29-11-2011, 23:03
(29-11-2011, 22:39)Artist schrieb: die persönliche erwartungshaltung kommt zuerst, dann ggf. die persönliche interpretation der wechselbeziehung dieser erfahrung. dann hast du von mir aus diesen theodizee
natürlich
man hat eine gewisse erwartungshaltung an "gott", z.b. "allmacht und allgüte" - sieht ihn also als eine mit solchen attributen ausgestattete wesenheit. stellt dann aber ggf. in "persönlicher interpretation der wechselbeziehung" zwischen "gott" und einem selbst und/oder "gott" und der gesamten menschheit/welt/schöpfung einen widerspruch fest und hat damit das problem der theodizee
eine lösung des problems wäre die aufgabe des axioms "allmacht und allgüte"
(29-11-2011, 22:39)Artist schrieb: ist ja bei atheisten auch so. die stellen ne erwartunghaltung "beweise dich mir auf fakten rationalität meine rationale verstandesebene", aber dieser prozess scheint sich nie abzuschliesßen
versteh ich jetzt nicht so recht
wie soll man sich "beweisen ... auf fakten rationalität meine rationale verstandesebene"?
mir ist diese angebliche erwartungshaltung eines atheisten unverständlich und fremd. ich kenne sie aber, wenn es um behauptungen gläubiger geht, die sich der faktizität und rationalität verweigern
(29-11-2011, 22:39)Artist schrieb: daher kommen interpretationen wie spagghettimonster was in dieser szene recht beliebt ist. aber auch irgendwann langweilig
das ist weniger eine "interpretation" des als schlicht die ironische paraphrase auf das vielen religiösen aussagen zugrunde liegenden begründungsmuster(s)
rational betrachtet, spricht nun mal ebenso viel für eine welterschaffung durch das fsm wie durch "gott". woran man nun glauben will, ist eben - glaubenssache
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

