03-12-2012, 19:54
(03-12-2012, 18:55)Ekkard schrieb:(03-12-2012, 00:07)petronius schrieb: neinHä? Immer zuerst einmal 'nein', um dann mit anderen Worten das zuvor Gesagte quasi zu wiederholen, oder von etwas ganz anderem zu schreiben
was soll ich denn bestätigt haben?
ich widerspreche mit meinem "nein" deiner ausführung, daß es bei "religiöser Einstellungen bzw. deren Verkündung ... um die Etablierung eines gesellschaftlichen Konsens - oder eben dessen Ablehnung" gehe
wenn du selber den überblick verloren hast, was du geschrieben hast, mach das bitte nicht mir zum vorwurf
(03-12-2012, 18:55)Ekkard schrieb: Ich behaupte ja gar nicht, dass ein Anspruch auf Glaubwürdigkeit besteht
das wiederum habe nun ich mit keinem wort auch nur angedeutet
(03-12-2012, 18:55)Ekkard schrieb: Es ging nur um die Frage, wann ein Ansinnen, ein Vortrag glaubwürdig wirkt (nicht ist!)
mir nicht
was auf bestimmte charaktere alles glaubwürdig wirkt, dazu habe ich ja einiges gesagt. ich weigere mich aber, das minimalniveau zum maßstab zu machen
(03-12-2012, 18:55)Ekkard schrieb:(03-12-2012, 00:07)petronius schrieb:Und was sind Gesetze anderes als gesellschaftliche Vereinbarungen?(02-12-2012, 21:03)Ekkard schrieb: Es gibt eine Reihe von Übereinkommen, die unstrittig sind, denen wir (überwiegend) nachfolgen z. B. Einschränkung der Freiheit, Verbot des Mordens, des Diebstahls, Treue in finanziellen Dingendie sind keineswegs unstrittig!
deshalb müssen ja zu deren regelung gesetze erlassen werden und die wiederum in gerichtsverfahren praktisch angewendet. ...
natürlich sind sie das
aber sie sind deshalb noch lange nicht unstrittig - das sagst du ja im folgenden selber:
(03-12-2012, 18:55)Ekkard schrieb: Dass nicht alle damit einverstanden sind und zuwider handeln, liegt in der Natur eines für viele mitgeltenden Konsens. Wenn du "Konsens" als total verstehst, also "alle sind einverstanden", dann reden wir allerdings aneinander vorbei.
Ein Konsens bedeutet nur, eine "stochastische Mehrheit" hält sich daran bzw. arbeitet in diesem Sinne
q.e.d.
oder nennst du so was "unstrittig"?
(03-12-2012, 18:55)Ekkard schrieb: Ja, klar. Dann ist für dich der Vortrag des PR-Referenten eben nicht glaubwürdig
du hast es erfaßt
(03-12-2012, 18:55)Ekkard schrieb: Die Frage ist ja offen: Wann ist etwas glaubwürdig? (, wenn es um anderes als pure Fakten geht.)
dann stellt sich die frage nicht
ein geschmacksurteil ist grundsätzlich nicht "glaubwürdig" - kategorienfehler!
(03-12-2012, 18:55)Ekkard schrieb: Ganz offensichtlich muss, deinem Argument folgend, das eigene Interesse mit dem des Vortragenden übereinstimmen
dann hast du mein argument aber völlig falsch verstanden. sachurteile folgen ja nicht nur eigenem interesse, ich gebe lediglich zu, daß in der ihnen zugrundeliegenden gewichtung der argumente persönliche einstellungen nicht auszuschließen sind. der staudammmanager wird eben in seiner "sachlichen" beurteilung den argumente hinsichtlich der ihrer existenzgrundlage beraubten indigenen keinen oder nur untergeordneten wert zumessen
aber jede sachliche beurteilung ist natürlich von prämissen abhängig - das sollte dir als naturwissenschaftler vertraut sein - ohne daß sie deshalb in die totale beliebigkeit eines persönlichen geschmacksurteils abrutscht
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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