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Wundervolle Brotvermehrung
#1
"Sie sprachen zu ihm: Wir haben hier nichts als fünf Brote und zwei Fische." Matth 14:17

Nun fand ich eine interessante These:

"Die Fünfzahl wurde bereits früh auf die Zahl der Bücher der Tora gedeutet, die Zweizahl der Fische auf Propheten und Schriften"
"Bibelwissenschaft.de
Brot (AT)
4.2 Brotwunder

Das klingt nicht unplausibel. Vielleicht versteckt sich hinter der vordergründigen Geschichte mit ihrem volkstümlichen Inhalt (es sind tausende hungrige Mäuler zu stopfen aber nur fünf Brote und zwei Fische vorhanden) ein tiefer Inhalt:
Die Thora ist die Hauptsache (die fünf Brote) und die beiden Fische sind die schmackhafte und wertvolle Beilage (Propheten und Schriften)
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#2
(29-10-2019, 17:27)Sinai schrieb: Das klingt nicht unplausibel. Vielleicht versteckt sich hinter der vordergründigen Geschichte mit ihrem volkstümlichen Inhalt (es sind tausende hungrige Mäuler zu stopfen aber nur fünf Brote und zwei Fische vorhanden) ein tiefer Inhalt:
Die Thora ist die Hauptsache (die fünf Brote) und die beiden Fische sind die schmackhafte und wertvolle Beilage (Propheten und Schriften)

Wenn jeder von denen welche alle an der mündlichen Überlieferung dieser Wundergeschichte beteiligt waren, nur um 10 Teilnehmer übertrieben hat.. und das ist bei  begeisterten Fans solcher Ereignisse eher ziemlich wenig. dann kann man sich gut ausrechnen, wie viele Teilnehmer ursprünglich wirklich dabei waren..

Es wäre dann auch noch möglich, dass man in dieser Geschichte auch genau den selben Gründen aus ursprünglich 50 Broten, nur 5 gemacht hat. Märchen und Wundergeschichten müssen halt immer ein bisschen unglaublich klingen. damit sie besonders schön sind.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#3
Und was sind dann die 7 brote in Matthåus 15 vers 36 ?

MfG Rixbib
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#4
In Matthäus 15:34 steht tatsächlich: "ein paar Fische"

Die deutschen Bauern, denen das erste Mal aus der Lutherbibel vorgelesen wurde, dachten wohl an Forellen und andere Fische, die sie kannten, und die man in die Hosentasche stecken konnte

Aber vielleicht waren es ein paar zentnerschwere Thunfische ?
Der Thunnus thynnus (680 kg) lebt im Mittelmeer! Und Judäa lag bekanntlich nicht am deutschen Laxbach, sondern eben am Mittelmeer Icon_cheesygrin
Zur Zeit Jesu (also Jahrzehnte vor dem Jüdischen Krieg) gab es einen florierenden Handel mit gepökeltem Fisch von Jaffa nach Jerusalem; Fischhändler brachten auf Ochsenkarren auf den Römerstraßen ihre begehrte Ware ins Landesinnere

Und auch der Begriff "Brote" ist relativ. Ein kleines Brot kann man in die Tasche stecken, aber in alten Zeiten gab es oft dörfliche Gemeinschaftsbacköfen und da hatte so ein Brot oft ein beachtliches Gewicht - besonders wenn ein Massenansturm von Pilgern erwartet wurde, spielte man nicht mit kleinen Brötchen herum, sondern patzte gleich einen Zentner Teig aufs Backblech und schob es in den Ofen

Auch heute werden bei Massenevents - weniger aus Not, sondern als Belustigung - riesengroße Brote gebacken.
Wenn man ins Google schreibt: Das größte Brot der Welt
dann findet man spannende Berichte
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#5
(01-03-2020, 14:33)Rixbib schrieb: Und was sind dann die 7 brote in Matthåus 15 vers 36 ?

MfG Rixbib

"Unglaubliche" Legenden sind halt viel schöner.....
Ob gute Menschen welche  gerne und unkritisch alles glauben, was man ihnen so an Erzählungen und mündlichen Überlieferungen, die über viele "menschliche Zwischenstationen" gegangen sind... die schlaueren sind.?

Aus dem Alltagsleben wissen wir, dass Geschichten von realen Ereignissen... welche auf eine mündliche Reise gehen...
schon nach ein paar Wochen nichts mehr mit dem Orginal zu tun haben. Und das heute.. Wie war das wohl damals?
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#6
(01-03-2020, 22:34)Sinai schrieb: Aber vielleicht waren es ein paar zentnerschwere Thunfische ?

Solche apologetischen Verrenkungen haben schon etwas Erheiterndes an sich. Wir reden von der Umgebung des Gennesaret- Sees, also keine Thunfische.
Solche Ueberlegungen sind eh etwas am Sinn des Textes vorbei.
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#7
(02-03-2020, 02:53)Ulan schrieb:
(01-03-2020, 22:34)Sinai schrieb: Aber vielleicht waren es ein paar zentnerschwere Thunfische ?

Wir reden von der Umgebung des Gennesaret- Sees, also keine Thunfische.


In ganz Judäa, somit auch in der Provinz Galiläa beim See Genesareth sowie auch beim fischlosen Toten Meer wurde mit gepökelten Fischen und Purpurschnecken des Mittelmeers gehandelt.

Klar aß man in der Umgebung des See Genesareth gerne den billigen Fisch aus dem See, aber die Fischer des Sees hatten kein Handelsmonopol

Im Römischen Imperium (zu dem auch die Provinz Judäa gehörte) florierte der Handel. Die Römer hatten gute Straßen errichtet. Rom lag auch nicht am Mittelmeer und dennoch aßen die Einwohner der Stadt Rom oft Meeresfisch

Die Stadt Rom aß sogar Getreide aus dem fernen Nordafrika !
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#8
Ueber Handelsgueter hatten wir uns schon mal ausgelassen. Da ging's um haltbare Lebensmittel wie Getreide, Wein und Oel. Dass die Stadt Rom von aegyptischem Getreide abhing, ist eine allgemein bekannte Tatsache. Sie lag auch recht nah zum Meer.

Das alles hat aber nichts mit meinem Einwand zu tun. Solche an den Haaren herbeigezogenen Erklaerungen, wie Du sie hier versuchst anzubringen, nehmen den Texten den Sinn. Sie sind also aus religioeser Sicht kontraproduktiv.
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