Umfrage: Das Kopftuchverbot für Lehrerinnen ist...
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Kopftuch & Beruf
Wir Deutschen dürfen unsere eigenen Gesetze machen, weil wir ja bekanntlich eine Demokratie sind.

Wir dürfen - im Gegensatz zu England - den Rechtsverkehr verordnen.

Und so ist es auch mit der Frage, welche Symbole Lehrer, Richter, Staatsanwälte, Polizisten und andere Beamte tragen dürfen.

Derzeitiger Stand: Wir Deutschen tolerieren keine Symbole, die gegen die christliche demokratische Wertordnung steht !
Aus Schluß Basta

Wir dulden keine verschleierten Frauen im Staatsdienst, wie auch keine braunen Hemden im Staatsdienst gestattet sind.

Aber das andere Extrem - Verbot jedweder Symbole, wie Kreuz auf dem Halsketterl, Kruzifix im Klassenzimmer und Krankenzimmer - wäre ein schlechter Deal

Es sind für uns eben nicht alle Religionen gleichwertig !
Deutschland ist kein laizistischer Staat - wie beispielsweise das problemgebeutelte Frankreich
In Paris möchte ich nicht wohnen

Die Ideen der Jakobiner haben sich bei uns Gott sei Dank nie eingefressen - schon 1810 war Widerstand - siehe die deutschen Befreiungskriege gegen die Grande Nation

Und wer Paris im Fernsehen sieht, sieht wie weit die es gebracht haben . . . Icon_frown Eusa_snooty Icon_eek
(08-06-2021, 10:02)Sinai schrieb: Aber das andere Extrem - Verbot jedweder Symbole, wie Kreuz auf dem Halsketterl, Kruzifix im Klassenzimmer und Krankenzimmer - wäre ein schlechter Deal

Warum wäre das ein schlechter Deal? Warum sollten Atheisten oder Andersgläubige mit dem permanenten Kreuz an der Zimmerwand belästigt werden?
(08-06-2021, 17:06)Gundi schrieb:
(08-06-2021, 10:02)Sinai schrieb: Aber das andere Extrem - Verbot jedweder Symbole, wie Kreuz auf dem Halsketterl, Kruzifix im Klassenzimmer und Krankenzimmer - wäre ein schlechter Deal

Warum wäre das ein schlechter Deal? Warum sollten Atheisten oder Andersgläubige mit dem permanenten Kreuz an der Zimmerwand belästigt werden?

Weil deren Befindlichkeiten uns egal sein können ?
Begründung?
zusammenfassend:

persönliche freiheitsrechte (meinungsfreiheit, religionsfreiheit, ja auch "bekleidungsfreiheit", selbst wenn sie nicht im grundgesetz steht) sind in einer freiheitlichen demokratie ein äußerst hohes gut. klar, auch sie können begründet eingeschränkt werden (wissen wir ja gerade jetzt sehr gut), aber das müssen dann schon sehr gute gründe sein

außergewöhnliche maßnahmen bedürfen außerordentlicher gründe - und die sehe ich hier nicht gegeben
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
(09-06-2021, 16:07)petronius schrieb: persönliche freiheitsrechte (meinungsfreiheit, religionsfreiheit, ja auch "bekleidungsfreiheit", selbst wenn sie nicht im grundgesetz steht) sind in einer freiheitlichen demokratie ein äußerst hohes gut.


Nicht, wenn sie der Unterdrückung dienen
(09-06-2021, 22:57)Sinai schrieb:
(09-06-2021, 16:07)petronius schrieb: persönliche freiheitsrechte (meinungsfreiheit, religionsfreiheit, ja auch "bekleidungsfreiheit", selbst wenn sie nicht im grundgesetz steht) sind in einer freiheitlichen demokratie ein äußerst hohes gut.


Nicht, wenn sie der Unterdrückung dienen

deshalb ist das ja auch verboten

also das unterdrücken

was soll das noch mal mit der kleidung zu tun haben?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
(10-06-2021, 21:47)petronius schrieb: was soll das noch mal mit der kleidung zu tun haben?

Ich hab einmal gehört, daß ein braunes Hemd was mit Unterdrückung zu tun hat
(10-06-2021, 23:58)Sinai schrieb:
(10-06-2021, 21:47)petronius schrieb: was soll das noch mal mit der kleidung zu tun haben?

Ich hab einmal gehört, daß ein braunes Hemd was mit Unterdrückung zu tun hat

... auch die Farbe SCHWARZ ist ein Symbol für Macht und Autorität! Nicht ohne Grund tragen bestimmte Gruppen eine schwarze Berufskleidung.

Bezeichnend dafür ist, dass die Mode-Fa. BOSS im 3. Reich die schwarzen Uniformen der Waffen-SS entwarf!   Icon_rolleyes

Die Farbe BRAUN wird u.a. mit den "Braunhemden" der einstigen deutschen Faschisten in Zusammenhang gebracht, welche im Vorfeld der Machtergreifung Straßenkämpfe mit Kommunisten, Juden und Sozialdemokraten austrugen. - Dabei wird aber übersehen, dass die Farbe Braun nach wie vor die Mode mitbestimmt und in den 70er Jahren eine braune Tapete als schickes Design-Element in vielen Wohnungen zu sehen war. 

Heute sind grelle Farben im Trend, was sich aber auch bald wieder ändern wird.

Gruß von Reklov
Angeblich waren die Braunhemden der SA ganz einfach das, was man wir heute als Army-Surplus bezeichnen

Die Kaiserliche Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika trug ein braunes Uniformhemd, um sich nicht von der Umgebung abzuheben und keine Zielscheibe zu sein.
1918 lagen tausende unnütze für die Kaiserliche Schutztruppe vorgesehene braune Uniformhemden in einem großen Heeresdepot in einer Kaserne in München. Das kleine 100.000 Mann Heer hatte kein Interesse daran, denn braun war eine brauchbare Tarnfarbe in Südwestafrika gewesen, nicht aber in Deutschland. Als die SA nach einem einheitlichen Uniformhemd suchte, schenkte ihr der für das erwähnte Heeresdepot in München zuständige Offizier diesen obsolet gewordenen Bestand, bevor er zum Fraß der Motten geworden wäre. Daher hat die SA diese in Europa farblich auffälligen Braunhemden

Ähnlich war es bei den Boy-Scouts des im indischen Kolonialreich geheimdienstlich (in der Spionage) tätigen englischen Offiziers Baden Powell. Er warb Jungen zur Verwendung als Kindersoldaten an, um sie als Spione in feindliche Lager zu schicken. Da er den hohen Wert der Kindersoldaten erkannte, gründete er ein eigenes Ausbildungslager für sie. Anlässlich seiner Pensionierung schuf er die Pfadfinderbewegung in England, eine Art vormilitärischer Ausbildung (das war damals unverdächtig und in einem mächtigen Kolonialstaat wie England sogar beliebt) und gab den Jungen die berühmten "Khakihemden" der Kolonialzeit.

Auf der ganzen Welt trugen in den 70er Jahren die Pfadfinder die braunen Khakihemden, und niemand wäre auf die blöde Idee gekommen, diese Khakihemden der seinerzeitigen Britischen Kolonialmacht mit den Braunhemden der SA aus Deutsch-Südwestafrika in Verbindung zu bringen.

Aber dann gelang es irgendwelchen Müttern von Pfadfindern und vor allem Pfadfinderinnen, ein rotes Hemd bei den "Pfadis" durchzusetzen! Mit dem unhistorischen Argument, sich von der braunen Farbe der SA und HJ absetzen zu wollen. Diese Frauen wussten ja nicht, dass Khaki die Farbe der britischen Kolonialtruppen in Indien war

Aber ein rotes Hemd eignet sich nicht zum anschleichen und Indianer spielen der Pfadfinder. Kein Junge will im Wald ein Hemd in einer Signalfarbe wie die Straßenkehrer! Völlig unbrauchbar. Seither wird die Pfadfinderbewegung (gewollt) immer mehr zur Mädchenbewegung, bevorzugtes Thema "Umweltschutz und Mülltrennung"



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(13-10-2013, 08:25)Meryem schrieb:
(12-10-2013, 23:27)Sinai schrieb:
(12-10-2013, 22:53)Meryem schrieb: Darf mein Chef mich dann kündigen, weil ich als Muslima geschäftsfährdend bin?

Sicher nicht !
Es kommt halt darauf an, wo Du arbeitest. Wenn Du in einer Weinhandlung arbeitest oder im Münchner Hofbräuhaus dann kann es schon sein. Aber auch nur dann, wenn Du Deine Verachtung gegenüber Biertrinkern offen zeigst.

Wenn Du Polizistin bist und entscheidest, von nun an den Gesichtsschleier zu tragen, könnte es theoretisch auch sein, daß Du Probleme bekommst. Aber das ist in Istanbul auch nicht erlaubt. In Saudi Arabien ist zwar der Gesichtsschleier erlaubt, aber Frauen dürfen dort nicht als Polizistinnen arbeiten.



Die Quadratur des Kreises gelingt halt niemand!

Gleichzeitig auf uralte Ideen (arabisch gebundenes Kopftuch oder Gesichtsschleier tragen zu wollen) und moderne Ideen (Frau wird Polizistin)
zu pochen, wird nicht gehen Icon_cheesygrin
(26-04-2024, 20:43)Sinai schrieb: Als die SA nach einem einheitlichen Uniformhemd suchte, schenkte ihr der für das erwähnte Heeresdepot in München zuständige Offizier diesen obsolet gewordenen Bestand,...

Warum musst du historische Sachverhalte immer wieder mit Geschichtchen ausschmücken?

Es war ein Restbestand der deutschen Kolonialtruppe an Khakihemden, den die damalige Pateiführung günstig erwerben konnte.

Quelle:

Hartmann, Vordermayer, Plöckinger, Töppel. Hrsg. Hitler. Mein Kampf. Kritische Edition. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte. Bd II. 2016 München, Berlin. S. 1378, Anmerkung 218

Mit dem Thema hat das allerdings nichts zu tun. Daher machen wir hier zu.
MfG B.


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