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#aufstehen - sinnvoll oder Seifenblase
#1
Ihr habt es ja sicherlich alle mitbekommen. Gestern ging die linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" offiziell an den Start. Ziel ist die Bündelung linker, insbesonderer außerparlamentarischer Kräfte, um Druck auf die linken Parteien im Bundestag auszuüben und somit zu einem Kurswechsel in der deutschen Poilitk beizutragen.

Was ist davon zu halten? Ich persönlich begrüße die Idee und finde es eigentlich ziemlich mau, dass so wenig positive Resonanz aus SPD, Grünen und Linken kommt. Statt dessen hat man den Eindruck, jeder Funktionär genannter Parteien hat irgendwie Angst um seinen Posten und Einfluss und schiesst daher vorsichtshalber mal dagegen.
Aber es gibt natürlich auch berechtigte Einwände. Wie stark kann ein solch loses Bündnis werden, das bislang lediglich wohlklingende Worte zum Besten gab. Kann eine solche Sammlungsbewegung, die ja Leute verschiedenster Ansichten (vom Linksliberalen bis zum Kommunisten) ansprechen möchte, überhaupt bestehen bleiben, wenn es um Konkretes geht? Oder zerstreitet sie sich dann, wie es bei den linken immer der Fall war bzw. ist? Man denke nur an KPD und SPD in der Weimarer Republik oder an SPD Grüne und Linke heute. Auch innerhalb der einzelnen Parteien gibt es ja erbitterte Kämpfe zwischen den einzelnen Flügeln. Beispielsweise die Linke befindet sich gefühlt seit ihrer Gründung im Zwist mit sich selbst.
Wie wirksam kann also eine solche Bewegung sein? Kann sie schaffen, Menschen von der Afd wieder wegzubringen und kann sie wirklich etwas bewegen? Was ist eure Meinung?

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#2
Ich denke, die Bewegung muss ein wenig die Vermutung loswerden, wir wuerden auf eine Oskar und Sahra Personality Show gucken. Ausserdem ist es linke Tradition seit Anbeginn der linken Bewegungen, dass es viel wichtiger ist, andere linke Bewegungen mit ein wenig anderen Ansichten zu eliminieren, als den eigentlichen Gegner anzugehen. Die Linke (im weiteren Sinne) ist Meister in der Disziplin der Selbstzerfleischung.

Insofern ist der wahrscheinlichste Ausgang, dass das zum Rohrkrepierer wird. Die Medien haben sich ja schon laengst darauf eingeschossen. Es ist auch ein Handicap, dass die Bewegung aus einem Machtkampf innerhalb der Partei der Linken geboren zu sein scheint, was ein gewisser Geburtsfehler ist.
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