24-10-2012, 11:56
Koon:
1) Im Vergleich mit dem Chinesen, der evtl. für ein freies Tibet protestieren möchte, nimmt dieser nicht die Stelle Gottes ein, sondern nur die des frei-entscheiden-wollenden Menschen. Wer hier mit Gott verglichen wird, ist die chinesische Staatsmacht, die solche freie Meinungsäußerung nicht schätzt.
Ob der normale chinesische Bürger überhaupt Interesse an einer solchen Demonstration hätte, spielt dabei gar keine Rolle. Es geht nur darum, ob er es dürfte.
2) Wenn ich aufpassen muss, dass ich mich falsch entscheide, weil mir sonst barbarische Höllenstrafen drohen, ist das keine wirklich Entscheidungsmöglichkeit, sondern nur eine vorgetäuschte. Es ist so, als wenn ich zu meinem Kind sagen würde: "Du darfst selbst entscheiden, ob du den Pudding oder das Eis essen möchtest. Aber wehe, du nimmst das Eis!" Dann sieht es zwar nach außen hin so aus, als ob ich meinem Kind ein Mitbestimmungsrecht gewähren wollte, aber in Wirklichkeit zwinge ich es, den Pudding zu nehmen, wenn es nicht meinen Unmut spüren möchte. Eine solche "Freistellung" der Entscheidung ist nichts anders als eine Drohung.
1) Im Vergleich mit dem Chinesen, der evtl. für ein freies Tibet protestieren möchte, nimmt dieser nicht die Stelle Gottes ein, sondern nur die des frei-entscheiden-wollenden Menschen. Wer hier mit Gott verglichen wird, ist die chinesische Staatsmacht, die solche freie Meinungsäußerung nicht schätzt.
Ob der normale chinesische Bürger überhaupt Interesse an einer solchen Demonstration hätte, spielt dabei gar keine Rolle. Es geht nur darum, ob er es dürfte.
2) Wenn ich aufpassen muss, dass ich mich falsch entscheide, weil mir sonst barbarische Höllenstrafen drohen, ist das keine wirklich Entscheidungsmöglichkeit, sondern nur eine vorgetäuschte. Es ist so, als wenn ich zu meinem Kind sagen würde: "Du darfst selbst entscheiden, ob du den Pudding oder das Eis essen möchtest. Aber wehe, du nimmst das Eis!" Dann sieht es zwar nach außen hin so aus, als ob ich meinem Kind ein Mitbestimmungsrecht gewähren wollte, aber in Wirklichkeit zwinge ich es, den Pudding zu nehmen, wenn es nicht meinen Unmut spüren möchte. Eine solche "Freistellung" der Entscheidung ist nichts anders als eine Drohung.

