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Zehen aus Eisen und Ton
#61
(19-03-2019, 17:12)konform schrieb: Woher wussten die Seher Daniel und Johannes, dass die nach dem Zerfall des vierten Reichs entstandenen Einzel-Staaten die vorhergesagten bis heute anhaltenden Schwierigkeiten haben werden, wieder zur Einheit zu gelangen?


Bis jetzt hatte ausnahmslos jedes Reich Schwierigkeiten, die Einheit zu bewahren !
Da braucht es keiner prophetischen Gabe, dies "vorauszusagen"
Das Reich Alexanders der Großen zerfiel in Diadochenreiche, das Römische Reich zerfiel in Westrom und Ostrom, das Reich Karls der Großen zerfiel nach seinem Tod in das Westfränkische Reich und das Ostfränkische Reich, die USA hatte seine Sezession, das Kaisertum Österreich begann 1867 zu zerbröseln und zerfiel 1918 endgültig, das Russische Reich zerfiel nach 1989 in allerlei Einzelstaaten, das Kolonialreich der Franzosen zerfiel, und auch das Weltreich der Engländer . . . welches Reich zerfiel denn nicht ??

Und jetzt ist in der EU der BREXIT im Gange, und Ungarn macht was es will . . .


Wer hätte denn 1988 gedacht, daß die DDR in einem Jahr aufgelöst wird ??
1988 saß die Regierung noch fest im Sattel, allerorts Stasi und Partei und Panzer, sodaß auch nur der Gedanke eines Aufstands als unrealistische Träumerei galt


Ich kenne einen alten Professor für Volkswirtschaftslehre, der sagte daß seit 1989 alles möglich ist

Wenn die Sowjetunion und die DDR wie ein Kartenhaus zusammenfallen konnte . . .
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#62
(20-03-2019, 00:30)Sinai schrieb:
(19-03-2019, 17:12)konform schrieb: Woher wussten die Seher Daniel und Johannes, dass die nach dem Zerfall des vierten Reichs entstandenen Einzel-Staaten die vorhergesagten bis heute anhaltenden Schwierigkeiten haben werden, wieder zur Einheit zu gelangen?

Bis jetzt hatte ausnahmslos jedes Reich Schwierigkeiten, die Einheit zu bewahren !
Da braucht es keiner prophetischen Gabe, dies "vorauszusagen"
Das Reich Alexanders der Großen zerfiel in Diadochenreiche, das Römische Reich zerfiel in Westrom und Ostrom, das Reich Karls der Großen zerfiel nach seinem Tod in das Westfränkische Reich und das Ostfränkische Reich, die USA hatte seine Sezession, das Kaisertum Österreich begann 1867 zu zerbröseln und zerfiel 1918 endgültig, das Russische Reich zerfiel nach 1989 in allerlei Einzelstaaten, das Kolonialreich der Franzosen zerfiel, und auch das Weltreich der Engländer . . . welches Reich zerfiel denn nicht ??

China, Indien wie auch Russland schafften und erhielten die Einheit trotz unterschiedlicher Völker und Stämme. Auch die USA vereinigen erfolgreich fünfzig Staaten. Doch größere Bedeutung für die Weltgemeinschaft wird das geeinte Europas haben. Sieben mal haben seit dem Ende des fünften Jahrhunderts Staatsmänner versucht, das zerfallene Römische Reich wieder zu einen. Das wird erst dem achten gelingen, doch auch nur dank göttlichem Eingreifen (vgl. Offenbarung 17,11 ff.).

Nach der Schrift wird Europa kurzfristig zur Weltmacht Nr. 1 aufsteigen.  Die USA wird es in wenigen Jahren nicht mehr geben.

(20-03-2019, 00:30)Sinai schrieb: Und jetzt ist in der EU der BREXIT im Gange, und Ungarn macht was es will . . .

Die Bedeutung dieses Vorgangs wird nur von wenigen begriffen.

(20-03-2019, 00:30)Sinai schrieb: Wer hätte denn 1988 gedacht, daß die DDR in einem Jahr aufgelöst wird ??
1988 saß die Regierung noch fest im Sattel, allerorts Stasi und Partei und Panzer, sodaß auch nur der Gedanke eines Aufstands als unrealistische Träumerei galt
- - -

Spätestens 1982, nach dem Tod Breschnews,  wusste der damalige Bundespräsident Karl Carstens sehr wohl, dass die Sowjetunion die Wiedervereinigung der beiden Teile Deutschlands unterstützte. Ich verwettete einiges an Bier, dass die Wiedervereinigung bis 1985 zustande kommen würde. Na ja, es dauerte vier Jahre länger.
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#63
Natuerlich zeigt das sich in Andeutungen ergehende Herumorakeln, dass hier kein wirkliches Vertrauen in die eigenen "Vorhersagen" vorhanden ist.
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#64
(20-03-2019, 19:14)konform schrieb: . . . auch Russland schafften und erhielten die Einheit trotz unterschiedlicher Völker und Stämme.


Stimmt nicht. Allerlei landwirtschaftlich fruchtbare Gebiete fielen weg - die Tundra und Taiga, die arktischen Gebiete und die Steppe blieb erhalten

Weggefallen sind die wertvollen Gebiete wie das ganze Ostseegebiet, die Kornkammer der Ukraine, etc.
Übrig geblieben ist der ganze Mist von Tschetschenien und das riesige Problemgebiet Sibirien

(20-03-2019, 19:14)konform schrieb:
(20-03-2019, 00:30)Sinai schrieb: Und jetzt ist in der EU der BREXIT im Gange, und Ungarn macht was es will . . .

Die Bedeutung dieses Vorgangs wird nur von wenigen begriffen.


Ein spannender Vorgang. Versuche doch, ihn biblisch zu interpretieren . . .
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#65
(20-03-2019, 21:01)Ulan schrieb: Natuerlich zeigt das sich in Andeutungen ergehende Herumorakeln, dass hier kein wirkliches Vertrauen in die eigenen "Vorhersagen" vorhanden ist.

Dass mit den zehn Zehen Länder des ehemaligen Römischen Reichs gemeint sind, werden nur jene bestreiten, die fürchten dann zugeben zu müssen, dass es echte Vorhersage gibt. Diesen ist klar, dass dann sie ihren Darwin und Einstein neben “Grimms Märchen” stellen können.

Wie die Geschichte Europas nach dem 5. Jahrhundert zeigt, wurde - wie im in Daniel 2,40-43 vorhergesagt - wiederholt erfolglos die aus dem zerfallenen Römischen Reich entstandenen Staaten wieder zu einen versucht. Seit den Römischen Verträgen von 1957 wurde zwar weitgehende Einigung auf wirtschaftlichem Gebiet erreicht,  doch in Bezug auf eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik kaum.

Tatsächlich wäre dies eine historische Singularität. Nur wenige Politiker erwarten im Ernst, dass die Franzosen oder die Polen ihre Streitkräfte einem zentralen  Kommando, etwa den Deutschen,  freinwillig unterstellen werden. Genau das aber ist vorhergesagt.
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#66
(21-03-2019, 18:11)konform schrieb: Dass mit den zehn Zehen Länder des ehemaligen Römischen Reichs gemeint sind, werden nur jene bestreiten, die fürchten dann zugeben zu müssen, dass es echte Vorhersage gibt. Diesen ist klar, dass dann sie ihren Darwin und Einstein neben “Grimms Märchen” stellen können.

Non sequitur, und das gleich zwei Mal. Was mit den "zehn Zehen" gemeint sein koennte, kannst Du gerne herumorakeln. Die Meinung, dass Nachfolgestaaten des Roemischen Reichs gemeint seien, ist zwar nicht die Loesung, die ich fuer richtig halte; in den Jahren, als das Buch Daniel geschrieben wurde, bestand Rom aber schon aus ganz Italien, inklusive Sizilien, Sardinien und Korsika, halb Spanien, der illyrischen Kueste und Makedonien, und es war mit seinen Kriegen sicherlich kein Unbekannter in der mediterranen Welt. Echte Vorhersagen wuerde das nicht beweisen, da Aufstieg und Fall die Normalsequenz fuer alle Reiche ist, es fuer solche Spaltungsszenarien also keiner Vorhersagekunst bedarf. Darwin und Einstein haben damit ueberhaupt keinerlei Zusammenhang; Deine Obsession mit diesen beiden Herren liegt nur in Deinem Festhalten an einer jungen Erde begruendet, was aus zig verschiedenen Gruenden eine absurde Position ist. Das Buch Daniel hat damit gar nichts zu tun.

(21-03-2019, 18:11)konform schrieb: Wie die Geschichte Europas nach dem 5. Jahrhundert zeigt, wurde - wie im in Daniel 2,40-43 vorhergesagt - wiederholt erfolglos die aus dem zerfallenen Römischen Reich entstandenen Staaten wieder zu einen versucht. Seit den Römischen Verträgen von 1957 wurde zwar weitgehende Einigung auf wirtschaftlichem Gebiet erreicht,  doch in Bezug auf eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik kaum.

Das Alexanderreich zerfiel zunaechst auch in viele verschiedene Staaten (so um die zehn). Wiedervereinigungsversuche gab es mehrfach. Aus juedischer Sicht waren vor allem die Versuche der Ptoelmaeer und Seleukiden bedeutsam, den jeweils anderen Staat wieder zu unterwerfen, da Judaea mehrfach die Hand wechselte.

(21-03-2019, 18:11)konform schrieb: Tatsächlich wäre dies eine historische Singularität. Nur wenige Politiker erwarten im Ernst, dass die Franzosen oder die Polen ihre Streitkräfte einem zentralen Kommando, etwa den Deutschen,  freinwillig unterstellen werden. Genau das aber ist vorhergesagt.

Nun, nach einem europaeischen Jhdt. sieht es derzeit in der Tat nicht aus, vor allem da Europa in den meisten Zukunftsindustrien abgehaengt ist. China ist auch so ein Beispiel fuer ein Land, das mal ein grosses Reich war, in viele Staaten zerfiel und dann wiedervereinigt wurde. Sieht so aus, als wuerde das naechste Jahrhundert das einer asiatischen Dominanz.
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#67
(21-03-2019, 18:11)konform schrieb: Dass mit den zehn Zehen Länder des ehemaligen Römischen Reichs gemeint sind


Na gut. Schauen wir uns die "Länder des ehemaligen Römischen Reichs" an:

Rußland (es führte die Traditon von Konstantinopel / Oströmisches Reich fort)
Das Römische Reich war ja in Westrom und Ostrom zerfallen !
Italien (hier ist besonders an Benito Mussolini zu denken, der von der Römischen Macht schwärmte)
Frankenreich (Heiliges Römische Reich von Karl dem Großen), es zerfiel in das Westfränkische R (France) und das Ostfränkische R (Deutschland)
Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, das auf dem Boden des Westfränkischen Reichs entstand, zerfiel ab 1618 in viele Fürstentümer.
Napoleon machte dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation den Garaus, da er Kaiser werden wollte. Allerdings Kaiser von Frankreich, dann wählte er den Titel Kaiser der Franzosen
Jedenfalls mußte der deutsche Kaiser Franz von Habsburg abdanken - als Napoleon etwas geschwächt war, gründete Franz das Kaisertum Österreich. Im Jahre 1866 gab es den Bruderkrieg zwischen den beiden deutschen Großstaaten Österreich und Preußen, danach wurde Österreich aus dem Deutschen Bund hinausgedrängt, in dem es vor 1866 ziemlich dominant war.
1945 wurde Deutschland geteilt - Westdeutschland und Ostdeutschland

Das erzkatholische ("Römische") Polen wurde in seiner Geschichte auch mehrmals geteilt. Ich sage Römisch, da es dem Papst in Rom treu ergeben war

Spanien und Portugal waren auch "römische" Staaten, machten die Politik des Papstes in Rom

Die USA haben einen lateinischen Wahlspruch

Das heutige Frankreich hat die altrömischen Fasces im Wappen

Ich will damit sagen, daß auch Länder außerhalb der EU Nachfolgestaaten der alten Römischen Staatsidee sind, vor allem Rußland und die USA
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#68
(21-03-2019, 21:30)Ulan schrieb: . . . in den Jahren, als das Buch Daniel geschrieben wurde, bestand Rom aber schon aus ganz Italien, inklusive Sizilien, Sardinien und Korsika, halb Spanien . . .

Du hast Dich nicht ganz präzise ausgedrückt. Du meintest wohl:

Unter der atheistischen Annahme, daß es keine Propheten gab, konnte das Buch Daniel erst geschrieben worden sein, als Rom bereits Weltmacht war - und da bestand Rom schon aus ganz Italien, inklusive Sizilien, Sardinien und Korsika, halb Spanien . . .

Für 'konform' ist aber das Buch Daniel kein Fake, sondern Prophetie, und somit kann aus seiner Sicht das Buch Daniel schon geschrieben worden sein, als Rom noch eine unbedeutende etruskische Stadt war
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#69
(21-03-2019, 22:17)Sinai schrieb:
(21-03-2019, 21:30)Ulan schrieb: . . . in den Jahren, als das Buch Daniel geschrieben wurde, bestand Rom aber schon aus ganz Italien, inklusive Sizilien, Sardinien und Korsika, halb Spanien . . .

Du hast Dich nicht ganz präzise ausgedrückt. Du meintest wohl:

Unter der atheistischen Annahme, daß es keine Propheten gab, konnte das Buch Daniel erst geschrieben worden sein, als Rom bereits Weltmacht war - und da bestand Rom schon aus ganz Italien, inklusive Sizilien, Sardinien und Korsika, halb Spanien . . .

Für 'konform' ist aber das Buch Daniel kein Fake, sondern Prophetie, und somit kann aus seiner Sicht das Buch Daniel schon geschrieben worden sein, als Rom noch eine unbedeutende etruskische Stadt war

Diese Deine Aussagen sind auch alle Unfug. Was hat die Datierung des Buches Daniel mit der Annahme zu tun, es gaebe keine Propheten? Daniel ist kein Prophet im Judentum; Juden sind keine Atheisten; das Buch Daniel ist ein juedisches Buch. Die Gruende, warum das Buch Daniel ca. 165 v.Chr. datiert ist, waren bereits iin der Antike bekannt, und damals war Rom schon lange in Kriegen im mediterranen Raum involviert. Und Rom war jetzt eine "etruskische Stadt"?

Die Frage, ob es echte Prophetie geben kann, ist erst einmal durch keine dieser Aussagen beruehrt, da die Datierung des Buches Daniel nicht allein auf dieser Annahme beruht (anders als Du oder Konform das immer faelschlicherweise behaupten). Auch ohne einen Abgleich der Prophezeiungen mit historischen Daten, der das Buch auf drei Jahre genau datiert, ist auch aus anderen Gruenden zumindest klar, dass es ein Werk aus hellenistischer Zeit ist.
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#70
(21-03-2019, 22:32)Ulan schrieb: Und Rom war jetzt eine "etruskische Stadt"?


Wenn man - so wie gläubige Juden und Christen (ungläubige Juden und Christen gibt es per Definition nicht  Icon_smile) glauben und unser 'konform' auch - von der biblischen Datierung des Buches Daniel ausgeht, dann war Rom zu dieser frühen Zeit noch eine etruskische Stadt

Die etruskische Sippe der 'Ruma' hatte die Stadt gegründet - es regierten etruskische Könige!
Es regierte eine Oberschicht von etruskischen Adelssippen.
Der letzte - von den Latinern vertriebene - etruskische König war Tarquinius Superbus

Bis dahin waren die Latiner Plebejer
Erst ab diesem Zeitpunkt (509 v. Chr.) war die Etruskerherrschaft in der Stadt Rom gebrochen.

Während die Etrusker in vielen Disziplinen führend blieben (Vogelschau, Eingeweideschau, insb Leberschau, Landvermessung, Wasserleitungsbau, Kloakenbau) waren die Latiner Meister der Rinderzucht und der Kriegskunst - sie waren die Erfinder und Organisatoren der Legionen

Bald schon waren latinische Sippen sehr mächtig geworden (Militäradel) und es kam zu einer doppelgleisigen Staatsführung

Auch gab es dann Mischehen und die beiden Volksgruppen verschmolzen nach einigen Generationen
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#71
(22-03-2019, 00:36)Sinai schrieb: Wenn man - so wie gläubige Juden und Christen (ungläubige Juden und Christen gibt es per Definition nicht  Icon_smile) glauben und unser 'konform' auch - von der biblischen Datierung des Buches Daniel ausgeht, dann war Rom zu dieser frühen Zeit noch eine etruskische Stadt

Falsch. Die Bibel datiert das Buch Daniel nicht, was die Schlussfolgerung automatisch falsch macht. Darauf habe ich uebrigens schon mehrfach hingewiesen.

(22-03-2019, 00:36)Sinai schrieb: Die etruskische Sippe der 'Ruma' hatte die Stadt gegründet - es regierten etruskische Könige!
Es regierte eine Oberschicht von etruskischen Adelssippen.
Der letzte - von den Latinern vertriebene - etruskische König war Tarquinius Superbus

Auch roemische alte "Geschichts"schreibung ist uebrigens weitgehend Legende. Ob es den Herrn also wirklich gab, weiss man nicht so genau. Was Rom letztlich ausmacht, ist die Mischung der verschiedenen Kulturen, aus denen es erwachsen ist.
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#72
(22-03-2019, 00:36)Sinai schrieb: Die etruskische Sippe der 'Ruma' hatte die Stadt gegründet - es regierten etruskische Könige!
[...]
Der letzte - von den Latinern vertriebene - etruskische König war Tarquinius Superbus

Wie Ulan schon bemerkte. Das sind Legenden.

"…die Beschreibung der sieben etruskischen Königsherrschaften, die 509 mit der Vertreibung des letzten, tyrannischen Stadtoberhaupts Tarquinius Superbus nach knapp zweieinhalb Jahrhunderten geendet haben soll, hält einer kritischen Überprüfung nicht stand. Vollends ins Reich der Legenden zu verweisen ist der Gegensatz zwischen der 'fremdstämmigen', da etruskischen Dynastie und ihren römischen Untertanen."
Volker Reinhardt. Geschichte Roms. 2014 München. Verl. C. H. Beck. S. 8.
MfG B.
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#73
"Roma" (Reich) Die Sprache der Etrusker und die der anderen Anrainer des Mittelmeerraumes war nicht besonders kompatibel...Wegen der vielen Zischlaute und der vielen holprigen Dialekte, denen die etruskischen Stämme in ihrer Artikulation so sehr zugetan waren, dass sie sich auch untereinander oft nur mit Hiefe der Gebärdensprache einigermaßen verständlich austauschen konnten. (Italiener artikulieren auch heute noch gerne mit ihren Händen) Dürfte auch der Grund sein, dass die Etrusker selbst nie eine eigene Schrift entwickelt haben und sich diese bei den Griechen ausleihen mussten.

Romulus und Remulus, aufgezogen von einer Wölfin. Übersetzt heist das, dass die Gründerväter Roms in der Wildnis im Hinterland aufgewachsen sind und erst mal richtig (für Menschen verständlich) sprechen lernen mussten.

Auf diesem Grundstein der Völker-Verständigung wurde Rom gegründet und ich fürchte, dass es die frühen Vorfahren heutiger Touristen waren, die den Anfang machten.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#74
Etrusker

Beitrag # 73
(22-03-2019, 11:55)Geobacter schrieb: Die Sprache der Etrusker und die der anderen Anrainer des Mittelmeerraumes war nicht besonders kompatibel...Wegen der vielen Zischlaute und der vielen holprigen Dialekte, denen die etruskischen Stämme in ihrer Artikulation so sehr zugetan waren, dass sie sich auch untereinander oft nur mit Hiefe der Gebärdensprache einigermaßen verständlich austauschen konnten. (Italiener artikulieren auch heute noch gerne mit ihren Händen)

Icon_cheesygrin

@ Ulan Beitrag # 71
@ Bion Beitrag # 72
@ Geobacter Beitrag # 73

Ich kann Euren Ausführungen nicht ganz folgen.
Die Etrusker waren kein legendäres Volk, sondern ein reales
Es mag schon stimmen, daß das Gründungsdatum von Rom (753), die exakte Zahl der Etruskerkönige und der Zeitpunkt der Vertreibung des letzten Etruskerkönigs (509) keiner "kritischen Überprüfung" standhält.

Doch setzt man hier die Latte nicht ein wenig hoch ?

Denn auch die Liste der Pharaonen enthält zahllose blinde Flecken, ist stellenweise unsicher und hält eigentlich ebenfalls genausowenig einer kritischen Überprüfung stand
Vgl. Liste der Pharaonen - Wikipedia
zwei willkürlich herausgegriffene Beispiele:
1. Dynastie Pharao Sechet "Existenz und chronologische Zuordnung sehr unsicher"
13. Dynastie Pharao Ner-ka-Re "Nur auf einem heute verschollenen Stelenbruchstück bezeugt. Wahrscheinlich mit einem anderen König identisch"

Und selbst was wir von Echnaton und Nofretete wissen, hat viele Lücken und Widersprüche


Wenn wir so anfangen, daß wir nur Angaben akzeptieren, die einer "kritischen Überprüfung" standhalten, dann können wir wohl 95 % dessen, was wir aus der Zeit vor 500 v. Chr. wissen, vergessen

Eine "kritische Überprüfung" der Vergangenheit vor 2500 Jahren und älter wird heute kaum zielführend sein. Ein derart starker Filter ist kaum wünschenswert, da wir dann streng genommen alle Geschichtsbücher wegwerfen müßten

Wir müssen heute damit leben, daß Jahreszahlen der Zeit von 2500 vor heute und älter mit einer zunehmenden Ungenauigkeit behaftet sind, die bis zur Unverläßlichkeit gehen kann, je älter der fragliche Zeitpunkt ist. Da rechnet man schon in Jahrzehnten oder in Schritten von 20 Jahren

Zu den Königslisten:
Auch Königslisten werden zunehmend ungenauer und lückenhafter, je älter sie sind
Im Niltal, in Mesopotamien, und auch am Tiber
Ob es tatsächlich sieben etruskische Könige gab oder vielleicht nur sechs oder gar acht oder neun, ist mir eigentlich egal. Aber nur deshalb, weil die exakte Zahl fraglich ist, lasse ich mir nicht die römische Frühgeschichte bis 509 v. Chr. als Legende schlechtreden. Mir ist es schlichtweg egal, wie der letzte Etruskerkönig genau hieß (wahrscheinlich hieß er gar nicht 'Tarquinius Superbus', da das latinisch bzw. lateinisch ist - sondern hatte einen etruskischen Namen) - aber daß es etruskische Könige in Rom gab, ist unbestritten

Leider ist die Quellenlage sehr dürftig - da die etruskische Sprache nicht übersetzt werden kann. Laut Wikipedia kennt man lediglich die Bedeutung von 150 Wörtern.

Das Etruskische war eine sogenannte "isolierte Sprache" - sie gehörte weder der indoeuropäischen noch der semitischen Sprachfamilie an.

Aber daß sich die Etrusker "untereinander oft nur mit Hilfe der Gebärdensprache einigermaßen verständlich austauschen konnten" ist doch eine Erfindung

Daß die Etrusker ein Volk waren, das den Gelehrten der Israeliten bekannt war, ist sehr wahrscheinlich - da die Etrusker viele Handelskontakte ins östliche Mittelmeer hatten
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#75
Man muss immer kritisch hinterfragen. Bei Texten, die offensichtlichen Sagencharakter haben, ist der historische Gehalt meist sehr gering.

Zudem vergisst Du eins: Texte wie das Buch Daniel behaupten doch gar nicht, historische Werke zu sein. Die biblischen Buecher aus der hellenistischen Zeit, wie Daniel oder Esther, sind das Aequivalent von Hollywood-Historienschinken. Sie sind Erbauungsliteratur, die geschichtliche Versatzstuecke benutzt, um die Erzaehlungen auszuschmuecken. Um Geschichte geht es in diesen Buechern nur am Rande. Esther ist eine Dramatisierung des Ueberlebens einer Verfolgungssituation, was auch dann die Herzen der Leute anspricht, wenn die Erzaehlung, wie in diesem Fall, keinerlei historischen Kern haben kann. Daniel dramatisiert das Ende der Babylonischen Gefangenschaft - immer ein beliebtes Thema - und befasst sich spaeter mit der politischen Situation des seleukidischen Judaeas. In beiden Faellen (bei Daniel im ersten Teil) haben wir es wohl mit fantasievollen Wiedererzaehlungen alter vorderasiatiascher Goettersagen zu tun. Ich habe den Begriff Hollywood nicht umsonst benutzt, weil es hier hauptsaechlich um erbauliche Unterhaltung geht, und da nimmt der Autor in Kauf, dass er Geschichte verbiegt und anpasst, weil sie, wie gesagt, nur als bunte Kulisse dient. Die Erzaehlungen leben von den Charaktern ihrer Heldenfiguren, und Geschichte war den Autoren egal.
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