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RE: Gibt es Gott? - Gundi - 03-05-2015 (02-05-2015, 15:06)miers schrieb: Ob es einen Gott gibt? Ich kann da keinen kausalen Zusammenhang erkennen. Weil du bist, muss es einen Gott geben? Warum denn das? Sorry, aber für mich klingt das ziemlich naiv und eher nach Wunschdenken. Ob sich die Erdbebenopfer in Nepal auch gedacht haben "Weil dieser Planet so herrlich ist, muss es Gott geben"? RE: Gibt es Gott? - Gundi - 03-05-2015 (02-05-2015, 19:00)indymaya schrieb:(02-05-2015, 18:38)deja-vu schrieb: Verkürzt folgt für mich: Es gibt "G#tt", weil ich bin. Aha. Und wer hat dann deinen Gott bewegt ( von dem du als Christ doch recht präzise Vorstellungen hast)? Es kann auch einen "ersten Beweger" geben, der überhaupt nicht mit deinem Gottesbild zusammenpasst. RE: Gibt es Gott? - deja-vu - 03-05-2015 (03-05-2015, 17:34)Ulan schrieb: ...Abgesehen vom agnostischen Hintergrund, ist demnach das mögliche Sein vor dem Urknall nicht evident, und wird deshalb von der "Wissenschaft" negiert? Das wäre aber sehr unwissenschaftlich, und die "Wissenschaft" tut dies auch nicht. (03-05-2015, 17:34)Ulan schrieb: Du aber hast Dich dafuer entschieden zu glauben, "daß es einen wie auch immer gearteten "Ursprung allen Seins" gibt, den man meinetwegen auch als "G#tt" betiteln darf." Das ist ein theistisches Weltbild.Du irrst Dich, das ist alles andere aber gewiss kein theistisches Weltbild. (03-05-2015, 13:17)deja-vu schrieb: ...Deine Aussage war vollkommen positiv in diese Richtung, ohne Relativierung. Da Du Dich auch ohne die angeblich agnostische Haltung fuer das Gott-Prinzip entschieden hast, ist dieser Schluss naheliegend. Du bist ja, nach eigener Erklaerung, nicht unsicher, ob es dieses Gott-Prinzip gibt, sondern lediglich agnostisch bezueglich seiner exakten Natur.Auch da irrst Du Dich, ich denke, daß es dem Menschen nicht möglich ist den "Ursprung allen Seins", das "Vorkausale" zu begreifen und wenn DU magst darfst DU dieses gerne auch als "G#tt" betiteln. Über diesen agnostischen Standpunkt gehe ich nicht hinaus. Denn alles andere ist Glaube und hat mit einem erkenntnistheoretischen, agnostischen Standpunkt nichts zu tun. Ich weiß Du vermischt das gerne, solltest Du aber nicht. ^^ RE: Gibt es Gott? - indymaya - 03-05-2015 (03-05-2015, 18:51)Gundi schrieb: Aha. Und wer hat dann deinen Gott bewegtSteht doch in der Schrift, dass Gott der Ewige ist und weder Anfang noch Ende hat, also immer da war und ist. Also kann nur er der Beweger sein. RE: Gibt es Gott? - Harpya - 03-05-2015 Gott ist ein Kreis ? Wie bewegt er was ? Beweger sagt ja nicht, kann ja auch immerwährend sich selbst bewegen Liegestütze oder so. Ein bewegter Kreis. Oder ist er bewegt, voller Trauer. EIn Erdbebenauslöser, so viele Fragen. Viel diskutiert, aber eigentlich bewegt sich da nichts. RE: Gibt es Gott? - Smiler - 03-05-2015 Moin, Die Antwort ist 42 Die Frage ist doch nur ob man Gott definieren oder beschreiben will. Den "Gott" der großen Religionen kann man wohl in die Tonne hauen. Das einzige was diverse Blattsammlungen in Bücher gebunden belegen, die Lektoren und die ursprünglichen Verfasser waren clever frühe >Wissenschaftler< zum Teil sicherlich, da Wissen Macht bedeutet wurden dann Teile angepasst um unangenehme Fragen gleich im Vorfeld abzuwehren. Wobei Paradoxen wohl unvermeidlich waren. Der allmächtige/allwissende war überrascht das seine Schöpfung außer Kontrolle geriet, hm freier Wille na klar. Der gütige Gott begeht dann ein paar Massenmorde obwohl er erst die Grundlage geschaffen hat. Natürlich haben sowohl die Bibel/Koran was auch immer Antworten auf diese systemischen Fehler im Zweifel "Die Wege des Herrn..." In schlechten Romanen sind das Deux ex machina oder überraschend unsinnige Wendungen auf den letzten drei Seiten. Einen "Beweger" oder Kausalekette gilt anscheinend nicht für das ges. Universum. Quanten/Strings und was auch immer "funktionieren" evtl. anders. Ob man nun an etwas was einfach da war glaubt, dem Ursprung im Nichts sucht, Multiversen/Parallelwelten oder was auch immer, 2 von Drei Parteien glauben sie könnten es beantworten die Dritte Partei sagt schlicht was auch immer es spielt keine Rolle bzw. entzieht sich vollkommen dem menschlichen Verstand. RE: Gibt es Gott? - indymaya - 03-05-2015 (03-05-2015, 20:47)Smiler schrieb: . entzieht sich vollkommen dem menschlichen Verstand.Genau so ist es. Es sei denn Gott gewährt einen kleinen Einblick, den aber nur die haben können, die Gott glauben. Wäre sonst blöd, oder? RE: Gibt es Gott? - Geobacter - 03-05-2015 (03-05-2015, 21:47)Geobacter schrieb:(03-05-2015, 19:33)deja-vu schrieb: Auch da irrst Du Dich, RE: Gibt es Gott? - indymaya - 03-05-2015 (03-05-2015, 21:50)Geobacter schrieb: Wo und wie nun genau sich die Bausteine des Lebens im Universum zu diesem biochemischen Prozess Leben zusammengefunden und organisiert haben, lässt sich im "Moment" nicht feststellen... auch weil die Vielzahl der Möglichkeiten dazu, beinahe unendlich groß ist... Genau das gibt dir Gelegenheit deine Senftube zu leeren. RE: Gibt es Gott? - Harpya - 03-05-2015 Ich dachte das mit Leben geht nur mit Lehm, meinst du Geo bekommt das mit Senf hin. Ich hab das anders gemacht mit dem leeren, hat mehrfach funktioniert. Bei Gott nur einmal, der musste auf Inzucht zurückgreifen. Das eine Kind war derart geschädigt das es seinen Bruder umgebracht hat, machen normale ja selten. RE: Gibt es Gott? - indymaya - 03-05-2015 (03-05-2015, 22:02)Harpya schrieb: Ich dachte das mit Leben geht nur mit Lehm,Wörtlichkeit ist scheinbar nicht nur das Problem der Fundamentalisten. RE: Gibt es Gott? - Alexander Leibitz - 03-05-2015 @Geobacter Es macht wohl kaum Sinn, hier über den Weg, die Wahrheit oder DAS LEBEN zu reden, wenn dessen / deren Existenz als nicht beweisbar abgetan wird. Für den Christen ist das Nomen "Gott" nur ein Synonym für das Leben. Wenn nun ein Beweis für die Existenz Gottes verlangt werden können sollte, dann wäre vom Atheisten auch ein Beweis für die Existenz des Lebens zu verlangen, oder zumindest ein Beweis dafür, dass derselbe Gegenstand nicht Gott, viva oder life sondern (nur) Leben heißt. Welche merkwürdige Wissenschaft befäßt sich mit so "unsichtbaren Glaubensinhalten" wie etwa "Leben"? Doch wohl nicht die "abergläubige" Biologie?! RE: Gibt es Gott? - Harpya - 03-05-2015 Geburtsschmerzen gelten für alle, die geforderte Untertänigkeit ist zweifelsfrei in der Kirche vorhanden, frag mal den vatikanischen Geriatrierat. RE: Gibt es Gott? - Alexander Leibitz - 03-05-2015 (03-05-2015, 21:47)Geobacter schrieb: Wo Leben ist, ist auch SEIN. Laut Immanuel Kant ist SEIN keine Existenz / Entität. Ist die Kritik der reinen Vernunft jetzt (endlich mal) obsolet? Sein wie zeihen kommt von agr.: >thein< - das Substantiv lautet im Griechischen Theos. Stört dich das? Im Deutschen gibts dafür sogar zwei verschiedene Substantive, wobei "das Sein" allerdings noch gar nicht vollständig substantivert ist. Das gebräuchlichere Substantiv lautet "Sinn", denn "das Gehen", "das Sehen" oder "das Heben" klingt ja ebenfalls nicht so elegant wie der GANG, die SICHT oder der Hub. "Das Sein" ist also ohnehin eher ein "Deutsch~ oder Philosophenmurks". Sofern wir hier also vom Gott der Christen sprächen, dann redeten wir (auch und vor allem) von jenem, des griechischen Textes, und das ist theos, beziehungsweise der Sinn. Gibt es den? RE: Gibt es Gott? - Harpya - 03-05-2015 Ist doch unwichtig, sind nur Gedankenspiele. Welchen Einfluss sollte ein Kant auf Leben haben. Das man manches immer so überbewerten muss. Ist doch nur für einen kleine Zirkel interessant der sich für wichtig hält. EIne Nabelschau. Ein Kant und Andere waren halt Leute ihrer Zeit, wer weiss schon was die heute oder vor 500 Jahren so rumgedacht hätten. |