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Nächstenliebe
#31
(01-07-2014, 14:54)Harpya schrieb: Nächster zu sein beruht also nicht auf Gegenseitigkeit.
Nur dann nicht, wenn man sich selbst der Nächste ist.
Ansonsten gehören zur Nächstenliebe immer mindestens zwei.
Scheint dir egal zu sein, Hauptsache "Anti" oder?
#32
Zitat:Wenn der Feind meinen Nächten umhaut liebe ich dann halt beide ?
Dann kann ich gleich lassen, kommt nichts bei raus,
alle werden geliebt, einer ist tot, der andere freut sich, einer schaut zu und liebt vor sich hin.
Tolles Prinzip.

Das ist ein Manko der christlichen Lehre: Sie sagt nur, was man tun soll, wenn man selbst angegriffen wird (nicht zurückschlagen, sondern vergeben). Ein Handlungsvorschlag, was man tun soll, wenn jemand anders, also eine dritte Person, drangsaliert wird, fehlt.

Es gibt auch keine Bespielgeschichte; höchstens die mit der Ehebrecherin. Und da reagiert Jesus ja erst auf mehrmaliges Nachfragen auf die Frage, ob man die Frau steinigen soll. Vorher demonstriert er Desinteresse an dem Fall. Demnach soll man sich anscheinend heraushalten? Icon_rolleyes Das hieße, das Opfer im Stich zu lassen und dem Verbrechen Vorschub zu leisten.

Die Samariter-Geschichte bringt da auch keine Antwort, denn als der Samariter kam, waren die Räuber ja schon längst weg.
#33
(01-07-2014, 17:03)indymaya schrieb:
(01-07-2014, 14:54)Harpya schrieb: Nächster zu sein beruht also nicht auf Gegenseitigkeit.
Nur dann nicht, wenn man sich selbst der Nächste ist.
Ansonsten gehören zur Nächstenliebe immer mindestens zwei.
Scheint dir egal zu sein, Hauptsache "Anti" oder?

Das ist das Problem, das ,man immer einen braucht zum nächstenlieben.
Ob der will oder nicht.

Mangels Information kann das mehr schaden als nützen.
Jesus begeht da eine ganz schöne Übergriffigkeit, jedem
zu sagen, was er zu tun und zu lassen hat.

Orientierungslose mögen da im Glauben an ihn eine
nachzulaufend Vorgabe finden.

Da mal jetzt irgendwas zu sehen, was Nächstenliebe sein soll
ist nicht rauszulesen.
Maximal das jeder ein Dach über dem Kopf und was zu Essen haben sollte.

Dafür brauchts keinen Jesus.
Das muss man höchstens einem völlig Empathielosen extra beibiegen.
Wenn das die Gläubigen sind.....
#34
(01-07-2014, 17:03)indymaya schrieb: Nur dann nicht, wenn man sich selbst der Nächste ist.
Ansonsten gehören zur Nächstenliebe immer mindestens zwei.
Scheint dir egal zu sein, Hauptsache "Anti" oder?

Meine Nächsten sind meine eigenen mir nahestehenden und vertrauten Angehörigen, Freunde und vielleicht gerade auch noch ein paar Kollegen und Kunden.

Alles andere sind nicht meine Nächsten. Auch weil Nächste zumeist Menschen sind, die einem entweder nahe und somit besonders vertraut sind, oder einem als nächstes folgen.

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, ist also etwas ganz in sich Natürliches und gar keine besonders anspruchsvolle Leistung.

Ein richtiger oder eine richtige "Anti" muss und kann man also nur dann sein, wenn man seinen Mitmenschen im eigenen Glauben noch nicht mal ein kleines bisschen eigene Bewegugsfreiheit mehr gönnt und ihnen wo immer und wann immer auf die Pelle rückt, um ihnen die ewige Verdammnis in der Hölle zu wünschen. Wenn das die Christliche Nächstenliebe ist, dann liebe Christen, kratzt euch bitte auch sonst alle selber und gegenseitig am langen Buckel.. .^^
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
#35
Mein Nächster ist,der vor meinen Augen grad hilfe braucht..,

-mein Nachbar,der gerade einen Angehörigen verloren hat,dem ich ein paar tröstende Worte sagen kann,oder eine Karte in Briefkasten stecke,oder einen Blumenstrauß vor die Tür stelle
-der Bettler,dem ich einen Kaffe spendiere,einen Euro oder zwei gebe,oder einen Tüte Lebensmitteln
- ein Außenseiter zum dem ich mich hinstelle,wenn er von anderen ausgegrenzt wird
- die Kassiererin,die völlig in Streß gerät weil irgendetwas schief gelaufen ist und die Schlange Menschen ungeduldig oder dumme Sprüche loslassen,der ich ein nettes Wort sage
- jemand der geschlagen wird,dem ich zur hilfe eile
und und und

und zwar egal,ob er mir sympatchisch ist oder nicht,ob er Hindu,Moslem oder sonstwer ist.....

und egal ob er mein Freund oder mein Feind, im weiteren oder näherem Sinne ist...

egal ob einer nett oder Ekelpacket ist,in meinen Augen,wenn er hilfe braucht,ist er ;mein Nächster
#36
(01-07-2014, 17:40)Geobacter schrieb:
(01-07-2014, 17:03)indymaya schrieb: Nur dann nicht, wenn man sich selbst der Nächste ist.
Ansonsten gehören zur Nächstenliebe immer mindestens zwei.
Scheint dir egal zu sein, Hauptsache "Anti" oder?

Meine Nächsten sind meine eigenen mir nahestehenden und vertrauten Angehörigen, Freunde und vielleicht gerade auch noch ein paar Kollegen und Kunden.

Alles andere sind nicht meine Nächsten. Auch weil Nächste zumeist Menschen sind, die einem entweder nahe und somit besonders vertraut sind, oder einem als nächstes folgen.
was als nächstes kommt Gesundes Ego, und die pflege von fiat 500 mit roten Faltdach
#37
Luk.6
31 Behandelt alle Menschen so, wie ihr von ihnen behandelt werden wollt! (Matthäus 7.12) 32 Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welche Anerkennung habt ihr wohl dafür verdient? Denn so handeln auch die Sünder. 33 Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welche Anerkennung habt ihr dafür verdient? Denn das tun auch die Sünder. 34 Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es sicher zurückbekommt, welche Anerkennung verdient ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles wiederzubekommen. (3. Mose 25.35-36) 35 Ihr aber sollt gerade eure Feinde lieben! Ihr sollt Gutes tun, ihr sollt leihen und euch keine Sorgen darüber machen, ob ihr es wiederbekommt. Dann wartet eine große Belohnung auf euch und ihr handelt als Kinder des Höchsten. Denn er ist auch gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist!
#38
Wir kennen einige einfache Worte für Nächste: Patienten, Leidende, Bedürftige, Arme.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#39
(30-06-2014, 23:48)Sinai schrieb: Ich habe jetzt viel in der Bibel gesucht und bin noch immer nicht zu einer biblischen Antwort der Frage gekommen, wer der "Nächste" ist

ich mach dir einen für dich ungewohnten vorschlag: selber denken!

anstatt darüber zu sinnieren, was genau denn nun sklavisch zu befolgen wäre, überleg dir doch einfach selber, welchen nutzen du inwiefern aus bibeltexten zu ziehen vermagst

denn nur dazu sind sie wirklich gut
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
#40
(01-07-2014, 15:38)bridge schrieb: verstehe nicht warum,Sinai es sich sogar bei einfachen Aussagen ,so schwer macht Eusa_thinkConfused

Ich verstehe nicht, warum Jesus gesagt hat "Du sollst Deinen Nächsten (?) lieben wie Dich selbst" und nicht "Du sollst jeden Menschen lieben wie Dich selbst"

Das wäre doch viel eindeutiger gewesen.
Das NT steckt voller Gummiparagraphen, Zweideutigkeiten und unbestimmten Rechtsbegriffen

. . . gebt dem Kaiser was des Kaisers ist . . . kräht der Hahn auf dem Mist ändert sich's Wetter oder es bleibt wie es ist
#41
(02-07-2014, 01:30)Sinai schrieb:
(01-07-2014, 15:38)bridge schrieb: verstehe nicht warum,Sinai es sich sogar bei einfachen Aussagen ,so schwer macht Eusa_thinkConfused

Ich verstehe nicht, warum Jesus gesagt hat "Du sollst Deinen Nächsten (?) lieben wie Dich selbst" und nicht "Du sollst jeden Menschen lieben wie Dich selbst"

Das wäre doch viel eindeutiger gewesen.

Es geht doch nur um die Nächsten die dem gleichen Verein angehören. Gegen Heiden ist so etwas nicht nötig, die darf man sogar mit dem Schwert überzeugen.

Die Schreiber der Bibel haben sich das wohl überlegt.
#42
(02-07-2014, 11:57)Wilhelm schrieb: Es geht doch nur um die Nächsten die dem gleichen Verein angehören. Gegen Heiden ist so etwas nicht nötig, die darf man sogar mit dem Schwert überzeugen.

Die Schreiber der Bibel haben sich das wohl überlegt.
Mit Heiden oder Andersgläubigen hat Nächstenliebe nichts zu tun! Vom Schwert steht nur an einer einzigen Stelle etwas, und das halte ich für nicht authentisch, sondern für eine Einfügung aus der frühen Gemeinde als klar wurde, dass die Entscheidung für Christus einem Austritt aus der Mehrheitsgesellschaft bedeutete.

Ich habe mich mal bei uns in der Gemeinde umgehört. Die überwiegenden Antworten:
Der Nächste (männlich ... weiblich) ist der in meiner Umgebung, der es nötig hat (was ich ja schon privat vermutet und dargestellt hatte).
Die Nächstenliebe wird verstanden als "soziale Aufmerksamkeit", "Rechte zubilligen", "Menschenwürde beachten". Mögen im Sinne von freunschaftlicher Zuneigung und Sympathie muss man sich nicht. Man soll trotz Hass dem Feind gegenüber diesen "anständig behandeln" (ihm oder ihr die Menschenwürde zubilligen).
Das mag zwar nicht in allen Punkten biblisch sein, aber so werden die Begriffe im Moment aufgefasst.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#43

Das N
Zitat:
(02-07-2014, 01:30)Sinai schrieb: [quote='bridge' pid='163727' dateline='1404221904']
verstehe nicht warum,Sinai es sich sogar bei einfachen Aussagen ,so schwer macht Eusa_thinkConfused

Ich verstehe nicht, warum Jesus gesagt hat "Du sollst Deinen Nächsten (?) lieben wie Dich selbst" und nicht "Du sollst jeden Menschen lieben wie Dich selbst"

Das wäre doch viel eindeutiger gewesen.


das steht deshalb- Nächster -,Sinai
damit du nicht vollkommen überfordet bist,
denk mal - jeder-würde heissen 6 Miliarden! und die mußt du ALLE liebenIcon_razz
#44
Nein, es ist gemeint, was Ekkard schreibt: Man soll jeden Mitmenschen anständig behandeln und allen 6 Milliarden Menschen ihre Menschenwürde zubilligen. Auch, wenn man einige von ihnen nicht leiden kann! Das genügt.

Das sollte heute eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber, wie alle Nachrichten beweisen, leider immer noch nicht.
#45
(03-07-2014, 14:02)Lelinda schrieb: . . . leider immer noch nicht.

Höre ich da Optimismus heraus ?

Das klingt so als würdest Du erwarten, daß das in Zukunft selbstverständlich sei.
Aber ich denke, der Zenith wurde bereits überschritten. Der war um 1968
Bis 1968 wurde die Menschheit immer humaner, es gab jährlich Fortschritte.
1968 war der Zenith erreicht, die Menschheit sah einer wundervollen Zukunft entgegen.
Aber dann ging es bergab. Erst unmerklich langsam, man vermutete Ausnahmen. Aber dann immer schneller und immer deutlicher. Beispiel: Amnesty International hatte sich in den 70er Jahren sehr für die Menschenrechte bestimmter unterdrückter religiöser oder sagen wir besser religiös-politischer Minderheiten eingesetzt. Plötzlich errangen diese die Macht und dann wurde alles noch viel schlimmer. Eine barbarische Justiz kam an die Macht. Das sah man überrascht in mehreren Staaten


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