21-08-2011, 22:32
Ich weiß manchmal nicht, worauf einige Teilnehmer hinaus wollen.
Es kann doch nicht verkehrt sein, fantasievolle Romane, schöne Gedichte, Skulpturen, Bilder und künstlerische Fotos mit viel Intuition und Kreativität herzustellen? Erkenntnis -aber ja doch! Nämlich wie unser Inneres auf Kunstwerke reagiert, und wie erfüllend und bereichernd diese Werke wirken. Es wäre jammerschade, Kunst und kulturelle Leistungen unter dem Aspekt evolutionärer Nützlichkeit zu analysieren.
Wer schon mal selbstständig(!) einen mathematischen Beweis hat finden wollen oder müssen, weiß, wie viel Intuition dazu nötig ist. In der Tat, wenn er erst einmal gefunden wurde, dann sind die einzelnen Schritte vollkommen folgerichtig und für andere (Mathematiker) nachvollziehbar.
Die Bildung einer neuen Theorie verläuft ebenso intuitiv ab. Erst die endgültige Formulierung (ohne alle ihre Irrungen und Wirren) suggeriert jene stringente Logik, auf die sich alle so gerne berufen.
Und im "musischen (kreativen) Sektor" verhält sich der Erkenntnisgewinn ganz genauso.
Die paar Beispiele mögen vorführen, dass der Schluss vom Endprodukt auf wissenschaftliche Stringenz oder Meisterwerk eine Illusion ist.
Es kann doch nicht verkehrt sein, fantasievolle Romane, schöne Gedichte, Skulpturen, Bilder und künstlerische Fotos mit viel Intuition und Kreativität herzustellen? Erkenntnis -aber ja doch! Nämlich wie unser Inneres auf Kunstwerke reagiert, und wie erfüllend und bereichernd diese Werke wirken. Es wäre jammerschade, Kunst und kulturelle Leistungen unter dem Aspekt evolutionärer Nützlichkeit zu analysieren.
(21-08-2011, 17:27)Tyko schrieb: ich sagte, dass mir keine art der erkenntnisgewinnung jenseits von empirismus und rationalismus bekannt sei.Mir möchte scheinen, dass deine Anerkennung die poetischen und ästhetischen Aspekte unseres Lebens vernachlässigt. Und dann fügen wir gleich noch die Legenden und Mythen hinzu, die uns selbsterklärend Regelhaftigkeit, Gut und Böse, Anstand und Versagen nahe bringen. Ist das kein "Erkenntnisgewinn"?
zumindest keine die ich anerkennen würde.(intuition, göttliche inspiration etc.)
(21-08-2011, 22:02)petronius schrieb: du könntest doch, anstatt zu kneifen, einfach auch mal erklären, warum und auf welche weise "intuition, göttliche inspiration etc." eine "art der erkenntnisgewinnung (jenseits von empirismus und rationalismus) sein soll. oder welche sonst du da kennstIst mein Eindruck richtig, dass hier ganze Bereiche menschlicher Erkenntnis aus dem so genannten "musischen Sektor" ausgeblendet werden? Muss man solche Selbstverständlichkeiten zuvor erklären?
Wer schon mal selbstständig(!) einen mathematischen Beweis hat finden wollen oder müssen, weiß, wie viel Intuition dazu nötig ist. In der Tat, wenn er erst einmal gefunden wurde, dann sind die einzelnen Schritte vollkommen folgerichtig und für andere (Mathematiker) nachvollziehbar.
Die Bildung einer neuen Theorie verläuft ebenso intuitiv ab. Erst die endgültige Formulierung (ohne alle ihre Irrungen und Wirren) suggeriert jene stringente Logik, auf die sich alle so gerne berufen.
Und im "musischen (kreativen) Sektor" verhält sich der Erkenntnisgewinn ganz genauso.
Die paar Beispiele mögen vorführen, dass der Schluss vom Endprodukt auf wissenschaftliche Stringenz oder Meisterwerk eine Illusion ist.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

