06-07-2011, 09:53
Lieber Thomas,
wie schön, dass Du die Beispiele aufgegriffen hast die ständig Gegenstand der philosophischen Überlegungen waren. Es freut mich immer sehr, wie Du den Kern recht schnell verstehen kannst. Ich weiß zwar nicht, ob Ekkard das so meinte, aber für Probleme zwischen westlicher und östlicher Philosophie ist Dein Beispiel ideal zum Diskutieren. Vorab - in der Philosophie des AT ging es um "wie es sein soll" nicht um Gott, um bleibende Werte und um die Erklärung des Fortschritts.
Der Konflikt zum Schöpfungsglauben kam durch die Erzählung der Sechstageschöpfung als Gottes Wort. Doch, wie gesagt, das kann man anders lesen....
me olam - le olam ---- von Ewigkeit zu Ewigkeit
2) von einem Geschehen zum nächsten
3) bei dem Geschehen .... (was dann?)
Welt kann es auch heißen.
Wiederholen ermüdet - aber trotzdem der Hinweis, wie sich mit dem Herausoperieren der (hebräischen) Bibel aus der Wissenschaft - die Philosophie etwas beschädigte. Früher erklärte man das Geschehen und die realen sowie zukünftigen Bedingungen. Dann blieb der Versuch, das unerklärliche ....
Auch hier ist der (ermüdende) gleiche Bruch.
Diese Diskussionen begannen mit dem Nichtverständnis der Bibel und deren seltsamen Erlösungslehren. Sie waren ja nicht dafür gemacht, sondern zum Erfrischen. nefesch heißt Seele 2) Lebewesen, 3) Gestalt 4) Empfinden, Stimmung 5) Atem schöpfen, erleichtert sein.
Auch das hätte sich bei Weiterführung des Wissens geklärt.
An den Stellen, bei denen in der Bibel Gott" steht, stehen andere Worte....
Deutsch oder in Englisch erklärt sich Gott recht einfach
good ---> God
gut ......> Gott
Nur war die andere Konstruktion ziemlich verschieden von dem klaren Überguten. Es gab durch eine unvollständige Bibelweitergabe diese unerklärliche Unsichtbarkeit und die fürchterlichen Dramen, dass es ein Gott nicht schaffte, die Ägypter zu vernichten. Wenn er es getan hätte, wäre er eben nicht Gott.
Doch die alten Hebräer hatten damit kein Problem bei Nationalitäten - wie man meint zu lesen - oder mit ihrem Gott oder deren Göttern.
Sie aßen nicht mit den Ägyptern zusammen liest man bei Mose. (Man lachte hier!)
Hebräer, ivri ist 2) Vergangenheit, 3) herübergekommen.
Ägypten, mezarim 2) Bedrängnisse 3) Grenzen.
Die Alten konnten das schon, die "aßen" nicht zusammen mit den Bedrängnissen - hielten da Abstand.
wie schön, dass Du die Beispiele aufgegriffen hast die ständig Gegenstand der philosophischen Überlegungen waren. Es freut mich immer sehr, wie Du den Kern recht schnell verstehen kannst. Ich weiß zwar nicht, ob Ekkard das so meinte, aber für Probleme zwischen westlicher und östlicher Philosophie ist Dein Beispiel ideal zum Diskutieren. Vorab - in der Philosophie des AT ging es um "wie es sein soll" nicht um Gott, um bleibende Werte und um die Erklärung des Fortschritts.
(06-07-2011, 08:08)t.logemann schrieb: Erstens – der Urknall: Wir glauben zu wissen das eine gewaltige Zusammenballung unmessbarem „Irgendwas“ eine gewaltige Explosion hervorrief, in dessen unmittelbarer Folge Materie sich in Körpern manifestierte, Energie sich in Zeit und elektromagnetische „Teilchen“ aufteilte. Völlig unerklärlich ist was zum Urknall führte, welcher Gesetzmässigkeit der Urknall gehorchte – ob er überhaupt einer Gesetzmässigkeit gehorchte – und was „davor war“.
Der Konflikt zum Schöpfungsglauben kam durch die Erzählung der Sechstageschöpfung als Gottes Wort. Doch, wie gesagt, das kann man anders lesen....
(06-07-2011, 08:08)t.logemann schrieb: Zweitens – die Ewigkeit? Was ist das für ein „Zustand“, in dem ich, Du, Er, sie, Es nicht mehr dem Diktat der messbaren Zeit unterworfen ist?
me olam - le olam ---- von Ewigkeit zu Ewigkeit
2) von einem Geschehen zum nächsten
3) bei dem Geschehen .... (was dann?)
Welt kann es auch heißen.
Wiederholen ermüdet - aber trotzdem der Hinweis, wie sich mit dem Herausoperieren der (hebräischen) Bibel aus der Wissenschaft - die Philosophie etwas beschädigte. Früher erklärte man das Geschehen und die realen sowie zukünftigen Bedingungen. Dann blieb der Versuch, das unerklärliche ....
(06-07-2011, 08:08)t.logemann schrieb: Drittens – was ist „Seele“? Was unterscheidet die Denkstruktur des Menschen von seinem biologischen Verwandten? Und wieso führt der Annahme (der Religion) einer solchen Unterscheidung zu dem Schluss, der Mensch sei per se „besser“ als die ihn umgebende materielle Welt?
Auch hier ist der (ermüdende) gleiche Bruch.
Diese Diskussionen begannen mit dem Nichtverständnis der Bibel und deren seltsamen Erlösungslehren. Sie waren ja nicht dafür gemacht, sondern zum Erfrischen. nefesch heißt Seele 2) Lebewesen, 3) Gestalt 4) Empfinden, Stimmung 5) Atem schöpfen, erleichtert sein.
(06-07-2011, 08:08)t.logemann schrieb: Viertens – was ist Gott? Ein unerklärliches – ja was? Phänomen? „Schöpfungsgeist“? Eine unbekannte Dimension? Ein philosophisches oder theologisches Konstrukt? Ein Synonym für das, was wir mangels Erkenntnis noch nicht erforscht haben?
Rätsel über Rätsel....
Auch das hätte sich bei Weiterführung des Wissens geklärt.
An den Stellen, bei denen in der Bibel Gott" steht, stehen andere Worte....
Deutsch oder in Englisch erklärt sich Gott recht einfach
good ---> God
gut ......> Gott
Nur war die andere Konstruktion ziemlich verschieden von dem klaren Überguten. Es gab durch eine unvollständige Bibelweitergabe diese unerklärliche Unsichtbarkeit und die fürchterlichen Dramen, dass es ein Gott nicht schaffte, die Ägypter zu vernichten. Wenn er es getan hätte, wäre er eben nicht Gott.
Doch die alten Hebräer hatten damit kein Problem bei Nationalitäten - wie man meint zu lesen - oder mit ihrem Gott oder deren Göttern.
Sie aßen nicht mit den Ägyptern zusammen liest man bei Mose. (Man lachte hier!)
Hebräer, ivri ist 2) Vergangenheit, 3) herübergekommen.
Ägypten, mezarim 2) Bedrängnisse 3) Grenzen.
Die Alten konnten das schon, die "aßen" nicht zusammen mit den Bedrängnissen - hielten da Abstand.
