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Können Religionen nicht nebeneinander existieren ?
#16
Nichtreligion mit Religion wird wohl auch probiert.
"50 000 syrische Christen sind bereit, die russische Staatsbürgerschaft zu beantragen
17. Oktober 2013 RIA Novosti

Gestern hatten rund 50 000 syrische Christen ein Schreiben an das
russische Außenministerium gerichtet, in dem sie ihre Bereitschaft bekundeten, die russische Staatsbürgerschaft zu beantragen." (*http://russland-heute.de/syrien)
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#17
Wirds wohl nie geben, ausser der Fuchs jagt wieder den Hasen.
Aber da gibts wieder die 50%/50% Chance für Beide.

(22-10-2013, 01:48)Harpya schrieb: Gibt wohl keine Weltformel.
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#18
(22-10-2013, 01:39)Sinai schrieb: Tolerant waren sie nur zu den Göttern, aber nicht zu den Menschen. Die erschlugen und versklavten sie.

Ich stimme Dir ja vollkommen zu. Es ist halt nur so, dass Polytheisten m.W. keine Kriege führten, um ihren Glauben zu verbreiten oder Häresie auszurotten. Das blieb schon dem Monotheismus vorbehalten. Ich bestreite dabei jedoch nicht, dass der Monotheismus, vor allem dessen christliche Variante, auch zu einem aus heutiger Sicht positivem Wandel der Gesellschaft beitrug und (fast?) alle christliche Konfessionen sich heute annähernd ausschließlich auf die eigentlich pazifistische, jedenfalls tolerante NT-Botschaft berufen, seit sie durch Aufklärung und Säkularisation beträchtliche Verluste an früher vorhandener politischer Macht hinnehmen mussten.
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#19
(21-10-2013, 20:54)Ekkard schrieb: Du siehst anscheinend das Bevölkerungsproblem nicht, was hinter Kriegen steht. ...

Ob sie Muslime oder Buddhisten oder sonst was sind, ist im Grunde völlig gleichgültig, solange gleiches Recht für alle besteht. Nur hat unsere Mehrheitspolitik nicht verstanden, diesen Rechtsgrundsatz zu verwirklichen. Und mehrerlei Recht macht militante Minderheiten!

(21-10-2013, 22:13)Harpya schrieb: Wieso ist eine abnehmende Bevölkerung ans sich ein Problem.
Erst lesen, dann verstehen, dann antworten: "Stark wachsende Populationen sind ein Problem, das zu Kriegen führt", hatte ich sinngemäß geschrieben.

(21-10-2013, 22:13)Harpya schrieb: Welches gleiche Recht eigentlich , das deutsche, französaische, albanische,
das der eingewanderten, glaub nicht das Armutsflüchtlinge gleiches Recht suchen, Nahrungsmittel mal ausgenommen ?
Man sollte auch mal über die Pflichten reden.
Unsinn! Es geht um unterschiedliches Recht für Einwanderer und (eingesessene) Deutsche beispielsweise in puncto Arbeit.

(22-10-2013, 12:44)Bankasius schrieb: Ich stimme Dir ja vollkommen zu. Es ist halt nur so, dass Polytheisten m.W. keine Kriege führten, um ihren Glauben zu verbreiten oder Häresie auszurotten. Das blieb schon dem Monotheismus vorbehalten.
Du vergisst, dass Polytheisten genauso Kriege geführt haben, wie Monotheisten. Die monotheistischen Religionen entstanden aber erst, als der Mensch sich anschickte, die Erde (nahezu) komplett zu erobern. Der angegebene Kriegsgrund mag der Glaube sein, der wahre Kriegsgrund sind jedoch die mangelnden oder zu Neige gehenden Ressourcen.

(22-10-2013, 12:44)Bankasius schrieb: Ich bestreite dabei jedoch nicht, dass der Monotheismus, vor allem dessen christliche Variante, auch zu einem aus heutiger Sicht positivem Wandel der Gesellschaft beitrug und (fast?) alle christliche Konfessionen sich heute annähernd ausschließlich auf die eigentlich pazifistische, jedenfalls tolerante NT-Botschaft berufen, seit sie durch Aufklärung und Säkularisation beträchtliche Verluste an früher vorhandener politischer Macht hinnehmen mussten.
Eben! Der Verlust an staatstragender Macht macht Christen erst friedlich. Eine den Staat ideologisch durchdringende Religiosität konstruiert Kriegsgründe, nicht weil Gott das so will, sondern weil die politische Klicke so besser an willige Kampfsklaven kommt!

Mache irgend eine Religion zur Staatsreligion, und sie wird die Sinne zu politischen Zwecken religiös vernebeln.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#20
(22-10-2013, 16:08)Ekkard schrieb: der wahre Kriegsgrund sind jedoch die mangelnden oder zu Neige gehenden Ressourcen.

Ja und nein.

Es gab zweifellos Fälle in der Geschichte, daß ein armes oder hungerndes Volk in ein Land einfiel.

Aber es gab zweifellos auch Fälle in der Geschichte, daß ein reiches Volk auf Kriegszug ging. Beispiel Alexander der Große.
Er eroberte nicht Persien, weil die Griechen so arm waren. Im Gegenteil! Griechenland war ein reicher, starker, mächtiger Staat.
Ein armes Land mit "mangelnden oder zu Neige gehenden Ressourcen" hätte doch gar nicht die enorme Kraft gehabt, die vielen Länder zu erobern!

Kriege wurden gerne auch von mächtigen Staaten geführt – mit dem Ziel des Machtzuwachses. Raubzüge der Reichen und Mächtigen eben.


Schauen wir zu den monotheistischen Moslems.
Die Eroberungen Spaniens und sogar einiger Gebiete nördlich der Pyrenäen unter dem Umayyaden-Kalifat 661-750 erfolgte sicher nicht wegen "mangelnden oder zu Neige gehenden Ressourcen".
Niemals! Auch rein wirtschaftlich gesehen waren diese Gebiete nördlich der Pyrenäen (Südfrankreich) ein Verlustgeschäft. Denn aus arabischer Sicht waren das entlegene Gebiete.

Die Araber fielen nicht in Südfrankreich ein, weil sie von Hunger gequält waren – im Gegenteil! Das waren wohlernährte Truppen die von einem mächtigen Kalifen geschickt wurden.
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#21
Da magst du Recht haben. Aber jene Kriege wurden nicht der Religion wegen, sondern um den Erhalt des Reichtums geführt.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#22
(22-10-2013, 16:45)Sinai schrieb: Aber es gab zweifellos auch Fälle in der Geschichte, daß ein reiches Volk auf Kriegszug ging. Beispiel Alexander der Große.
Er eroberte nicht Persien, weil die Griechen so arm waren. Im Gegenteil! Griechenland war ein reicher, starker, mächtiger Staat.

Als Alexander König wurde, war Griechenland kein reicher, starker, mächtiger Staat, dessen Bürger in Einheit, Frieden und Wohlstand gelebt hätten, gewesen.

Es gab viele griechische Stadtstaaten, über die Makedonien die Oberherrschaft ausübte.

Thessalien und Thrakien wurden von Alexanders Vater, Phillip II., erobert, die Stadtstaaten des übrigen Griechenland mit Ausnahme von Sparta in den "Korinthischen Bund" unter Führung Makedoniens gezwungen.

Nach Phillips Tod versuchten Thrakien und die unter der Hegemonie Makedoniens stehenden Stadtstaaten Griechenlands, die Unerfahrenheit des jungen Königs ausnutzend, sich von den Makedoniern zu befreien. Das misslang, wie man weiß.

Die schlimmsten Folgen hatte dieser Aufstand für die Polis Theben. Von den Sakralbauten und der ehemaligen Wohnstätte Pindars abgesehen, wurden alle Gebäude der Stadt zerstört, deren Bewohner getötet oder in die Sklaverei verkauft.

Und wie Ekkard schon angemerkt hat: Mit Religion hatten die Kriege Alexanders nichts zu tun!
MfG B.
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#23
(22-10-2013, 01:22)Bankasius schrieb: Zeus = Jupiter, Wotan = Merkur; dem unbekannten Gott geweihte Statue in Athen, vor der Paulus predigte ...


Der "Gott" "Mars" oder "Ares" ? Der Kriegsgott? Für irgendwas musste er ja "Gut" sein. Irgendeine schon bestehende "menschlich, gesellschaftliche Handlung" musste ja Repräsentiert werden.

Daher...., wenn die "Polytheisten" allgemein so "Friedlich" sind, wozu brauchen die dann ein extra "Kriegsgott" ?
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#24
(21-10-2013, 20:54)Ekkard schrieb: Du siehst anscheinend das Bevölkerungsproblem nicht, was hinter Kriegen steht.

Welches Bevölkerungsproblem stand denn hinter den Eroberungsfeldzügen der Moslems gleich nach dem Tod Mohammeds?
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#25
(22-10-2013, 16:08)Ekkard schrieb: Die monotheistischen Religionen entstanden aber erst, als der Mensch sich anschickte, die Erde (nahezu) komplett zu erobern.

Dann hätten sich die Menschen um Abraham bereits angeschickt, die Erde nahezu komplett zu erobern?
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#26
(22-10-2013, 22:26)Vitoria schrieb: Dann hätten sich die Menschen um Abraham bereits angeschickt, die Erde nahezu komplett zu erobern?

War denn Abraham eine historische Person monotheistischen Glaubens?
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#27
(22-10-2013, 22:43)Mustafa schrieb:
(22-10-2013, 22:26)Vitoria schrieb: Dann hätten sich die Menschen um Abraham bereits angeschickt, die Erde nahezu komplett zu erobern?

War denn Abraham eine historische Person monotheistischen Glaubens?

Der erste Teil Deiner Frage ist für meine Frage unerheblich. Sie hätte auch lauten können: Dann hätten sich die Menschen bereits vor rund viertausend Jahren angeschickt, die Erde nahezu komplett zu erobern?

Zum zweiten Teil: Dass zumindest den Juden, Christen und Moslems Abraham als Begründer ihrer jeweiligen monotheistischen Religion gilt, dürfte doch unbestritten sein, oder?
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#28
(22-10-2013, 21:14)Bion schrieb: Und wie Ekkard schon angemerkt hat: Mit Religion hatten die Kriege Alexanders nichts zu tun!

Mit "mangelnden oder zu Neige gehenden Ressourcen" aber auch nicht!
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#29
(22-10-2013, 23:07)Vitoria schrieb: Dann hätten sich die Menschen bereits vor rund viertausend Jahren angeschickt, die Erde nahezu komplett zu erobern?

Datierst du bis dahin den Monotheismus?


(22-10-2013, 23:07)Vitoria schrieb: Zum zweiten Teil: Dass zumindest den Juden, Christen und Moslems Abraham als Begründer ihrer jeweiligen monotheistischen Religion gilt, dürfte doch unbestritten sein, oder?

Was aber nicht historisch im modernen Sinne, wie es seit etwa Ranke gilt, gemeint ist.
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#30
(22-10-2013, 16:08)Ekkard schrieb: Die monotheistischen Religionen entstanden aber erst, als der Mensch sich anschickte, die Erde (nahezu) komplett zu erobern.

Da dürftest Du recht haben. Ich glaube zu wissen, was Du meinst.
Vor 4000 Jahren war die Bevölkerungsdichte noch sehr gering. Es gab kaum Staaten, es gab kaum Grenzkontrollen. 90 % des Mittelmeerbeckens samt den Küstenregionen war noch freies Land. Jede Sippe konnte sich niederlassen und siedeln, wo sie wollte.

Vor 3500 Jahren, als Moses den Monotheismus begründete, war der fruchtbare Boden bereits aufgeteilt. Alles in fester Hand. Die Israeliten lebten als Nomaden in der Halbwüste.

Sicher gab es noch sehr viel freie Fläche. Daher schreibst Du ja auch sehr richtig das Wort "nahezu":
"Die monotheistischen Religionen entstanden aber erst, als der Mensch sich anschickte, die Erde (nahezu) komplett zu erobern."

Aber diese freie Fläche war bereits auf den schlechten Boden beschränkt. Es war Halbwüste und sonstiges für menschliche Dauerbesiedlung ungeeignetes Land.

Habe ich Dich richtig verstanden ?
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