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RE: Gibt es Gott? - deja-vu - 02-05-2015 (02-05-2015, 19:00)indymaya schrieb: Was auch die "Wissenschaft" zugeben muss, es gibt keine Bewegung ohne Beweger. Und genau da liegt das Problem. Die Wissenschaft muß gar nichts zugeben. Der Mensch, die Wissenschaft kann nicht anders als in Kausalitäten denken. Deshalb musste ich ja auch schreiben "vor" dem Urknall. Aber diese Kausalitätsbindung muss für "G#tt" nicht notwendig zutreffen. und deshalb können wir das auch nicht verstehen, auch nicht die Wissenschaft. Zugeben wird die Wissenschaft nur, das "G#tt", der "Urgrund allen Seins", das "Vorkausale" nicht bewiesen aber auch nicht widerlegt werden kann. Man kann nur glauben. Naja, ich für meinen Teil bin überzeugt, das etwas "hinter/vor" dem Urknall ist, der "Urgrund allen Seins", "G#tt" RE: Gibt es Gott? - indymaya - 02-05-2015 (02-05-2015, 19:10)deja-vu schrieb: Die Wissenschaft muß gar nichts zugeben.Meinte ja die "Wissenschaft". Wissenschaft selbst sucht das Gottesteilchen wie Harpya. RE: Gibt es Gott? - Harpya - 02-05-2015 (02-05-2015, 19:10)deja-vu schrieb: Naja, ich für meinen Teil bin überzeugt, das etwas "hinter/vor" dem Urknall ist, der "Urgrund allen Seins", "G#tt"Das ist so common sense das alles irgendwo eine Ursache hat, manche haben da aber verborgenes Wissen das sich daraus glasklar ableiten das diese Etwas nicht mit Sex vor der Ehe einverstanden ist. RE: Gibt es Gott? - Erich - 02-05-2015 Zunächst zur Titelfrage: „Gibt es Gott?“: Ich kann keinerlei Hinweis auf die Existenz transzendenter Wesen oder gar eines personalen Schöpfers allen Seins erkennen. Religion ist wohl aus dem Wunsch entstanden, Unerklärliches zu erklären und entwickelte sich später aus dem Selbsterhaltungstrieb heraus zur Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Ekkard schrieb:Erich schrieb:Gäbe es Gott und wäre er allmächtig, dürfte Mensch ihm mit Fug und Recht pure Willkür attestieren, weil er ohne Rücksicht auf die Weltanschauung der Menschen und deren Befolgung seiner teils jeglichen irdischen Sinnes entbehrenden Gebote und/oder deren teils aus größter Not heraus entstandenen Bittgebete Wohl und Wehe verteilt. Diese Tatsache ist für mich einer der Belege dafür, dass es keine der von irgendeiner Religion als existent behaupteten Götter gibt. Klar ist es ein menschliches Urteil. Wie anders sollte Mensch denn empfinden? Aber ist die Behauptung aller 3 aktuellen monotheistischen Religionen, Gott sei allmächtig, nicht aufgrund der in den heiligen Bücher dieser Religionen dargestellten Schöpfungsgeschichte nachvollziehbar, wonach Gott alles schuf, was ist – aus dem Nichts? Gibt es da noch Definitionsbedarf für Allmacht? Und stellen diese heiligen Bücher u.a. nicht dar, wie Gott in die Geschicke der Menschen eingreift? Man denke nur an die Sintflut oder die Teilung des Schilf- bzw. roten Meers. Ekkard schrieb:Darüber hinaus kann Gottes Wirken ununterscheidbar zum (gottlos gedachten) Wirken der Evolution (Entwicklung sowohl der belebten als auch unbelebten Natur) sein, so dass man den einen ihre Riten und den anderen ihre säkularen Weltanschauungen lassen kann, ohne sich in Widersprüche zu verwickeln. Nun, der heute aktuelle Monotheismus entwickelte sich vor maximal 3000 Jahren aus dem orientalischen Polytheimus über einen monolathrisch gedachten ehemals polytheistischen Vulkangott Jahwe. Moderne christliche Theologie bestreitet dies auch nicht mehr. Aber dieser monolathrische, später monotheistische Gott wurde in einer Zeit und einer Region geboren, in der Tyrannei eine in der Region wohl annähernd überall praktizierte Herrschaftsform war, was natürlich ganz wesentlich zur Gottesvorstellung beitrug. Dieses Faktum bewirkt auch heute noch im konservativ verstandenen monotheistischen Gottesbild die Vorstellung tyrannischer Gottesherrschaft im angeblich guten Sinn, vebrämt im heutigen Christentum, nahezu ungezügelt im Islam auch der Gegenwart. Ekkard schrieb:Kommen wir zu den göttlichen Willensbekundungen in Form der Gebote, die angeblich teils jeglichen irdischen Sinn entbehren. Die Gebote sind Ausdruck der Kooperation zwischen Menschen. Der einzige, nach meiner Meinung gerechtfertigte Kritikpunkt, ist deren Absolutsetzung (alle Gelegenheiten, alle Orte und alle Zeiten). Daran gab es bereits in der Antike bekannte Zweifel und entsprechende Auslegungen. Möglich, dass die römische Amtskirche in ihrem Herrschaftsstreben diese Absolutsetzung gefördert hat, so gut es ging. Es ist immer eine Gratwanderung, Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens zu verändern. Die römische Kirche ist da mehr konservativ. Die Gebote entbehren in der Tat teils jeglichen irdischen Sinn, weil sie auch Handlungen ächten, die weder Dritten noch der Gesellschaft schaden (signifikant: praktizierte Homosexualität). Und diese Gebote werden keineswegs nur von der römischen Amtskirche absolut gesetzt. Diese Absolutsetzung ist im Übrigen auch durchaus konsequent – imho -, sofern man davon ausgeht, dass Wohl und Wehe im gedachten Jenseits u.a. von deren Befolgung abhängt. Ekkard schrieb:Der letzte Punkt ist der angebliche Beleg dafür, dass es keine der von irgendeiner Religion als existent behaupteten Götter gibt. Solche Belege existieren nicht - schon gar nicht, wenn Bittgebete nicht erhört werden. Die oben genannten "kleinen Schritte" durch das Göttliche können die vielen Bitten der Menschen kurzfristig nicht erfüllen. Und Menschen denken in "kurzen Fristen". Was sind denn schon 100 oder 1000 Jahre? Was Zeus nicht konnte, kann der monotheistische Schöpfer Im Übrigen kann ich in langfristigem oder kurzfristigem Denken kein Kriterium für die Erfüllung oder Nichterfüllung von Bitten um Verschonung von Leid erkennen. Und ich glaube auch nicht, dass ein anderer Mensch das kann. Gläubige können da eigentlich nur sagen: „Gottes Wege sind unergründlich“, was m.E. einer Bankrotterklärung schon sehr ähnelt. Ekkard schrieb:Ob Gott wirkt (oder Götter), existiert oder tatsächlich nicht, ist damit nicht entscheidbar. Gläubige wie Ungläubige entscheiden dies für sich selbst vollkommen willkürlich. Naja, mir scheint es da eher so, dass die Behauptung „es gibt Gott“ ebenso irreal ist, wie die Behauptung „Wotan existiert“ oder die Behauptung einiger, „sie seien von Außerirdischen entführt und in deren Raumschiff operiert worden.“ Und diese meine Meinung empfinde ich keineswegs als willkürlich. RE: Gibt es Gott? - Berliner - 02-05-2015 Erich schrieb:Nun, der heute aktuelle Monotheismus entwickelte sich vor maximal 3000 Jahren aus dem orientalischen Polytheimus über einen monolathrisch gedachten ehemals polytheistischen Vulkangott Jahwe. Moderne christliche Theologie bestreitet dies auch nicht mehr. Aber dieser monolathrische, später monotheistische Gott wurde in einer Zeit und einer Region geboren, in der Tyrannei eine in der Region wohl annähernd überall praktizierte Herrschaftsform war, was natürlich ganz wesentlich zur Gottesvorstellung beitrug. Dieses Faktum bewirkt auch heute noch im konservativ verstandenen monotheistischen Gottesbild die Vorstellung tyrannischer Gottesherrschaft im angeblich guten Sinn, vebrämt im heutigen Christentum, nahezu ungezügelt im Islam auch der Gegenwart. ???? Was ist denn das für ein Gott? Wenn man den Gott der heutigen Christenheit auf die Entscheidung Kaiser Konstantins zurückführen würde, der einen gesichstlosen Gott wollte, weil er niemanden anderen sonst über sich dulden wollte, könnte ich das noch nachvollziehen. RE: Gibt es Gott? - Alexander Leibitz - 02-05-2015 (02-05-2015, 19:47)Erich schrieb:Ekkard schrieb:Ob Gott wirkt (oder Götter), existiert oder tatsächlich nicht, ist damit nicht entscheidbar. Gläubige wie Ungläubige entscheiden dies für sich selbst vollkommen willkürlich. ... und in etwa so "irreal", wie die Behauptung: "Es existiert ein Tisch" oder: "Es existiert ein Elektron", denn das hat auch noch kein Naturwissenschsftler bewiesen. Ähnlichlautende Aussagen / Behauptungen sind erst dann verifiziert, wenn die Definition bezüglich der Ausdrücke "Tisch" oder "Elektron" verifiziert ist. Dass das eine Entität bezeichnet ist bislang nämlich nur eine Behauptung - oder wie Ekkard sagen würde: "Nur das Ergebnis einer Konvention", also etwa "vereinbart" od. "gelobt" (= geglaubt). Für den Gläubigen ist die Definition-per-Konventions-methode einigermaßen praktisch, weil dann schon von gegnerischer Seite eingeräumt wurde, dass Nennungen, Definitionen oder Behauptungen nicht verifiziert werden müssen. Das A-tom ist einfach deshalb das Atom, weil es der Atomphysiker so will und so nennt. Beweis oder Verifikation sind da eher unerwünscht (denn einem Naturwiss. ebenso unbekannt wie unmöglich). Für den Christen ist Gott oder Logos die Bezeichnung für das Wort, die Rede oder den Verstand - das ist jenes "Dingens", was laut Johannes das Licht der Menschen war - quasi deren "Bewußtsein" oder das Vermögen, etwas zu "sehen" / zu "wissen". RE: Gibt es Gott? - Alexander Leibitz - 02-05-2015 Wenn es also eine Geisteskraft, einen Logos oder die Kraft schlechthin gibt, dann gibt es auch einen Gott, denn das meint nur ein und dasselbe Dingens. Berühmtestes Synonym: "Allmacht" - zweitberühmtestes Synonym: "Die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten" oder alternativ: Die Fähigkeit, eine Welt zu erschaffen / zu verändern / zu zerstören. RE: Gibt es Gott? - Harpya - 02-05-2015 (02-05-2015, 19:47)Erich schrieb: [quote='Ekkard']Na dann hat Gottes Wirken ja eh keinen Einfluss, braucht man also nicht drüber reden. Du setzt aber auch vorraus, das ein Gott ein Menschen so wahrnimmt. Bei der Größe des Universums sind wir ja kaum wahrenhmbar. Was schliesst aus, das Gott uns sieht wie wir mit Viren und Bakterien umgehen, fragt da einer nach gut und böse. Manche werden vernichtet, manche gezüchtet, eigentlich leben die so wacker vor sich hin und entziehen sich unserem Willen, viele gehen drauf, viele nicht. Die meisten bemerken wir ja noch nichtmal. Warum sollte man also speziell wahrgenommen werden, alles Egomanen ? Wennn im Steinbruch gesprent wird/Erbeben sorgt sich da einer um die Ameisen. Ekkard schrieb:Darüber hinaus kann Gottes Wirken ununterscheidbar zum (gottlos gedachten) Wirken der Evolution (Entwicklung sowohl der belebten als auch unbelebten Natur) sein, so dass man den einen ihre Riten und den anderen ihre säkularen Weltanschauungen lassen kann, ohne sich in Widersprüche zu verwickeln.Dann ist Gott beliebig, transzendente Erfüllung. Nur wird das konkret auf Handlungsanweisungen übertragen, das man seine Phantasterei anderen unbedingt als Wirklichkeit beibringen muss, oft genug mit dem Schwert. Reiner Einnutz, das man selbst zufrieden ist. Auch wenn man sich den sonstwie vorstellt muss das auf heute keinen Einfluss haben. Was alles kann heisst ja nichts muss. Wer sollte auf der Basis die Entscheidung treffen das Heuschrecken Vögel sind oder unbedingt ein Jesus geboren werden muss, waren wohl doch nicht so toll die Gesetze, musste man nachbessern. Ekkard schrieb:Kommen wir zu den göttlichen Willensbekundungen in Form der Gebote, die angeblich teils jeglichen irdischen Sinn entbehren. Die Gebote sind Ausdruck der Kooperation zwischen Menschen.Was da drinsteht wurde doch eh schon gelebt. Wozu brauchts da einen Gott. Die Kooperation manifestiert sich in den Geboten, ganz ohne Gott. Es waren Lebensgewohnheiten der damaligen Zeit , aber nur in jener Gemeinschaft, was hab ich damit zu tun ? Ich bin nicht damit einverstanden das es einen Gott dieser Art gibt, gibt das jemand das Recht jemand auf den Fidschis zu töen ? Ekkard schrieb:Der letzte Punkt ist der angebliche Beleg dafür, dass es keine der von irgendeiner Religion als existent behaupteten Götter gibt. Solche Belege existieren nicht - schon gar nicht, wenn Bittgebete nicht erhört werden. Die oben genannten "kleinen Schritte" durch das Göttliche können die vielen Bitten der Menschen kurzfristig nicht erfüllen. Und Menschen denken in "kurzen Fristen". Was sind denn schon 100 oder 1000 Jahre?Warum willst du dann überall unbedingt noch einen Gott reinzwängen. Ekkard schrieb:Ob Gott wirkt (oder Götter), existiert oder tatsächlich nicht, ist damit nicht entscheidbar. Gläubige wie Ungläubige entscheiden dies für sich selbst vollkommen willkürlich.Sicher nicht willkürlich, auch Gläubige werden ab Kindesbeinen dazu gebracht oder haben später irgendwelche Probleme im Leben. Ich entscheide mich auch nicht willkürlich gegen andere Sachen die extrem unwahrscheinlich sind. Das skelettierte Tote wieder auferstehen zB. Wenn man sich für einen Glauben entscheidet muss man ja das ganze Päckchen kaufen, eine Religionenmix ist ja verboten. Autoritär eben , unterwerfen, man gehört dem Herrn. Reine Machtssache die Religion als Begründung für die Herrscher. Auch das die Gebote laufend zu Mord und Totschlag führen spricht ja nicht gerade für eine ausreichende Grundlage oder brauchbare Formulierung. Gedanken zu verbieten ist ja absurd. RE: Gibt es Gott? - deja-vu - 02-05-2015 (02-05-2015, 19:35)Harpya schrieb:(02-05-2015, 19:10)deja-vu schrieb: Naja, ich für meinen Teil bin überzeugt, das etwas "hinter/vor" dem Urknall ist, der "Urgrund allen Seins", "G#tt"Das ist so common sense das alles irgendwo eine Ursache hat, manche haben da aber verborgenes Wissen Tja, dem "Urgrund allen Seins" wird halt so manches zugeschrieben, auch menschliche Eigenschaften, wie zum Beispiel Wille und Wollen, Liebe, Zorn, oder Handlungen wie ein bewußter Schöpfungsakt oder willkürlich ins Weltgeschehen einzugreifen. Diese Zuchreibungen sind aber eben nur Zuschreibungen. Glaubenssache. RE: Gibt es Gott? - Harpya - 02-05-2015 Und mein Hund liebt mich und ist überaus intelligent und alles was ich habe ist unbedingt notwendig, alles andere kann weg. Glaubenssache. Wobei man übe Intelligenz streiten kann, Eva sollte ja mit einmaliger Anweisung begriffen haben was Gott von ihr wollte. Sogar den heutigen Gläubigen , besonders Islam, muss man fortlaufend, mehrmals täglich, jahrzehntelang immer wieder einhämmern was sie zu tun haben. Und doch machen, eigentlich alle was falsch. Bei meinem Hund reicht eigentlich so 20mal etwas zu verbieten, dann hat ers begriffen Ich kann mich wohl klar ausdrücken, ist den Göttern nicht so gegeben. Aber die haben ja auch sehr viel mehr zu tun, Freud und Leid unter Millarden zu streuen , kontrollieren wie sich jeder benimmt, jede Menge Gebete abarbeiten, Wetter regeln, den traffic der freien Himmelskörper, Asteroiden usw. regeln das die hier nicht dauernd aufschlagen, das komplette Jenseits unzähliger Seelen organisieren , pausenlos Gericht abhalten (sterben ja immer mehr), Betrieb der Hölle sicherstellen usw. Nicht zu beneiden. Da passieren sich mal Fehler. Was bei der Masse Vertorbener im Jenseits los ist kann ich mir garnicht vorstellen. Das spricht eigentlich für Inkarnation, das begrenzt die Massen, vernünftig wärs. RE: Gibt es Gott? - Erich - 02-05-2015 (02-05-2015, 20:20)Berliner schrieb:Erich schrieb:Nun, der heute aktuelle Monotheismus entwickelte sich vor maximal 3000 Jahren aus dem orientalischen Polytheimus über einen monolathrisch gedachten ehemals polytheistischen Vulkangott Jahwe. Moderne christliche Theologie bestreitet dies auch nicht mehr. Aber dieser monolathrische, später monotheistische Gott wurde in einer Zeit und einer Region geboren, in der Tyrannei eine in der Region wohl annähernd überall praktizierte Herrschaftsform war, was natürlich ganz wesentlich zur Gottesvorstellung beitrug. Dieses Faktum bewirkt auch heute noch im konservativ verstandenen monotheistischen Gottesbild die Vorstellung tyrannischer Gottesherrschaft im angeblich guten Sinn, vebrämt im heutigen Christentum, nahezu ungezügelt im Islam auch der Gegenwart. Nun, meine Darstellung ist die verkürzte Wiedergabe der Erkenntnis moderner christlicher Theologie. Die Entwicklung zum hebräischen Monotheismus, soweit sie aus historisch belegten Fakten abgeleitet werden kann, und damit auch die zum Christentum und zum Islam ist nun `mal so abgelaufen. Das werden nur noch wenige Theologen der beiden großen christlichen Konfessionen in D bestreiten. Und sie hat so ganz und gar nix mit dem vom damaligen Heiden Konstantin d. Gr. dominierten Konzil zu Niccäa zu tun, welches ursächlich war für die Kanonisierung der Bibel, die einige Glaubensrichtungen der damaligen Zeit übrigens außen vorließ (die der Ariner z.B., von denen sich der Heide Konstantin auf seinem Sterbebett taufen ließ). RE: Gibt es Gott? - Harpya - 02-05-2015 Mal ehrlich, wenn eine Lehre deart kompliziert ist, das sie nach Jahrtausenden von Generationen von Fachleuten nicht ganz nachvollzogen werden kann, trotz Millonen Worte und Bücher. Was ist das dann wert. Vor lauter Verwzeiflung landet man dann wieder bei den mickrigen 10 Geboten auf die Moses Gott runtergehandelt hat. Ich kann doch meine Leben nicht damit verbringen rauszukriegen was Gott nun wollte bzw. was eine Kirche wünscht, das ich gerne für sie täte. Und das ist noch der kleinste Teil der Ewigkeit, von der man ja noch weniger weiss. Hölle wird noch mit einem gewissen Erlebniswert geschildert, Paradies 0. In der Schöpfung wird ja das Paradie wie auf Erden geschildert , mit Tierchen, Bäumen usw., bleiben wir also hier, auferstanden , nur die Technik ist weg, alles zu Fuß ? Da weiss man ja mehr über Neandertaler. RE: Gibt es Gott? - Alexander Leibitz - 02-05-2015 (02-05-2015, 22:20)Erich schrieb: Nun, meine Darstellung ist die verkürzte Wiedergabe der Erkenntnis moderner christlicher Theologie. Die Entwicklung zum hebräischen Monotheismus, soweit sie aus historisch belegten Fakten abgeleitet werden kann, und damit auch die zum Christentum und zum Islam ist nun `mal so abgelaufen. Das werden nur noch wenige Theologen der beiden großen christlichen Konfessionen in D bestreiten. Und sie hat so ganz und gar nix mit dem vom damaligen Heiden Konstantin d. Gr. dominierten Konzil zu Niccäa zu tun, welches ursächlich war für die Kanonisierung der Bibel, die einige Glaubensrichtungen der damaligen Zeit übrigens außen vorließ (die der Ariner z.B., von denen sich der Heide Konstantin auf seinem Sterbebett taufen ließ). Demzufolge ist Ihre Darstellung in etwa so unbeständig, wie diejenige der Erkenntnis moderner (bzw. jeweils aktueller) christlicher Theologie, denn dieselbe Erkenntnis war sozusagen schon bald alle vier Pfingsten eine andere, denn eine "neue". Das paßt aber nicht ganz zu der Aussage, dass dem "nun mal so ist". Im Jahre 2025 ist dem vielmehr mal so GEWESEN. Außerdem ist das Thema weniger die Frage, ob die Vorfahren der Christen oder Juden mal ihre Ahnen verehrt haben, oder ob die Bibel mal nur der Etana-mythos war, sondern die Frage, ob es einen Gott gibt. RE: Gibt es Gott? - Harpya - 02-05-2015 Die die meinen das es einen gibt,für die gehts ja erst los, wie sieht der aus, wie ist er, was kann er, kann er hören, fühlen, leiden, ist er zornig, gütig oder hängt er nur so rum, einfältig, dreifältig, vielfältig. Hat er was gesagt, ist er richtig interpretiert, muss man's wörtlich nehmen, nur ein Mythos, eine endlose Spielwiese. Stoff für Jahrtausende. Das Einkommen der Kirchen ist notwendig um das zu klären, Generationen des Klerus wollen ja auch leben. Super Geschäftsmodell Spendenkonten sind bekannt. Gläubige zeichnet schon eine anerkennenswerte Geduld mit ihren Herren und kaum zu glaubende Schmerzfreiheit aus. RE: Gibt es Gott? - deja-vu - 02-05-2015 (02-05-2015, 22:59)Harpya schrieb: Die die meinen das es einen gibt,für die gehts ja erst los, wie sieht der aus, wie ist er, was kann er, Das ist aber hier nicht die Frage. Als Agnostiker kannst hier eine klar erkenntnisorientierte Position beziehen. Als Glaubender oder Atheist eben nur die, daß man dran glaubt oder die "Gottesbilder" diverser Glaubensgebäude verneint. Natürlich benötigt der Atheist eine wie auch immer geartete Gottesvorstellung die er dann verneinen kann, am besten eben eine antropomorphe. Und die Glaubenden steigen da ja auch immer schön drauf ein. Und vice versa^^ Als glaubender Agnostiker glaube ich, daß es einen wie auch immer gearteten "Ursprung allen Seins" gibt, den man meinetwegen auch als "G#tt" betiteln darf. Die Zuweisung von Eigenschaften überlasse ich den anderen Glaubenden und den Atheisten. ^^ |