23-06-2011, 16:08
(23-06-2011, 12:50)Romero schrieb: MaSofia: "Überlegen was an einer Angelegenheit richtig ist oder falsch ist - und schleunigst ändern!"
Wenn man natürlich derart davon überzeugt ist, recht zu haben und "mehr zu wissen", wie du, dann fällt es einem leicht, solche Sprüche zu klopfen.
Das sind neutrale philosophische Sätze. Sie sind bekannt aus alter Zeit. Ich habe es übertrieben dargestellt. Es ist das Entwicklungsschema. Das sind Ratschläge der Bibel. Andere lesen "Märchen wie Kain den Abel" und ent-wickeln sich dabei.
Ich weiß - selbst wenn ich nicht die Bibel lese - dass Entwicklung durch Verlassen des bisherigen schlechteren Zustandes geht. Unter Ent- wicklung kann man allerdings auch das bis ins Letzte gehende ausbreiten nehmen. Dann ist am Ende nichts mehr da.
Warum wirfst Du mir vor, dass ich lesen kann? Warum so emotional?
Schämst Du Dich etwa für andere, die das bisher nicht fanden?
(23-06-2011, 12:50)Romero schrieb: Wenn man natürlich derart davon überzeugt ist, recht zu haben und "mehr zu wissen", wie du, dann fällt es einem leicht, solche Sprüche zu klopfen.
Das fällt mir gar nicht leicht. Es ist das Ergebnis Jahrzehntelanger Überlegung.
Das Konzept sagt, wie über eine Idealvorstellung (wie es sein soll / heißt JHWH) eine Weiterentwicklung der Menschheit geht. Man passt sich den besseren Vorstellungen an! Nicht den schlechteren. Das ist nicht nur in einem Text zu finden, sondern in vielen... Du empfiehlst mir aber, mich an die "schlechtere" Weise anzupassen. An eine, die Fragen aufwirft und Falschheit predigt.
(23-06-2011, 12:50)Romero schrieb: Ich aber empfehle dir genau dieses Vorgehen. Wenn ich ehrlich sein darf, halte ich deine Interpretationen der Schriften für sehr weit hergeholt.
Das ist nicht mein Problem, sondern eines der Abweichung der Wissenschaft. Wenn ich mich an den Stand anpasse, vor dem Forschungsergebnis - auf deinen Level gehe, halte ich Kain und Abel für eine sinnlose Geschichte, Noah mit der Arche für eine schönes Märchen. Ich habe dann nicht die Kenntnisse, die kein normales Psychologiebuch noch weiß. Weshalb, Romero, sollte ich mich an das schlechtere Resultat anpassen? Es ist umgekehrt - weil ich das alles erfahren habe, fühle ich tiefe Beschämung, dass den Kindern heute noch Bären aufgebunden werden, statt sie für die Begegnung mit dem Leben zu rüsten.
(23-06-2011, 12:50)Romero schrieb: Und "mit dem Christentum" wurden nicht einfach "alle Naturreligionen ungültig". Viele Elemente anderer Religionen wurden in die - ich sage dem mal - "Christliche Praxis" eingegliedert. Denken wir dabei nur an unsere Diskussionen über den Weihnachtsbaum etc.
Du denkst nach wie vor nur an Märchen!
Das kommt daher, dass die Kenntnisse in Psychologie ganz langsam zu vermitteln sind. Hättest Du von dieser Seite die Gedanken beleuchtet, wäre Dir aufgefallen, dass die Kirche ja gar nicht nach der Bibel predigt. Sie lehrt vom Barmherzigsein, vom Mitmachen, etc. Die Kluft besteht im Wortlaut der Bibel, aus der sie die Erzählung nahm (und dann glaubte, statt sie auszulegen). Sie hat zum Teil noch die früheren Ideale und predigt eben nicht direkt das Ausrotten der Völker, nimmt nur zwei Verse aus dem Kapitel - und erzeugt Kurzschluss!!
Die Völkermorde geschahen - aber eben in Umkehr der Tradition und mit der Bibel.
Sieh doch nicht neidisch, was "ich" mir da zusammenreime, sondern denke an Perspektiven!
Die Bibel wird ohne Fehler. Die Kirche predigt die gleichen Bräuche - aber man versteht sie und tut endlich das Richtige! Die Wissenschaft liegt nicht neben der Religion - sondern hat ihr Modell zur Verbesserung aller Wissenschaft im Einsatz. Die Kirche spricht nicht mehr falsche Gesetze aus und gibt sie an den Staat weiter, sondern ist im Einklang mit den besten Werten von Psychologie und Philosophie.
Ich weiß wirklich nicht, warum Du Dich gegen dieses Ziel derart heftig wehrst...
