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Anmerkungen zur Parapsychologie
(23-07-2021, 22:59)Ulan schrieb: Spaeeter schritt dann zum Glueck die Reichskolonialverwaltung ein und Verbot derlei Versuche.

Jetzt auf einmal gefällt Dir die Reichskolonialverwaltung — hört! hört!  Icon_razz

Doch zurück zum Thema:

Schauen wir wieder einmal ins Wikipedia:
"Obwohl die Parapsychologie seit über 120 Jahren als wissenschaftliche Unternehmung existiert, wird sie von der Wissenschaftsgemeinde allgemein nicht als etablierte Wissenschaft anerkannt" Parapsychologie - Wikipedia

Aus diesem Wortlaut existiert die Parapsychologie seit über 120 Jahren als wissenschaftliche Unternehmung

Als offiziell nicht anerkannter Zweig der Wissenschaft

Aber insbesondere die angeblich atheistischen Sowjets machten Geheimversuche mit getauchten U-Booten, die sie natürlich in der Prawda
abstreiten mußten  Icon_razz
Eh klar
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(24-07-2021, 08:46)Sinai schrieb: Jetzt auf einmal gefällt Dir die Reichskolonialverwaltung — hört! hört!  Icon_razz

Ich habe nichts dergleichen gesagt. Allerdings neige ich - anders als Du - nicht zur Schwarz-Weiss-Malerei. Ich habe keine Probleme damit, einzuraeumen, dass auch eine Reichskolonialverwaltung mal eine positive Entscheidung treffen kann, genauso wie ich kein Problem damit habe, auch Robert Kochs negative Handlungen als solche zu bezeichnen.

(24-07-2021, 08:46)Sinai schrieb: Doch zurück zum Thema:

Das alles, inklusive der abschliessenden Bewertung, steht schon im Thread. "Zurueck zum Thema" bedeutet nicht, so zu tun, als haette die bisherige Diskussion nicht stattgefunden. Wenn Dir nichts Neues zu dem Thema einfaellt, dann lass es halt bleiben, hier zu schreiben.
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Es wird Zeit, in diesem Thread mal wieder was Interessantes zu bringen. Bei YouTube ist es das 50-minütige Video "Leben nach dem Tod - wissenschaftliche Belege" mit Prof. Dr.rer.medic. Oliver S. Lazar (geb. 1974). Er lehrt seit 2012 als Professor für Informatik, hat aber auch Humanmedizin studiert. - Wer glaubt, Jenseitskunde sei von A bis Z Schwindel, wird vielleicht doch nachdenklich, wenn er diesem hochqualifizierten Wissenschaftler zuhört.
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Scheint so, als wuerden wissenschaftliche Studien neuerdings in Esoterik-Verlagen veroeffentlicht.
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(26-12-2021, 23:17)Felix schrieb: Es wird Zeit, in diesem Thread mal wieder was Interessantes zu bringen. Bei YouTube ist es das 50-minütige Video "Leben nach dem Tod - wissenschaftliche Belege" mit Prof. Dr.rer.medic. Oliver S. Lazar (geb. 1974). Er lehrt seit 2012 als Professor für Informatik, hat aber auch Humanmedizin studiert. - Wer glaubt, Jenseitskunde sei von A bis Z Schwindel, wird vielleicht doch nachdenklich, wenn er diesem hochqualifizierten Wissenschaftler zuhört.

wofür genau soll er jetzt warum und inwiefern qualifiziert sein?

für esoterischen mumpitz durch "den tragischen Unfalltod einer Klassenkameradin seiner damals 13-jährigen Tochter im Jahre 2017"?

"Leben nach dem Tod" hat bekanntlich weder mit "Naturwissenschaften der Medizin" (was es nicht alles als studienfach gibt...) noch mit informatik zu tun (interessant übrigens, daß der herr nicht sagen will, an welcher privatuni er seinen lehrstuhl hat)
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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(27-12-2021, 17:23)petronius schrieb: interessant übrigens, daß der herr nicht sagen will, an welcher privatuni er seinen lehrstuhl hat

FOM in Essen. Er ist da als Professor fuer Wirtschaftsinformatik gelistet.

Er scheint aber schon das Beduerfnis zu verspueren, seine esoterischen Ausfluege aus der Wissenschaftswelt fernzuhalten (gilt ja genauso fuer seine "wissenschaftliche Studie").
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(27-12-2021, 17:43)Ulan schrieb: FOM in Essen

ah ja...

nun, da würde ich nicht allzu hohe naturwissenschaftliche kompetenz vermuten. aber wie du ja selber sagst, will der herr seine uni eh aus seinem spiritistischen hobby heraushalten, die kann also nichts dafür
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Mediziner müssen sehr wohl über naturwissenschaftliche Kenntnisse verfügen. Wenn Lazar daneben eine Professur für Informatik ausübt, darf man ihn doch wohl ohne Übertreibung als wissenschaftlich hochqualifiziert bezeichnen. Ein solches Doppelstudium ist eine enorme geistige Leistung. In seinem 50-minütigen Interview spricht er überdies mehreres an, was hier im Forum in letzter Zeit diskutiert wurde.
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Ich kenne einen alten Zahnarzt. Ein Dr.
Ein Arzt vom Scheitel bis zur Sohle

Sein Sohn ist ein Doppeldoktor, ein illustrer DDr.
Es war nämlich so, daß der Alte nicht von der sehr einträglichen Ordination gehen wollte, als sein Sohn promovierte. Der Filius mußte dann ein Zweitstudium (Theaterwissenschft) dranhängen um die Zeit sinnvoll totzuschlagen und erhielt den Zweitdoktor der brotlosen Kunst nachgeschmissen.
Aber eigentlich ist der DDr. an der Ordinationstür ein Makel
Riecht ein bisserl nach "Hansdampf in allen GassenIcon_razz  Eusa_clap  Eusa_clap  Eusa_clap  Eusa_clap  Heart  Heart  Occasion14  Wave
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(27-12-2021, 18:58)Felix schrieb: Mediziner müssen sehr wohl über naturwissenschaftliche Kenntnisse verfügen.

Kenntnisse sicherlich, aber wissenschaftliches Denken wird nicht unbedingt gefoerdert. Ich habe detaillierte Einblicke in die Ausbildung von Medizinern - was ja im Prinzip eher so etwas wie ein hochqualifizierter "Ingenieurs"beruf am menschlichen Koerper ist - da ich selbst an der Ausbildung angehender Mediziner beteiligt war. Lazar hat sich ja wohl schon waehrend des Medizinstudiums in Richtung medizinischer Informatik orientiert, so dass der Uebergang fliessend ist.

Aber ich habe gar nicht vor, hier - zumal ohne tiefergehende Einsichten in die Ausbildung des Herrn Professors - seine Qualifikation in seinem Taetigkeitsgebiet (Wirschaftsinformatik) anzuzweifeln. An seiner medizinischen Doktorarbeit hat er anscheinend seiner Biographie nach hoechstens ein Jahr lang gearbeitet, so dass das wohl eher eines der, eh, "weniger tiefgehenden", um es vorsichtig auszudruecken, war. Doktor ist bei Medizinern nicht gleich Doktor. Den Titel bekamen zumindest an der Instution, wo ich taetig war, auch Kandidat(inn)en, die "ihre" Arbeit anscheinend weder selbst verfasst hatten noch kannten, wobei sichergestellt war, dass sie sich mit dem Titel an keiner Universitaetsklinik bewerben konnten, sondern der dafuer da war, ihn im Warteraum der Praxis aufzuhaengen. Darueber gab's dann noch drei weitere Stufen, die Mediziner im Normalfall "lesen" koennen. Wobei sein Titel eigentlich hoehere Ansprueche haben sollte; aber sei's drum. Im Bereich Informatik hat er ja dann tatsaechlich geforscht.

Im Prinzip geht's bei ihm doch um die Folgen eines einschneidenden, persoenlichen Erlebnisses. So etwas kann Menschen grundlegend veraendern, ja. Wenn an seinen Behauptungen irgendetwas wissenschaftlich ist, kann er es ja Wissenschaftlern zur Begutachtung geben. Das ist bislang entweder nicht passiert oder gescheitert.
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(28-12-2021, 01:59)Ulan schrieb:
(27-12-2021, 18:58)Felix schrieb: Mediziner müssen sehr wohl über naturwissenschaftliche Kenntnisse verfügen.

Kenntnisse sicherlich, aber wissenschaftliches Denken wird nicht unbedingt gefoerdert.

Im Medizinstudium ist Chemie der größte Brocken und die größte Hürde !
Gerade die hochkomplizierte organische Chemie müssen Mediziner zur Vergasung lernen.
Und in Phsik müssen sie auch gut sein: man denke an die Bedeutug der Hebelgesetze bei den hochkomplexen Gelenken und an den osmotischen Druck
Und wer in Physik Fuß fassen will, braucht ein hohes mathematisches Verständnis, Stichwort höhere Mathematik. Um das Verständnis der Differential- und Intergralrechnung kommt man da nicht herum
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Was hat das jetzt mit "Parapsychologie" zu tun?
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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(28-12-2021, 11:56)Ekkard schrieb: Was hat das jetzt mit "Parapsychologie" zu tun?

Ein Professor der Wirtschaftsinformatik, der auch Medizin studiert und einen Doktortitel in theoretischer Medizin erworben hat, hat ein Buch zu einer Studie ueber parapsychologische Phaenomene geschrieben, in dem er behauptet, parapsychologische Phaenomene wissenschaftlich nachgewiesen zu haben. Allerdings wurde diese Studie nicht ueber wissenschaftliche Kanaele veroeffentlicht, sondern in einem auf Esoterik spezialisierten Buchverlag.


@Sinai: Ich hatte nirgendwo bezweifelt, dass Mediziner eine grosse Menge naturwissenschaftlicher Fakten auswendig lernen muessen; das ist in der Tat der Fall. Worueber ich sprach, ist, dass sie nicht unbedingt wissenschaftliches Denken lernen muessen. Ich kenne viele Mediziner, denen das vollkommen fremd ist. Allerdings ist diese Diskussion hier an diesem Punkt eh ueberfluessig, solange nicht jemand die Details der Studie, um die es eigentlich geht, auseinandernimmt. Und dazu gehoert dann doch mehr Recherche, als nur ein Buch aus einem Esoterik-Verlag zu lesen. Was mir jedenfalls schon unangenehm auffiel, war die plakative Darstellung der Signifikanz seines Nachweises in Form einer Balkengraphik ohne irgendwelchen relevanten Hintergrund. Letztlich ist Statistik immer nur so gut, wie die Daten, die man reinsteckt.
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(27-12-2021, 18:58)Felix schrieb: Mediziner müssen sehr wohl über naturwissenschaftliche Kenntnisse verfügen

ja, sollte man meinen

ich habe allerdings genug kommilitonen von der medizinischen fakultät vor ihren prüfungen abgehört, um es besser zu wissen. wer mir nicht mal erklären kann, was denn die absurde maßeinheit für blutkonzentrationen "milligramm-prozent" eigentlich sein soll...

aber wenns ein eigenes studium für "Naturwissenschaften der Medizin" geben muß, kanns mit dem vertrauen in die naturwissenchaftlichen kompetenzen der herren und damen collegae mit dem äskulapstab wohl nicht so weit her sein...

Zitat:Wenn Lazar daneben eine Professur für Informatik ausübt, darf man ihn doch wohl ohne Übertreibung als wissenschaftlich hochqualifiziert bezeichnen



es gibt sogar auch ausgesprochene blindgänger unter lehrstuhlinhabern (womit ich nicht hrn. lazar persönlich meine, den ich ja schließlich gar nicht kenne)

aber klar, es gibt immer noch viele leute, die bei einem akademischen titel sofort in ehrfurcht verfallen

aber, und das ist die hauptsache: es mag einer als xy noch so hochqualifiziert sein - das heißt nicht, daß er zu yz nicht kompletten stuß erzählen kann. das argumentum ad verecundiam zieht einfach nicht
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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Wie kann man denn nur so abschätzig und schnoddrig über diese beachtliche Lebensleistung sprechen, ohne den Inhalt des neuen Forschungsgegenstands überhaupt zu kennen? O sancta simplicitas!
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