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Jesus Christus ist der einzig wahre Gott. Alle anderen Götter sind falsch.
#1
In Johannes 1:17 steht geschrieben: ... Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.
In diesem Text der Bibel können wir lesen, dass die Wahrheit nicht durch das Gesetz des Alten Testaments kam, sondern durch die Lehren Jesus Christus. Das Gegenteil von Wahrheit ist Lüge und Illusion.

Nun, wenn die Wahrheit nur durch Jesus Christus kam, war alles, was seit dem Alten Testament gehört wurde, nicht glaubwürdig.

Und jetzt lesen wir in 1 Johannes 5:20: ... Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 
 
Dieser anderen Text bestätigt, dass Jesus der einzig wahre Gott und das ewige Leben ist. Nun, wenn Jesus der einzige wahre Gott ist, dann können wir bestätigen, dass andere Götter existieren, die nicht wahr sind, einschließlich des Gottes des alten Testaments, Jehova.

Nach meiner Meinung, Jehova ist ein falscher Gott, der seine real Absichten, höher zu sein als der absolute und wahrhaftige Gott, verstellt. Nur Jesus zeigte dem Vater, wie er wirklich ist.

Jehovas Haltung und Verhalten, die auf den Seiten des Alten Testaments ausführlich beschrieben wurden, sind der Beweis, dass er nicht derselbe ist wie der von Jesus im Neuen Testament offenbarte Gottvater.

Diese Meinung gehört nicht nur mir. Der Philosoph Plato und der christliche Gnostiker Markion, ebenso wie die Katharer und Albigenser, dachten genauso, unterschieden zwischen dem Absoluten Gott und einem Nebengott, dem Demiurgen.

*http://www.iabr.oswnet.com/jehova_ist_ein_falscher_gott.pdf

*http://www.iabr.oswnet.com/page_03.htm
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#2
Warum habe ich nur das Gefühl, dass die Diskussion um den wahreren Gott nichts anderes als "Kindergarten" ist? Motto: Mein Förmchen ist schöner und größer als deines!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#3
(05-07-2018, 21:00)Ekkard schrieb: Warum habe ich nur das Gefühl, dass die Diskussion um den wahreren Gott nichts anderes als "Kindergarten" ist? Motto: Mein Förmchen ist schöner und größer als deines!

Wenn die Diskussion über den wahren Gott in einem Forum der Theologie so etwas wie "Kindergarten" ist, dann weiß ich nicht, welches Thema darin besprochen werden sollte.

Ich habe die Diskussion auf biblische Texte gestützt. Wenn jemand mit der Bibel widersprechen will, kann er es tun.
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#4
Es ist sicherlich richtig, dass Marcion (sofern die Kirchenvaeter seine Lehren richtig dargestellt haben) oder die Katharer einen aehnlichen Glauben vertraten, allerdings nicht ganz so, wie Du das darstellst. Fuer Marcion von Sinope war Jesus der goettliche Sendbote, der den wahren Gott verkuendete, den die Menschen bis zu dem Zeitpunkt noch gar nicht kannten. Jahwe als Demiurg hatte auf eigene Kappe die Welt erschaffen, weshalb sie nicht perfekt ist, und der wahre Gott hatte jetzt aus Mitleid mit den Menschen beschlossen, diese in dieser nicht perfekten Welt zu retten. Jesus war aber sicherlich nicht derselbe wie dieser "wahre Gott", sondern nur das goettliche Werkzeug dieses Gottes. Viele fruehchristliche Richtungen waren wohl offen polytheistisch, und auch Johannes kann man immer noch polytheistisch lesen: Joh 1:1 Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war (ein) Gott.. Grammatisch kann man diese Unterscheidung zwischen Jesus und dem (wahren) Gott (das Wort war bei Gott) auch noch im dritten Teil der Aussage finden (das Wort war (ein) Gott). Mit etwas Interpretation kann man auch diesen, von Marcion postulierten, dritten Gott immer noch im derzeitigen Johannes-Evangelium finden (in einer Tempelszene).

Ansonsten vertritt jedes Evangelium halt sein sehr eigenes Christusbild. Fuer Markus ist Jesus ein gewoehnlicher, wenn auch sehr vorbildlicher Mensch, der von Gott waehrend seiner Taufe im Jordan auserwaehlt wird, seinen Geist in die Welt zu tragen um eine Botschaft zu ueberbringen (die Taufe mit dem Geist aehnelt der Salbung Davids in 1 Samuel 16) . Diese "Jesus als Gott"-Rhetorik findet man nur bei Johannes. Natuerlich sind diese divergierenden Vorstellungen, entsprechend uminterpretiert, Teil der christlichen Trinitaets-Lehre geworden, die als Kitt zwischen sich widersprechenden Vorstellungen verschiedener christlicher Richtungen gedacht war, und der die fast alle christlichen Kirchen zustimmen.

Im Prinzip zeigst Du hier auf, warum der Kirchenvater Irenaeus die Ansicht vertrat, dass die Verwendung nur eines einzigen Evangeliums zur Haeresie fuehrt. In Adversus Haereses 3.11.7 bezeichnet er das Evangelium von Matthaeus als das der Ebioniter, das von Lukas als das der Markioniter, das von Markus als das der Doketisten und das Johannesevangelium als das der Valentinianer. Alle diese Gruppen benutzen nur ein Evangelium, was sie, seiner Meinung nach, jeweils zur Haeresie bringe. Deshalb meint er, die Wahrheit waere nur bei Benutzung aller vier Evangelien zu finden, eine Position, die die katholische/orthodoxe Kirche dann uebernommen hat.
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#5
Sie haben recht, wenn Sie sagen, dass diese Menschen andere Überzeugungen hatten als ich. Ich denke, der gemeinsame Punkt ist, dass wir alle annehmen, dass Jehova nicht in der gleichen Position ist, wie das Christentum es heute sieht.

Ich stimme auch zu, dass die Jünger unterschiedliche Verständnisstufen hatten und dass Johannes am Anfang der frühen Kirche über ihnen stand.

Ich denke, der Apostel Paulus war auch auf dieser Ebene des Verständnisses, weil er sagte in 1 Korinther 8: 5, dass, obwohl es viele falsche Götter und Herren gibt, der wahre Gott der Vater ist, dessen legitimer und einziger Vertreter sein Sohn Jesus Christus ist. Dies ist der Text: ... Denn wenn es auch solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden, wie es ja wirklich viele Götter und viele Herren gibt, so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.
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#6
(05-07-2018, 21:00)Ekkard schrieb: Warum habe ich nur das Gefühl, dass die Diskussion um den wahreren Gott nichts anderes als "Kindergarten" ist? Motto: Mein Förmchen ist schöner und größer als deines!

ja hast du meines Erachtens auch recht. Um den einen einen wahren Gott!! Darum hat man jahrhunderte lang blutige Kriege geführt. Durch Kriege wurde der Polytheismus ausgemerzt und der Glaube um den "Einen" errungen. Und wie heisst es: Die ganze Welt liegt in der Macht dessen der Böse ist. (Satan) Und beten heute beten die abrahmitischen Relgionen nur einen Gott an.
Schon interessant. Der Ursprung war komplett anders. Zur Zeit Noah und zur Zeit Abrahams gab es keinen Monotheismus.
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#7
und was Jesus anbelangt, er ist nicht der allmächtige Gott. Das hat er an keiner Bibelstelle von sich selbst gesagt.

Die Bibel wurde damals in griechisch geschrieben und Jesus ist abgeleitet von Ieseous und heisst Sohn von Zeus.
Weder sein Name noch sein Titel zeigen an, dass er der eine "rechtmässige Sohn" ist.
Es gibt einen ganz anderen, der diese Namensbedeutung hat. Tausende Jahre älter. Und nur er hat diese Bedeutung in seinem Namen. Nämlich den Gott Dumuzi, ein Schafhirte, der rechtmässige Sohn des sumerischen Schöpfers Gott Enki, der für die heilige Hochzeit mit einer Himmelsbraut, ausgewählt worden ist. Enki ist nach den sumerischen Schriften der Schöpfer der Menschen und himmlischer Geschöpfe und der Retter alles Lebenden sei es im Himmel als auch auf Erden.

Jesus Namensbedeutung heisst gesalbter, geheiligter Retter, Sohn von Zeus. Es scheint so, als hat Jesus die Berufung angenommen, jeden daran zu erinnern, was tausende Jahre vorher bereits geschehen ist.

Die Bibel lehnt sich an die sumerischen Schriften an.
Die BI-BEL übersetzt zwei Bel, zwei Götter, wurde von der Warte der Wahrheit und des Gegners aus geschrieben. Beide Ansichten sind ihr festgehalten worden. Ein Gesamtwerk des Guten und des Bösen.
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#8
(06-07-2018, 00:26)janina schrieb: und was Jesus anbelangt, er ist nicht der allmächtige Gott. Das hat er an keiner Bibelstelle von sich selbst gesagt.

Die Attribute, die in Christus waren, waren auch im Vater, da beide dieselbe Natur haben und Essenz Derjenige, der Christus vermindert, verringert auch den Vater, der ihn mit seiner eigenen Herrlichkeit verherrlicht und ablehnt die folgenden Texte:

Johannes 10:30-38

Jesus sagte: Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen.
Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen?
Die Juden antworteten ihm und sprachen: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst!
Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter«?
Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging — und die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt werden —,
wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst!, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn?
Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht!
Tue ich sie aber, so glaubt doch den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm!

Deshalb, der Sohn ist kein anderer Gott, sondern der Allerhöchste Gott, der sich inkarniert hat und sich dem Volk offenbart hat. 

Deshalb hat uns Paulus in 2. Korinther 5:19 gesagt: "weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte".

In Johannes 1:18 lesen wir: "Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss [über ihn] gegeben ". So machte Johannes deutlich, dass es niemals jemanden geben wird, der Gott mit seinen fleischlichen Augen sehen wird, denn nur in Christus haben wir die volle und vollkommene Offenbarung von Gott dem Vater. 

Zusammen mit dem Heiligen Geist bilden die Drei (der Vater, der Sohn und der Heilige Geist) die göttliche Dreieinigkeit mit gleichen Attributen und Kräften. Obwohl sie drei Personen sind, interagieren die drei so, als wären sie eine Person, also ist die göttliche Arithmetik nicht durch die Summe (1+1+1=3), sondern durch die Multiplikation (1x1x1x1=1).

*www.iabr.oswnet.com/page_03.htm

*www.iabr.oswnet.com/jehova_ist_ein_falscher_gott.pdf
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#9
(05-07-2018, 23:42)oswaldo_8553 schrieb: Sie haben recht, wenn Sie sagen, dass diese Menschen andere Überzeugungen hatten als ich. Ich denke, der gemeinsame Punkt ist, dass wir alle annehmen, dass Jehova nicht in der gleichen Position ist, wie das Christentum es heute sieht.

Was ist Jahwe denn dann fuer Dich? Uebrigens, wenn man Jahwe zum Demiurg macht, der vom hoechsten Gott unterschieden ist, ist das schon mal von vorneherein eine polytheistische Vorstellung.

(05-07-2018, 23:42)oswaldo_8553 schrieb: Ich stimme auch zu, dass die Jünger unterschiedliche Verständnisstufen hatten und dass Johannes am Anfang der frühen Kirche über ihnen stand.

Ich denke nicht, dass irgendein Evangelium von einem Juenger geschrieben wurde. Wie auch immer, die Evangelisten hatten sicherlich alle unterschiedliche christologische Vorstellungen, und die urspruenglichen Texte moegen theologisch noch viel weiter auseinander liegen als die Versionen, die wir kennen. Das Johannesevangelium ist nach einigen Neutestamentlern (z.B. April DeConick in "Who is Hiding in the Gospel of John?") eventuell protognostischen Ursprungs. Da Irenaeus das Johannesevangelium den Valentinianern zuschreibt, mag sogar ein vollgnostischer Anteil darin sein. Die meisten gnostischen Systeme hatten viele Goetter, Engel und andere hoehere Wesen in einem komplizierten Modell des Universums.

(05-07-2018, 23:42)oswaldo_8553 schrieb: Ich denke, der Apostel Paulus war auch auf dieser Ebene des Verständnisses, weil er sagte in 1 Korinther 8: 5, dass, obwohl es viele falsche Götter und Herren gibt, der wahre Gott der Vater ist, dessen legitimer und einziger Vertreter sein Sohn Jesus Christus ist. Dies ist der Text: ... Denn wenn es auch solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden, wie es ja wirklich viele Götter und viele Herren gibt, so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.

Der erste Korintherbrief ist faszinierend. Darin finden sich alle moeglichen Vorstellungen, die nicht immer ganz kohaerent sind. In dem Brief ist Christus auch der Felsen, der die Israeliten durch den Sinai begleitete und von dem sie tranken. Hinter dem Zitat, dass Du hier gebracht hast, steckt aber keineswegs die Vorstellung dass Christus und der hoechste Gott eins sind.
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#10
(06-07-2018, 00:26)janina schrieb: und was Jesus anbelangt, er ist nicht der allmächtige Gott. Das hat er an keiner Bibelstelle von sich selbst gesagt.

Ausser im Johannesevangelium halt.

(06-07-2018, 00:26)janina schrieb: Die Bibel wurde damals in griechisch geschrieben und Jesus ist abgeleitet von Ieseous und heisst Sohn von Zeus.

Das heisst es mit Sicherheit nicht. "Jesus" ist die roemische Schreibweise von griechisch "Iesous", was wiederum die Transliteration von hebraeisch "Jehoschua" (oder Joschua, Jeschua, etc.) ist. Was es genau bedeutet, ist nicht bekannt, aber im Matthaeusevangelium wird der Name von "Retten" abgeleitet, also "Jahwe rettet" oder so etwas. Jesus war einer der haeufigsten Namen zur Zeit von Jesus von Nazareth; die Schriften aus der Zeit sind voll von Figuren mit dem Namen Jesus, und natuerlich wurden die alle auf Griechisch "Iesous" geschrieben.

Der Grossteil der Bibel, das Alte Testament, wurde urspruenglich auf Hebraeisch geschrieben, mit ein paar wenigen aramaeischen Anteilen; nur das Neue Testament ist original Griechisch. Die meisten fruehen Christen benutzten natuerlich eine griechische Uebersetzung des "Alten Testaments". Das Buch Josua aus dem Alten Testament hiess dort auch "Iesous". Insofern traegt Jesus den Namen der populaeren Figur, die laut AT urspruenglich Israel nach dem Exodus erobert hatte. Diese Namensgleichheit ist in der deutschsprachigen Tradition ausgeblendet.

(06-07-2018, 00:26)janina schrieb: Weder sein Name noch sein Titel zeigen an, dass er der eine "rechtmässige Sohn" ist.

Sein Name ist sehr gewoehnlich, der Titel heisst "Gesalbter", wie Koenige oder Priester halt. Wer sich nicht in Scheinetymologien verzettelt mag aber andere Urspruenge fuer die Figur Jesus finden, die eher mit der hebraeischen Vorstellungswelt zusammenhaengen.

(06-07-2018, 00:26)janina schrieb: Es gibt einen ganz anderen, der diese Namensbedeutung hat. Tausende Jahre älter. Und nur er hat diese Bedeutung in seinem Namen. Nämlich den Gott Dumuzi, ein Schafhirte,  der rechtmässige Sohn des sumerischen Schöpfers Gott Enki, der für die heilige Hochzeit mit einer Himmelsbraut, ausgewählt worden ist. Enki ist nach den sumerischen Schriften der Schöpfer der Menschen und himmlischer Geschöpfe und der Retter alles Lebenden sei es im Himmel als auch auf Erden.

Zu Dumuzi/Tammus gibt es sicherlich eine Menge interessanter, aber auch sehr widerspruechlicher Sagen. Er wird sogar in der Bibel erwaehnt (bei Hesekiel, wo in einer Vision die Frauen am Tempeltor den Tod des Tammus beweinen). Der ganze Dumuzi und Inanna Komplex ist sehr aufschlussreich. Dafuer sollte man eventuell mal einen eigenen Thread aufmachen.

(06-07-2018, 00:26)janina schrieb: Die Bibel lehnt sich an die sumerischen Schriften an.
Die  BI-BEL übersetzt zwei Bel, zwei Götter, wurde von der Warte der Wahrheit und des Gegners aus geschrieben. Beide Ansichten sind ihr festgehalten worden. Ein Gesamtwerk des Guten und des Bösen.

Die Bibel hat sicherlich Einfluesse aus sumerischen Schriften, wie dem Enuma Elis. Genau wie bei "Jesus" gleitet das aber wieder in sonderbare Etymologien ab. "Bibel" kommt von griechisch "biblia", "Buecher", also das "Buch der Buecher".
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#11
Der Prophet Jesaja bezeichnete Jesus in Jes.9:6,7 als "Starker Gott". Paulus beschreibt das mosaische Gesetz als eine Art "Erzieher, der zum Christus führt. Durch seinen Tod erfüllte Jesus das Gesetz und befreite die Juden, die darunter standen. In Johannes 17:3 sagt er:

"Und genau darin besteht das ewige Leben: dich, den einen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast."

Das gesamte A.T. ist durchzogen von Prophezeiungen, die auf Jesus Christus hinweisen. Jesus selbst sagt an vielen Stellen, dass er der Sohn und nicht der Schöpfergott ist. In Offenb. 3:14 sagt er über sich, er sei der "Anfang der Schöpfung Gottes".
Im ersten Bericht dieses Themas wird auf 1.Joh.5:20 hingewiesen und er wird als Stütze angeführt, Jesus sei der alleinige Gott. Kann man das so sagen?
Auf dem ersten Blick erscheint es so, dass sich das hinweisende Fürwort "dies" auf Jesus bezieht.

Das mit "dies" oder "dieser" wiedergegebene Wort hoútos bezieht sich häufig nicht auf das unmittelbar vorangegangene Subjekt im Satz. Das wird an anderen Bibelstellen deutlich. In 2. Johannes, Vers 7 schrieb derselbe Apostel, der auch den ersten Johannesbrief schrieb:
"Viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies [hoútō] ist der Betrüger und der Antichrist."
Hier kann sich das Fürwort unmöglich auf das nächststehende Subjekt, Jesus, beziehen. Offensichtlich bezeichnet es diejenigen, die Jesus leugnen. Sie sind als Gruppe "der Betrüger und der Antichrist".
In seinem Evangelium schrieb der Apostel Johannes:
"Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die gehört hatten, was Johannes gesagt hatte, und Jesus folgten. Dieser [hoútos] fand zuerst seinen eigenen Bruder, Simon" (Johannes 1:40, 41).
Hier ist ebenfalls klar, dass mit "dieser" nicht die letztgenannte Person gemeint sein kann, sondern Andreas.

Nach meinem biblischen Verständnis bestätigt der Text aus 1.Joh.5:20 nicht den Gedanken einer Dreieinigkeit oder den Gedanken, Jesus sei der Schöpfergott.
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#12
(06-07-2018, 06:25)Ulan schrieb: Was ist Jahwe denn dann fuer Dich? Uebrigens, wenn man Jahwe zum Demiurg macht, der vom hoechsten Gott unterschieden ist, ist das schon mal von vorneherein eine polytheistische Vorstellung.
Aus meiner Sicht, der Sohn (Jesus) und der Vater sind gleich in Wesen, Natur und Zweck. Obwohl sie zwei verschiedene Personen sind, vereinigen sie sich mit der dritten Person der Trinität, den Heiligen Geist, den einen Gott, ewig und höchste zu komponieren. 

Ich glaube jedoch, dass Jehova ein anderes Wesen ist, das eine Engelnatur und einen eigenen bösartig Zweck hat. In Verbindung mit anderen Engeln von kleinerem Format gab Jehova Moses auf dem Berg Sinai das Gesetz des Alten Testaments, wie Stephen in Apostelgeschichte 7:38 und 53 offenbart, und Paulus bestätigte es in Galater 3:19.

Ich halte mich nicht für polytheistisch, denn ich glaube nicht an die Existenz mehrerer Götter. Obwohl Engel auch göttliche und ewige Wesen sind, können sie nicht als „Götter“ betrachtet werden, denn der Absolute und wahre Gott ist einer.
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#13
(06-07-2018, 19:44)oswaldo_8553 schrieb:
(06-07-2018, 06:25)Ulan schrieb: Was ist Jahwe denn dann fuer Dich? Uebrigens, wenn man Jahwe zum Demiurg macht, der vom hoechsten Gott unterschieden ist, ist das schon mal von vorneherein eine polytheistische Vorstellung.
Aus meiner Sicht, der Sohn (Jesus) und der Vater sind gleich in Wesen, Natur und Zweck. Obwohl sie zwei verschiedene Personen sind, vereinigen sie sich mit der dritten Person der Trinität, den Heiligen Geist, den einen Gott, ewig und höchste zu komponieren.

Ein bisschen "schitzophren"... würde dazu der Psychiater sagen.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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#14
(06-07-2018, 17:00)Sonnenblume schrieb: Der Prophet Jesaja bezeichnete Jesus in Jes.9:6,7 als "Starker Gott".

9:5. Und von Jesus ist da natuerlich keine Rede, sondern von einem nicht spezifizierten Kind, das es auf den Thron Davids geschafft hat. Und hier sieht man, wie die Sache mit den Prophezeiungen an den Haaren herbeigezogen ist. Jesus von Nazareth hat es definitiv nicht auf den Thron Davids im herkoemmlichen Sinn geschafft, ausser als Spott auf seiner Urteilstafel. Um hier die Erfuellung einer Prohpezeiung zu postulieren, wird von der Kirche kurzerhand "Thron Davids" umdefiniert. Der ist jetzt irgendetwas, das Jesus irgendwo bestiegen hat.

Markus hat versucht, diese "Thronbesteigung" mit der Salbung durch den Geist Gottes waehrend der Taufe zu erklaeren. Nur, die Stimme Gottes war nur an Jesus gerichtet; niemand sonst hat sie gehoert. Johannes war das Ganze so peinlich, dass er diesen Kram mit der Taufe und der Salbung gleich ganz weglaesst. Einen Thron Davids sucht man aber auch dort vergeblich.

(06-07-2018, 17:00)Sonnenblume schrieb: Das gesamte A.T. ist durchzogen von Prophezeiungen, die auf Jesus Christus hinweisen.

Da stellt sich die Frage nach der Henne und dem Ei. Sind nicht eher die Evangelien so geschrieben, dass zwanghaft irgendwelche Bezuege zum Alten Testament hergestellt werden? Gerade bei Matthaeus wird das bis zum Erbrechen versucht. Oft genug kratzt man sich beim Nachgucken am Kopf, wo denn da die Aehnlichkeit sein soll.

Wer kennt dies nicht (Mt 1): 22 Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: 23 Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns."

Wer hat je irgendwem den Namen "Immanuel" gegeben? Das ist typisch fuer die "Erfuellung von Prophezeiungen". Irgendwie sind sie wohl doch nicht erfuellt.

Bei einigen der Bezuege von Matthaeus weiss bis heute kein Mensch, auf welchen Text er sich bezieht, so absurd ist das oft. Viele der angeblichen Bezuege auf Jesus beziehen sich auf das Volk Israel als Ganzes. Z.B. der Kommentar von Matthaeus zur Geburt Jesu (Mt 2): 14 Da stand Josef auf und floh in der Nacht mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. 15 Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.

Das kommt von Hosea: 11:1 Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb, ich rief meinen Sohn aus Ägypten." Hier ist also eindeutig das Volk Israel mit "Sohn" gemeint. Fuer die gesamten angeblichen Prophezeiungen in Jesaja gilt das aehnlich: die beziehen sich auch alle auf das Volk Israel.

(06-07-2018, 17:00)Sonnenblume schrieb: Nach meinem biblischen Verständnis bestätigt der Text aus 1.Joh.5:20 nicht den Gedanken einer Dreieinigkeit oder den Gedanken, Jesus sei der Schöpfergott.

Der Text ist oft unklar, ja. Die erste Zeile des Johannesevangeliums kann ja, wie ich oben erwaehnt habe, auch anders gelesen werden.
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#15
(06-07-2018, 20:02)Geobacter schrieb:
(06-07-2018, 19:44)oswaldo_8553 schrieb:
(06-07-2018, 06:25)Ulan schrieb: Was ist Jahwe denn dann fuer Dich? Uebrigens, wenn man Jahwe zum Demiurg macht, der vom hoechsten Gott unterschieden ist, ist das schon mal von vorneherein eine polytheistische Vorstellung.
Aus meiner Sicht, der Sohn (Jesus) und der Vater sind gleich in Wesen, Natur und Zweck. Obwohl sie zwei verschiedene Personen sind, vereinigen sie sich mit der dritten Person der Trinität, den Heiligen Geist, den einen Gott, ewig und höchste zu komponieren.

Ein bisschen "schitzophren"... würde dazu der Psychiater sagen.

Den Psychiater lassen wir hier mal aussen vor. Bei Dingen, die von einem Grossteil der Menschheit so akzeptiert werden, kann man nicht von Geisteskrankheit sprechen, da sie ja offensichtlich "normal" sind, also nicht aus dem Rahmen fallen, so absurd einem das persoenlich auch erscheinen mag. Die Trinitaetsformel war ja sozusagen aus einer politischen Diskussion erwachsen, und sie basiert auf damals anerkannter (Meta-)"Physik", groesstenteils platonischen Vorstellungen, wie die Welt aufgebaut ist. Wer das persoenlich nach eigenen Vorstellungen "korrigiert", ohne am Grundsystem zu ruetteln (hier die Trinitaet), bewegt sich da noch auf "gesundem" Boden. Willkuerlich sind beide Konstrukte, aber natuerlich nicht ohne Begruendung.

Marcions Vorstellungen sind uebrigens sehr interessant in dem Zusammenhang. Er war ein Pedant, anscheinend voellig humorlos (offensichtliche sprachliche Bilder erkannte er nicht als solche und nahm sie woertlich), aber an seiner Grundkritik ist erst einmal nichts auszusetzen. Alttestamentliche Moralvorstellungen hatten sich auch schon damals ueberlebt.
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