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JESUS der Sohn GOTTES?
#61
(07-10-2019, 05:54)Burkl schrieb: Bei der Bibelauslegung ist das "Wer?", verglichen mit anderen Texten, jedoch vergleichsweise wichtig. Klar gibt es den Grundsatz, dass jede Auslegung vernünftig argumentierbar sein muss. Aber um die Bibel richtig zu verstehen muss man vom Glauben der Kirche ausgehen und sie aus ihm heraus lesen .

Das ist sehr schoen ausgedrueckt, weil es verdeutlicht, warum die Auslegung der Bibel durch die RKK fuer jemanden, der die tatsaechliche Bedeutung hinter dem Text sucht, vollkommen wertlos ist. Das gewuenschte Ergebnis der Exegese legt hier naemlich die herausgelesene Bedeutung fest, was fuer eine sinnvolle Exegese natuerlich eine vollkommen unzulaessige Vorgehensweise ist.

Hier wird klar, warum die Rekonstruktion der Textgeschichte der Bibel vollkommen von Protestanten dominiert wird. Katholische Theologen koennen und duerfen oft nicht wissenschaftlich arbeiten. Deutschland ist da in gewisser Hinsicht eine Insel der Seligen, weil Staatsbeamte den Bannhammer der RKK eher verkraften als die reinen Kirchenangestellten anderer Laender.
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#62
(07-10-2019, 05:54)Burkl schrieb:
Sinai schrieb:Für mich sind die Argumente interessant - diese prüfe ich - ohne darauf zu achten wer das sagte

Das ist grundsätzlich eine gute Herangehensweise.

Aber um die Bibel richtig zu verstehen muss man vom Glauben der Kirche ausgehen und sie aus ihm heraus lesen .

wenn man die Bibel nur dann richtig verstehen kann, wenn man einen bestimmten Glauben als Grundlage voraussetzt...
und sich dazu auch noch keine Fragen bezüglich dessen stellen soll, der einen solchen Unsinn behauptet, ist das die eine Seite aller menschlichen Dummheit..

Aber immer wenn man meint, schlimmer könne es doch gar nicht mehr kommen, wird man trotzdem noch enttäuscht.

Burkl.. Gerade du, der du keinen einzigen Beitrag schreibst, ohne auf jemanden  Bestimmten als übergeordnete Autorität zu verweisen, der dafür bürgt,  was du behauptest....

....und auch in diesem Beitrag die Kirche mit ihrem Glauben, als die  einzig wahre Ausgangsbasis angibst, um die Bibel richtig zu verstehen.. nennst es eine grundsätzlich gute Herangehensweise, gar nicht zu überprüfen wer was sagt oder behauptet.

Natürlich bin ich jetzt diesbezüglich auch nicht so überrascht.. aber dennoch etwas verwirrt, weil ich trotz allem immer noch an das Gute im Menschen glaube.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#63
Wenn ich eine theologische Argumentation lese, dann interessiert mich nicht, ob diese Argumentation von der Katholischen Kirche, vom Opus Dei, von der Evangelischen Kirche (A.B.), von der Evangelischen Kirche (H.B.), von den Zeugen Jehovas stammt Ich kann selbst die Argumente lesen und die Aussage auf logische Konsistenz überprüfen. Ich bin nicht so ahnungslos, daß ich den Text danach bewerte, wer der Verfasser ist

Denn ich bin ja kein Parteisoldat, der einen Text nicht selbst bewerten darf, sondern sich nach der Herkunft orientieren muß
Wenn der Text von Genosse X geschrieben wurde, dann müssen wir alle loyal klatschen, und wenn der Text von einem von der Partei verurteilten geschrieben wurde, dann müssen wir alle Buh schreien

Konkret: der von 'Burkl' zur Verfügung gestellte Text ist inhaltlich interessant:
"a) Im Evangelium nach Lukas, Kap. 2,6, heißt es, Jesus sei „der Erstgeborene“ Marias. Man ist daher geneigt anzunehmen, er sei der Älteste von mehreren Geschwistern. In Wirklichkeit jedoch ist der Ausdruck „Erstgeborener“ eine rechtliche Bezeichnung für den Sohn, dem keine männlichen Geschwister vorangehen (vgl. das alttestamentliche Buch Exodus, Kap. 12,29; 34,19 u. a.); er impliziert nicht, dass dem Erstgeborenen „Zweitgeborene“ nachgefolgt sind.
Dies bestätigt unter anderem eine hebräische Inschrift, laut der eine Mutter bei der Geburt ihres „Erstgeborenen“ starb; das Kind wird also „Erstgeborener“ genannt, obwohl ihm keine Geschwister nachfolgten."


Ich finde diese Argumentation interessant und plausibel - egal wer das geschrieben hat

Du wurdest schon mehrfach gebeten, die dauernden Eigenzitate zu unterlassen! - Ulan
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#64
(07-10-2019, 11:10)Sinai schrieb:
(06-10-2019, 19:54)Sinai schrieb:
(06-10-2019, 18:14)Bion schrieb: Das, was im Opus-Dei-Artikel vorgetragen wird


Es dürfte keine Rolle spielen, wer eine Beweiskette vorbringt.


Wenn ich eine theologische Argumentation lese, dann interessiert mich nicht, ob diese Argumentation von der Katholischen Kirche, vom Opus Dei, von der Evangelischen Kirche (A.B.), von der Evangelischen Kirche (H.B.), von den Zeugen Jehovas stammt

Das schlägt sich dann auch in solchen unsinnigen Behauptungen von dir nieder, wie z.B. ....dass Fronleichnam in Wirklichkeit Vronleichnam hieße...

Ja gut.. @Sinai.. es braucht natürlich immer und für alles eine "hehere"  Rechtfertigung.  Und theologische Rechtfertigungen sind hierfür auch gerade deswegen so beliebt, weil sich doch immer noch recht wenige trauen, hochgradige wie ebenso bösartige Narzissten die sich als Theologen ausgeben, an die Wand zu stellen....
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#65
@Sinai: Burkl hat die Vorgehensweise der katholischen Exegese in Beitrag #60 dargelegt, was erklaert, warum die Argumente in dem verlinkten OpusDei-Artikel wenig stichhaltig sind. Es werden vereinzelte Punkte herausgegriffen und diese in einer Weise interpretiert, dass sie ins Dogma passen. Alle gegenteiligen Evidenzen werden ignoriert.

Wir sind ueber diese Bibelstellen zur Familie Jesu schon im Detail druebergegangen. Hier ist Kontext wichtig, und im Kontext ist klar, dass von Jesu Mutter und seinen Geschwistern die Rede ist. Moegliche andere Wortbedeutungen werden dann uninteressant.
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#66
Ja Mensch, dann hatte halt der Josef noch welche mit einer anderen Frau, die dann gestorben ist. Menno!

Der Titel lautet "Jesus der Sohn Gottes". Das Historische ist doch nicht relevant, sondern es ist die Qualität Jesu als Gottessohn, in Seiner Barmherzigkeit, Opferbereitschaft, Weisheit, Stärke, usw. die einen religiösen Menschen interessieren. Wir wollen mehr werden und sein, und das ist die Inspiration und der Antrieb dafür.
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#67
(07-10-2019, 15:07)eddyman schrieb: Ja Mensch, dann hatte halt der Josef noch welche mit einer anderen Frau, die dann gestorben ist. Menno!

Der Titel lautet "Jesus der Sohn Gottes". Das Historische ist doch nicht relevant, sondern es ist die Qualität Jesu als Gottessohn, in Seiner Barmherzigkeit, Opferbereitschaft, Weisheit, Stärke, usw. die einen religiösen Menschen interessieren. Wir wollen mehr werden und sein, und das ist die Inspiration und der Antrieb dafür.

Ach .. ?

Jesus hat sich  kreuzigen lassen... und die, die ihn später zum Gottes Sohn ernannten und ihm in dieser von ihnen selbst angefertigten Rolle nacheiferten, haben sogar jeden fürchterlich verhaut, wenn nicht sogar abartig gequält, oder gar getötet, wenn der seinen Zweifel bezüglich der göttlichen Herkunft hatte. Die Juden habe sie fertig gemacht und die fanatischsten unter diesen vom göttlichen Auserwähltenwahn Getriebenen, die den Judenhass säten und perverseste Verschwörungstheorien bezüglich der Juden verbreiteten, werden heutzutage von gar einigen der Nachahmer seiner angeblichen Gottesverwandschaft als Heilige verehrt.

Nimms mir bitte nicht übel @eddyman.. Aber (menschliche) "Qualität" ist wirklich etwas ganz anderes, als ideologischer Narzissmus, welcher sich ohnehin kaum vom "malingen" unterscheidet.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#68
(07-10-2019, 15:07)eddyman schrieb: Ja Mensch, dann hatte halt der Josef noch welche mit einer anderen Frau

Auch das ist eine Erfindung
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#69
Geobacter schrieb:Nimms mir bitte nicht übel @eddyman.. Aber (menschliche) "Qualität" ist wirklich etwas ganz anderes, als ideologischer Narzissmus, welcher sich ohnehin kaum vom "malingen" unterscheidet.

Dich interessiert Religion doch überhaupt nicht, was sollen wir hier reden?!
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#70
@eddyman: Ich weiss, was Du hier sagen willst, indem Du Geobacters (und wahrscheinlich auch meine) Einwuerfe oft als stoerend empfindest. Wenn das zu oft kommt, kann ich das auch nachvollizehen.

Ich glaube aber das deine Aussage, woertlich genommen, falsch ist. Ich denke, Geobacter interessiert sich sehr fuer Religion, genau wie ich auch, uebrigens. Nur, es ist halt etwas anderes, was uns an Religion interessiert, als das, was Dich daran interessiert (wobei auch die Interessen Geobacters und meine nicht uebereinstimmen). Wenn Dich die Einwuerfe stoeren, lies halt einfach darueber hinweg.

Bei der Threadfrage ist es nun einmal so, das wir, im wissenschafltichen Sinne, tatsaechlich nichts hundertprozentig Genaues ueber die Verwandtschaftsverhaeltnisse Jesu wissen. Was Jesu Gottessohnschaft betrifft, geben die Evangelien unterschiedliche Antworten, aber auch darueber wird gestritten, da die aelteren Evangelien offensichtlich die juengeren Texte nicht kannten und gar nicht auf die Idee kamen, dass das jemand so vollkommen anders verstehen konnte, und hier keine hellseherischen Klarstellungen liefern (die Kommentare zu vormals gemachten Aussagen stehen im Johannes-Evangelium).

Die Kirche hat sich halt auf das Konstrukt des Johannes-Evangeliums als verbindlich festgelegt, weil das das einzige der vier kanonischen Evangelien ist, das sich in einigen Punkten so klar festlegt, dass man sie nur schwer "wegerklaeren" kann. Dazu kommen einige spaeter beschlossene Dogmen, die dann krampfhaft in die Texte rueckprojiziert werden. Ob man den Tanz mitmacht, kann halt jeder selbst entscheiden. Ich halte die frueheren Texte halt fuer in einiger Beziehung authentischer, auch wenn ich da wiederum andere Signale sehe, die noch weitere Interpretationen zulassen, die weit ueber das hier besprochene Thema hinausgehen.
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#71
(08-10-2019, 11:08)eddyman schrieb:
Geobacter schrieb:Nimms mir bitte nicht übel @eddyman.. Aber (menschliche) "Qualität" ist wirklich etwas ganz anderes, als ideologischer Narzissmus, welcher sich ohnehin kaum vom "malingen" unterscheidet.

Dich interessiert Religion doch überhaupt nicht, was sollen wir hier reden?!

Religion geht uns alle an, auch wenn man selber  wenig bis gar nichts damit am Hut hat. Und in meinem Fall trifft auch das gar nicht zu. Gemeinschaft, Gemeinde, unser kulturelle Identität.. usw usf. hat durch alle Instanzen stets mit Religion zu tun.. Sogar beim kochen unserer Lieblingsgerichte ist immer auch ein bisschen Religion mit dabei.. (Rituale)

Religion ist also nicht unbedingt etwas Schlechtes oder gar komplett Falsches. Entscheidend ist, wie man damit umgeht. Religion hat also sowohl sehr nützliche, wie auch sehr abgründige Seiten. Und diese abgründigen Seiten der Religion sind der ideale Lebensraum hochgradiger Narzissten und vieler krankhafter Egozentriker, die an einer unheilbaren Form von Auserwählten-Wahn leiden.

Ja, sie leiden...
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#72
Ja, ist wohl besser ich lese darüber hinweg...
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#73
(08-10-2019, 22:31)eddyman schrieb: Ja, ist wohl besser ich lese darüber hinweg...

Demokratie ist ein gesunder Mischwald. Eine gesunder Mischwald ist eine Gemeinschaft in der alle friedlich zusammenarbeiten, damit kein "Unkraut" die Überhand erhält.
Hierzu ein interessanter Aufsatz der ganz gut ins Thema passt.  *https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article13536211/Die-neue-Macht-der-Spoekenkieker.html
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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