02-12-2012, 16:41
(02-12-2012, 02:49)Mustafa schrieb: Ich frage mich bei dem Thema immer noch, woran man denn die Glaubwürdigkeit von Überzeugungen überhaupt messen kann.
"Wahrheit" und "Glaubwürdigkeit" gibt es immer nur in einem Kontext
jein
ja dann, wenn man die beiden begriffe in anführungszeichen setzt, um ihnen eine private bedeutung unterzuschieben
nein, wenn man vom alllgemeinen verständnis dieser begriffe ausgeht. so ist "wahrheit" eben nicht kontextbezogen, sondern an fakten orientiert. ob etwas (und das können eigentlich nur aussagen sein) "wahr" ist, hängt nicht vo gechmack des betrchters ab oder davon, ob gerade montag ist und die sonne scheint odr der papst gut geschlafen hat, sondern daon, ob es den tatsachen entspricht
und "glaubwürdig" ist eben eine aussage, welche gerechtfertigterweise die annahme erlaubt, sie entspreche den fakten, oder ein etwas aussagender,von dem man gerechtfertigterweise annehmen kann, er sage den fakten entspreches aus
(02-12-2012, 02:49)Mustafa schrieb: Wenn sich nun z.B. ein Christ darauf einlassen will, Bibelgeschichten im Sinne eines Geschichtsverständnisses nach Ranke als "historisch" zu behaupten, wird er sicher Schwierigkeiten mit der Glaubwürdigkeit haben.
Der Glaubwürdigkeit der christlichen Botschaften tut das aber keinen Abbruch
aber was soll das denn bitte überhaupt sein, diese "Glaubwürdigkeit der christlichen Botschaften"?
klar ist es glaubwürdig, daß solche vertreten werden - das ist ja auch offensichtlich. aber über ihren inhalt sagt das überhaupt nichts
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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