Themabewertung:
  • 2 Bewertung(en) - 3 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
kreationistische Glaubensaussage zur Entstehung des Lebens
(09-02-2012, 21:45)Sangus schrieb:
(09-02-2012, 19:20)paradox schrieb: - Ich behaupte nicht, dass ich die absolute Wahrheit kenne.
- Mein Ziel war es aufzuzeigen, wieso ich glaube!, dass hinter der Entstehung des Lebens, des Seins eine Intelligenz sehr wahrscheinlich ist.
Es versteht sich von selbst, dass die Frage nach dem Sinn deshalb somit aus der Sicht dieser (subjektiven) Intelligenz bewertet werden muss und ich dazu auch keine Aussagen machen kann, da ich diesen subjektiven Sinn eben nicht kenne. Das war auch der Grund warum ich das Mäuse-Beispiel eingebracht habe.

Paradox,

ich will hier jetzt keine weitere Front aufbauen, würde aber gern auf Basis Deiner oben zitierten Äußerung nochmal aus meiner Sicht beschreiben, wo das Problem liegt.
Gerne.

Zitat:Wenn wir ein Phänomen oder eine Entwicklung hinsichtlich der "Zweckmäßigkeit" oder "Intelligenz" beurteilen wollen, dann brauchen wir einen gemeinsamen Bewertungsmaßstab; wir müssen uns also auf eine Grundlage verständigen, auf der wir übereinstimmend zu dem Schluss kommen könnten, dass dieses oder jenes Ergebnis einer Entwicklung "sinnvoll" (oder eben "nicht sinnvoll") ist; wenn Du keine Vorstellung davon hast, was das Ziel einer Handlung oder einer Entwicklung sein soll, dann kannst Du auf die Frage nach deren Sinn prinzipell keine Antwort finden.

Das ist natürlich plausibel und ich stimme dem im Grunde auch zu.
Ohne ein Ziel zu kennen, lässt sich der Sinn nicht sicher ableiten.

Zitat:Wenn Du nun also die Hypothese aufstellst, dass eine "Intelligenz" hinter der Evolution "sehr wahrscheinlich" ist, dann musst Du ja eine Vorstellung davon haben, worauf das Ganze hinauslaufen sollte - salopp gesagt: Du musst die "absolute Wahrheit" kennen, weil Du nur mit ihrer Hilfe überprüfen könntest, ob die Evolution "intelligent" ist oder nicht.

Wenn ich die absolute Wahrheit kennen würde, würde sich aber auch jede weitere Diskussion erübrigen.
Allerdings bezog ich mich mehr auf die Intelligenz hinter der Entstehung des Lebens, des Seins.

Ich sehe das eher so:
Man stelle sich eine Rennbahn vor, die mehrere Kilometer lang ist und dessen Ende nicht zu sehen ist. Wir befinden uns auf dieser Rennbahn und kommen immer weiter voran. Aber wir können nicht sehen, wohin diese Rennbahn führt. Das bedeutet aber auch nicht, dass sie kein Ende hat, nur dass wir nicht so weit sehen können.

(09-02-2012, 21:45)Sangus schrieb: Machen wir uns also nichts vor:
Wenn man aus Diskussionen wie dieser hier die begrifflichen Nebelkerzen der ID-Theoretiker entfernt, dann geht es am Ende des Tages nach wie vor um die Frage, was die Götter eigentlich (von uns) wollen. Und da wir hier über die letzten paar tausend Jahre nicht wirklich zu schlüssigen Einsichten gelangt sind, sollten wir uns vielleicht doch - in aller Bescheidenheit - weiter an das halten, worüber wir zumindest leidlich gesichert Erkenntnis gewinnen können.

Ich halte den letzten Satz für sehr kritisch.
Ich meine, es klingt zunächst durchaus rational sich an gesicherte Erkenntnisse zu halten, aber darf man dann nicht über Dinge nachdenken, die vll. dennoch möglich oder erfassbar wären? Nichts anderes habe ich hier gemacht.
Wie war das mit den Leuten, die sich nicht an die "Erkenntnisse" der anderen halten wollten?

Natürlich sollte man diese Erkenntnisse nach wissenschaftlichen Methoden überprüfen, aber um solche Erkenntnisse gewinnen zu können, muss man sich auch darüber in irgendeiner Form geistig befassen und es auch geistig, also kognitiv erfassen können.
Wenn wir uns aber selbst einschränken, indem wir alles Denkbare ausblenden, weil eben noch nicht hinreichend belegt, nehmen wir uns selbst die Perspektive, ist meine Meinung.

Ein anderes Beispiel, das meine Anschauung vll. besser verdeutlicht:
Das Universum ist dermaßen riesig und so groß, dass wir es uns nicht einmal vorstellen können. Wäre es somit nicht denkbar, dass auch anderswo in diesem Universum Leben existieren könnte, auch wenn wir es nicht direkt sehen können? Manche meinen, dass wäre eine unnütze Platzverschwendung, wenn nur hier bei uns auf der Erde allein Leben existieren würde.
Ich halte es daher für sehr wahrscheinlich, dass es auch woanders Leben geben muss, auch wenn wir keine gesicherten Erkenntnisse dazu haben.

Sollten wir deswegen aufhören, über solche Dinge nachzudenken oder an solche Dinge zu glauben, weil wir keine gesicherten Erkenntnisse - zumindest im Moment - gewinnen können?
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
Teilthema: Evolution - von Ekkard - 31-01-2012, 13:09
RE: Teilthema: Evolution - von paradox - 01-02-2012, 03:21
RE: Teilthema: Evolution - von Ekkard - 01-02-2012, 15:13
Teilthema: Die Frage nach Gott - von Ekkard - 31-01-2012, 13:48
RE: kreationistische Glaubensaussage zur Entstehung des Lebens - von paradox - 10-02-2012, 01:58

Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  spirituelles Leben // Grundfragen des Lebens Hase 21 26419 03-02-2017, 08:19
Letzter Beitrag: Adamea
  Entstehung und Veränderung von Nahrungstabus Harpya 37 52590 08-01-2014, 22:32
Letzter Beitrag: Harpya
  kreationistische theorie der entstehung der arten petronius 210 399498 19-11-2011, 00:24
Letzter Beitrag: Ekkard

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste