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Wie leben und erleben Christen den Glauben/ die Religion?
#1
In welcher Form äußert sich dies? Oder welche verschiedene Formen gibt es da?
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#2
Meiner Meinung könntest Du die direkte Ansprache im Unterforum wählen. Es ist immer schlechter Stil, in einen Raum hineinzukommen und dann über Anwesende sprechen zu wollen - und nicht mit ihnen.

Deine Fragestellung ist auch etwas unklar. Über Formen im Christentum hattest Du bereits einen Thread eröffnet, nun fragst Du, "welche verschiedene Formen gibt es da?"

Der eine oder andere könnte Dich daher als Troll wahrnehmen.

Um aber auf die Frage, wie ich meine Religion erlebe, zu antworten:
Es gibt viele verschiedene Religionen und Philosophien. Bei den (religiösen) Philosophien denke ich besonders an die östlichen Religionen. Diese sind abstrakt und erklären die Welt sehr detailiert. Allerdings ist unklar, ob ihr Wissen einfach philosophische Konzepte von Menschen oder wirkliche Offenbarungen sind. Sie verbleiben im Geist und daher können ihre Inhalte gleichermaßen wahr und falsch sein.
Die westlichen Religionen hingegen sind geschichtlich, d.h. beziehen sich nicht auf Konstrukte im Geist, sondern auf historische Geschehnisse.
Deshalb offenbart sich Gott in den westlichen Religionen immer geschichtlich und nicht nur abstrakt in der Meditation.
Unter den westlichen Religionen sind die meisten Buchreligionen. Das bedeutet, ihre Grundsätze wurden durch den Religionsstifter (Propheten) offenbart und die Menschen kennen durch diese Offenbarung das für sie gültige Gesetz.
Das Christentum erlebe ich insofern anders, da es die direkte Beziehung zu Jesus Christus im Mittelpunkt des Glaubens setzt und durch das Leben, Sterben und die Wiederauferstehung ein greifbarer historischer Hintergrund existiert. Durch sein Leben hat Jesus aufgezeigt, dass das Wesen des religiöses Gesetzes die Liebe Gottes ist und daher jedwedes Gesetz an der Liebe gemessen werden muss.
Deshalb kann es kein neues Gesetz und keinen neuen Propheten nach Jesus geben, weil die Essenz des Gesetzes, die Liebe Gottes, durch Jesus Christus offenbar wurde.
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#3
Alles Klar.
Das war nicht meine Absicht, so unhöflich zu sein.
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#4
(23-06-2018, 11:46)eugenia2 schrieb: Alles Klar.
Das war nicht meine Absicht, so unhöflich zu sein.

Das ist kein Problem, man muss dann einfach den Bogen zum Thema bekommen.
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#5
Wie erleben Christen ihren Glauben?

Ich kann mir durchaus vorstellen,
dass das von Mensch zu Mensch
sehr unterschiedlich sein kann
und sicherlich auch ist.

Pauschal lässt das sich sicherlich nicht beantworten.
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#6
(23-06-2018, 09:41)aion schrieb: Die westlichen Religionen hingegen sind geschichtlich, d.h. beziehen sich nicht auf Konstrukte im Geist, sondern auf historische Geschehnisse.
Das ist wohl eher eine Frage, des so glauben Wollens,@aion.
Historisch verbürgte Ereignisse, aus denen  Gott sich selbst  offenbart, gibt es auch in den westlichen Religion nicht.
Weil dann bräuchte es auch gar keinen Glauben mehr.

Alle westlichen Religionen und ebenso ihre ganzen verschiedenen Aufspaltungen begründen die ihre Gottesvorstellung auf Interpretationen von Überlieferungen mythologischer Erzählungen.
Erzählungen und Geschichten welche erst mal über Jahrhunderte hinwg mündlich durch die ganze Gegend erzählt wurden und die  dabei nicht nur von jedem Erzähler zum Nächsten ein kleines bisschen interessanter, sondern vor allem auch wundersamer ausgeschmückt wurden. Und...auch in der Rekonstruktion des Inhaltes, von jedem einzelnen Zuhörer an sein ganz eigenes inneres "Hirnvideo-Abspielgerät" angepasst.

Wer das Gesellschaftsspiel Spiel "Reise nach Jerusalem" kennt, bei welchem ein Begriff oder Satz von einem Zuhörer zum nächsten weitergereicht wird, der versteht was ich damit sagen will. Und wer schon öfter mit ganz besonders begeisterten Wundergläubigen zu tun hatte,  der weis auch, dass es überhaupt nicht  in ihrem Interesse liegt, wenn andere ein vermeintliches Wunder als Sinnestäuschung oder  gar einer banalen natürliche Ursache zuschreiben.

Und wenn wir uns mit all diesem "Wissen" jetzt in jene Zeit versetzen, als die Geschichten auf denen sich heute alle westlichen Religionen begründen nach und nach erst aufgeschrieben wurden, dann haben wir es dort immer noch mit Menschen zu tun, deren schwierigen Lebensumstände des Beistandes "allmächtiger" Geister und Götter bedurfte und die nicht nur Zweifler überhaupt nicht leiden konnten, sondern auch untereinander arg eifersüchtig auf einander waren.

(23-06-2018, 09:41)aion schrieb: Deshalb offenbart sich Gott in den westlichen Religionen immer geschichtlich und nicht nur abstrakt in der Meditation.

Solche Behauptungen könnte man auch einfach als Lüge abtun. Aber Gläubige der Lüge zu bezichtigen, macht keinen Sinn. Sie leben ja in der Gewissheit ihres Glaubens und Fakten sind im Glauben nicht nur vollkommen unwichtig, sondern stören auch noch.



mfg GEO
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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#7
Wenn alles Lüge ist, würde ich mich an Deiner Stelle nicht damit befassen.
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#8
(29-06-2018, 22:42)darin waion schrieb: Wenn alles Lüge ist, würde ich mich an Deiner Stelle nicht damit befassen.

Ach weist du, die Absicht von Lügner ist es andere Menschen zu manipulieren. Ich befasse mich von daher gerne mit allem was Lüge ist und vor allem auch mit solchen Menschen, welche davon noch nicht mal mehr haben, als einfach nur ihre "zwangsneurotische" WICHTEL_Freude, wenn sie auf andere in irgendeiner Form Macht aus üben können.

Ja.. es macht mir sogar "höllischen" Spaß ihnen diese Freude zu verderben. Zumal ich auch sonst sehr darunter leide, wie wenig Menschen es auf dieser Welt gibt, die einen real-kritischen Bezug zur Wirklichkeit haben. Icon_lol
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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#9
Mir scheint, zur Frage, wie Christen ihren Glauben erleben und leben, hast Du nicht viel beizutragen. Bei Deinen persönlichen Problemen kann Dir vielleicht ein Psychologe helfen. Alles Gute für Dich!
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#10
@aion: Spekulationen ueber angebliche persoenliche Probleme anderer Forumsteilnehmer sind noch weniger hilfreich fuer eine Diskussion und hier auch nicht erwuenscht. Wenn Du in der Sache zuspitzen willst, dann bleib auch bei der Sache und werde nicht persoenlich.

Dass die christliche Heilsgeschichte versucht, sich selbst historisch zu sehen, ist sicherlich richtig. Dass wir es hier tatsaechlich mit Historie zu tun haben, glauben ja nicht mal die meisten Neutestamentler. Mit diesem Widerspruch zwischen Anspruch und menschlicher Erfahrung muessen Glaeubige halt leben. Letztendlich koennen sie natuerlich glauben, was sie wollen.
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#11
Da die Ausgangsfrage war, wie Christen ihren Glauben erleben und nicht, wie nicht-Christen mit ihren Zwängen umgehen, die Weltanschauungen anderer Menschen nicht ertragen zu können, fand ich die Einlassung vom Geo wenig hilfreich noch zielführend.
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#12
(29-06-2018, 23:49)aion schrieb: Da die Ausgangsfrage war, wie Christen ihren Glauben erleben und nicht, wie nicht-Christen mit ihren Zwängen umgehen, die Weltanschauungen anderer Menschen nicht ertragen zu können, fand ich die Einlassung vom Geo wenig hilfreich noch zielführend.

Geobacters Beitrag bezog sich ja durchaus darauf, wie Christen ihren Glauben erleben. Und die Frage, warum Menschen Geschichten glauben, die unseren Erfahrungswerten widersprechen, ist doch interessant in diesem Zusammenhang. Er hat ja selbst eingeraeumt, dass bewusste Luege hier gar nicht im Spiel ist; selbst dann nicht, wenn wir mal im Rahmen des Arguments annehmen, dass das Geglaubte nicht wahr ist. Die Glaeubigen glauben halt. Fragen sie sich dabei, warum? Wahrscheinlich eher nicht.

Ich denke auch nicht, dass das irgendetwas damit zu tun hat, dass man Weltanschauungen anderer nicht ertragen koennte. Ich sehe das mehr als Neugierde, zu verstehen, wie wir Menschen eigentlich ticken.
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#13
(29-06-2018, 23:54)Ulan schrieb: die unseren Erfahrungswerten widersprechen

Erzähl mal, wie war es damals auf der Arche?
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#14
(29-06-2018, 23:49)aion schrieb: Da die Ausgangsfrage war, wie Christen ihren Glauben erleben und nicht, wie nicht-Christen mit ihren Zwängen umgehen, die Weltanschauungen anderer Menschen nicht ertragen zu können, fand ich die Einlassung vom Geo wenig hilfreich noch zielführend.

Ich kann deine Behauptung, dass in den "westlichen Religionen", Gott" sich den Gläubigen, ganz anderes, als in den östlichen Religionen, auch geschichtlich historisch offenbart, nicht unterstützen.

Nicht nur, weil das ganz sicher so überhaupt nicht stimmt, sondern weil das nämlich auch noch ganz etwas anderes heißen würde. Nämlich,  dass alle westlichen Nichtgläubigen, Gott einfach nur in böswilliger Absicht leugnen würden. Weil ja die Voraussetzung, dass wenn Gott sich dem Menschen nicht nur in der Meditation, sondern auch geschichtlich historisch offenbart, dann wohl keinen anderen Schluss mehr zulassen würde.

Das Ziel das du hier anstrebst, ist also schon mal aus mehrerlei Gründen ganz und gar nicht nach meinem Geschmack. Und wenn du dann auch noch sofort selber "verbal aggressiv" wirst, wenn jemand zu solchen Behauptungen seine ganz anderslautende Meinung dazu stellt,  welche auch noch einigermaßen nachvollziehbar begründet ist, dann hab ich wohl auch mit dem nachfolgenden Satyrebeitrag nicht ganz am Ziel vorbeigeschossen.

Und Schuldgefühle hab ich jetzt auch keine.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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#15
(30-06-2018, 00:30)aion schrieb:
(29-06-2018, 23:54)Ulan schrieb: die unseren Erfahrungswerten widersprechen

Erzähl mal, wie war es damals auf der Arche?

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie du manche Aussagen (wohl bewusst) missverstehen kannst. Nicht ich bin es, der die Aussagen der Bibel als Historie verkaufen will. Es ist mir ein Raetsel, was Du mit dem Satz bezwecken willst. Diese Deine Aussage hier ist der Ausgangspunkt des momentanen Geplaenkels:

aion schrieb:Die westlichen Religionen hingegen sind geschichtlich, d.h. beziehen sich nicht auf Konstrukte im Geist, sondern auf historische Geschehnisse.
Deshalb offenbart sich Gott in den westlichen Religionen immer geschichtlich und nicht nur abstrakt in der Meditation.

Der Kern der christlichen Botschaft ist die Wiederauferstehung Gottes in der Form Jesu Christi, und darum geht es hier doch hauptsaechlich, nicht irgendwelche Maerchen aus dem AT. Und genau dies ist doch das, was die christliche Auslegung als historisch gesehen haben moechte (wie Du in Deiner ersten Antwort auch betont hast). Die Wiederauferstehung von irgendwelchen Sektenfuehrern widerspricht halt menschlichen Erfahrungswerten; auch diese tun das normalerweise nicht. Was menschlichen Erfahrungswerten eher entspricht, ist, dass Leute uns Geschichten erzaehlen, die es mit der Wahrheit nicht so ganz genau nehmen. In diesem Zusammenhang ist es halt interessant, warum jemand so etwas glaubt. Die Antwort auf diese Frage ist komplex.

Im Prinzip erweist sich hier der von Dir postulierte Vorteil westlicher Religionen, die angebliche Geschichtlichkeit der Botschaft, auch als ihr Nachteil. Wer seine Aussage so sehr an Geschichte bindet, dessen Aussage steht und faellt damit, wie die Ueberpruefung dieser Geschichtlichkeit ausfaellt. Und das ist ein Thema, das Du hier in den Thread gebracht hast. Die Katholische Kirche ist sich dieses Dilemmas durchaus bewusst, weshalb sie schon immer uebertragenen Auslegungen grossen Raum eingeraeumt hat.
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