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Jesus Christus ist der einzig wahre Gott. Alle anderen Götter sind falsch.
#16
(06-07-2018, 19:44)oswaldo_8553 schrieb: Aus meiner Sicht, der Sohn (Jesus) und der Vater sind gleich in Wesen, Natur und Zweck. Obwohl sie zwei verschiedene Personen sind, vereinigen sie sich mit der dritten Person der Trinität, den Heiligen Geist, den einen Gott, ewig und höchste zu komponieren. 

Ich glaube jedoch, dass Jehova ein anderes Wesen ist, das eine Engelnatur und einen eigenen bösartig Zweck hat. In Verbindung mit anderen Engeln von kleinerem Format gab Jehova Moses auf dem Berg Sinai das Gesetz des Alten Testaments, wie Stephen in Apostelgeschichte 7:38 und 53 offenbart, und Paulus bestätigte es in Galater 3:19.

Ich halte mich nicht für polytheistisch, denn ich glaube nicht an die Existenz mehrerer Götter. Obwohl Engel auch göttliche und ewige Wesen sind, können sie nicht als „Götter“ betrachtet werden, denn der Absolute und wahre Gott ist einer.

Hmm, da sprichst Du einen interessanten Komplex an. Ich habe die Ideen von jemandem gelesen, der die Hypothese vertritt, dass Israel schon immer einem Zweigoetterglauben anhing, und dass man das im Pentateuch noch finden kann. In dem Zusammenhang ist uebrigens eine andere Ursprungstheorie fuer "Jesus" (Jeschu/Ischu) interessant, naemlich, dass der Name von dem Feuer, in dem Gott sich offenbarte (Feuer = Esch/Isch), stammt, was uebrigens auch dem Nomen sacrum fuer Jesus (Is) sehr aehnlich sieht. Das ist aber eine ziemliche Aussenseiterhypothese.
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#17
Jesus ist ein Sohn Gottes, durch Geburtsrecht also auch ein Gott. Den Begriff Engel gab es früher überhaupt nicht, vor tausenden von Jahren gar nicht. Jesus selbst gibt nur dem " Vater" die Ehre . Man denke nur ans "Vater Unser". Er lehrt zu beten aber nicht zu ihm. Er und sein Vater sind eins, heisst für mich, einer Meinung zu sein - Famiie halt.
Die Trinitätslehre kommt durch den uralten sumerischen Pantheon. Ist in vielen Religionen zu erkennen, sehr alt, und weit gebräuchlich, sehr bekannt. Zu ihm gehörten stets drei Hauptgötter, in den sumerischen Schriften, der Vater An , der Sohn Enki und der Sohn Enlil. Diese drei Götterlehre ist Jahrtausende alt, viel älter als das AT. Abraham und Noah kannten nur diesen Pantheon, damals gab es keinen Monotheismus und keine JHWH.
Der ägyptische Pharao Echanton war der erste überhaupt, der versuchte den Monotheismus durchzusetzen, so ungefähr im Jahre 1300 v. Chr., und die Israeliten folgten ihm und dem Bsp. und kämpften darum. So ungefähr 800 v. Chr. schafften sie es dann, den Monotheismus, durch Kriege durchzusetzen, in dem sie die Frau Gottes, Aschera, an die sie bislang selbst glaubten, so langsam auszumerzen. Aber selbst in der Bibel gibt es Hinweise für den Polytheismus, obwohl man sich sehr bemühte Geschichte, wie heute, zu verfälschen.
Der Ursprung lag im Polytheismus und nicht im Monotheismus. Nur Satan will den Monotheismus oder? Ist es nicht so, dass er darum streitet alleinig angebetet zu werden?
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#18
(07-07-2018, 00:57)janina schrieb: Jesus ist ein Sohn Gottes, durch Geburtsrecht also auch ein Gott.

Na ja, nach griechischer Vorstellung waere so etwas bestenfalls ein Halbgott. Viele der Heroen aus den Sagen waren Halbgoetter. Zu "richtigen" Goettern erhoben wurden die wenigsten (Herakles oder Asklepios fallen mir da ein).

(07-07-2018, 00:57)janina schrieb: Den Begriff Engel gab es früher überhaupt nicht, vor tausenden von Jahren gar nicht.

Im Alten Testament gibt's genug Engel, und tausende Jahre ist das jetzt auch schon alt.

(07-07-2018, 00:57)janina schrieb: Die Trinitätslehre kommt durch den uralten sumerischen Pantheon. Ist in vielen Religionen zu erkennen, sehr alt, und weit gebräuchlich, sehr bekannt. Zu ihm gehörten stets drei Hauptgötter, in den sumerischen Schriften, der Vater An , der Sohn Enki und der Sohn Enlil. Diese drei Götterlehre ist Jahrtausende alt, viel älter als das AT.

Eine Goetter-Trias oder Triade gab es natuerlich oft genug, auch in der griechischen Religion; nur ist das keine Trinitaet. Das Wort bedeutet Einheit in Dreiheit. Die drei Figuren der Trinitaet sind nur ein Gott. Das ist also eine Sonderdefinition. Am ehesten aehnelt dem noch die Vorstellung der Trimurti im Hinduismus (Brahma, Vishnu und Shiva als drei Facetten des hoechsten Gottes), auch wenn das Konzept etwas anders ist als die christliche Trinitaet. Fraglich ist, wie alt das Trimurti-Konzept eigentlich ist. Es kann durchaus sein, dass es christlich beeinflusst ist.

(07-07-2018, 00:57)janina schrieb: Abraham und Noah kannten nur diesen Pantheon, damals gab es keinen Monotheismus und keine JHWH.

Sicher, wobei ich auch Abraham und Noah eher als mythische Figuren sehe. Es faellt aber auf, dass "Gott" sich im AT mit verschiedenen Namen vorstellt.

(07-07-2018, 00:57)janina schrieb: Der ägyptische Pharao Echanton war der erste überhaupt, der versuchte den Monotheismus durchzusetzen, so ungefähr im Jahre 1300 v. Chr., und die Israeliten folgten ihm und dem Bsp. und kämpften darum. So ungefähr 800 v. Chr. schafften sie es dann, den Monotheismus, durch Kriege durchzusetzen, in dem sie die Frau Gottes, Aschera, an die sie bislang selbst glaubten, so langsam auszumerzen. Aber selbst in der Bibel gibt es Hinweise für den Polytheismus, obwohl man sich sehr bemühte Geschichte, wie heute, zu verfälschen.

Klar, wobei Du den Zeitpunkt immer noch zu frueh ansetzt. Der Pentateuch ist wohl erst ein nachexilisches Produkt, und der Monotheismus hat sich wohl erst in der persischen oder gar hellenistischen Zeit richtig herausgearbeitet. Das AT ist zwar bereinigt worden, aber nicht vollstaendig. An manchen Stellen ist immer noch von den Goettern die Rede.

(07-07-2018, 00:57)janina schrieb: Der Ursprung lag im Polytheismus und nicht im Monotheismus. Nur Satan will den Monotheismus oder? Ist es nicht so, dass er darum streitet alleinig angebetet zu werden?

Na ja, die Abkehr vom Vielgoetterglaube wird ja allgemein als zivilisatorische Errungenschaft angesehen. Leider hat der Monotheismus aber diese haessliche Kehrseite: wenn es nur ein Gott ist, welcher ist es denn? Das sieht man ja schon an diesem Thread. Die Assmanns haben ja dieses Jahr den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten, und Jan Assmann hat mehrere Buecher dazu geschrieben, dass Monotheismus immer auch radikale Ausgrenzung Anderer bedeutet, also ein immanentes Gewaltpotential traegt.
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#19
(06-07-2018, 20:03)Ulan schrieb: Da stellt sich die Frage nach der Henne und dem Ei. Sind nicht eher die Evangelien so geschrieben, dass zwanghaft irgendwelche Bezuege zum Alten Testament hergestellt werden? Gerade bei Matthaeus wird das bis zum Erbrechen versucht. Oft genug kratzt man sich beim Nachgucken am Kopf, wo denn da die Aehnlichkeit sein soll.

Wer kennt dies nicht (Mt 1): 22 Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: 23 Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns."

Wer hat je irgendwem den Namen "Immanuel" gegeben? Das ist typisch fuer die "Erfuellung von Prophezeiungen". Irgendwie sind sie wohl doch nicht erfuellt.

Bei einigen der Bezuege von Matthaeus weiss bis heute kein Mensch, auf welchen Text er sich bezieht, so absurd ist das oft. Viele der angeblichen Bezuege auf Jesus beziehen sich auf das Volk Israel als Ganzes. Z.B. der Kommentar von Matthaeus zur Geburt Jesu (Mt 2): 14 Da stand Josef auf und floh in der Nacht mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. 15 Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.

Das kommt von Hosea: 11:1 Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb, ich rief meinen Sohn aus Ägypten." Hier ist also eindeutig das Volk Israel mit "Sohn" gemeint. Fuer die gesamten angeblichen Prophezeiungen in Jesaja gilt das aehnlich: die beziehen sich auch alle auf das Volk Israel.
Dass die Evangelien je nach Konfession gegeneinander ausgespielt werden, sollte wohl nicht überraschen. Gerade das Johannes-Evangelium wird gerne als Gegenspieler zu den drei synoptischen Evangelien aufgebaut, vor Allem bei der Frage um die Art der Göttlichkeit Jesu. Das trägt mehr zur Verwirrung bei, als dass es zur Klärung der Identität des Sohnes und des Vaters beiträgt. In diesen Streitpunkten kann man sich und den Sinn einer Diskussion schnell verlieren.

Die Bezeichnung" Immanuel" wird ebenso wie die übrigen Bezeichnungen aus Jesaja 9:5,6 (Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewigvater, Fürst des Friedens) im Sinne eines Titels auf den Christus angewendet. Keiner der zur Zeit der Prophezeihung Jesajas geborenen Söhne des Volkes Israel konnte diese Bezeichnungen in Bezug auf ihre Auswirkung ausfüllen.
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#20
(07-07-2018, 09:10)Praytes schrieb: Dass die Evangelien je nach Konfession gegeneinander ausgespielt werden, sollte wohl nicht überraschen. Gerade das Johannes-Evangelium wird gerne als Gegenspieler zu den drei synoptischen Evangelien aufgebaut, vor Allem bei der Frage um die Art der Göttlichkeit Jesu. Das trägt mehr zur Verwirrung bei, als dass es zur Klärung der Identität des Sohnes und des Vaters beiträgt. In diesen Streitpunkten kann man sich und den Sinn einer Diskussion schnell verlieren.

Das, was ich da fett markiert habe, ist ja nicht meine Schuld oder die Schuld von sonst jemandem, der sich das anschaut. Die Unterschiede sind ja real vorhanden. Nur weil Dir diese Unterschiede unangenehm sein moegen, relativiert dies diese Unterschiede nicht. Im Markus-Evangelium ist Jesus jemand, der den Geist Gottes in sich aufnimmt, und es ist dieser Geist, der fuer den Rest des Evangeliums das Handeln uebernimmt.

Hier ist der Wortlaut (Einheitsuebersetzung):

"9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.2
11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste."
(Anmerkung 2: "woertlich: in ihn")

Also, im Klartext:
1. Wir haben es mit einer persoenlichen Vision Jesu zu tun (er sah, niemand der Anwesenden sonst). Gottes Worte sind offensichtlich auch nur an ihn selbst gerichtet ("Du bist...").
2. Der Geist Gottes faehrt in ihn, wie bei einer Besessenheit (diese Worte werden sonst nur benutzt, wenn ein Daemon eine Person in Besitz nimmt; die Uebersetzung "korrigiert" hier zu "auf", weil das so eher juedischen Vorstellungen der Salbung eines Koenigs oder Priesters entspricht, wo der Geist ueber dem Gesalbten (=Christos) schwebt.
3. Der Geist Gottes uebernimmt die Handlungsgewalt ueber Jesus (der Geist trieb Jesus).

Zusammengefasst heisst das, dass Markus eine ganz andere Vorstellung zur Natur von Jesus hat als Johannes. Der Vereinigungsakt ueber die vier Evangelien ist halt ein Glaubensakt, der eigentlich unvereinbare Aussagen irgendwie miteinander in Einklang zu bringen versucht. Im Prinzip ist er aber genau so ein logischer Spagat wie die ganzen zwanghaft applizierten "Prophezeiungen". Das war natuerlich alte juedische Tradition, das so zu tun (siehe die Pescher-Literatur aus Qumran, wo alte Bibeltexte in neuen Situationen fantasievoll uminterpretiert wurden). Auch die Midrasch-Tradition verfaehrt oft aehnlich. Trotzdem erfordert es hier einen Akt des Ignorierens des genauen Wortlautes und des Kontextes, um zu einer "Loesung" zu kommen.

(07-07-2018, 09:10)Praytes schrieb: Die Bezeichnung" Immanuel" wird ebenso wie die übrigen Bezeichnungen aus Jesaja 9:5,6 (Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewigvater, Fürst des Friedens) im Sinne eines Titels auf den Christus angewendet. Keiner der zur Zeit der Prophezeihung Jesajas geborenen Söhne des Volkes Israel konnte diese Bezeichnungen in Bezug auf ihre Auswirkung ausfüllen.

Nun, eigentlich doch. Dieser Teil Jesajas wurde urspruenglich wohl im Kontext des assyrischen Angriffs auf Jerusalem (701 vor Chr.) unter Hiskia geschrieben. In dieser Situation "wandte Gott" das Unheil fuer die Stadt doch ab, die Prophezeiung war also erfuellt. Der bald nach dieser wundersamen Errettung im Alter von 12 Jahren auf den Thron gekommene Manasse regierte anscheinend eine halbe Ewigkeit fuer damalige Verhaeltnisse (55 Jahre) und fuehrte das Land in eine Bluetezeit. Gemeint ist hier aber Hiskia selbst. Die Liste der ganzen Titel mag uns heute ungewoehnlich erscheinen, aber Juda war damals noch ein polytheistisches Land, und die Titel, inklusive "Starker Gott", waren ganz normale Kroenungstitel fuer einen Koenig der Zeit (es sind uebernommene aegyptische Koenigstitel). Der Eindruck, die Prophezeiung sei nicht erfuellt, kommt nur daher, dass Jerusalem mehr als hundert Jahre spaeter dann doch erobert und der Tempel zerstoert wurde, und diese Passagen Jesajas mussten neu interpretiert werden, genau so wie die dahinter liegende Geschichte theologisch uminterpretiert werden musste (in Teilen erkennt man das Geschichtsbild der spaeteren Perserzeit). Wie auch immer, Hiskia  galt als Erloeser Judas, die "Prophezeiung" war also schon Geschichte. Das Buch Jesaja hat mindestens drei Ebenen mit unterschiedlichen Autoren, die in unterschiedlichen Jahrhunderten schrieben. In aeltere Textteile wurden auch spaetere Einfuegungen gemacht, was die Passagen erklaert, die selbst die Geschichte unter dem Perserkoenig Kyros nicht mehr kennen.

Die in Jesaja zu findenden Texte sind also ein fortlaufender Kommentar ueber die Jahrhunderte, und deshalb ist es nur natuerlich, dass urspruengliche Prophezeiungen immer wieder uminterpretiert wurden. Fuer die Entstehung des Christentums ist der Text natuerlich von zentraler Bedeutung, besonders Deuterojesaja.
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#21
(06-07-2018, 20:39)Ulan schrieb: Hmm, da sprichst Du einen interessanten Komplex an. Ich habe die Ideen von jemandem gelesen, der die Hypothese vertritt, dass Israel schon immer einem Zweigoetterglauben anhing, und dass man das im Pentateuch noch finden kann.

Jehova, der Gott des Alten Testaments, verhielt sich wie die Götter des Heidentums, die die Gläubigen so lange segneten, wie sie das Opferopfer und andere religiöse Rituale erhielten.

Diesem Verlangen Jehovas für die Tieropfer kann deutlich bei der Einweihung des Tempels gesehen werden, der von Salomo gemäß den 2 Chronik 7:1-5 erbaut wurde. ... Als nun Salomo sein Gebet vollendet hatte, da fiel Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer. Und das Rauchen des Jehova erfüllte das Haus, sodass die Priester nicht in das Haus des Herrn hineingehen konnten, weil das Rauchen des Jehova das Haus erfüllte. Und der König und das ganze Volk opferten Schlachtopfer vor Jehova. Und der König Salomo opferte als Schlachtopfer zweiundzwanzigtausend Rinder und einhundertzwanzigtausend Schafe. So weihten der König und das ganze Volk das Haus Jehovas ein.

Der Rauch, der den Tempel füllte, war das Zeichen von Jehovas Zustimmung. Dort wurden  20 000 Rinder und 120 000 Schafe verbrannt! Was für ein Appetit hatte der Gott des Alten Testaments! Dies ist sehr viel Spaß beim Grillen!

Auch 3 Mose 3:17 spricht, als Jehova in dem Geruch von verbranntem Fleisch von Brandopfern schwelgte. ... Das soll der Priester auf dem Altar verbrennen als Nahrung für das Feuer, zum lieblichen Geruch. Alles Fett gehört Jehova.

Ganz entgegengesetzt erklärte Jesus der Samariterin die Anbetung in Geist und Wahrheit, die Gott dem Vater gefällt, ohne heidnische Anbetung,  ohne barbarischen Holocausts von Tieren, ohne mystischen Weihrauch, wie wir in Johannes 4:23-24 lesen ... Die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

*http://www.iabr.oswnet.com/schatten_und_wirklichkeit.pdf

*http://www.iabr.oswnet.com/page_03.htm
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#22
Wenn man genau hinschaut, so fuehrte Marcion damals einen aehnlichen Kampf gegen Gottesvorstellungen des AT, wie ihn so mancher moderne Menschen heute gegen Vorstellungen im NT fuehrt. Wer Gottes Ansichten und Vorlieben zu genau definiert, wird immer dann ins Hadern kommen, wenn sich die Ansichten der Zeit geaendert haben. Ein Ausweg daraus ist, sich klar zu machen, dass Gott im Prinzip nicht erkennbar ist.

In dem Sinne bewahrt die Bibel das Zeugnis eines Paradigmenwandels, wie er sich in den wenigen hundert Jahren seit dem Verfassen des Pentateuchs vollzogen hatte. Hier zeigen sich die Auswirkungen mehrerer Faktoren.

Zum einen hat die platonische Ideenleere anscheinend Einzug in die allgemeine Vorstellung der Menschen gefunden. Jede Idee, wie das Gute, das Boese, die Gerechtigkeit, etc. hat ein Eigenleben, und es gibt etwas, das den idealen Zustand dieser Idee verkoerpert, also z.B. "das Gute an sich". Die Beschaeftigung der juedischen Welt mit dieser Ideenlehre zeigt sich z.B. in der Weisheitsliteratur (Sophia), die man auch im AT findet, oder eben dem Logos, der im Johannesevangelium steht. Fuer Goetter bedeutete dies, dass sie, um als Vorbilder zu gelten, diese platonischen Ideen verkoerpern mussten und nicht mehr "menscheln" durften. Dieses Problem hatten Jahwe und die olypmischen Goetter gleichermassen.

Zum anderen hatten sich ethische Vorstellungen generell geaendert. Ironischerweise wuerde ich, trotz des dauernden, mal unterschwelligen, mal offenen Kampfes gegen diesen Staat, unter anderem die Pax Romana dafuer verantwortlich machen. Ein Gott, der es gutheisst, jeden nicht zur eigenen Sippe gehoerenden Menschen zu toeten, wenn man etwas von ihm will, hatte sich irgendwie ueberlebt. Der roemische Vielvoelkerstaat riet von solch einer Haltung ab, um den inneren Frieden aufrechtzuerhalten; es gab so etwas wie generelle Gesetze fuer jedermann. Auch viele Leute, die die Roemer nicht mochten, hatten diese Haltung selbst aber mehr oder weniger verinnerlicht, zumindest als Ideal. Hier sieht man in den Jesusgeschichten einen Umbruch. Er ist zwar nach seinen ihm in den Mund gelegten Worten immer noch nur fuer Israel gekommen, aber diese seine Haltung wird aufgeweicht (siehe die syro-phoenizische Frau, den Samariter, etc.), um eine ueber Volksgruppen hinausgehende Gemeinschaft aufzuzeigen.

Diese Aspekte sind in Marcions Kritik thematisiert, so wie Du es dort auflistest. Wie ich sagte, haben wir heute wieder eine aehnliche Situation. Im Prinzip genuegen uns die ethischen Vorstellungen des NT auch nicht mehr. In meiner Jugend war das "Hauptschlachtfeld" die Frage der Gleichberechtigung der Frau. Wahrscheinlich braeuchte es hier wohl noch mal einen neuen Jesus.

Wie auch immer, wer Gott definiert, hat immer das Problem, das ihm oder seinen Kindern in spaeteren Jahren diese Definition nicht mehr gefaellt. Im Prinzip versuchen viele modernen Kirchen diesen Spagat irgendwie hinzubekommen. Die Katholische Kirche z.B bezeichnet zwar alles wahr, auch das AT, aber sie besteht auch darauf, dass das alles nicht woertlich zu nehmen ist, sondern interpretiert werden muss. Im Prinzip muessen wir uns klar machen, dass keiner von uns wirklich irgendetwas ueber Gott sagen kann. Wir wissen schlicht nichts. Insofern denke ich, es waere nicht verkehrt, auch die Worte von Boten Gottes immer unter dem Vorbehalt zu lesen, dass die Worte selbst uns immer noch von Menschen ueberliefert werden, von Menschen mit natuerlicherweise eingeschraenkter Wahrnehmung, und als solche immer mit der Moeglichkeit des Fehlers behaftet. Ich hatte zwar Punkt 2 (die veraenderte Ethik) angesprochen, hier geht es aber um Punkt 1 (platonische Ideale). Die meisten Debatten auf Foren wie diesen gehen eigentlich um diesen Widerspruch zwischen platonischen Idealen und der Welt. Relativistische Philosophien scheinen die Welt oft besser zu beschreiben, aber sie stossen sich mit unserem Wunsch, Ideale auf einen Sockel zu stellen. Dieser Konflikt ist noch weitgehend ungeloest.
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#23
In meinem letzten Beitrag zitierte ich aus Jesaja, wo Jesus auch als "Starker Gott bezeichnet wird.

Zitat:Dazu schrieb Ulan:
9:5. Und von Jesus ist da natuerlich keine Rede, sondern von einem nicht spezifizierten Kind, das es auf den Thron Davids geschafft hat. Und hier sieht man, wie die Sache mit den Prophezeiungen an den Haaren herbeigezogen ist. Jesus von Nazareth hat es definitiv nicht auf den Thron Davids im herkoemmlichen Sinn geschafft, ausser als Spott auf seiner Urteilstafel. Um hier die Erfuellung einer Prohpezeiung zu postulieren, wird von der Kirche kurzerhand "Thron Davids" umdefiniert. Der ist jetzt irgendetwas, das Jesus irgendwo bestiegen hat.


Jesus Christus kam mütterlicherseits aus der Linie Davids und obwohl Josef nur der Stiefvater war, konnte er ebenfalls nachweisen, aus der Linie Davids zu kommen. Jesaja sagte in Jes.9:7:

" Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun."

Lukas sagt in seinem Evangelium:


"Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den du Jesus nennen sollst. Er wird große Autorität haben und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott wird ihn die Königsherrschaft seines Stammvaters David weiterführen lassen.

David war schon längst tot und sein Thron verwaist. Zedekia war der letzte König in Jerusalem gewesen und musste erleben, wie die Juden in die Gefangenschaft kamen. Interessanterweise wurde bei der Thronbesteigung von Salomo, den Sohn Davids gesagt:

"So setzte sich Salomo anstelle seines Vaters David als König auf den Thron Jahwes. Und er hatte Erfolg. Ganz Israel hörte auf ihn. "(1:Chr.29:23)

Hier wird gesagt, dass es der "Thron Jahwes" war, auf den sich nun Salomo setzen sollte und wo auch schon sein Vater David gesessen hat. Die Königsreichsherrschaft Davids  war demnach die menschliche, sichtbare Vertretung der göttlichen Herrschaft.
Nirgends wird gesagt, dass der Christus ein menschlicher König werden sollte. Hier auf Erden wurde er zu einem bestimmten Zweck hingerichtet. Er war verachtet und wurde verspottet. Dennoch ändert es nichts an der Tatsache, dass Christus nach seiner Auferstehung sich im Himmel auf den "Thron Davids" setzte. Waren und sind die Menschen damit einverstanden? Das kann man bestimmt nicht sagen, sonst würde es in der Bibel nicht heißen:

"Habe doch ich meinen König geweiht auf Zion, meinem heiligen Berg!"Lasst mich die Anordnung des HERRN bekannt geben! Er hat zu mir gesprochen: "Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt. Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben, zu deinem Besitz die Enden der Erde. Mit eisernem Stab magst du sie zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeißen."( Ps.2:6-9)

Zur Zeit Christi und bis in unsere Zeit konnte/kann man den Thron Davids nicht mehr auf der Erde finden. Warum? Dieser buchstäbliche Thron stellte Gottes Herrscherrecht über die Erde dar. Gott überließ sie für eine bestimmte Zeit dem "Herrscher dieser Welt", Satan, den Teufel.


Zitat:Ulan schrieb:
Markus hat versucht, diese "Thronbesteigung" mit der Salbung durch den Geist Gottes waehrend der Taufe zu erklaeren. Nur, die Stimme Gottes war nur an Jesus gerichtet; niemand sonst hat sie gehoert. Johannes war das Ganze so peinlich, dass er diesen Kram mit der Taufe und der Salbung gleich ganz weglaesst. Einen Thron Davids sucht man aber auch dort vergeblich

Markus beschrieb die Taufe Jesu. Von einer Thronbesteigung liest man dort nichts.


Zitat:Ulan schrieb:
Da stellt sich die Frage nach der Henne und dem Ei. Sind nicht eher die Evangelien so geschrieben, dass zwanghaft irgendwelche Bezuege zum Alten Testament hergestellt werden? Gerade bei Matthaeus wird das bis zum Erbrechen versucht. Oft genug kratzt man sich beim Nachgucken am Kopf, wo denn da die Aehnlichkeit sein soll.

Die Evangelisten mussten nicht zwanghaft im A.T. suchen, um dazu Bezüge herzustellen. Die Evangelien sind Tatsachenberichte, die das Wirken Jesu aus vierfacher Ansicht beleuchten. Es erfüllte sich zu jener Zeit genau das, was die alten Propheten vorhergesagt hatten. Z.B. wird in Micha der Geburtsort des Messias genau vorhergesagt. Jesus konnte ihn unmöglich selbst bestimmt haben.
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#24
(09-07-2018, 10:43)Ulan schrieb: Im Prinzip muessen wir uns klar machen, dass keiner von uns wirklich irgendetwas ueber Gott sagen kann. Wir wissen schlicht nichts. Insofern denke ich, es waere nicht verkehrt, auch die Worte von Boten Gottes immer unter dem Vorbehalt zu lesen, dass die Worte selbst uns immer noch von Menschen ueberliefert werden, von Menschen mit natuerlicherweise eingeschraenkter Wahrnehmung, und als solche immer mit der Moeglichkeit des Fehlers behaftet. 

Ich stimme zu, dass wir als begrenzte Menschen Gott nicht genau so definieren können, wie Er wirklich ist. Angesichts dessen, was Jesus uns über den wahren Gott, den Vater (ABBA) und sein Königreich erzählt hat, können wir zumindest Gott für das definieren, was Er nicht ist.

Wenn dieser Gott des Alten Testaments, der Brandopfer annahm, der Heere und Kinder dezimierte, der die Steinigung von Ehebrechern erlaubte, unbeschnitten und ungehorsam der Einhaltung des Sabbats, der Menschen durch Rasse, Geschlecht oder Geburtsfehler benachteiligte, war das gleiche Gott der Vater, den Jesus Christus uns vorstellte, wäre zumindest ein inkohärenter Gott, der einen Patron vor Christus und einen anderen Patron nach Christus hatte.

Aber die Bibel macht deutlich in Hebräer 13:8 und Jakobus 1:16-17, dass der wahre Gott sich im Laufe der Jahrhunderte nicht ändert, noch ist sein Charakter unbeständig, was ihn zu einem zusammenhanglosen Gott machen würde.

Hebräer 13:8 ... Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit!

Jakobus 1:16-17 ... Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel.

*http://www.iabr.oswnet.com/page_03.htm
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#25
(09-07-2018, 11:52)Sonnenblume schrieb: In meinem letzten Beitrag zitierte ich aus Jesaja, wo Jesus auch als "Starker Gott bezeichnet wird.

Nicht Jesus wird dort als "Starker Gott" bezeichnet, sondern Koenig Hiskia, der Retter Jerusalems. Aber das hatte ich ja schon im letzten Beitrag geschrieben.

(09-07-2018, 11:52)Sonnenblume schrieb: Jesus Christus kam mütterlicherseits aus der Linie Davids und obwohl Josef nur der Stiefvater war, konnte er ebenfalls nachweisen, aus der Linie Davids zu kommen.


Wer konnte was nachweisen? Du meinst die beiden erfundenen Genealogien bei Matthaeus und bei Lukas? Bei einem Nachweis wuerde man erwarten, dass Behauptungen belegt sind. Keine der Genealogien ist belegt. Sie stimmen nicht einmal ueberein und enthalten offensichtliche Fehler selbst im Teil bis David, wohl um die Zahlenmagie aufrecht zu erhalten. Sie wurden erfunden, um Jesus an das Haus Davids anzuknuepfen, genauso wie die Geburt in Bethlehem erfunden wurde. Uebrigens wussten schon fruehe Apologisten, wie z.B. Sextus Julius Africanus (ca. 160/170-240), obwohl sie fuer das Christentum warben, wussten, dass das offensichtlich erfunden war.

(09-07-2018, 11:52)Sonnenblume schrieb: Zur Zeit Christi und bis in unsere Zeit konnte/kann man den Thron Davids nicht mehr auf der Erde finden. Warum? Dieser buchstäbliche Thron stellte Gottes Herrscherrecht über die Erde dar. Gott überließ sie für eine bestimmte Zeit dem "Herrscher dieser Welt", Satan, den Teufel.

Wie praktisch.

(09-07-2018, 11:52)Sonnenblume schrieb:
Zitat:Ulan schrieb:
Markus hat versucht, diese "Thronbesteigung" mit der Salbung durch den Geist Gottes waehrend der Taufe zu erklaeren. Nur, die Stimme Gottes war nur an Jesus gerichtet; niemand sonst hat sie gehoert. Johannes war das Ganze so peinlich, dass er diesen Kram mit der Taufe und der Salbung gleich ganz weglaesst. Einen Thron Davids sucht man aber auch dort vergeblich

Markus beschrieb die Taufe Jesu. Von einer Thronbesteigung liest man dort nichts.

Markus ist etwas subtiler als die beiden Evangelisten, die seine Geschichte spaeter umgeschrieben haben. Man muss gar nichts ueber die Thronbesteigung lesen. Markus zitiert auch selten direkt aus dem AT, er deutet an und laesst die wichtigen Nachrichten weg. Das faengt schon mit der Einleitung an, wo er erst Malachi und dann Jesaja paraphrasiert, und wenn man schaut, worum es geht, ist es, dass Gott den Tempel besuchen wird. Und das tut er dann, in Jesus, der ihn herumtraegt. Die Taufe ist in ihren wichtigen Aspekten eine Kopie der Salbung Davids zum Koenig; fuer Markus ist das deutlich genug.

Anders gefragt, warum wuerde Markus Jesus denn Christus nennen? Wo ist denn die Salbung sonst? Du meinst doch wohl nicht die Sache mit der Alabastervase? Danach benennt man doch keine Person.

(09-07-2018, 11:52)Sonnenblume schrieb: Die Evangelisten mussten nicht zwanghaft im A.T. suchen, um dazu Bezüge herzustellen. Die Evangelien sind Tatsachenberichte, die das Wirken Jesu aus vierfacher Ansicht beleuchten. Es erfüllte sich zu jener Zeit genau das, was die alten Propheten vorhergesagt hatten. Z.B. wird in Micha der Geburtsort des Messias genau vorhergesagt. Jesus konnte ihn unmöglich selbst bestimmt haben.

Nein, Tatsachenberichte haben wir hier nicht vorliegen. Die Sache mit dem Geburtsort Bethlehem kann man sich abschminken. Der Zensus z.B. ist ganz offensichtlich erfunden; nicht unbedingt ein Zensus selbst, aber dass dafuer zum Geburtsort gereist werden musste, also die Begruendung. Der Geburtsort lag in einem anderen Land unter einem anderen Herrscher (Nazareth oder Kapernaum, die Wohnorte, lagen in der Tetrarchie von Galilea und Perea, wo Herodes Antipas Steuern erhob; Bethlehem lag in der roemischen Provinz Judea und Samaria, wo der Praefekt Pontius Pilatus die Steuern erhob; Daten aus Bethlehem waren fuer Herodes Antipas wertlos), und solche Daten waeren fuer einen Zensus also unbrauchbar. Warum Matthaeus und Lukas die Geburt Jesu nach Bethlehem verlegten, ist klar; es ist Mittel zum Zweck. Beide spinnen unterschiedliche Geschichten als Begruendung; oder anders ausgedrueckt, sie haben ihre Erfindungen nicht aufeinander abgestimmt.

Bethlehem war um das Jahr 1 eh unbewohnt. Die Geburtskirche steht auf einer Hoehle, die als Jesu Geburtsort verehrt wird, die vor dem Kirchbau ein Heiligtum von Adonis/Dumuzi war. Ich finde es schon witzig, dass die Geburtskirche auf einem Dumuzi-Heiligtum steht und die Grabeskirche auf einem Tempel von Aphrodite/Inanna. Da faellt einem gleich Inannas Reise in die Unterwelt ein (Dumuzi war ihr Gatte), wo sie den Tod fand und nach drei Tagen wieder zum Leben erweckt wurde. Allerdings wuerde ich diesen Punkt jetzt nicht ueberbewerten wollen; die Uebernahme heidnischer Heiligtuemer war schliesslich christliches Programm.

Wir haben auch kein vierfaches Zeugnis vorliegen, da Matthaeus und Lukas offensichtlich Markus umschreiben (oder wer auch immer wen umschreibt; es ist jedenfalls der selbe Grundtext der verwendet wird). Dieser Punkt ist neutestamentlichen Forschung so ziemlich unumstritten; die Quelle ist derselbe Text. Johannes versucht Markus zu korrigieren und kennt dessen Text offensichtlich ebenfalls.
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#26
Hallo Ulan,
Du scheinst die Bibel nicht als das Wort Gottes zu betrachten. Alles erscheint für Dich verfälscht oder umgeschrieben. Eine interessante Ansicht. Für mich ist das nicht so.
Der Prophet Jesaja hat in etlichen Kp. seines Buches Dinge über Jesus vorhergesagt, die auch eingetroffen sind und Jes.9:6,7 gehören dazu. Ganz sicher trifft die Aussage "Ewigvater" nicht auf Hiskia zu.
Jesaja sagte, Jesus würde auf dem Thron Davids regieren und Matthäus eröffnet sein Evangelium mit den Worten:
Zitat:"Das Buch der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams".
Dann dokumentiert Matthäus die Abstammung Jesu über David, was übrigens auch der Evangelist Lukas tat (Matthäus 1:1-16; Lukas 3:23-38).
Die Schriften des jüdischen Historikers Josephus belegen, dass die Abstammungslinien der jüdischen Familien in öffentlichen Archiven einsehbar waren. Diese Aufzeichnungen gingen verloren, als Jerusalem im Jahr 70 geplündert wurde. Vor der Zerstörung Jerusalems wurde Jesus in aller Öffentlichkeit als Nachkomme Davids bezeichnet (Matthäus 9:27; 20:30; 21:9). Hätte das nicht gestimmt, wäre jeder in der Lage gewesen, Jesu Herkunft infrage zu stellen oder gar zu widerlegen. Doch nirgends wird berichtet, dass jemand das auch nur versucht hätte.


Zitat:"Bethlehem-Ephratha, das zu klein ist, um schließlich unter den Tausenden Judas zu sein, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher in Israel werden soll." (Micha 5:2)

Als Cäsar Augustus eine Volkszählung anordnete, ging Joseph wie vorgeschrieben "nach Judäa [Juda] zur Stadt Davids hinauf, die Bethlehem genannt wird, weil er aus dem Hause und der Familie Davids stammte, um sich mit Maria einschreiben zu lassen". Dort "gebar sie ihren Sohn". So kam es, dass Jesus in Bethlehem geboren wurde (Lukas 2:1-7).

Archäologische Zeugnisse beweisen, dass die Römer im Nahen Osten tatsächlich Volkszählungen durchführten: zum Zweck der Steuerschätzung und um die Zahl der wehrfähigen Männer zu erfassen.
Als Jesus geboren wurde, existierten in Israel zwei Orte mit dem Namen Bethlehem. Der eine lag im Norden bei Nazareth. Der andere, früher offenbar als Ephrath (oder Ephratha) bekannt, lag bei Jerusalem in Juda (1. Mose 35:19). Jesus kam im letztgenannten Ort zur Welt, genau wie der Prophet Micha etwa acht Jahrhunderte zuvor angekündigt hatte.

In Matth.3:16,17; Mark.1:9-11; Lukas 3:21,22 und in Joh.1:31-34 kann man die Begebenheit von Jesu Taufe nachlesen. Bei seiner Taufe wurde er mit heiligen Geist gesalbt.
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#27
(11-07-2018, 19:48)Sonnenblume schrieb: Hallo Ulan,
Du scheinst die Bibel nicht als das Wort Gottes zu betrachten. Alles erscheint für Dich verfälscht oder umgeschrieben. Eine interessante Ansicht. Für mich ist das nicht so.
Der Prophet Jesaja hat in etlichen Kp. seines Buches Dinge über Jesus vorhergesagt, die auch eingetroffen sind und Jes.9:6,7 gehören dazu. Ganz sicher trifft die Aussage "Ewigvater" nicht auf Hiskia zu.
Jesaja sagte, Jesus würde auf dem Thron Davids regieren und Matthäus eröffnet sein Evangelium mit den Worten:
Zitat:"Das Buch der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams".

Nun, wie Du selbst weisst, erwaehnt Jesaja Jesus mit keinem Wort. Du nimmst hier halt die Behauptung des Autoren des Matthaeus-Evangeliums woertlich. Zu den Titeln habe ich mich schon geaeussert: das waren ganz gewoehnliche Kroenungstitel, die Koenige im aegyptischen Einflussbereich halt trugen. Ansonsten habe ich mir diese Meinung nicht selbst erarbeitet, sondern ist gaengige Lehrmeinung and theologischen Fakultaeten, an denen heutzutage Priester ausgebildet werden. Angehende Priester muessen sich mit diesen Dingen auseinandersetzen.

(11-07-2018, 19:48)Sonnenblume schrieb: Dann dokumentiert Matthäus die Abstammung Jesu über David, was übrigens auch der Evangelist Lukas tat (Matthäus 1:1-16; Lukas 3:23-38).
Die Schriften des jüdischen Historikers Josephus belegen, dass die Abstammungslinien der jüdischen Familien in öffentlichen Archiven einsehbar waren. Diese Aufzeichnungen gingen verloren, als Jerusalem im Jahr 70 geplündert wurde. Vor der Zerstörung Jerusalems wurde Jesus in aller Öffentlichkeit als Nachkomme Davids bezeichnet (Matthäus 9:27; 20:30; 21:9). Hätte das nicht gestimmt, wäre jeder in der Lage gewesen, Jesu Herkunft infrage zu stellen oder gar zu widerlegen. Doch nirgends wird berichtet, dass jemand das auch nur versucht hätte.

Wie ich bereits angedeutet habe, stimmen die Genealogien im Matthaeus- und im Lukas-Evangelium nicht ueberein, sie sind vollkommen unterschiedlich (ausser halt den Koenigslisten, die aus dem Chronik-Buch stammen); d.h., den frommen Wunsch, dahinter wuerde irgendwelches Wissen stecken, kann man verwerfen. Da die Evangelien erst nach der Zerstoerung Jerusalems geschrieben wurden, hatten die Autoren der Evangelien natuerlich genau so wenig Zugang zu irgendwelchen Archiven. Die Ueberlieferungen der fruehen Jahre waren eh alle muendlich. Fuer das Christentum interessierte sich im ersten Jahrhundert anscheinend auch niemand, weshalb fuer die Zeit, fuer die Du hier annimmst, irgendjemand haette Einwaende erheben koennen, allgemeines Schweigen herrscht. Die grossen Diskussionen ueber das Christentum fingen im zweiten Jahrhundert an, und da gab es keine Zeugen mehr.

Zitat:"Bethlehem-Ephratha, das zu klein ist, um schließlich unter den Tausenden Judas zu sein, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher in Israel werden soll." (Micha 5:2)

(11-07-2018, 19:48)Sonnenblume schrieb: Als Cäsar Augustus eine Volkszählung anordnete, ging Joseph wie vorgeschrieben "nach Judäa [Juda] zur Stadt Davids hinauf, die Bethlehem genannt wird, weil er aus dem Hause und der Familie Davids stammte, um sich mit Maria einschreiben zu lassen". Dort "gebar sie ihren Sohn". So kam es, dass Jesus in Bethlehem geboren wurde (Lukas 2:1-7).

Archäologische Zeugnisse beweisen, dass die Römer im Nahen Osten tatsächlich Volkszählungen durchführten: zum Zweck der Steuerschätzung und um die Zahl der wehrfähigen Männer zu erfassen.
Als Jesus geboren wurde, existierten in Israel zwei Orte mit dem Namen Bethlehem. Der eine lag im Norden bei Nazareth. Der andere, früher offenbar als Ephrath (oder Ephratha) bekannt, lag bei Jerusalem in Juda (1. Mose 35:19). Jesus kam im letztgenannten Ort zur Welt, genau wie der Prophet Micha etwa acht Jahrhunderte zuvor angekündigt hatte.

In Matth.3:16,17; Mark.1:9-11; Lukas 3:21,22 und in Joh.1:31-34 kann man die Begebenheit von Jesu Taufe nachlesen. Bei seiner Taufe wurde er mit heiligen Geist gesalbt.

Du wiederholst schlicht, was in der Bibel steht, und die Geschichte macht keinen Sinn. Natuerlich haben die Roemer in ihren Provinzen Zensusdaten erhoben. Wie Du sagst, der Zensus wird fuer die Steuerschaetzung erhoben. Steuern bezahlen Leute dort, wo sie wohnen. Wozu einen Zensus durchfuehren, den niemand gebrauchen kann? Lukas erfindet die Sache mit dem Registrieren im Herkunftsort des Stammvaters schlicht, um Jesus in Bethlehem geboren werden zu lassen. Wie man sieht, erfindet Matthaeus eine ganz andere Geschichte, um diesen Zusammenhang zu erklaeren, denn bei ihm leben Joseph und Maria in Bethlehem. Nebenbei gesagt war, falls wir Matthaeus' Zeitplan folgen, Koenig Herodes fuer die Steuern zustaendig, nicht Rom. Unter Herodes war Judaea ein Vasallenkoenigreich, das weitgehende interne Autonomie hatte. Falls Herodes schon tot war (verstorben 4-1 v. Chr), wird's eher noch komplizierter, da dann der Zensus in einem anderen Land stattgefunden haette als dem, in dem die Steuern zu zahlen waren, was noch weniger Sinn macht. Roemische Provinz wird Judaea erst im Jahre 6 n.Chr., ab wann dann auch ein Zensus Sinn machen wuerde (Quirinius, der Gouverneur von Syrien, hielt dann einen Zensus in Judaea ab); natuerlich wieder nicht fuer Joseph und Maria, da die beiden nicht in der roemischen Provinz Judaea wohnten und dort keine Steuern zahlten.

Ich weiss gar nicht, warum wir diese Diskussion ueberhaupt haben. Die beiden Geburtsgeschichten in Matthaeus und Lukas stimmen doch generell ueberhaupt nicht ueberein, ausser dem Punkt, dass es Bethelehm sein muss. Wir schauen hier auf Maerchen und Legenden.
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#28
Im primitiven griechischen Konzept war Gott unzugänglich, um irgendeine Art von Kontakt oder Annäherung an Menschen zu haben.

Jesus machte diesem Missverständnis ein Ende, indem er für diejenigen greifbar und zugänglich war, die sich ihm näherten. Daher passt der Spitzname "Emanuel", was "Gott mit uns" bedeutet (Matthäus 1:23), perfekt zu ihm.

Ein bemerkenswertes Merkmal von Jesu Charakter war sein Willkommensverhalten in Bezug auf die Bedürfnisse der Menschen, die sich ihm näherten.

Jesus Christus war die Verkörperung des barmherzigen Samariters des Gleichnisses, der sich um die Bedürfnisse eines Mannes kümmerte, der Opfer von Räubern war und von denen ignoriert wurde, die religiöse Vorurteile haben, dargestellt durch den Priester und den Levite im Gleichnis von Lukas 10:30-37.

Jesus vermied nicht den Kontakt zu Leprakranken, Prostituierten, Fremden und anderen, die von der damaligen Gesellschaft diskriminiert wurden, und nutzte jede Gelegenheit, um mit ihnen über das Königreich Gottes zu sprechen und ihnen eine Botschaft der Hoffnung für diese marginalisierten und aussichtslosen Menschen zu bringen.

Jesus diskriminierte niemanden, sei es aufgrund seines Geschlechts, seines sozialen oder intellektuellen Status, seiner Religion oder aus irgendeinem anderen Grund.

Bei einer Gelegenheit schien Jesus eine kanaanäische Frau zu diskriminieren, die auch Syro-Phönizier genannt wurde (Matthäus 15: 21-28). Aber nach einer bescheidenen Aussage von der Frau, die sich mit den Hunden identifizierte, die die Krümel von ihrem Kindertisch essen, lobte Jesus den Glauben der Frau.

So war es mit den Dieben, Steuereintreibern, Pharisäern, Schriftgelehrten, Kindern, Morimbunds, Menschen, die von Dämonen besessen waren, und anderen Menschen, die vom sozialen Zusammenleben ausgeschlossen waren. Jesus behandelte alle skrupellos und ohne Barrieren und präsentierte ihnen die Prinzipien des Reiches Gottes, wie wir es in Matthäus 9: 10-13 und Matthäus 11:19 sehen.

Eine Frau mit einer Blutung wurde einfach dadurch geheilt, dass sie den Rand von Jesu Mantel berührte (Matthäus 9: 19-22). Wenn Jesus irgendwelche Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit einer Kontaminierung hatte, erlaubte er der Frau nicht, ihn zu berühren, weil das Gesetz des Alten Testaments sagte, dass eine Frau mit Blutfluss als schmutzig galt (3. Mose 15,32).

In Markus 10: 13-16 und Lukas 18: 15-17 lesen wir, dass einige Leute Kinder zu Jesus brachten, um sie zu berühren und zu segnen, aber die Apostel waren empört und dachten, dass diese Kinder den Meister belästigten.

Jesus tadelte sie jedoch und befahl ihnen, die Kinder nicht daran zu hindern, ihn zu berühren. Nach, er bestätigte sein Verlangen, sich dem Volk zu nähern, und Jesus nahm ein Kind, legte seine Händedarauf und segnete ihn.

Bei all diesen Beispielen kamen wir zu dem Schluss, dass Jesus Freude daran hatte, von Menschen berührt zu werden weil er seine Liebe auf die praktischste und persönlichste Weise übertragen wollte.

Auf der anderen Seite sehen wir die abstoßende Haltung Jehovas im Alten Testament, als ein Mann namens Usa ermordet wurde, nur weil dieser Mann die Arche berührte, die wegen des Schwenkens des Ochsenwagens fiel (2. Samuel 6: 6-8). Die Arche wurde mit Stöcken getragen, um zu verhindern, dass jemand sie während ihrer Umsetzung berührt (2. Mose 25,14), was Jehovas Sorge über die Möglichkeit zeigt, von einem einfachen Sterblichen berührt zu werden.

Etwas geschah mit den Ochsen, die die Arche trugen; Vielleicht stolperten sie, die Arche begann zu fallen. Sofort näherte sich Usa und hielt die Arche in seinen Händen. Usa versuchte nur zu helfen und wurde gnadenlos getötet.

Wegen dieser Einstellung von Usa hat Jehova ihn getötet. Die Arche symbolisierte die physische Gegenwart Jehovas und konnte deshalb von niemandem berührt werden, was beweist, dass Jehova unantastbar ist.

Die Schlussfolgerung ist, dass Jehova nicht derselbe ist wie Jesus, denn während jene, die Jehova berührten, ausgerottet wurden, waren diejenigen, die Jesus berührten, gesegnet.

Daher ist nur Jesus Christus der wahre Gott, der empfänglich, zugänglich und unparteiisch ist.

*http://www.iabr.oswnet.com/jehovas_verhalten_zeigt_dass_er_nicht_derselbe_gott_sein_kann_der_von_jesus_christus_offenbart_wurd.pdf

*http://www.iabr.oswnet.com/page_03.htm
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#29
Die Erklaerung hinkt etwas. Nach christlicher Auffassung ist Jesus auch Mensch, und Menschen kann man halt anfassen.  Als Mensch ist er die immanente Form des dreifaltigen Gottes, die den anderen Menschen Zugang zum transzendenten Gott (= Gott Vater) ermoeglichen soll.   Dass er, trotz seiner Stellung, zugaenglich fuer jedermann blieb, ist natuerlich ein freundlicher Zug, war aber aus christlicher Sicht auch seine Aufgabe.


Bitte in Zukunft die Links zu Deiner Webseite in der von mir editierten Form (unanklickbar) einstellen. Siehe die Liste erlaubter Links.
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#30
Jehova nicht derselbe ist wie Jesus, denn während jene, die Jehova berührten, ausgerottet wurden, waren diejenigen, die Jesus berührten, gesegnet.

Zusätzlich zu der Tatsache, dass Jehova sich nicht anfassen ließ, hat er sich immer als elitär, teilweise, diskriminierend, rachsüchtig und rassistisch erwiesen, wie wir in Amos 3:2 lesen... Unter allen Völkern der Erde seid ihr das einzige, das ich als mein Eigentum erwählt habe.

Im Gegenzug zeigte Jesus die Eigenschaften, die ihn mit Gott dem Vater identifizieren, er ist empfänglich, unparteiisch und barmherzig für alle, unabhängig von Rasse, Geschlecht oder sozialer Klasse, wie wir in der Apostelgeschichte 10:34-35 lesen  ... Jetzt erst habe ich wirklich verstanden, dass Gott niemanden wegen seiner Herkunft bevorzugt oder benachteiligt.  Alle Menschen sind ihm willkommen, ganz gleich, aus welchem Volk sie stammen, wenn sie nur Ehrfurcht vor ihm haben und so leben, wie es ihm gefällt.

Immerhin ist Jesus der wahre Gott, greifbar, empfänglich,  unparteiisch, zugänglich und einladend, der von guten und schlechten Männern und Frauen berührt werden kann, deren Mantel von einer kranken Frau berührt wurde und ihr Tugend gab (Lukas 8:43-54), deren Füße wurden in den Tränen einer bußfertigen Sünderin gewaschen (Lukas 7:36-38), in deren Brust der Schüler Johannes die Zuneigung eines Freundes fand (Johannes 13:23-25) und dessen Gesicht den heuchlerischen Kuss des Verräters Judas empfing Iskariot (Lukas 22:47 und 48).

*http://www.iabr.oswnet.com/page_03.htm

*http://www.iabr.oswnet.com/jesus_der_aufnahmefaehige_zugaengliche_und_unparteiische_gott.pdf
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