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Österreich: Asyl Suchende werden in der Corona-Krise vergessen
#1
Auf Geflüchtete wird in der Corona-Krise vergessen
derstandard.at › Inland › Sachpolitik › Gesundheitspolitik
"In den Bundesasylzentren leben laut Betreibern "viele Menschen auf engem Raum". Nun musste das erste Quartier unter Quarantäne gestellt werden"

Die österreichischen Behörden verbieten Menschenansammlungen. Mehr als 5 Leute dürfen nicht zusammenstehen
Kein Kino, kein Theater, kein Gottesdienst, keine Schule, keine Uni, keine Demonstration, kein Stammtisch

Nun leben aber in all den überfüllten "Asylzentren" hunderte Menschen auf engstem Raum zusammen !

Eine brandgefährliche Situation für die Flüchtlinge und für die Österreicher draußen

Nun fordern die NGO's dass die Flüchtlinge raus dürfen - und dass auch die Haftinsassen aus den Gefängnissen raus dürfen
Weil in den Justizanstalten leben ja auch hunderte bis tausende Menschen auf engstem Raum, die Spaziergänge im Hof sind genau so ein Gesundheitsrisiko wie eine Demonstration

Spannende Diskussion im Standard !

Soll ein einsitzender Einbrecher jetzt mit dem Leben zahlen müssen ? Eine Art indirekter Todesstrafe ?
Manche wollen, dass die Gefängnisse geöffnet werden und alle raus dürfen, manche wollen, dass die Gefängnisinsassen drinnen verrecken - die breite Masse hat noch keine Meinung
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#2
Neueste Nachrichten:

"Im Flüchtlingsheim Bergheim wurde ein Covid-19-Fall bestätigt. Die zuständige Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung stellte daraufhin das gesamte Quartier unter Quarantäne."

Aus dem in Beitrag # 1 erwähnten Standard Artikel (nachträglich hinzugefügt)

Na ja, da wird das Salzburger Flüchtlingsheim Bergheim zum Todescamp


--


Bin gespannt, wann das erste Gefängnis unter Quarantäne gestellt wird.
Besonders pikant: Was ist wenn jemand seine Strafe abgesessen hat und dennoch nicht hinaus darf . . .

Was ist mit dem Haftausgang, der ja dazu geschaffen wurde, damit Häftlinge ein halbes Jahr vor der geplanten Freilassung schön langsam an das Leben "draußen" gewöhnt werden? Der stundenlange Ausgang von 9 bis 16 Uhr ist gemeint

Was ist mit den Anwaltsbesuchen ??
Darf dann der Anwalt seinen Klienten nicht besuchen ?? Das wäre verfassungswidrig, denn jeder Gefängnisinsasse hat das Recht auf ein vertrauliches Beratungsgespräch unter vier Augen mit seinem Anwalt. Telephonisch geht das nicht, denn der Anwalt hat kiloweise Gesetzbücher mit. Und am Handy reden geht gar nicht, da hören die Beamten zu - der Klient will mit dem Anwalt zusammensitzen und sich im Flüsterton unterhalten . . . auf gefährliche Fragen unmerklich nicken oder wortlos leicht den Kopf schütteln

Beispiel: der Anwalt fragt "haben Sie nun Haschisch in der Zelle geraucht oder nicht?"
Da kann der Insasse nicht verbal "ja" antworten - das wäre ein Geständnis
Er schließt langam die Augen und das heißt "Ja"
Diese vertrauliche Kommunikation geht nur, wenn der Anwalt persönlich kommt

"Recht auf ein faires Verfahren" ist verfassungsrechtlich garantiert
Und da gehört persönliche anwaltliche Beratung dazu

Was nun ?
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#3
"Todescamp" ist Quatsch! Es passiert nichts anderes, als was z. B. auf einem Bauernhof mit einem Corona-Fall auch passiert. Vielleicht werden ein paar Leute krank. Sobald sie genesen sind und nicht mehr ansteckend, ist der Spuk vorbei. Im Übrigen wird in Krankheitsfällen so vorgegangen wie immer.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#4
(19-03-2020, 23:56)Ekkard schrieb: "Todescamp" ist Quatsch! Es passiert nichts anderes, als was z. B. auf einem Bauernhof mit einem Corona-Fall auch passiert. Vielleicht werden ein paar Leute krank. Sobald sie genesen sind und nicht mehr ansteckend, ist der Spuk vorbei.


Man sollte die Seuche nicht auf die leichte Schulter nehmen . . .

Obwohl Italien um etliche Dimensionen kleiner ist als China, hat Italien schon mehr Tote als China !

Die Seuche hat somit voll in Europa eingeschlagen

Siehe die brandaktuelle Meldung der Frankfurter Allgemeine Zeitung :
Italien meldet mehr Corona-Tote als China - dpa - FAZ
vor 5 Stunden - Rom (dpa) - Italien hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr Todesfälle als China gemeldet

PS: in Flüchtlingsheimen befinden sich bekanntlich ganze Familien - vom Säugling bis zum Opa
Und Menschen > 80 sind hier in so einem dicht belegten Heim, wo die Leute eng zusammenwohnen (da sitzen im Speisesaal mehr als 5 Leute am Tisch) extrem gefährdet

Jetzt ist ein Fall im Flüchtlingsheim Bergheim eingetreten und die Bezirkshauptmannschaft stellte daraufhin das gesamte Quartier unter Quarantäne

Würdest Du da drin auch nur eine Nacht verbringen wollen ??
Ganz ehrlich: Nicht für 20.000 Euro wäre ich bereit, dort auch nur eine Nacht zu verbringen !!!
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#5
n
(20-03-2020, 00:46)Sinai schrieb:
(19-03-2020, 23:56)Ekkard schrieb: "Todescamp" ist Quatsch! Es passiert nichts anderes, als was z. B. auf einem Bauernhof mit einem Corona-Fall auch passiert. Vielleicht werden ein paar Leute krank. Sobald sie genesen sind und nicht mehr ansteckend, ist der Spuk vorbei.


Man sollte die Seuche nicht auf die leichte Schulter nehmen . . .
Man sollte bei normalem Verstand  auch endlich mal einsehen, dass in dieser Situation jedwede Polemik überflüssig ist, wenn es keine Möglichkeiten gibt, damit etwas an der Lage zu ändern. 

Früher oder später werden fast alle Menschen auf unserem Planeten sich mit diesem neuen Virus infiziert haben. Auch Flüchtlinge.

Bezüglich Viren sollte man unbedingt wissen, dass Viren sich jedes mal, wenn sie von lebenden Zellen reproduziert werden auch immer ein kleinst wenig verändern. Das geschieht, weil  bei jedem Nachbau immer auch kleine Fehler passieren.

Dabei entstehen ständig  neue Varianten. Einige von diesern neuen Varianten können dann auch besonders tödlich sein..
Besonderes aggressive und tödliche Varianten eines Virus sind in der Regel weniger gefährlich.. auch wenn das zuerst mal wie ein unsinniger Widerspruch klingt.
Aber besonders tödliche Varianten töten ihre Wirte meist sehr schnell, so dass sie damit selbst eine größere Infektionskette verhindern und also bald mal wieder aussterben.

Am gefährlichsten sind Viren, welche zunächst mal bei über 90% der Menschen kaum oder fast keine Wirkung zeigen. Nur so können sie sich rasend schnell über den ganzen Globus ausbreiten, bevor ihre Existenz überhaupt jemandem auffällt.

Bei Covid-19 haben wir es genau mit einem solchen Virus zu tun. Das Virus reiste mit aller Wahrscheinlichkeit schon durch die Welt, als noch nicht mal die Chinesen von der Existenz dieses Virus wussten.

Wir wissen nun, dass Viren sich von Wirt zu Wirt ständig verändern (mutieren) weil sich bei ihrer Replikation jedes mal ein paar kleinste Fehler einschleichen. Vereinzelt können sich auch mal größere Fehler einstellen.
Genau so, wie es auch bei unserer Fortpflanzung immer wieder mal zu Störungen kommt, deren Ergebnis wir als Menschen mit mehr oder weniger ausgeprägten Behinderungen kennen.


Es ist also ziemlich unwahrscheinlich, dass sich schon auf absehbare Zeit  an der derzeit vorherrschenden Situation etwas zum Positiven ändern wird.

14 Tage Ausnahmezustand wird bei weitem nicht reichen......... Auch in Flüchtlingsheimen wird sich das Virus ungehindert ausbreiten.. ohne dass wir mehr tun können, als diese Ausbreitung möglichst lange genug zu verlangsamen, bis wirksame Medikamente oder eine entsprechende Schutzimpfung gefunden worden ist.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#6
Und was man hier unbedingt noch erwähnen muss.
Menschen, die nicht "glauben" wollen, dass es die Evolution halt nun mal doch gibt und dass diese Evolution keinen Plan und kein Ziel hat..sind derzeit eine der am meisten gefährden Gattungen (Varianten) der Spezies Homo sapien sapiens.

Einfach deswegen, weil sie die eigentlichen Ursachen nicht wahrhaben wollen.. und Probleme immer nur durch Schuldzuweisen lösen  möchten. Was aber bei Viren leider nicht funktioniert.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#7
(29-05-2016, 08:54)Sinai schrieb: …Flüchtlings-Freundlichkeit rächte sich…

Bei den Flüchtlingen gibt es zwei Kategorien: gewaltlose Wirtschaftsflüchtlinge (Parasiten im Sozialen Netz) und vertriebene Terroristen

(19-03-2020, 16:32)Sinai schrieb: Auf Geflüchtete wird in der Corona-Krise vergessen

Schön, dass du in diesen Zeiten zum warmherzigen Fürsprecher der Verfolgten mutierst.
MfG B.
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#8
Du hast allerdings vergessen zu erwähnen, dass es dabei um die aus Persien vertriebenen Revoluzzer ging, die nach Algerien kamen und dort
ihre Doktrin vertraten.
Ich hatte nämlich geschrieben:

"Als der Schah die schiitischen Umstürzler verfolgte, flohen viele in die sozialistische Volksrepublik Algerien,
wurden dort - da hochgebildet - mit offenen Armen aufgenommen, als Lehrer eingesetzt.
Diese Flüchtlings-Freundlichkeit rächte sich nach 10 Jahren. Eine Generation von Taliban war entstanden. Flächendeckend. (Hießen damals anders, auch hier gibt es Modenamen) . . .
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#9
Die Flüchtlingsfamilien im Salzburger Lager Bergheim sind aber arme Familien, und die Omas und Opas sind jetzt im abgesperrten Flüchtlingsheim extrem gefährdet

Und die österreichische Zeitung "Standard" wies auf dies hin

In all den überfüllten "Asylzentren" leben hunderte Menschen auf engstem Raum zusammen !

Im Flüchtlingsheim Bergheim wurde gestern ein Fall der aus Asien kommenden Grippe bestätigt, siehe Beitrag # 2

Dadurch sind die dortigen Alten durch die Anhaltung im Lager zum Tod verurteilt (die Sterblichkeitsrate bei Alten ist extrem hoch!)
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#10
(20-03-2020, 23:01)Sinai schrieb: (die Sterblichkeitsrate bei Alten ist extrem hoch!)
In der Regel liegt sie sogar bei 100%. Auch ganz ohne Virus.

Und dass in Flüchtlingsheimen besonders viele alte Opas und Omas leben, ist auch ein glatte Lüge.

Nichtsdestotrotz ist jetzt für niemand eine gute Zeit. Millionen kleine Selbstständige, die ihre Miete nicht mehr Zahlen können. Künstler und Freischaffende.. die vielleicht schon nächsten Monat ihre Quarantäne in einem Karton auf der Straße absitzen müssen...

Deutschland hatte allein heute 4000 Neuinfektionen...Obwohl der Brenner dicht ist. Auch wenn der Horror in ein paar Wochen etwas abklingen wird.. Fangen die wirklichen Probleme des Lebens danach erst noch so richtig an.. Viele Firmen/Betriebe die wegen der Krise Pleitegegangen sind.. Hunderttausende und vielleicht sogar ein Vielfaches davon, die dadurch ihre Arbeit verloren haben..  eine neue Finanz und Wirtschaftskrise.. mit möglicherweise einigen Millionen Obdachlosen.. usw. usf. Viele Flüchtlinge, die dann einen Asylantrag in ihren frühren Heimatländern stellen..
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#11
@Sinai: Du hattest in dem Zitat Fluechtlinge grundsaetzlich in zwei Kategorien eingeteilt: Parasiten und Terroristen.

Bion fand es wohl bemerkenswert, dass Dich ploetzlich die Gesundheit der von Dir als solche klassifizierten Parasiten interessiert (die Terroristen meinst Du ja nach eigener Auskunft diesmal nicht).

Gut, am Gesagten vorbeizuargumentiere ist ja Deine Standard-Verfahrensweise.
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#12
Im Salzburger Flüchtlingslager Bergheim leben zwar überwiegend Männer < 30, aber es sind auch einige alte Männer und alte Frauen darunter.

Greise die mitgeführt wurden

Über diese einfach drüberzufahren und sie bewusst zu gefährden, ist ein Novum in Österreich
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#13
Die sind nicht stärker gefährdet wie andere alte Menschen auch. Wenn sie miteinander im Familienverband leben, was in Österreich zB in bäuerlichen Familien durchaus noch vorkommt, wird es an der Disziplin der Familienmitglieder liegen, in welchem Umfang sie die älteren Menschen, die mit ihnen zusammen leben, der Gefahr aussetzen, infiziert zu werden.

Gefährlich sind in diesen Zeiten Mitmenschen, die Vergnügen daran haben, zu verunsichern und falsch zu informieren. Versuche also deine diesbezüglichen Neigungen möglichst gering zu halten.
MfG B.
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#14
Letztlich ist das ja auch in Altersheimen oder Krankenhaeusern nicht anders. In Krankenhaeusern sind wir an dem Punkt, dass Quarantaene von mit Infizierten in Kontakt gewesenem Personal nicht mehr moeglich ist (es sind schon zu viele Aerzte und Pfleger aus dem System raus) und stattdessen zweimal taeglich getestet wird. So etwas ist letztlich immer eine Abwaegungssache.
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#15
(21-03-2020, 02:18)Sinai schrieb: Im Salzburger Flüchtlingslager Bergheim leben zwar überwiegend Männer < 30, aber es sind auch einige alte Männer und alte Frauen darunter.

Greise die mitgeführt wurden

Über diese einfach drüberzufahren und sie bewusst zu gefährden, ist ein Novum in Österreich

(21-03-2020, 11:15)Bion schrieb: Die sind nicht stärker gefährdet wie andere alte Menschen auch.


Ich denke, das ist nicht zu vergleichen mit anderen alten Menschen
Denn: "Im Flüchtlingsheim Bergheim wurde ein Covid-19-Fall bestätigt. Die zuständige Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung stellte daraufhin das gesamte Quartier unter Quarantäne."
Siehe den elektronischen Zeitungsartikel mit der Überschrift: Auf Geflüchtete wird in der Corona-Krise vergessen
derstandard.at › Inland › Sachpolitik › Gesundheitspolitik
Anm.: Der Standard ist kein billiges Sensationsblatt, sondern eine renommierte österreichische Zeitung


Das heisst, da leben viele Menschen auf engstem Raum - und in dieser Menge wurde bereits ein Krankheitsfall bestätigt !
Der Keim ist leider schon drin im Massenquartier

Die österreichische Bundesregierung müßte sofort die Risikogruppe (die Alten) herausholen und getrennt an einem sicheren Ort in Quarantäne geben.

Mit schön reden und Kopf in den Sand kann man keine Seuche bekämpfen.

Ein Freund aus Österreich hat mich heute angerufen und mir erzählt, dass es in der Supermärkten schon eine Woche lang keine Desinfektionsmittel etc. gibt
Ist die österreichische Bundesregierung nicht in der Lage, der österreichischen chemischen Industrie Weisung zu geben, sofort die Produktion umzustellen und Desinfektionsmittel herzustellen? Wenn die Handelskanäle nicht funktionieren, dann soll das Zeug in Polizeistationen abgegeben werden. Jeder bekommt dort im Bezirk wo er polizeilich gemeldet ist, eine Flasche mit 1 Liter 
Wenn man nicht einmal in der Lage ist, so etwas (eigentlich eine Kleinigkeit) zu organisieren, dann ist das ein Armutszeugnis
Klar, dass man da keine Mahner hören will
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