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Jesus Christus ist der einzig wahre Gott. Alle anderen Götter sind falsch.
#31
(14-07-2018, 00:24)oswaldo_8553 schrieb: So war es mit den Dieben, Steuereintreibern, Pharisäern, Schriftgelehrten, Kindern, Morimbunds, Menschen, die von Dämonen besessen waren, und anderen Menschen, die vom sozialen Zusammenleben ausgeschlossen waren. Jesus behandelte alle skrupellos und ohne Barrieren und präsentierte ihnen die Prinzipien des Reiches Gottes, wie wir es in Matthäus 9: 10-13 und Matthäus 11:19 sehen.
Ganz richtig erkannt! Nur, was bedeutet dies für die Verhaltenssteuerung?
Ist es wirklich wichtig, ob und was wir über Gott aussagen, oder etwas ganz entscheidend anderes?

Das "entscheidend Andere" ist das Beispiel, das uns hiermit überliefert wird: Setze jene "Brille" ab, die dich glauben macht, der bessere (belesenere, wissendere, ...) Mensch zu sein (oder über Gott mehr zu wissen als andere oder Ähnliches).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#32
Kann sein, dass die Stossrichtung meiner Antwort zu unklar war. Religioese Vorstellungen hatten sich in den Jahrhunderten, seit denen die aeltesten Texte des AT geschrieben wurden, grundlegend geaendert. Man sieht manchmal die unterschiedlichen Vorstellungen in demselben Text, z.B. die beiden Archengeschichten in Genesis. Die urspruengliche Gottesvorstellungen war die eines sehr maechtigen, aber nicht allmaechtigen Herrschers, der Launen hatte, mal herumpolterte, Fehler beging (Gott wird im Alten Testament auch schon mal ueberzeugt, dass seine Vorstellungen dumm sind), und der halt auch physisch in dieser Welt taetig wurde (z.B., wie er in der Arche herumstampfte und Tueren oeffnete, oder wie er, repraesentiert durch die Bundeslade, die Statue des Dagon in dessen Tempel umschubst. Das kommt uns alles nicht sehr ehrfurchteinfloessend, sondern eher kindisch vor. Solche Gottesvorstellungen sind eher naiv, kopieren aber gut das Bild eines normalen orientalischen Herrschers von damals.

Zu Jesu Zeiten hatte sich dieses Bild aber schon lange geaendert. Gott war fern und unantastbar. Diese "Unantastbarkeit" war das Problem; man konnte Gott gar nicht anfassen, selbst wenn man wollte. Da kommt Jesus halt als Mittler ins Spiel. Als Mensch ist er anfassbar.

Das Problem eines Marcion entsteht eigentlich nur dadurch, dass so manche Kirche uns die alten Geschichten des AT immer noch als "wahr" verkaufen moechte. Dabei sollte man sich aber die Muehe machen und nachschauen, was dieses "wahr" eigentlich genau bedeutet. Von woertlicher Wahrheit ist die Interpretation meist doch sehr weit entfernt. Insofern stellt sich dieses Problem gar nicht mehr wirklich, sondern ist durch diese Wischiwaschi-Sprache erst erzeugt.
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#33
(14-07-2018, 23:25)Ulan schrieb: Das Problem eines Marcion entsteht eigentlich nur dadurch, dass so manche Kirche uns die alten Geschichten des AT immer noch als "wahr" verkaufen moechte. 

Obwohl ich den Lehren des Alten Testaments nicht zustimme, kann ich nicht anders als sie in Bezug auf ihren historischen Wert und Inhalt zu betrachten. 

Ohne das Alte Testament zu beachten, gibt es keine Möglichkeit, den großen Konflikt zwischen Licht und Dunkelheit zu beweisen, wenn wir diese Lehren des Gesetzes Jehovas mit den Lehren von Jesus Christus im Neuen Testament vergleichen.

Der Konflikt zwischen dem Alten und dem Neuen Testament ist wie der Unterschied zwischen Schatten und Wirklichkeit.

Bei Mtth. 5:38 und 39 zum Beispiel stellt Jesus der alten Lehre “Auge um Auge, Zahn um Zahn” seine Friedensbotschaft entgegen, indem er sagt “Trotze nicht dem Bösen, sondern biete auch die linke Wange an, falls dich jemand auf die rechte Wange schlägt”.

Diese Gesinnung bestätigt, dass Jesus die Genugtuung und die Rache nicht billigte, die vorher vom Gesetz des Alten Testaments zugelassen wurden.

Wenn Jesus auf irgendeine Lehre anspielte, die dem Volk vorher über dieses Gesetz vorgelegt wurde, sagte er: Ihr habt gehört, was den Alten gesagt wurde. Gleich darauf ergänzte er aber: “Ich sage euch jedoch” und zeigte somit, dass er eine persönliche und glaubwürdige Botschaft hatte.

Zu gewissem Anlass wurde Jesus von den Pharisäern eine bei unbestreitbarem Ehebruch ertappte Frau vorgeführt, mit der Absicht zu versuchen, ihn in einer Falle zu überrumpeln. Wie es bei Johannes 8:3 bis 6 heisst, bestimmte das Gesetz, dass diese Sünde mit Steinigung bis zum Tod bestraft werden sollte.

Falls Jesus die Steinigung genehmigte, würde er sich allen Prinzipien seiner Lehren widersetzen. Andererseits, falls Er diese Strafe nicht genehmigte, würde er dem Gesetz widersprechen und seine Vollstreckung unterlassen. Wohlweislich aber schlug Er vor, dass der den ersten Stein werfen sollte, der keine Sünde hätte.

Da niemand in der Lage war es zu tun, weil es ihnen das Gewissen nicht zuliess, entkam die Frau schliesslich dem Tod. 

*http://www.iabr.oswnet.com/schatten_und_wirklichkeit.pdf

*http://www.iabr.oswnet.com/page_03.htm
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#34
(15-07-2018, 16:50)oswaldo_8553 schrieb: Ohne das Alte Testament zu beachten, gibt es keine Möglichkeit, den großen Konflikt zwischen Licht und Dunkelheit zu beweisen, wenn wir diese Lehren des Gesetzes Jehovas mit den Lehren von Jesus Christus im Neuen Testament vergleichen.

Der Konflikt zwischen dem Alten und dem Neuen Testament ist wie der Unterschied zwischen Schatten und Wirklichkeit.

Nein, das ist eine sehr einseitge Betrachtungsweise. Die Goldene Regel (Lukas 6:31, Matthaeus 7:12) steht in gewisser Form schon in der Tora (Leviticus = 3 Mose 19):

16 Du sollst deinen Mitbürger nicht verleumden und dich nicht hinstellen und das Blut deines Nächsten fordern. Ich bin der HERR.
17 Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Mitbürger zurecht, so wirst du seinetwegen keine Sünde auf dich laden.
18 An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR.


Der Racheverzicht ist also schon im Alten Testament angelegt. So altmodisch ist das also gar nicht ueberall. Die Beschraenkung auf das Volk Israel ist in gewissem Sinne auch noch im NT zu finden.

(15-07-2018, 16:50)oswaldo_8553 schrieb: Wenn Jesus auf irgendeine Lehre anspielte, die dem Volk vorher über dieses Gesetz vorgelegt wurde, sagte er: Ihr habt gehört, was den Alten gesagt wurde. Gleich darauf ergänzte er aber: “Ich sage euch jedoch” und zeigte somit, dass er eine persönliche und glaubwürdige Botschaft hatte.

Ja, aber diese Dinge sind bereits in den neueren juedischen Schriften, wie Tobit oder Jesus Sirach, angelegt. Jesus war Teil eines Wertewandels. So revolutionaer waren diese Gedanken gar nicht.

(15-07-2018, 16:50)oswaldo_8553 schrieb: Zu gewissem Anlass wurde Jesus von den Pharisäern eine bei unbestreitbarem Ehebruch ertappte Frau vorgeführt, mit der Absicht zu versuchen, ihn in einer Falle zu überrumpeln. Wie es bei Johannes 8:3 bis 6 heisst, bestimmte das Gesetz, dass diese Sünde mit Steinigung bis zum Tod bestraft werden sollte.

Falls Jesus die Steinigung genehmigte, würde er sich allen Prinzipien seiner Lehren widersetzen. Andererseits, falls Er diese Strafe nicht genehmigte, würde er dem Gesetz widersprechen und seine Vollstreckung unterlassen. Wohlweislich aber schlug Er vor, dass der den ersten Stein werfen sollte, der keine Sünde hätte.

Da niemand in der Lage war es zu tun, weil es ihnen das Gewissen nicht zuliess, entkam die Frau schliesslich dem Tod.

Eine gute Frage waere, wo diese Geschichte eigentlich herkommt. Im urspruenglichen Johannes-Evangelium stand sie jedenfalls nicht, wie wir heute wissen.
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#35
(15-07-2018, 20:45)Ulan schrieb:
(15-07-2018, 16:50)oswaldo_8553 schrieb: Ohne das Alte Testament zu beachten, gibt es keine Möglichkeit, den großen Konflikt zwischen Licht und Dunkelheit zu beweisen, wenn wir diese Lehren des Gesetzes Jehovas mit den Lehren von Jesus Christus im Neuen Testament vergleichen.

Der Konflikt zwischen dem Alten und dem Neuen Testament ist wie der Unterschied zwischen Schatten und Wirklichkeit.

Nein, das ist eine sehr einseitge Betrachtungsweise. Die Goldene Regel (Lukas 6:31, Matthaeus 7:12) steht in gewisser Form schon in der Tora (Leviticus = 3 Mose 19):

16 Du sollst deinen Mitbürger nicht verleumden und dich nicht hinstellen und das Blut deines Nächsten fordern. Ich bin der HERR.
17 Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Mitbürger zurecht, so wirst du seinetwegen keine Sünde auf dich laden.
18 An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR.


Der Racheverzicht ist also schon im Alten Testament angelegt. So altmodisch ist das also gar nicht ueberall. Die Beschraenkung auf das Volk Israel ist in gewissem Sinne auch noch im NT zu finden.
Wenn wir die Bibel mit einem unvoreingenommenen Blick lesen, scheint es naheliegend zu folgern, dass der von Moses im Alten Testament präsentierte Gott nicht derselbe Gott ist, den Jesus im Neuen Testament präsentierte. 

Marcion bemerkte diesen offensichtlichen Unterschied und verkündete damit seine These, dass der regionale Gott des Alten Testaments nicht derselbe ist wie der universelle Gott des Neuen Testaments.

Viele Leute bekritteln die Bibel wegen gewissen im Alten Testament aufgefundenen Beispielen, wie etwa die Kriegsbereitschaft, die Diskriminierung der nicht jüdischen Völker, die Geringschätzung der Frau und die Auferlegung von grausamen Strafen, wie zum Beispiel Tod durch Steinigung.

Glücklicherweise hat Jesus Christus jedoch das geklärt und in Ordnung gebracht, was in der Vergangenheit obskur und verworren war. Sein Charakter und seine Lehren enthüllen ganz richtig das Wesen eines Gottes, dessen Kennzeichen die Liebe ist.

Jesus kam schliesslich und brachte folgerichtige Gebote, die sich in vollem Einklang mit Gottes Willen befinden. Wenn man bei Römer 12:1 über eine “vernünftige Verehrung” liest, kann man dabei schliessen, dass die wahre Gottesverehrung vor allem “vernünftig und folgerichtig” sein soll.
*http://www.iabr.oswnet.com/page_03.htm
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#36
Jesus kam, um einen Plan zu korrigieren, der zum Scheitern verurteilt war


Jesus ist nicht einfach gekommen, um die Prophezeiungen des Alten Testaments zu erfüllen. Er kam, ja, um sich in die Geschichte der Menschheit einzumischen und einen Plan zu korrigieren, der zum Scheitern verurteilt war.

Der Plan, den Jehova im Alten Testament entworfen hatte, war zum Scheitern verurteilt, weil er nur die ganze Menschheit verurteilte und schuldig machte. Diese absurden Gesetze wurden nur durch tyrannische Zwänge und Zwangsmaßnahmen befolgt. Es gab keinen freien Willen, und diejenigen, die dem Gesetz folgten, taten dies nur durch Einschüchterung und Repressalien.

Jesus entspricht auch nicht dem kriegerischen Messias, der im Alten Testament prophezeit wurde, der die Nationen mit einem eisernen Zepter regieren und die Menschen zwingen würde, den Gesetzen Jehovas zu gehorchen, wie wir in Psalmen 2:9 lesen ... Du sollst sie mit eisernem Zepter zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeissen!

Das Konzept des kriegerischen Messias wurde nur im Neuen Testament durch die Berichte des fantasievoll Buches der Offenbarung bestätigt, wie zum Beispiel in 19:15 ... Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage, und er wird sie mit eisernem Stab weiden; und er tritt die Weinkelter des Grimmes und des Zornes Gottes, des Allmächtigen.

Der Theologe Martin Luther widerstrebte zu Recht der Kanonizität dieses Buches, das die barmherzige Rolle des wahren Gottes verzerrt, indem er ihn in einen Tyrannen verwandelt.

Ebenso ist das imaginäre Bild in Jesaja 11: 6-7 des zukünftigen Königreichs, wo die Kuh und der Bär zusammen grasen, und der Löwe wird Stroh wie der Ochse essen, ist nicht überzeugend und sieht wie ein Märchen aus .... Da wird der Wolf bei dem Lämmlein wohnen und der Leopard sich bei dem Böcklein niederlegen. Das Kalb, der junge Löwe und das Mastvieh werden beieinander sein, und ein kleiner Knabe wird sie treiben. Die Kuh und die Bärin werden miteinander weiden und ihre Jungen zusammen lagern, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind.

Jesus ist auch nicht gekommen, um von dem zeitlichen und irdischen Bereich zu sprechen, den Jehova geplant hat, aber er kam, um von dem ewigen und himmlischen Reich zu sprechen, das von Gott dem Vater geplant wurde.

Der regionale Stammesgott des Alten Testaments hatte nur Pläne für Israel und für die Juden. Die anderen Völker wurden nur durch den universellen Plan des wahren Gottes, des Vaters, durch den Dienst Jesu Christi und später des Apostels Paulus erreicht.

Wenn Jesus nicht in diese Welt gekommen wäre, würden Menschen, die den alttestamentlichen Gesetzen treu waren, immer noch Tieropfer auf den Altären anbieten, die Beschneidung praktizieren, den Sabbat halten und andere ähnliche religiöse Praktiken.

Jesus revolutionierte radikal die Form der Verehrung Gottes, die im Alten Testament äusserlich und rituell war. Jesus lehrte, dass die Kultivierung der inneren Prinzipien von Charakter und Moral weit wichtiger ist als die gesamte Religiosität der Erscheinungen, die im mosaischen Gesetz enthalten waren.

In Matthäus 23:26-28 tadelte Jesus die äusserlich wirkende Religion, die Anhänger der alttestamentlichen Gesetze praktizierten, vehement. Er sagte so: ... Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äusseres rein werde! Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr getünchten Gräbern gleicht, die äusserlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind! So erscheint auch ihr äusserlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

Der Apostel Paulus setzte den universellen Dienst Jesu Christi fort und betrachtete sogar all das religiöse Gepäck, das er als Jude geerbt hatte, als Kot, wie wir in Philipper 3:5-8 lesen ... ich am achten Tag beschnitten bin, einer aus dem Volk von Israel, des Geschlechts Benjamin, ein Hebräer von Hebräern und nach dem Gesetz ein Pharisäer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetz gewesen unsträflich. Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden geachtet. Ja, ich achte es noch alles für Schaden gegen die überschwengliche Erkenntnis Christi Jesu, meines HERRN, um welches willen ich alles habe für Schaden gerechnet, und achte es für Kot, auf daß ich Christum gewinne.

Wenn der größte der Apostel, der alle Vorbedingungen als orthodoxer Jude hatte, all sein religiöses Gepäck als Exkremente betrachtete, sollte irgenden Kredit verdienen, was Paulus verachtete?

Daher sind die Berichte und Lehren des Alten Testaments in ihren moralischen und ethischen Aspekten verkommen und sollten nur aufgrund ihres historischen und bildlichen Wertes betrachtet werden.

*http://www.iabr.oswnet.com/page_03.htm
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#37
(19-07-2018, 02:38)oswaldo_8553 schrieb: Wenn Jesus nicht in diese Welt gekommen wäre, würden Menschen, die den alttestamentlichen Gesetzen treu waren, immer noch Tieropfer auf den Altären anbieten, die Beschneidung praktizieren, den Sabbat halten und andere ähnliche religiöse Praktiken.

Nun, die paar verbliebenen Samaritaner tun all das immer noch, und praktizierende Juden gibt's natuerlich auch noch, die Beschneidung praktizieren und den Sabbat halten. Dass die Tieropfer aufhoerten, war nicht das Verdienst Jesu, sondern des zukuenftigen roemischen Kaisers Titus unter Vespasian; zumindest zum Teil, da der Sanhedrin natuerlich noch zu der Entscheidung kommen musste, nicht anderweitig Tieropfer durchzufuehren, was er auch tat.

(19-07-2018, 02:38)oswaldo_8553 schrieb: Jesus revolutionierte radikal die Form der Verehrung Gottes, die im Alten Testament äusserlich und rituell war. Jesus lehrte, dass die Kultivierung der inneren Prinzipien von Charakter und Moral weit wichtiger ist als die gesamte Religiosität der Erscheinungen, die im mosaischen Gesetz enthalten waren.

Und doch vollzog das Rabbinische Judentum denselben Schritt, trotz Beibehaltung des Gesetzes. Christentum und Rabbinisches Judentum haben unterschiedliche Loesungen dafuer gefunden, dass der Tempel weg war.

Was Paulus angeht, so sollte man sich nicht hinreissen lassen, seine manchmal etwas bildhafte Sprache dafuer zu verwenden, andere Wege zu verurteilen. Er sprach von seinem persoenlichen Weg.

Ich glaube, das Scheitern Marcions lag letztlich daran, dass er als Spalter empfunden wurde (wenn wir mal dahingestellt lassen, wer hier der tatsaechliche Spalter war). Wie auch immer, wenn man den Ausfuehrungen des Irenaeus folgt, so ging es ihm darum, die Christenheit mit ihren mehreren unterschiedlichen Ansichten ueber das, was da mit Christus passiert war und wer Christus eigentlich war, unter einem grossen Hut zu vereinigen. Daher wohl auch die vier Evangelien. Die heutige kirchliche Botschaft, die hier oft genug als klar und unfehlbar dargestellt wird, ist der Versuch, das Unvereinbare irgendwie in eine einheitliche Form zu zwingen, mit der alle Christen mehr oder weniger leben koennen.



Um aber mal das Thema ein wenig zu aendern, wuerde mich interessieren, was eigentlich Dein persoenliches Ziel ist? Die Gruendung einer neomarkionitischen Kirche?
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#38
Ich habe keinen Vorwand, irgendeine Kirche zu gründen. Ich habe eine Website*, auf der ich meine theologischen Überzeugungen in vier Sprachen veröffentliche, aber meine Muttersprache ist Portugiesisch. 

*http://www.iabr.oswnet.com

Obwohl ich teilweise von Marcions Lehre beeinflusst wurde, betrachte ich mich als unabhängig, um meinen eigenen Glauben zu begreifen, der im Wesentlichen auf den Lehren Jesu Christi basiert.
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#39
(06-07-2018, 00:26)janina schrieb: und was Jesus anbelangt, er ist nicht der allmächtige Gott. Das hat er an keiner Bibelstelle von sich selbst gesagt.

Die Bibel wurde damals in griechisch geschrieben und Jesus ist abgeleitet von Ieseous und heisst Sohn von Zeus.
Weder sein Name noch sein Titel zeigen an, dass er der eine "rechtmässige Sohn" ist.
Es gibt einen ganz anderen, der diese Namensbedeutung hat. Tausende Jahre älter. Und nur er hat diese Bedeutung in seinem Namen. Nämlich den Gott Dumuzi, ein Schafhirte,  der rechtmässige Sohn des sumerischen Schöpfers Gott Enki, der für die heilige Hochzeit mit einer Himmelsbraut, ausgewählt worden ist. Enki ist nach den sumerischen Schriften der Schöpfer der Menschen und himmlischer Geschöpfe und der Retter alles Lebenden sei es im Himmel als auch auf Erden.

Jesus Namensbedeutung heisst gesalbter, geheiligter Retter, Sohn von Zeus. Es scheint so, als hat Jesus die Berufung angenommen, jeden daran zu erinnern, was tausende Jahre vorher bereits geschehen ist.

Die Bibel lehnt sich an die sumerischen Schriften an.
Die  BI-BEL übersetzt zwei Bel, zwei Götter, wurde von der Warte der Wahrheit und des Gegners aus geschrieben. Beide Ansichten sind ihr festgehalten worden. Ein Gesamtwerk des Guten und des Bösen.

Tut mir leid, manchmal Frage ich mich wie man so unwissend reden kann. Ich bitte dich & auch gerne alle anderen einmal diesen Beitrag durchzulesen.

*https://jesus-die-wahrheit.de/ist-jesus-gott/

Ja er ist. Amen & liebe Grüße

Bitte in Zukunft keine reinen Werbebeitraege, die an der Diskussion gar nicht richtig teilnehmen. - MfG Ulan
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#40
(03-09-2018, 09:24)nickelback92 schrieb:
(06-07-2018, 00:26)janina schrieb: und was Jesus anbelangt, er ist nicht der allmächtige Gott. Das hat er an keiner Bibelstelle von sich selbst gesagt.
*https://jesus-die-wahrheit.de/ist-jesus-gott/

Ja er ist. Amen & liebe Grüße

Phi 2:5-11  ... Denn diese Gesinnung sei in euch, die auch in Christo Jesu war, welcher, da er in Gestalt Gottes war, es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein, sondern sich selbst zu nichts machte und Knechtsgestalt annahm, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist, und, in seiner Gestalt wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte, indem er gehorsam ward bis zum Tode, ja, zum Tode am Kreuze. Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist, auf daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.


Nach dem, was ich in diesem Text verstehe, hat Jesus Christus eine Zeitlang seine Herrlichkeit als den absoluten Gott in der Annahme der menschlichen Gestalt hinterlassen.

Wegen seiner Erniedrigung und seines Sieges am Kreuz wurde Jesus von Gott, dem Vater, wiederhergestellt, der ihm einen Namen gab, der über jedem anderen Namen steht.

Deshalb sagt der Text, dass Gott ihn erhöht hat ... Deshalb hat Gott Ihn auferweckt. Wenn Jesus nicht vorübergehend unterlegen wäre, gäbe es keinen Grund, erhöht zu werden.

Jeder, der nicht zugibt, dass Jesus minderwertig und anfällig für das Scheitern während seiner Inkarnation war, wird das Verdienst von Jesu Sieg als menschliches Wesen schmälern, denn die Bibel sagt in Hebräer 4:15, dass Jesus in der Inkarnationsphase genauso versucht wurde wie jeder andere Mensch.

Hebräer 4:15 ...Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.
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#41
Ich habe hierzu noch einmal eine andere Frage. Mein Mann und ich sind Chrsiten und wir glauben 100% an die Bibel. Leider haben wir immer Meinungsverschiedenheiten mit unserer Tochter, die konvertiert ist und behauptet die Bibel ist verfälscht. Hierzu hat sie mir einen Text von Dr. Lobegott Friedrich Konstantin von Tischendorf geschickt. Bitte helft mir doch das Gegenteil zu beweisen.
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#42
(10-10-2018, 16:06)Cura schrieb: Ich habe hierzu noch einmal eine andere Frage. Mein Mann und ich sind Chrsiten und wir glauben 100% an die Bibel. Leider haben wir immer Meinungsverschiedenheiten mit unserer Tochter, die konvertiert ist und behauptet die Bibel ist verfälscht. Hierzu hat sie mir einen Text von Dr. Lobegott Friedrich Konstantin von Tischendorf geschickt. Bitte helft mir doch das Gegenteil zu beweisen.

Ich glaube, dass Ihre Tochter, wie so viele andere Menschen, verwirrt ist, den großen Kontrast zwischen dem alttestamentlichen Gott und dem Vater Gott (ABBA) zu sehen, den Jesus im Neuen Testament offenbart hat.

Wohl deshalb klammerte sie sich an die Schriften Constantin von Tischendorfs, die die Richtigkeit des Bibeltextes in Frage stellen.
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#43
Oswaldo: "Ich habe die Diskussion auf biblische Texte gestützt. Wenn jemand mit der Bibel widersprechen will, kann er es tun."

Paulus lt. Bibeln: "Euer W i s s e n ist Stückwerk. Wenn jedoch kommt das/der Vollkommene, dann wird das Stückwerk aufhören" 1.Kor. 13.9-10

„Aber der Beistand/Tröster/der heilige Geist/Vertreter (je nach Bibel), welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, d e r wird euch alles lehren und erinnern, was ich euch gesagt habe“ Joh.14.26
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#44
(03-05-2019, 22:08)daVinnci schrieb: Oswaldo: "Ich habe die Diskussion auf biblische Texte gestützt. Wenn jemand mit der Bibel widersprechen will, kann er es tun."

Paulus lt. Bibeln: "Euer  W i s s e n  ist Stückwerk. Wenn jedoch kommt das/der Vollkommene, dann wird das Stückwerk aufhören"  1.Kor. 13.9-10

„Aber der Beistand/Tröster/der heilige Geist/Vertreter (je nach Bibel), welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, d e r wird euch alles lehren und erinnern, was ich euch gesagt habe“ Joh.14.26

@daVinnci: Ich verstehe nicht, was das mit dem Thema dieses Threads zu tun hat.
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#45
Oswaldo: "Ich habe die Diskussion auf biblische Texte gestützt. Wenn jemand mit der Bibel widersprechen will, kann er es tun."

Oswaldo: "@daVinnci: Ich verstehe nicht, was das mit dem Thema dieses Threads zu tun hat."

Warum nicht? Icon_frown  Es sind biblische Texte die ich schrieb.
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