07-12-2012, 02:57
(06-12-2012, 23:25)Ekkard schrieb: Das ist m. E. unverständlich bzw. halte ich für unverstanden. Denn das Gebot von der Nächsten- und Feindesliebe ist nicht von Gott her abgeleitet, sondern geht auf die Bergpredigt, also auf eine theologische Lehrmeinung, zurück, die zu der Zeit von Jesus bereits jüdische Tradition war - also Ausfluss gesellschaftlichen Zusammenlebens. Die "goldene Regel" steht dort, so, als wäre sie ohne Gott zu begreifen: Lukas 6, 31: Und so, wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch.
In der christlichen Ethik wird diese "goldene Regel" noch weiter spezifiziert. Aber all' das sind Folgerungen aus dem Grundsatz. Folglich frage ich: Wie soll da die Menschenwürde untergraben werden?
An diesem Beispiel wird die Menschenwürde natürlich nicht verletzt.
Der überwiegende Teil der theologischen Lehrmeinung, bzw. das Zusammenleben zu Jesu Zeiten ist aber sicher kein Beispiel wie wir heute miteinander umgehen sollen.
Das betrifft auch viele von Jesu Aussagen, besonders was die Toleranz gegenüber Andersgläubigen betrifft.
Die Stellen die du als erwähnenswert betrachtest muss man in der Bibel muss suchen. Die Bibel bzw. das Neue Testament ist aber die Grundlage des Christlichen Glaubens.
Wenn das gesellschaftliche Zusammenleben aus der Vernunft bzw. der Notwendigkeit Regeln ableitet (z.B. die Goldene Regel, die ja kein christliches Monopol ist). Wozu braucht man das übernatürliche Element ?
Das wird meistens nur dann gebraucht, wenn es um Dinge geht die anders nicht begründbar sind. Beispiel: Gleich das erste der zehn Gebote: "Du sollst keinen anderen Gotte neben mir haben". Die Ansicht, das Homosexualität böse ist (das findest du auch im neuen Testament), etc.

