisung:


Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.

Leid tragen:

- Das Bedauern menschlicher Unfreiheit - äußerlich und innerlicher Art -
  und die Erkenntnis Opfer zu sein, eben auch Opfer seiner selbst.

- Innere Betroffenheit über menschliches Unvermögen, das ehrliche
  Eingeständnis der Ohnmacht allen leidvollen Lebensumständen gegenüber.

- Das unvermittelt harte und schicksalhafte Hereinbrechen schwerwiegender Lebensumstände, die menschliche Tragik, in den unschönen Geschehnissen des Lebens keinen Sinn und keine Bedeutung zu finden.

- Das Festhalten an Wunschvorstellungen die mit dem Leben nicht in Einklang stehen.

Getröstet werden:

- Die Erkenntnis, daß Leid in höchstem Maße bedeutungsvoll ist – daß es eben nicht sinnlos widerfährt sondern daß Leid (zum Umdenken) bewegen will.

- Die verborgene Stärke der Verwandlung eines so neu verstandenen Leides erkennen: Das Ablegen von Zorn, Rache und Vergeltung, das Erlernen neuer geistiger Verhaltensweisen wie: Flexibilität und Beweglichkeit, Formbarkeit, Nachgiebigkeit, Sanftmütigkeit - dem Leben gegenüber.

- Das Bewußtsein, daß alles Leidvolle dazu dienen soll, alte starre und ausgediente Weltbilder, fallen zu lassen und damit die Distanz erkennbar wird, die daran hindert, den Geschehnissen mit einem neuen, ideellen Lebensverständnis zu begegnen.

- Das Verständnis, daß es sich bei Leid stets um ein geistiges Privileg handelt, in dem das Leben es möglichen machen möchte, Überholtes aufzugeben und mit „Hinderlichem“ zu brechen.

- In Leid den Umstand erkennen, daß der Vater alles Lebendige fortwährend zu sich zieht, indem er es (unser Leben)  sich - gleich, - das heißt; äußerlich unabhängig und frei machen will.

- Wer sich nun nicht mehr durch seinen Feind, sondern - durch Gott - aller Dinge „beraubt“ sieht, ist getröstet und ist empfänglich geworden für Neues.

- Die Gewißheit, daß Leid wandelbar werden muß, wo es in einer neuen, veränderten Geisteshaltung getragen wird, jener Geisteshaltung, in der auch Christus sein Leid trug. Das heißt, dort, wo man in widerfahrenem Leid, trotz allem, Gottes Immanenz findet - seine schöpferische Kraft darin erkennt, dort wird man sich, selbst im Leide stehend, doch immer getröstet finden,

Gruß Uruk

... klingt nicht schlecht, was hier vorgetragen wird. - Man darf sich aber dennoch fragen, was denn eine Person zu einer "veränderten Geisteshaltung" sagen würde, welche seinerzeit von den Häschern der Inquisition - oder vom Wachpersonal in einem KZ gefoltert und dann ermordet wurde !?!? 
Dort gab es nämlich weder Trost - noch Hoffnung!

Gruß von Reklov
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