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Jesus und Immanuel...
#16
(09-05-2019, 11:25)Sinai schrieb: Vom Wort "Adam" oder einem Bar Adam war nicht die Rede

Na und? "Bar Adam" waere halt die hebraeische Version. Wenn Dir Aramaeisch lieber ist, ist mir das reichlich egal.

Beides heisst im Prinzip erst einmal nicht "Menschensohn", sondern "Mensch". Erst bei der woertlichen Uebersetzung kommt im Deutschen diese Frage auf, was denn ein "Menschensohn" eigentlich sei. Die Frage stellt sich weder in Hebraeisch noch in Aramaeisch. Im Griechischen ist das aber schon anders; auch dort wirkt, wie im Deutschen, die direkte Uebersetzung komisch.
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#17
(09-05-2019, 17:06)Ulan schrieb: Na und? "Bar Adam" waere halt die hebraeische Version. Wenn Dir Aramaeisch lieber ist, ist mir das reichlich egal.



(09-05-2019, 11:25)Sinai schrieb: hebräisch ben-enosch oder aramäisch bar-enasch
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#18
Wie immer das auch heißen mag, auf das Schöpfungsgeschehen hat das keinen Einfluss.
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#19
(09-05-2019, 18:02)daVinnci schrieb: Wie immer das auch heißen mag, auf das Schöpfungsgeschehen hat das keinen Einfluss.


Es wäre halt schon interessant zu erforschen was es mit dem Begriff "Menschensohn" auf sich hat.
Oswald Spengler spricht vom Bringer des Weltbrandes

Warum schrieb Oswald Spengler so etwas? Er war kein Phantast sondern ein vielbeachteter Geschichtsphilosoph

(09-05-2019, 11:25)Sinai schrieb: In Beitrag # 2 hatte ich den Begriff Menschensohn / Barnasha erwähnt:
(07-05-2019, 22:05)Sinai schrieb: ( . . . )

Oswald Spengler schrieb darüber in seinem weltberühmten Werk 'Der Untergang des Abendlandes'
(15. Auflage dtv München. Dezember 2000 ISBN 3-423-30073-6)


Auf Seite 818 schreibt Oswald Spengler:

" … das Nahen des Barnasha, des Menschensohnes, der nicht mehr der verheißene nationale Messias der Juden, sondern der
Bringer des Weltbrandes ist.
"

Hervorhebung durch Oswald Spengler



Auffällig diese Aussage vom Barnasha (deutscher mißglückter Übersetzungversuch 'Menschensohn')
Folgende Schreibweisen zu Barnasha sind übrigens gebräuchlich:
hebräisch ben-enosch oder aramäisch bar-enasch

( . . . )
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#20
(08-05-2019, 10:33)daVinnci schrieb: Allerdings ist der "Barnasha" nicht der Bringer des Weltbrandes, sondern der Erklärer  der Welt, der gekündete Menschensohn Imanuel. 

( . . . )

O. Spengler, ein Sehender: " … das Nahen des Barnasha, des Menschensohnes, der nicht mehr der verheißene nationale Messias der Juden, sondern der Bringer des Weltbrandes ist."


Ich habe Immanuel im Wikipedia gefunden:
"Immanuel ist ein hebräischer Name (עִמָּנוּ אֵל „Gott (ist/sei) mit uns“) . . . "
Immanuel - Wikipedia


In alten Texten liest man immer wieder vom "Gottseibeiuns"
Was bedeutet das ?
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#21
(09-05-2019, 22:11)Sinai schrieb:
(08-05-2019, 10:33)daVinnci schrieb: Allerdings ist der "Barnasha" nicht der Bringer des Weltbrandes, sondern der Erklärer  der Welt, der gekündete Menschensohn Imanuel. 

( . . . )

O. Spengler, ein Sehender: " … das Nahen des Barnasha, des Menschensohnes, der nicht mehr der verheißene nationale Messias der Juden, sondern der Bringer des Weltbrandes ist."


Ich habe Immanuel im Wikipedia gefunden:
"Immanuel ist ein hebräischer Name (עִמָּנוּ אֵל „Gott (ist/sei) mit uns“) . . . "
Immanuel - Wikipedia


In alten Texten liest man immer wieder vom "Gottseibeiuns"
Was bedeutet das ?

Wer hat die alten Texte geschrieben?
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#22
(09-05-2019, 17:27)Sinai schrieb:
(09-05-2019, 17:06)Ulan schrieb: Na und? "Bar Adam" waere halt die hebraeische Version. Wenn Dir Aramaeisch lieber ist, ist mir das reichlich egal.

(09-05-2019, 11:25)Sinai schrieb: hebräisch ben-enosch oder aramäisch bar-enasch

Entschuldigung, es ist natuerlich ben adam. Ich habe Deinen Beitrag wohl gelesen, aber meine anders lautende Aussage war durchaus beabsichtigt. Der hebraeische Teil der Bibel benutzt ben adam fuer "Menschensohn", und dies insgesamt 107 Mal, dabei zum ueberwaeltigenden Teil im Buch Ezechiel, der Rest hauptsaechlich in den Psalmen. Dies ist also der gebraeuchliche hebraeische Ausdruck im AT fuer "Menschensohn".

Das Buch Daniel verwendet in seinem aramaeischen Teil (ki)bar 'anasch in der christlicherseits so beliebten Prophezeiung in Kapitel 7:13-14. Der aramaeische Ausdruck filtert halt auch in andere Texte hinein.

Das aramaeische bar 'anasch bedeutet dabei schlicht "Mensch". Die Messias-Interpretation ergibt sich aus der spezifischen Wortwahl bei Daniel, also kibar 'anasch, was "wie ein Mensch" bedeutet und deshalb zu endlosen Interpretationsversuchen gefuehrt hat. Die griechische Uebersetzung fuehrte dann zu dieser zusaetzlichen Merkwuerdigkeit das woertlich als "Menschensohn" zu sehen.


Das alles hat mit dem Threadthema aber wirklich nur wenig zu tun. Die eigentliche Frage war, warum der angekuendigte "Immanuel" nicht "Immanuel" hiess, nehme ich mal an. Ich habe jetzt keine Lust, das alles abzutrennen, aber bitte zum Thema zurueckkehren.

Ausfuehrungen zu deutscher Theatergeschichte entfernt. Hier geht's um eine Frage zum Christentum.
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#23
Den "Immanuel" bekommt man also in die Jesus-Geschichte nur indirekt hinein; Matthaeus ergeht sich ja oefter mal in sehr obskuren oder vollkommen an den Haaren herbeigzogenen Analogien zu AT-Texten. Der Schluessel liegt wohl im Anfang des Markus-Evangeliums. In den ersten Zeilen werden Stellen aus Isaja und Maleachi verknuepft, wobei interessanterweise der Kontext gar nicht geliefert wird. Schaut man an den Stellen nach, so geht es um Gott, der persoenlich den Tempel besucht, um zu richten. Dabei wird Johannes d.T. dem Boten gleichgesetzt, der ankuendigend vorangeht, und fuer Jesus ergibt sich dann die Rolle des Traegers des besuchenden Gottes, wodurch wir das "Gott bei uns" bekommen.
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#24
(10-05-2019, 08:26)Ulan schrieb: Den "Immanuel" bekommt man also in die Jesus-Geschichte nur indirekt hinein; Matthaeus ergeht sich ja oefter mal in sehr obskuren oder vollkommen an den Haaren herbeigzogenen Analogien zu AT-Texten. Der Schluessel liegt wohl im Anfang des Markus-Evangeliums. In den ersten Zeilen werden Stellen aus Isaja und Maleachi verknuepft, wobei interessanterweise der Kontext gar nicht geliefert wird. Schaut man an den Stellen nach, so geht es um Gott, der persoenlich den Tempel besucht, um zu richten. Dabei wird Johannes d.T. dem Boten gleichgesetzt, der ankuendigend vorangeht, und fuer Jesus ergibt sich dann die Rolle des Traegers des besuchenden Gottes, wodurch wir das "Gott bei uns" bekommen.

Der "Schlüssel" liegt bei Johannes 14.26 (beim Beistand/Heiligen Geist/Tröster/Vertreter!) + 1.Kor.13.10
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#25
(10-05-2019, 09:21)daVinnci schrieb: Der "Schlüssel" liegt bei Johannes 14.26 (beim Beistand/Heiligen Geist/Tröster/Vertreter!) + 1.Kor.13.10


Es würde das lesen leichter machen, wenn Du die von Dir erwähnten Bibelstellen dazukopierst; niemand kennt die Bibel auswendig.

Außerdem wäre interessant, welche Bibelübersetzung Du verwendest. Du schreibst "Euer Wissen":
Beitrag # 14
(09-05-2019, 11:57)daVinnci schrieb: Paulus, 1.Kor.13.9-10: "Euer Wissen ist Stückwerk. Wenn jedoch kommt das Vollkommene, dann wird das Stückwerk aufhören"!!!

In der Einheitsübersetzung steht jedoch: "unser"
"Denn Stückwerk ist unser Erkennen, / Stückwerk unser prophetisches Reden;" 1 Kor 13,9 (Einheitsübersetzung)
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#26
(10-05-2019, 07:40)Ulan schrieb: . . . ergibt sich aus der spezifischen Wortwahl bei Daniel, also kibar 'anasch, was "wie ein Mensch" bedeutet . . .



Spannend! Meinst Du Daniel 8:17 ? Dort steht aber nicht das aramäische Wort anasch sondern das Wort adam

In welcher Bibel kann ich kibar 'anasch finden ?
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#27
(10-05-2019, 11:05)Sinai schrieb:
(10-05-2019, 07:40)Ulan schrieb: . . . ergibt sich aus der spezifischen Wortwahl bei Daniel, also kibar 'anasch, was "wie ein Mensch" bedeutet . . .

In welcher Bibel kann ich kibar 'anasch finden ?

Steht doch in meinem Beitrag.
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#28
(10-05-2019, 09:21)daVinnci schrieb:
(10-05-2019, 08:26)Ulan schrieb: Den "Immanuel" bekommt man also in die Jesus-Geschichte nur indirekt hinein; Matthaeus ergeht sich ja oefter mal in sehr obskuren oder vollkommen an den Haaren herbeigzogenen Analogien zu AT-Texten. Der Schluessel liegt wohl im Anfang des Markus-Evangeliums. In den ersten Zeilen werden Stellen aus Isaja und Maleachi verknuepft, wobei interessanterweise der Kontext gar nicht geliefert wird. Schaut man an den Stellen nach, so geht es um Gott, der persoenlich den Tempel besucht, um zu richten. Dabei wird Johannes d.T. dem Boten gleichgesetzt, der ankuendigend vorangeht, und fuer Jesus ergibt sich dann die Rolle des Traegers des besuchenden Gottes, wodurch wir das "Gott bei uns" bekommen.

Der "Schlüssel" liegt bei Johannes 14.26 (beim Beistand/Heiligen Geist/Tröster/Vertreter!) + 1.Kor.13.10

Die synoptischen Evangelien sehen das halt anders.
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#29
(10-05-2019, 13:16)Ulan schrieb:
(10-05-2019, 09:21)daVinnci schrieb:
(10-05-2019, 08:26)Ulan schrieb: Den "Immanuel" bekommt man also in die Jesus-Geschichte nur indirekt hinein; Matthaeus ergeht sich ja oefter mal in sehr obskuren oder vollkommen an den Haaren herbeigzogenen Analogien zu AT-Texten. Der Schluessel liegt wohl im Anfang des Markus-Evangeliums. In den ersten Zeilen werden Stellen aus Isaja und Maleachi verknuepft, wobei interessanterweise der Kontext gar nicht geliefert wird. Schaut man an den Stellen nach, so geht es um Gott, der persoenlich den Tempel besucht, um zu richten. Dabei wird Johannes d.T. dem Boten gleichgesetzt, der ankuendigend vorangeht, und fuer Jesus ergibt sich dann die Rolle des Traegers des besuchenden Gottes, wodurch wir das "Gott bei uns" bekommen.

Der "Schlüssel" liegt bei Johannes 14.26 (beim Beistand/Heiligen Geist/Tröster/Vertreter!) + 1.Kor.13.10

Die synoptischen Evangelien sehen das halt anders.

Was immer die "Synoptiker" auch sehen, das große Schöpfungsgeschehen bleibt davon unberührt!
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#30
Sinai: "Es würde das lesen leichter machen, wenn Du die von Dir erwähnten Bibelstellen dazu kopierst; niemand kennt die Bibel auswendig."

Wann warst Du zuletzt beim Augenarzt? Soll ich Dir einen fähigen nennen?

Ich benutze überwiegend die Lutherbibel 1956/1964.
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