19-12-2011, 23:52
(18-12-2011, 10:53)Theodora schrieb: Wir Katholiken sind langweilig und angepasst, was den Großteil betrifft. Wie soll da Demokratie generiert werden, wie ein Anstoß von innen und außen stattfinden können?
durch den aktiven kleineren teil. da gibt es ja viele ansätze, die ich sehr sympathisch finde (auch gerechtfertigt, aber als nichtkatholik zählt diese meinung in katholischem zusammenhang nicht)
die frage, welche ich stelle, ist bloß: welchen ansatzpunkt haben diese bewegungen eigentlich? ist denn die rkk überhaupt so verfaßt, daß ihre anliegen bedeutung haben könnten?
ich fürchte, nein
natürlich kann man einwenden, auch das system rkk habe sich zu verändern, zu modernisieren (oder habe zumindest die grundsätzliche fähigkeit und berechtigung dazu). nur - wie soll das praktisch vonstatten gehen?
bestimmt wird von oben. jegliche änderung an der haltung der bestimmenden (schon gar deren aufgabe von "herrschaft" qua demokratischer verantwortung, gar verpflichtung) kann von den beherrschten nur durch überzeugungsarbeit, kaum aber durch zwang erzielt werden
und da fehlt mir halt der glaube an die einsichtsfähigkeit der verantwortlichen
im weiteren habe ich für deine bitterkeit durchaus verständnis und halte sie für angebracht. wäre ich katholik, für mich wäre es genauso bitter. so kann ich aber nur von außen als zwar in einer katholischen mehrheitsgesellschaft sozialisierter und daher an meinen katholischen mitbürgern und deren interessen teilnehmend interessierter, aber davon nicht betroffener meine unmaßgebliche meinung äußern
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

