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Religion Mohammeds vor der Gründung des Islam
#16
(18-09-2013, 17:05)Sinai schrieb: Die Stiefmutter von Mohammed wäre gemäß Lincoln-Baigent-Leigh eine jüdische 'Nazoräerin' gewesen.

Wie das Buch heißt, weiß ich nicht mehr genau (habe damals nur eine Abschrift gemacht), aber ich habe mir die ISBN-Nummer notiert.
ISBN 3-85492-884-X
Autoren: Lincoln-Baigent-Leigh

Leider weiß ich nicht mehr die Seite, aber vielleicht gibt es im Buch ein Stichwortverzeichnis wo Du "Mohammed" suchen kannst.

Ich helfe gerne aus:

Lincoln, Baigent, Leigh: Der Gral: Das geheime Wirken der Bruderschaft , S 89

Dort steht:

Zitat:Man hat Mutmaßungen darüber angestellt, daß der Vater Mohammeds Mitglied einer Nazoräersekte gewesen und Mohammed selbst nach der nazoräischen Tradition erzogen worden sei. Eine seiner Frauen soll Jüdin und Nazoräerin gewesen sein.

"Man hat Mutmaßungen angestellt…", sagen die Autoren. Belege bleiben sie schuldig.

Wer hat solche Mutmaßungen angestellt? Seriöse Islamwissenschafter, Orientalisten, Althistoriker?

Soweit mir die einschlägige Literatur bekannt ist, weiß man von solchen Dingen nichts.
MfG B.
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#17
(20-09-2013, 12:36)Bion schrieb:
Zitat:Man hat Mutmaßungen darüber angestellt, daß der Vater Mohammeds . . .

Die Mutmaßungen über den Vater Mohammeds habe ich nicht einmal erwähnt.
Da ist mir auch die Suppe zu dünn.
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#18
(18-09-2013, 17:05)Sinai schrieb: Die Stiefmutter von Mohammed wäre gemäß Lincoln-Baigent-Leigh eine jüdische 'Nazoräerin' gewesen.

Ich habe Lincoln-Baigent-Leigh erwähnt, das war alles.
Ob diese Autoren recht haben? Keine Ahnung.


Wenn wir fordern, daß über das Leben Jesu oder Mohammeds nur Daten zu veröffentlichen sind, die dem
heutigen wissenschaftlichen Standard entsprechen, dann schaut es mager aus.

In Wirklichkeit wissen wir über die historischen Personen Jesus und Mohammed sehr wenig.

Es steht geschrieben, daß Jesus am See Genezareth über das Wasser gehen konnte.
Ist das historisch belegt?

Ich fürchte, wenn wir anfangen, mit harten Methoden der Geschichtswissenschaft zu forschen, bleibt da nicht viel über . . .
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#19
(20-09-2013, 13:47)Sinai schrieb: Es steht geschrieben, daß Jesus am See Genezareth über das Wasser gehen konnte.
Ist das historisch belegt?

Ich fürchte, wenn wir anfangen, mit harten Methoden der Geschichtswissenschaft zu forschen, bleibt da nicht viel über . . .

in der tat

deshalb empfehle ich dir zum wiederholten mal, den kerygmatischen nicht mit einem historischen jesus zu verwechseln
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#20
Mohammed wurde jüdisch erzogen ? davon habe ich noch nie gehört, weder von Orientalisten noch von muslimischen Theologen.

Mohammeds Stamm war polytheistisch und nach Ansicht der Mehrheit der muslimischen Theologen hat Mohammed keine Götzen in der Zeit der Dschahilya angebetet.
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#21
Zitat:Sinai: Ich fürchte, wenn wir anfangen, mit harten Methoden der Geschichtswissenschaft zu forschen, bleibt da nicht viel über . . .
Das liegt wahrscheinlich daran, daß Geschichten aufgebaut wurden und die mündlichen Überlieferungen umschmückt mit einem großen "Blumenstrauß" an Sprachgewaltigkeit mit Märchen, Sagen und Legenden statt fanden. Was denn nun wirklich gesagt wurde, was wirklich getan wurde, kann heute keiner mehr erfahren, denn selbst die Geschichtenschreiben waren Kinder ihrer Zeit und haben im Sinne des Zeitgeistes geschrieben und waren an diejenigen gebunden, die ihnen auch die Geschichten abkauften. Es existieren heute so viele angebliche Literaturnachweise von Leuten, die nie in dieser Zeit gelebt haben, aber wissen wollen, was dort passiert ist. Jesus lebte im Kontext seiner Zeit und seines Umfeldes - die Römer beuteten das jüdische Volk aus und das war genauso rebellisch wie man sich heute gegen Unterdrückung wehrt und wenn Jesus wirklich außen vor gewesen wäre, wäre sein Ansehen nicht sehr hoch gewesen - was nun mit Mohammed wirklich war, weiß man auch nicht, auch hier ist die Darstellung der Verehrung geschuldet.

Wie kann es sonst sein, daß es allein von Jesus über 10 000 Bücher gibt, von Leuten, die ihm nie begegnet sind, und so ist er wie eine Art "überirdisches Wesen" dem Willen der Autoren ausgesetzt, die schreiben dürfen, was sie möchten.

Man sollte so vieles mit Vorsicht genießen, was geschrieben steht, ob es gestern war oder heute.

Die oben genannten Autoren haben das Buch "Die Erben des Heiligen Gral" geschrieben und damit Jesus als König gesehen, der ein Kind hatte mit Maria und diese nach Europa - Frankreich geflüchtet ist und dort eine Königsdynastie errichtet hatte. Indem Jesus bei Festen befehlen durfte, war er - laut ihrer Aussage - kein einfacher Mann, sondern stand in einer höheren Position - wohl der Nachfahre von David - aber auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Das Buch liest sich interessant, weil einige Dinge logisch erklärt werden, aber Genaues weiß man nie. Es könnte vieles so gewesen sein oder auch nicht.
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#22
Solange man auf der Basis von unbelegbaren Grundlagen
fabuliert kann eben alles mögliche entstehen.

Anscheinend kommt ab un zu ein Szenario raus, was sich bei vielen Leuten
in die Synapsen pressen lässt.

Locker plaudern lässt sich allemal, alle Annahmen sind erstmal denkbar.
Könnte ja sein, das mich gerade Gott in seinem neuen Lamborghini
auf irdischer Kontrolltour inkognito als Frau (lange schwarze Mähne) überholt hat.

Jedenfalls hat der Stau sich plötzlich aufgelöst und sofort war die Fahrbahn frei.
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