innere Stimme
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Sie haben hörende Ohren und hören nicht, sie haben sehende Augen und sehen nicht................
Warum sagte Jesus dies?
Reinkanation:
Frühling, Sommer, Herbst und Winter und was kommt dann?
Morgen, Mittag, Abend und Nacht und was folgt dann?
Geburt, Jugend, Alter und Tod und was folgt dann?
Warum glaubt ihr an Gott? Hast du ihn gesehen? Oder glaubst du an Ihn ohne Beweise?
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Hallo Gast!
Was folgt dann:
Wieder ein neuer Frühling, aber nie mehr der selbe Frühling...
Wieder Morgen, aber nie wieder der selbe Morgen...
Wieder eine Neue Geburt, aber nie wieder wird der selbe* Mensch geboren! Nie wieder wird das selbe Tier geboren.
Und zu der letzten Frage, wenn ich mal nicht spitzfindig sein möchte, denn ich sehe Ihn in jeder heilgien Messe, in jedem Mitmenschen... Du weißt ja, was ihr einem der geringsten...
...ja, dierekt gesehen habe ich ihn noch nicht, aber ich bitte ihn um etwas und erhalten auch etwas, nur nicht immer genau das, womit ich gerechnet hatte, aber selbst das kann auch passieren...
Weißt Du eigentlich, wenn Du zum Beispiel einen anderen Menschen um etwas bittest was nicht zuviel verlangt ist, wie oft Deine Bitte erfüllt wird...
um wieviel mehr wird Dir Gott helfen, wenn Du ich nur darum bittest?
Natürlich wird das keine Bitte um einen Lottogewinn sein können oder das Dir nichts passiert, wenn Du aus dem 10. Stock aus dem Fenster springst...
Das ganze kann man dann zusammenfassen in Glauben, Vertrauen auf Gott, so wie Du es auch in der Datenbank zum Beispiel unter Eberhard Gottsmann/Christentum allgemein finden kannst.
Am Ende ist es natürlich Deine Entscheidung.
Freundliche Grüße
Gerhard
innere Stimme
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Natürlich ist alles immer neu und frisch.................
Glauben und Logik sind nicht von einander getrennt, solange es nicht um Aberglauben geht. Leider vermischen es viele..............
Religion ohne Philosophie endet in Fanatismus und Philosophie ohne Religion ist ein Hirngespinst. Das Gefährliche an den Halbwahrheiten ist, dass immer auch die unwahre Hälfte geglaubt wird. :?
Leider ist die Religion ein ideales Feld, um andere im Namen Gottes auszubeuten ohne, dass sie es eben merken. :cry:
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Ach weißt du lieber Gast, es gibt auch Menschen, die nach eigener Aussage nicht glauben und die stellen sich zu Hause Kühe auf oder andere versorgen sich alles von Diddle, wenn das auch nicht manchmal ein Aberglaube ist.
Wer soll Deines Erachtens nach berechtigt sein, festzustellen was nun Aberglaube ist. Ich halte auch solches für gefährlich. Laß doch die Menschen selbst entscheiden was sie glauben möchten und glauben. So lange sie keinen andere/n schädigen oder belestigen sehe ich da kein Problem. Wer soll verbindlich feststellen, was die falsche Seite ist.
Und die Aussage mit dem Ausbeiten habe ich schon oft gelesen. Sie ist mir zu pauschal. Wenn Du mit ein Beispiel nennst, wo es konkret um Ausbeutung durch Religion geht, dann können wir darüber sprechen.
Ich denke, eigentliche ich eine Ausbeutung immer von einem Menschen über den anderen.
FG Gerhard
innere Stimme schrieb:Religion ohne Philosophie endet in Fanatismus und Philosophie ohne Religion ist ein Hirngespinst. Ersteres mag richtig sein - auch wenn Philosophie nicht vor Fanatismus bewahrt...
Wenn letzteres stimmt, dann jagen alle nichtreligiösen Philosophen Hirngespinsten nach :?:
Zitat: Das Gefährliche an den Halbwahrheiten ist, dass immer auch die unwahre Hälfte geglaubt wird. :?
'Alle Wahrheiten sind Halbwahrheiten'
[ Hermes Trismegistos]
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innere Stimme schrieb:Sie haben hörende Ohren und hören nicht, sie haben sehende Augen und sehen nicht. / Warum sagte Jesus dies? Das hat nicht nur Jesus gesagt. Wenn man in der Hl. Schrift nach "nicht hören" sucht, kommen zunächst einmal viele Stellen aus dem Alten Testament.
Beispiel:
Jeremia 5,21 schrieb:Hört doch dieses, törichtes Volk ohne Verstand, die Augen haben und nicht sehen, die Ohren haben und nicht hören. Hesekiel 12,2 schrieb:Menschensohn, du wohnst mitten in dem widerspenstigen Haus, die Augen haben zu sehen und nicht sehen, die Ohren haben zu hören und nicht hören; denn ein widerspenstiges Haus sind sie. So konnte Jesus (nach Matthäus) kritisieren:
Mt 13,17 schrieb:denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr anschaut, und haben es nicht gesehen; und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört Den Wortlaut, wie Du ("innere Stimme") ihn zitierst gibt es so nicht. Die Stelle, die dem noch am nächsten kommt lautet:
Mt 13,13 schrieb:Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören noch verstehen Damit bietet sich eine Interpretation an: Dinge des Glaubens spielen sich in uns ab. Sie können weder äußerlich angenommen noch indoktriniert werden. In diesen Fällen "hört" man nichts, obwohl man physisch gut hört. Aufgrund seines Studiums der Tora war Jesus mit diesem Problem vertraut (s. o. Stellen des AT). Die Menschen ändern ihre Haltung nur, wenn sie vom Herzen her gewissermaßen sich selbst überzeugen. Und das kann ein weiter Weg sein.
innere Stimme schrieb:Reinkanation:
Frühling, Sommer, Herbst und Winter und was kommt dann?
Morgen, Mittag, Abend und Nacht und was folgt dann?
Geburt, Jugend, Alter und Tod und was folgt dann? Ich (persönlich) halte diese zyklische Argumentation für ziemlich schwach, weil sie sich auf sich selbst bezieht (Tautologie) und mich deshalb misstrauisch macht. Sie relativiert die Aufgaben, die uns gestellt werden, die wir sehen oder die wir wollen und verschiebt sie sacht ins nächste Leben. Dadurch lockert sie unsere existentielle Verbindlichkeit hier und jetzt. Wenn wir eine Aufgabe erkennen, dann müssen wir sie jetzt lösen. "Wir" heißt natürlich durchaus auch: Jemand aus unseren Reihen, der dazu in der Lage ist. Wenn ich erkenne, dass ich es kann, umso besser!
Ich will den Gedanken der Reinkarnation nicht rundheraus ablehnen. Er ist eine Antwort auf das Rätsel der Existenz. Eine ander Antwort ist folgende: Wir erleben mit unserem Leben den Beginn der Ewigkeit, die in Gottes Hand beginnt und dorthin wieder zurückkehrt. Machen wir das Beste aus diesem Abschnitt der Ewigkeit!
innere Stimme schrieb:Warum glaubt ihr an Gott? Hast du ihn gesehen? Oder glaubst du an Ihn ohne Beweise? - eine FAQ! Antwort: Glaube ist Zutrauen, der Wille zur Gemeinde Gottes zu gehören, die Alternative zu den Einflüsterungen des Zeitgeistes, liebende Haltung gegenüber Mensch und Umwelt, um einige Beispiele aufzuzählen. Wer im Glauben die merkwürdigen Fügungen des Himmels erlebt hat, wird schwerlich einen Beweis brauchen. Aber Glaube, recht verstanden, braucht so wenig einen Beweis, wie irgend eine Vereinbarung zwischen Menschen (z. B. Axiome der Mathematik, Grundgesetz).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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Hallo "innere Stimme"!
Ich habe gemaikäfert, ob ich auf qilins Antwort oder auf Deinen Beitrag direkt reagieren soll. Doch es gibt ein-zwei Sätze, die mich betroffen machen und die ich nicht so stehen lassen möchte: Du schreibst innere Stimme schrieb:Glauben und Logik sind nicht von einander getrennt, solange es nicht um Aberglauben geht. Man muss sie schon auseinander halten. Glaube ist quasi eine Vereinbarung zwischen Gläubigen. Sie hat mit gemeinsamem Gedankengut, mit Mythos und Tradition zu tun. So ist Glaube keine Folge von etwas Grundlegenderem, allenfalls Folge von Lernen und Erfahrung.
Logik ist demgegenüber die (Lehre von der) Folgerung unter bestimmten Voraussetzungen und Annahmen (Axiomen) u.a. des Glaubens.
innere Stimme schrieb:Religion ohne Philosophie endet in Fanatismus Nein, dem stimme ich nicht zu. Fanatismus hat zwei Wurzeln: Eine selektiv eingeschränkte Präsenz der Tradition und eine Fixation auf eine Zielgruppe (zum Nachteil aller anderen). Erkennbar wird der Fanatismus an der Rechtfertigung. Diese ist immer einseitig. Der zugehörige philosophische Überbau ist durchaus vorhanden und wird zu Recht: Ideologie genannt.
innere Stimme schrieb:... und Philosophie ohne Religion ist ein Hirngespinst. Dieser Nachsatz ist mir unverständlich, wenn Du nicht eine allgemein menschliche "religio" (Rückbindung) meinst. Eine Philosophie ohne z.B. biblische Religion oder ohne Eingottlehre, ohne Heilige und Priester ist durchaus sinnvoll denkbar.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
innere Stimme schrieb:Glauben und Logik sind nicht von einander getrennt, solange es nicht um Aberglauben geht. Was dem einen sein Glaube, ist dem nächsten ein Aberglaube.
Wissen ist das, was man nachprüfbar für wahr hält.
Glaube ist das, was man nicht nachprüfbar für wahr hält.
Aberglaube ist das, was andere nicht nachprüfbar für wahr halten, man selbst aber nicht. Entweder aufgrund von Wissen oder von Glaube.
Mit Logik hat das alles nichts zu tun. Logik ist ein Werkzeug, um den Wahrheitsgehalt von Aussagen aufgrund von Prämissen zu bestimmen, nicht die Wahrheit selber. Logik kann auch innerhalb eines Aberglaubens verwenden. Siehe Astrologie, alles furchtbar logisch, aber da sie auf (nachweislich) falschen Prämissen aufgebaut ist, kommt man bei Anwendung völlig korrekter Logik immer noch auf falsche Aussagen.
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GermanHeretic schrieb:Wissen ist das, was man nachprüfbar für wahr hält. OK - im Gegensatz von Kenntnis oder Information, die nicht mit Tatsachen in Verbindung stehen muss.
GermanHeretic schrieb:Glaube ist das, was man nicht nachprüfbar für wahr hält. Hm, vielleicht oberflächlich betrachtet. Mit Glaube ist vielmehr Vertrauen in die impliziten Vereinbarungen unter Gläubigen gemeint. Als tief religöser Mensch halte ich nur die Tatsache der Tradition für wahr - nichts sonst. Jedoch vertraue ich darauf, dass die dort entwickelten und gepflegten Vorstellungen gut für mich und andere sind (jedenfalls besser als viele historisch kurzatmige Weltanschauungen).
GermanHeretic schrieb:Aberglaube ist das, was andere nicht nachprüfbar für wahr halten, man selbst aber nicht. Entweder aufgrund von Wissen oder von Glaube. Auch Aberglaube ist kein für-wahr-Halten, sondern in seiner Wirkungsgeschichte ein in der Fülle des Lebens versagender Glaube. Man sagt solcher Art gläubigen Menschen nach, sie verlieren den Kontakt zur Realität oder seien einseitig. Viele Ideologien erweisen sich als Aberglaube in diesem Sinne.
GermanHeretic schrieb:Logik ist ein Werkzeug, um den Wahrheitsgehalt von Aussagen aufgrund von Prämissen zu bestimmen, nicht die Wahrheit selber. Nicht nur! Logik ist einfach die Lehre vom korrekten Aneinanderreihen von Folge-Aussagen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard schrieb:Auch Aberglaube ist kein für-wahr-Halten, sondern in seiner Wirkungsgeschichte ein in der Fülle des Lebens versagender Glaube. Man sagt solcher Art gläubigen Menschen nach, sie verlieren den Kontakt zur Realität oder seien einseitig. Viele Ideologien erweisen sich als Aberglaube in diesem Sinne. Und das unterscheidet sich von Glauben wie?
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Leider nein!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
innere Stimme schrieb:Sie haben hörende Ohren und hören nicht, sie haben sehende Augen und sehen nicht ...
Warum sagte Jesus dies? Kann ich auch nur üba spekulieren ... :wink:
"Wer Ohren hat zu hören der lausche und "wer Augen hat zu sehen der schaue" steht so ähnlich in den Evangelien. Ähnlich weil: 'lauschen' und 'schauen' find' ich schon etwas aktiver als das meist in den Übersetzungen zu findene 'sehen' und 'hören'.
Aber mit diesen Sinneswahrnehmung ist's so'ne Sache: 'Sehen' beschränkt sich auf eine winzige Oktave des elektromagnetischen Spektrums der Wellenlänge 400 - 800 nm - OK, die Haut kriegt'n bisschen mehr mit - Infrarot als Wärme und UV (mit zeitlicher Verzögerung) als Sonnenbrand. Und mit 'hören' ist's auch nicht so weit her - bei Infraschall mag der Bauch noch als Empfänger herhalten. - Na, und denn kommt noch lange nicht alles, was Auge und Ohr 'empfangen' über jene Region hinaus: Wahr_Nehmung ist gefiltert; nur ein Bruchteil gelangt ins Gehirn und noch weniger in die bewusste Wahr_Nehmung oder gar ins Gedächtnis.
Hinzu kommt die Neigung des - Ver_Standes?, fehlende Information interpretativ zu ersetzen, Lücke zu füllen (die dann aber als Wahrnehmung erscheinen - weshalb n Zeugen eines Unfalls denn auch n verschiedene Versionen erzählen.
Ach ja, und eine 'Kultur' des Hin_Schauens soll(te?) es geben - wenn wieder Neonazis ein armes Ausländerschwein verprügeln zum Beispiel.
Aber vielleicht geht's ja auch weniger um die Sinne und ihre Funktion als um Wahr_Nehmung an sich (unter Beteiligung der Sinne natürlich). Immerhin, selbst das 'Bild' auf der Netzhaut ist bereits eine Interpretation von Nervenimpulsen, welche zudem in bekannte Schemata passen müssen (es ist belegt, dass zu Entdeckerzeiten Eingeborene ein draussen ankerndes Schiff schlicht nicht 'sahen' - schlicht weil es in kein bekanntes Schema passte).
Was nun Wahr_Nehmung anbelangt: dies erfolgt allzu oft nach subjektiven Nützlichkeites- oder wie_hätte_ich's_denn_gerne-Erwägungen oder entlang übernommenen Konzepten (wie dem, Strafe bewirke dass was ich möchte dass sie bewirken soll). - Oder die Illusion, ein 'gerechter' Krieg sei auch 'sauber'. Lässt sich beliebig fortsetzen.
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..., wobei besonders Neonazis sehr schablonenhaft denkende Menschen sind mit ausgeprägtem Gruppen-Egoismus. "Ausländer" gibt es im Grunde nicht. Das ist gerad' so, als wäre auf dem Pausenhof das dickste Gewühl der großen Pause. Ich ziehe ein Band quer über den Hof und erkläre alle auf der mir fern gelegenen Seite für Nasenbären, welche auf "meiner Seite" nichts zu suchen haben. Keine Pfütze den Nasenbären!
Gott "sehen" heißt insbesondere: "Menschen sehen" (@Dieter: in Deinem Sinne von wahr nehmen).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Du brauchst mich nicht zu berührn
Um meine Macht zu verstehn
Denn Wahrhaft selig sind die
Die glauben ohne zu sehn
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Der Gast vom 17. Februar schrieb:...
Denn Wahrhaft selig sind die
Die glauben ohne zu sehn Und das ist beim "Menschen sehen",
von dem Ekkard schreibt (s.o.),
besonders effektiv möglich.
Dort spürt man die Kraft Gottes,
wenn man Menschen mit Liebe sieht.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)
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