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Brauchen wir h e i l i g e Schriften ?
#46
(17-08-2012, 12:55)Ekkard schrieb: Streicht man diese schriftlichen Quellen, so bildet sich ein (geistiges) Vakuum

seh ich nicht so

der raum könnte ja auch durch sinnvolleres gefüllt werden
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
#47
Was ist sinnvoller?
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#48
(17-08-2012, 15:38)Ekkard schrieb: Was ist sinnvoller?

das liegt wohl im auge des betrachters

auf keinen fall aber kann man von einem "geistigen vakuum" sprechen, wenn keine "heiligen schriften" da wären. dazu gibt es zu viele interessante und wertvolle profane schriften
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
#49
Jetzt ja!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#50
(17-08-2012, 00:39)Richard Bastian schrieb: Weißt Du, ich war früher Lokführer, sag mir sowas bitte nicht nochmal.(Echt!)

Das tut mir echt leid. Da hab ich einfach geschrieben, ohne drüber nachzudenken, tut mir leid. Wird nicht mehr vorkommen.

(17-08-2012, 00:39)Richard Bastian schrieb: Keksdose (Ich würde Dich ja so gerne anders nennen, weil mir da immer nur Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf einfällt, weiß auch nicht warum)

Okay, darfst mich nennen wie du willst Icon_lol Der Name entstammt einer Diskussion über Freud. Hatte mich in der Schule bei einer Lehrerin mal beschwert dass Freud mir frauenfeindlich vorkommen würde: Alles, was Intelligenz oder Cleverness vorraussetzt (Maschinen, komplizierte Konstrukte) deutet er in Träumen als Männlich. Weiblich dagegen sind: Töpfe, Schüsseln, Dosen... Icon_rolleyes Dann wurde mir vorgehalten, es gäbe auch tolle Dosen. Keksdosen beispielsweise.
Du siehst: Es hat nichts mit Frau Langstrumpf zu tun. Wenns dich irritiert darfst du mich gerne umtaufen, ich werds mir dann merken ;)
#51
Dein Name gefällt mir doch sehr, toll, tolle Dosen. Keksdosen beispielsweise Icon_lol
Und das mit dem Zug, ist schon ok, mir ist zum Glück sowas nicht passiert, aber da waren schon einige Kollegen dabei, und in deren Haut wollte ich nicht stecken auch wenn sie nichts dazu konnten, ein paar konnten nie mehr fahren, nicht mal privat als Fahrgast hintendrin. Man ist da vorne so was von Ohnmächtig, sitzt da auf 10.000 PS und hat 1000 Tonnen hinter sich und das Ding braucht vielleicht zwei Kilometer bis es steht, dann sitzt man dort drin und wartet bis man herausgetragen wird von den Kollegen oder der Polizei, ja, getragen.
Nein, ach was, entschuldigen, komm nur Du blos nie auf solch einen Gedanken, egal wie schlechts Dir auch irgendwann gehen mag, kein Zug und auch sonst nichts.

Ich konnte irgendwann einfach nicht mehr, ich hatte auch damals nicht meine Kollegen bewundert dass sie die Nerven hatten, auch wenn jetzt nichts passiert war, die allermeisten hatten aber schon Unfälle gehabt, wenn auch nur Sachschaden, ich auch, drei mal hats gekracht, und wenn das schiebt und einfach nicht stehenbleiben will, eine kleine Ewigkeit von 10Km/h bis Stillstand, und die 40Km/h vorher, und du stehst da, hast keinen Hebel mehr, kein Pedal, nichts, und es hört einfach nicht auf zu krachen und zu klirren, unter der Maschine rauschts und knallts, weil sie Geburtstag gefeiert haben im Stellwerk, ein kleiner lächerlicher Schalter, du hast diese 1000To hinter dir, bist im letzten Moment in den Traforaum gesprungen, das Ding eingedrückt bis an die Tür, auf einen stehenden Autozug bin ich drauf, und untern Tisch habe sie es gekehrt, nicht einmal eine Anhörung, über 40 Jahre her....

Der letzte Punkt für meine Kündigung, die Entscheidung, ich war ja Beamter, kündigt man da gibts nicht einmal Arbeitslosengeld, nichts, das war eine kleiner Hase, weil ich morgens um halb Vier Dienst hatte bin ich mit dem Auto hingefahren, und den kleinen Kerl habe ich totgefahren, lief mir einfach rein im Wald, das war mein letzter Tag bei der DB, ein Hase...


Viele Grüße,
Richard
#52
Wir sind gewohnt, die so genannten heiligen Schriften als etwas anzusehen, das uns Vorschriften macht, wie dies und das zu sehen sei und wie wir zu leben hätten. Die einen glauben daran, die anderen lehnen es ab.
Gäbe es trotzdem noch eine Alternative, die die Freiheit des Menschen einschließen würde, ohne die Schriften gleich ablehnen zu müssen?
#53
(26-08-2012, 20:23)Univers schrieb: Wir sind gewohnt, die so genannten heiligen Schriften als etwas anzusehen, das uns Vorschriften macht, ...
Gäbe es trotzdem noch eine Alternative, die die Freiheit des Menschen einschließen würde, ohne die Schriften gleich ablehnen zu müssen?
Hallo Univers,
herzlich willkommen im Forum!
Deine Frage stellen sich Theologen durchaus. Und ich denke, dass man dort bereits weiter ist, als im Volksglauben. Allgemeingültig kann ich es nicht sagen. Aber in der evangelischen Kirche (nicht "evangelikal", keine Pfingstkirchen) wird die Bibel als so genanntes Glaubens-(Bekenntnis-)buch derjenigen aufgefasst, die es geschrieben haben. Die einzelne Gemeinde, ja sogar der einzelne Gläubige ist aufgerufen, sein eigenes Bekenntnis und seine eigene Position im Leben an diesem Gotteswort zu prüfen, aber nicht mehr. Das Ergebnis ist nicht (mehr) vorgeschrieben. Vor allem sind zentrale Anliegen von antiken Sittenregeln wohl zu unterscheiden. In den letzten 50 Jahren wurde die These von Nächstenliebe und Gerechtigkeit mehr in den Vordergrund gerückt.
Die protestantische Seite ist weit davon entfernt, die Bibel (eigentlich nur das Neue Testament) als eine Sammlung von Lebens- und Verhaltensregeln zu betrachten.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#54
(26-08-2012, 20:23)Univers schrieb: Wir sind gewohnt, die so genannten heiligen Schriften als etwas anzusehen, das uns Vorschriften macht, wie dies und das zu sehen sei und wie wir zu leben hätten. Die einen glauben daran, die anderen lehnen es ab.
Gäbe es trotzdem noch eine Alternative, die die Freiheit des Menschen einschließen würde, ohne die Schriften gleich ablehnen zu müssen?

was heißt "ablehnen"?

ich sehe die " heiligen Schriften" als zeitdokumente, die mir keine "Vorschriften machen" oder meine freiheit einschränken
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
#55
(26-08-2012, 20:48)Ekkard schrieb: Hallo Univers,
herzlich willkommen im Forum!

Herzlichen Dank für die nette Begrüßung!

----------------------------------------

Meine Erfahrung mit jenen, die sich Christen nennen, sehen ihren Umgang oder besser ihr Verständnis über die Bibel im Großen und Ganzen als eine Vorschrift an. Einer, mit dem ich mich unterhielt, sagte es einmal gerade heraus, es sei doch das Beste, wenn getan würde, was Gott wolle. Er merkte dabei aber gar nicht, wie sehr er seine Freiheit durch diese Einstellung unterband; auch mein Hinweis darauf, war für ihn überhaupt nicht nachvollziehbar, so sehr war er von seinem Gedanken beseelt.

Ich fragte ich mich nämlich immer, wie heilige Schriften denn nur heilig sein könnten, wenn sie von den Gläubigen lediglich als Vorschriften verstanden würden, denen blind zu folgen sei und durch deren Befolgung ihre Unabhängigkeit eingebüßt würde. - Wie soll das nur zusammenpassen?
#56
(27-08-2012, 23:50)Univers schrieb: ...
Meine Erfahrung mit jenen, die sich Christen nennen, sehen ihren Umgang oder besser ihr Verständnis über die Bibel im Großen und Ganzen als eine Vorschrift an. Einer, mit dem ich mich unterhielt, sagte es einmal gerade heraus, es sei doch das Beste, wenn getan würde, was Gott wolle. Er merkte dabei aber gar nicht, wie sehr er seine Freiheit durch diese Einstellung unterband; auch mein Hinweis darauf, war für ihn überhaupt nicht nachvollziehbar, so sehr war er von seinem Gedanken beseelt.

Ich fragte ich mich nämlich immer, wie heilige Schriften denn nur heilig sein könnten, wenn sie von den Gläubigen lediglich als Vorschriften verstanden würden, denen blind zu folgen sei und durch deren Befolgung ihre Unabhängigkeit eingebüßt würde. - Wie soll das nur zusammenpassen?

Als "Heilige Schriften" bezeichnen wir diese Bücher wohl nur, weil sie von den verschiedenen Religionen als "heilig" behandelt werden, sei es als wörtliche oder als interpretative Auslegung.
Im Fall der Bibel gibt es wohl von einigen Seiten Bestrebungen, Geschriebenes und damit auch Gebote strikt wörtlich als Lebensauftrag zu nehmen, andererseits aber auch diese in ihrem historischen Kontext auszulegen und für die Gegenwart zu interpretieren und umzusetzen.
M.M.n. tätigen diese Bücher wie auch immer sie verstanden werden zumindest für den Menschen der sich über Religionlehren keine weitergehenden reflektiven, keine weiteren kritischen Fragen stellt einen stabilisierenden Zweck.
Das allein, also diesen sozial stabilisierenden Effekt, rechtfertigt für mich nicht nur die Existenz und Erhalt dieser Schriften sondern gebietet ihn geradezu.

Und das auch dann, wenn einem irgendjemand die "Wahrheit" mit der Bibel "belegt" Icon_wink
Das ist meine ganz persönliche Ansicht. 
#57
(27-08-2012, 23:50)Univers schrieb: Meine Erfahrung mit jenen, die sich Christen nennen, sehen ihren Umgang oder besser ihr Verständnis über die Bibel im Großen und Ganzen als eine Vorschrift an.
Als (evangelischer) Christ enttäuscht mich ein solches Statement. Es zeugt nicht von Bibelkenntnis! Denn vergegenwärtigt man sich die vielen verschiedenen Texte, so erkennt man, dass es sich um "Parallelgeschichten zum Alltag", größtenteils der Agrargesellschaft im antiken Palästina handelt - natürlich geschrieben mit dem Bekenntnis zunächst der Juden und später zu den Predigten Jesu.
So gesehen können die Texte bestenfalls Quelle der Inspiration, des sorgfältigen Vergleichs und der Prüfung sein. Sie enthebt aber niemanden seiner Pflicht, die eigenen Handlungsmotive im heutigen sozialen Kontext zu betrachten.

Die von dir aufgeworfene Frage nach dem Verlust der Freiheit durch "Befolgung der Bibel" halte ich für nicht besonders relevant. Denn Quellen der Unfreiheit gibt es viele vor allem auch im eigenen Anlehnungsbedürfnis an Autorität. Man kann und sollte die alten Texte als Alternative zum Zeitgeist verstehen. Letzterer Auffassung schließe ich mich weitgehend an. Hat man eine Alternative zum Zeitgeist, wird man tatsächlich unabhängiger und freier. Insofern kann die Bibel befreien; aber das hängt davon ab, dass man sich nicht dem antiken Zeitgeist unterwirft. In der Beziehung hast du natürlich Recht.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#58
(28-08-2012, 00:26)Ekkard schrieb: Quelle der Inspiration
Hallo Ekkard,
nur mal so kurz zwischendurch,
anscheinend ist es den meisten Leuten überhaupt nicht im geringsten klar wie viele "Quellen der Inspiration" es gibt,
unsd das finde ich wirklich schade.
#59
(26-08-2012, 20:23)Univers schrieb: Gäbe es trotzdem noch eine Alternative, die die Freiheit des Menschen einschließen würde, ohne die Schriften gleich ablehnen zu müssen?

Hallo Univers,
ich finde den meisten Menschen und in den meisten Schriften Funken Gottes. Sowohl in religiösen Menschen und Atheisten, als auch in sekularer und religiöser Literatur.

Gruß
Bella
#60
(28-08-2012, 00:15)deja-vu schrieb: M.M.n. tätigen diese Bücher wie auch immer sie verstanden werden zumindest für den Menschen der sich über Religionlehren keine weitergehenden reflektiven, keine weiteren kritischen Fragen stellt einen stabilisierenden Zweck.
Das allein, also diesen sozial stabilisierenden Effekt, rechtfertigt für mich nicht nur die Existenz und Erhalt dieser Schriften sondern gebietet ihn geradezu

ist jetzt nicht dein ernst?

z.b. der "sozial stabilisierende Effekt", schwule zu diskriminieren, weil das so in der "heiligen schrift" steht, gebietet den erhalt dieser schriften?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)


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