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Kirche in Selbstzensur : Problemkreis Verwerfungen in der Arbeitswelt
#16
(12-07-2019, 00:36)Sinai schrieb:
(11-07-2019, 12:16)Kreutzberg schrieb: Ich habe das Thema nur deshalb eröffnet, weil ich seinerzeit nach den Hartz-Gesetzen eine klare Position der Kirche vermisst habe. Wenn die Kirche die Erwerbsarbeit auch als sinnstiftend in Predigten betont muss man auch einmal deutlicher werden.


Sehr richtig !

Und was ist mit der gerechten Gleichstellung des Lohnes von Mann und Frau. Seit Jahrtausenden arbeiten Frauen fast doppelt so viele Stunden wie Männer. Verdienen aber immer noch weniger als Männer. Hartz-Empfänger arbeiten überhaupt nicht..
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#17
Ich halte nichts von einer allgemeinen Gleichmacherei. Die gibt es nicht, weder in der Natur, noch in einer Gesellschaft. alle, die es versucht haben, sind gescheitert.
Aber ich halte viel von Gerechtigkeit. Dazu gehört, das Menschen, egal, ob es Männer oder Frauen sind, für die gleiche Arbeit, den gleichen Lohn erhalten.
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#18
Wieso geht man auf den Kern meines Beitrages nicht ein ? Wenn soziale Gerechtigkeit und Teilhabe ein
Kernthema der Kirche ist muss man auch die Arbeitswelt mal in den Focus nehmen. Es ist bestimmt nicht
so, dass da Arbeitgeber und Gewerkschaften gleich aufschreien wollen.

Für mich ist das Stillschweigen zumindest ein Indiz für eine gewisse freiwillige Selbstsensur zu diesem
Schlüsselthema der christlichen Arbeitnehmer und Bürger.
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#19
(17-07-2019, 11:12)Kreutzberg schrieb: Wieso geht man auf den Kern meines Beitrages nicht ein ? Wenn soziale Gerechtigkeit und Teilhabe ein
Kernthema der Kirche ist muss man auch die Arbeitswelt mal in den Focus nehmen. Es ist bestimmt nicht
so, dass da Arbeitgeber und Gewerkschaften gleich aufschreien wollen.

Für mich ist das Stillschweigen zumindest ein Indiz für eine gewisse freiwillige Selbstsensur zu diesem
Schlüsselthema der christlichen Arbeitnehmer und Bürger.

Kreuzberg.. nach den Vorstellungen der Kirche steht der Wille Gottes über den Menschenrechten.
*https://www.deutschlandfunk.de/staat-und-religion-der-vatikan-und-die-menschenrechte.886.de.html?dram:article_id=308219
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#20
Das ist eine typische Nebenkerze, denn der Wille Gottes gründet sich auf eine eigenwillige Deutung
von selbsternannten Bibelexperten. Das hat aber auch mit meinen Ausführungen relativ wenig zu tun.
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#21
(17-07-2019, 17:10)Kreutzberg schrieb: Das ist eine typische Nebenkerze, denn der Wille Gottes gründet sich auf eine eigenwillige Deutung
von selbsternannten Bibelexperten. Das hat aber auch mit meinen Ausführungen relativ wenig zu tun.

Nee Kreuzberg, auch deine Deutung und Ausführungen sind da keine kleines Bisschen mehr wert. Gottes Wille lebt nur deswegen auf Erden, weil sich jeder Depp selbst zum Experten der Bibelauslegung ernennen kann. Wenn er noch genügend andere von seiner Auslegung überzeugen kann, dann nennt man den Club eine Religionsgemeinschaft. Dass dann ein lebendig gewordener Ideologischer Narzissmus  die Herrschaft über den Schwarm-Wahn übernimmt ist wohl klar.
Und ich denke wenn dann ein Mitglied einer solchen Religionsgemeinschaft, jede andere Bibeldeutung als eigenwillige Deutung selbsternannter (inkompetenter) Bibelexperten diffamieren will. obwohl man eigentlich auch selber nur ein Mitläufer eines solchen eigenwilligen "selbsternannten Experten" ist, ist schon wirklich erstaunlich.

Wenn es auf der Welt keine Potentialgefälle/Schwankungen (Ungerechtigkeiten innerhalb der Naturgesetze) gäbe, gäbe es auch uns Menschen nicht. Dem unbegrenzten Streben nach oben muss man mal den Kopf abschneiden.. dann beleibt auch unten  für all jene wieder etwas mehr übrig, die bei der Verteilung von Gottes Tallenten etwas zu kurz gekommen sind. Aber das wollen selbst die allerchristlichsten Christen nicht.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#22
(17-07-2019, 11:12)Kreutzberg schrieb: Wieso geht man auf den Kern meines Beitrages nicht ein?
Hier hat wohl niemand die Kompetenz dazu. Ich bin allerdings auf dem Server der Evangelischen Kirche im Rheinland (ekir.de) fündig geworden. Z. Z. habe ich aber keine Chance, diese Gedanken zu studieren.

*https://www.ekir.de/www/service/cpr-15547.php

Ich denke, dass sich auch römisch-katholische Theologen ähnliche Gedanken machen. Manchmal arbeiten die Großkirchen in solchen Dingen zusammen.

(17-07-2019, 11:12)Kreutzberg schrieb: Für mich ist das Stillschweigen zumindest ein Indiz für eine gewisse freiwillige Selbstsensur zu diesem Schlüsselthema der christlichen Arbeitnehmer und Bürger.
Das scheint nur so. Die Kirchen geben alle paar Monate Dossiers zu diesem und anderen gesellschaftspolitischen Themen heraus. Das Schweigen kommt von den anderen Presse-, Funk- und Fernseh-Anstalten und Institutionen!

Es ist nicht nur bei Facebook & Co. so, dass man nur zu lesen bekommt, was im Mittel erwartet wird. Dasselbe gilt für die traditionellen Medien. Auch dort bekommt man nur zu lesen, was mutmaßlich "gefällt".
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#23
(12-07-2019, 00:35)Sinai schrieb: Die Trennung von Kirche und Staat erfolgte 1776 in den protestantischen USA
DORT gab es die meisten "christlichen" Rassisten und Sklavenhalter

Du wirst nicht muede, diese falsche Behauptung zu wiederholen. Die meisten Sklaven "verbrauchte" das katholische Brasilien (etwa 10 mal mehr als die USA). Merke Dir das endlich mal.

Mit der Trennung von Kirche und Staat hat das sowieso nichts zu tun, und mit dem Thema erst recht nicht!
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#24
(17-07-2019, 17:57)Geobacter schrieb: Gottes Wille lebt nur deswegen auf Erden, weil sich jeder Depp selbst zum Experten der Bibelauslegung ernennen kann.


Spannende Aussage. Willst Du eine Hierarchie von oben nach unten einführen ?
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#25
(17-07-2019, 11:12)Kreutzberg schrieb: Wieso geht man auf den Kern meines Beitrages nicht ein ? Wenn soziale Gerechtigkeit und Teilhabe ein
Kernthema der Kirche ist muss man auch die Arbeitswelt mal in den Focus nehmen.


Vielleicht solltest Du selbst mal konkret werden und einen Vorschlag machen, was Du Dir vorstellst
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#26
Natürlich will ich mal klare Positionen zur heutigen Arbeitswelt. Ob ich das sage oder nicht oder einen Wunschzettel an die Deutsche Bischofskonferenz schicke ist aber zweitrangig, weil die beiden Kirchen sich verabschiedet haben zu diesem wichtigen Themenfeld : der Arbeitswelt !!!

> darüber wäre Kolping & Co. sicherlich sehr enttäuscht gewesen !!!
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#27
Die haben in der Beziehung wohl mit sich selbst zu tun, wo sie doch wegen ihrer arbeitsrechtlichen Bestimmungen bis vor einen europaeischen Gerichtshof geschleppt wurden.
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#28
Das mag sein, sollte jedoch richtig eingeordnet werden. 

Es ist aber fair hier kein "Baching" zu betreiben, denn die beiden Konfessionen befinden sich zwangsweise hier in einem schmerzhaften Wandlungsprozess. Das ist immer so, wenn man von einer Entwicklung getrieben ist.

Die häufig angeführte schlechte Entlohnung ist natürlich ein Punkt der bei einem kritischen Dialog gerne gegen die Kirche angeführt wird. Allerdings sind "Fielmann & Co." in diesem Punkt noch viel, viel schlimmer !!! - diese Vergütungen sind alles andere als leistungsgerecht.
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#29
(24-07-2019, 17:44)Kreutzberg schrieb: Das mag sein, sollte jedoch richtig eingeordnet werden. 
Richtig einordnen muss man Leute, die anderen gerne den Willen ihres Gottes predigen...nur weil es sie kränkt, dass diese anderen ihren eigenen Willen haben.
(24-07-2019, 17:44)Kreutzberg schrieb: Es ist aber fair hier kein "Baching" zu betreiben, denn die beiden Konfessionen befinden sich zwangsweise hier in einem schmerzhaften Wandlungsprozess. Das ist immer so, wenn man von einer Entwicklung getrieben ist.
(Ideologischer Narzissmus der zusehen muss, wie seine psychotischen Machtwerkzeuge wirkungslos werden, den trifft es selbstverständlich immer besonders schmerzhaft) Eine sinnvolle Umstrukturierung der Kirchen kann es nur dann geben, wenn die mal den Sprung aus dem Mittelalter in die Gegenwart wagen. Und "Baching" kann diesbezüglich durchaus motivieren.

(24-07-2019, 17:44)Kreutzberg schrieb: Die häufig angeführte schlechte Entlohnung ist natürlich ein Punkt der bei einem kritischen Dialog gerne gegen die Kirche angeführt wird. Allerdings sind "Fielmann & Co." in diesem Punkt noch viel, viel schlimmer !!! - diese Vergütungen sind alles andere als leistungsgerecht.

Leistungsgerecht.. ist relativ. Wenn unten mehr übrig bleiben soll, dann muss man es oben wegnehmen. Und da müssten die Kirchen zu aller erst mal bei sich selber anfangen, bevor sie anderen Wasser predigen.

Jede gerechte Entlohnung muss ja auch zuerst mal immer erwirtschaftet werden.. Kein Arbeitgeber kann jemanden gerecht entlohnen, wenn er die Mittel nicht hat. Der Chef kann aber bei seinem eigenen Lohn, welcher nicht selten besonders großzügig ist, etwas sparsamer sein.

Es sollte Gesetze geben, die Einkommen nach oben begrenzen. Was will ein Mensch mit einem Einkommen anfangen, wenn dieses Einkommen um vielfaches höher ist, als er überhaupt ausgeben kann. Natürlich sind Jachten teuer.. und Partys auf denen teurer Wein und Kaviar gereicht wird, von dessen Nominalwert eines einzigen Glas- oder Löffel-voll, schon genug wäre, in manchem Entwicklungsland die  gesamte Ausbildung mehrerer Kinder über Jahre hinweg zu finanzieren...sind auch nicht billig.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#30
Diese Rechtfertigungen überzeugen nicht. Mir ist bspw. kein Zitat bekannt bei
denen im Vorfeld zum Mindestlohn sich an die Seite der negativ betroffenen
gestellt hat. Das ist auch ein Grund weshalb man der Kirche hier Doppelzüngigkeit
vorwirft.

Es bleibt dabei - dieses Verhalten kann man nur mit Selbstsensur überzeugend
erklären.
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