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Die Pandemie ist eine demokratische Überforderung
#1
Ich bin jetzt draufgekommen, dass die österreichische Tageszeitung "Standard" sehr spannend ist.
Um mehr Leser zu finden, werden unglaubliche Überschriften geschrieben

Der folgende Artikel ist schon sehr steil:

Die Pandemie ist eine demokratische Überforderung
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#2
Ach, hat die Ueberschrift einen Anti-Demokraten wie Dich angesprochen, weil Du sie missverstanden hast?

In dem Artikel geht's um die Gefahren fuer die Demokratie, die durch die Pandemie-Bekaempfung entstehen.
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#3
Zu denken gibt folgendes Statement aus dem genannten Zeitungsartikel:
"Eine Pandemie hingegen verlangt nach staatlichem Handeln, das mit demokratischen Grundsätzen auf Dauer nicht vereinbar ist."
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#4
Was gibt Dir daran zu denken? Das passiert doch schon. Die Bewegungsbeschraenkungen sind im Prinzip undemokratisch. Sie sind von oben angeordnet. Man kann halt nur hoffen, dass der Staat sich dann auch wieder zurueckzieht. Die Nummer, die Orban da gerade abzieht, ist ja ein warnendes Beispiel, wogegen man unbedingt einen Riegel vorschieben muss.
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#5
(28-03-2020, 01:23)Ulan schrieb: Die Bewegungsbeschraenkungen sind im Prinzip undemokratisch.


Die "Bewegungsbeschraenkungen" sind eigentlich noch nicht undemokratisch - eine demokratisch von der Mehrheit gewählte Regierung verordnet das zum Besten der Menschen
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#6
Es werden Grundrechte ausgehebelt, also die demokratischen Rechte des Volkes per Gesetz oder Verordnung eingeschraenkt. Dass dahinter zunaechst eine gute Absicht erkennbar ist, aendert daran prinzipiell nichts. Inwieweit der Zweck die Mittel heiligt, ist immer auch eine Abwaegungsfrage.

Jedenfalls stellt der Artikel heraus, dass die Pandemie prinzipiell auf diese Weise eine Gefahr fuer die Demokratie darstellt, und Ungarn ist das erste Opfer, wo diese Befuerchtung wahr geworden ist.

Ansonsten arbeitet der Artikel aber auch sehr schoen heraus, dass die Demokratien grundsaetzlich die staerkeren Staaten sind, die effektiver arbeiten. Das scheinen manche Menschen gerne zu vergessen.
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#7
(28-03-2020, 01:39)Ulan schrieb: Es werden Grundrechte ausgehebelt, also die demokratischen Rechte des Volkes per Gesetz oder Verordnung eingeschraenkt. Dass dahinter zunaechst eine gute Absicht erkennbar ist, aendert daran prinzipiell nichts.


Es ist auch ein Grundrecht des Volkes, dass in Seuchenzeiten die Leute zu Hause bleiben und nicht blöd und gemeingefährlich herumrennen

Es gibt Jugendliche, die auch in Seuchenzeiten hirnlos und rücksichtslos Party feiern wollen.
Dass Narren diszipliniert werden, liegt im Interesse der Mehrheit
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#8
(28-03-2020, 01:44)Sinai schrieb: Es ist auch ein Grundrecht des Volkes, dass in Seuchenzeiten die Leute zu Hause bleiben und nicht blöd und gemeingefährlich herumrennen

Wo steht etwas von solch einem "Grundrecht"? Hat der Herr, der sich sonst gerne seiner juristischen Kenntnisse ruehmt, vielleicht vergessen, was ein Recht ist?
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#9
Und wo steht etwas von solch einem "Grundrecht" dass man in Seuchenzeiten Parties feiern dürfte ??

Seht Euch das an:
Steirischer FPÖ-Abgeordneter trat nach Corona-Party zurück
derstandard.at › Inland › Parteien › FPÖ
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#10
(28-03-2020, 01:30)Sinai schrieb:
(28-03-2020, 01:23)Ulan schrieb: Die Bewegungsbeschraenkungen sind im Prinzip undemokratisch.


Die "Bewegungsbeschraenkungen" sind eigentlich noch nicht undemokratisch - eine demokratisch von der Mehrheit gewählte Regierung verordnet das zum Besten der Menschen

Leider, weis auch eine von der Mehrheit gewählte Regierung nicht immer so ganz genau was in solchen Situationen Sache ist.
Alle Europäischen Regierungen haben im Zh. mit dem Virus zu spät reagiert.

Als man das Virus schon im Land hatte - (auch in Deutschland) - fanden noch immer Massenveranstaltungen statt.
Dann  überlegte man, ob es vielleicht Sinn machen könnte, erst mal nur  Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern abzusagen.. Als es sich abzeichnete, dass sich damit die kleinen Buschfeuer, die in inzwischen schon überall im Land ausgebrochen waren nicht mehr eindämmen ließen, kam man auf die Idee, dass wahrscheinlich nur Veranstaltungen mit nicht mehr als 100 Teilnehmern alles wieder gut machen könnten.. usw. usf.

Demokratie hat übrigens auch nichts mit einer irgendwelchen Mehrheit zu tun...  Und sogar das Gegenteil ist für gewöhnlich der Fall. Deswegen werden auch viele von denen, die bisher nicht mehr so recht an die Demokratie glauben wollten, dann, wenn die Sache ausgestanden ist, die Demokratie wieder sehr zu schätzen wissen.

Wenn es in einer Demokratie mal eine überwiegende Mehrheit gibt, dann regiert das Gesetz der Schwarmdummheit.
Auch zu Zeiten des sogenannten Dritten Reiches gab es eine solche überwiegende Mehrheit.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#11
(28-03-2020, 01:52)Sinai schrieb: Und wo steht etwas von solch einem "Grundrecht" dass man in Seuchenzeiten Parties feiern dürfte ??

Du hast prinzipiell ein Grundrecht auf Bewegungsfreiheit. Dieses Grundrecht ist jetzt eingeschraenkt. Darum geht es. Du argumentierst hier schlicht in falschen Kategorien.

Die Einschraenkung von Grundrechten gibt es aus vielerlei Gruenden, einige mit besserer Begrundung als andere. Das aendert aber nichts daran, dass wir es mit Einschraenkungen von Grundrechten zu tun haben. Da muss man halt aufpassen, dass das kein Selbstlaeufer wird.
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#12
Das Grundrecht auf Schutz der Gesundheit ist höherrangig als das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit
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#13
(28-03-2020, 03:19)Sinai schrieb: Das Grundrecht auf Schutz der Gesundheit ist höherrangig als das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit

Wo wuerde dieses "Grundrecht auf Schutz der Gesundheit" stehen?

Edit: Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist es uebrigens andersherum.
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#14
Ungewöhnliche Anlässe erfordern halt ungewöhnliche Maßnahmen. That's it.

Mit freundlichem Gruß
Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt kriegt unchristliche Antworten (W. Busch) 
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#15
(28-03-2020, 06:45)Davut schrieb: Ungewöhnliche Anlässe erfordern halt ungewöhnliche Maßnahmen. That's it.

Auch wenn der Anlass alles andere als ein Grund zu Freude ist, zeigt er doch gerade jetzt die Stärken der Demokratie auf...... und vor allem aber auch die Schwachsinnigkeit all jener Leute, welche bisher die Demokratie  mit allen Mitteln zu untergraben versucht haben, um sie dann, wenn sie genug Chaos angerichtet haben, per Dekret ganz abzuschaffen, weil ja offensichtlich sei, dass sie nicht funktionieren würde.

Ich verfolge  nun schon seit 3 Wochen ganz genau die Entwicklung in den Usa. Was sich hier schreibe ist also nicht einfach nur meine eigene Meinung.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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