18-01-2013, 14:18
Warum kann man die Frage nicht vernünftig, ohne den Text zu verdrehen, beurteilen?
Methodisch wird für antike Rechtstexte – auch für solche, die bei archäologischen Arbeiten, etc. gefunden werden - grundsätzlich angenommen, dass sie auch zur Anwendung gekommen waren. Gegenteilige Hypothesen sollten besser gestützt sein, als durch rückprojizierte halachische Texte.
Dass das in der Mischna (Traktat Sanhedrin) beschriebene, schlimme Kapitalrecht nach seiner Niederschrift nie angewandt wurde, steht außer Streit. Mit sehr wenigen Ausnahmen (in Aragon wurden ein paar Denunzianten umgebracht) hatten die in der Welt zerstreuten Juden nie das Recht besessen, Kapitalgerichtsbarkeit zu üben.
Das eigentliche Problem ist, dass die Rechtstexte der Mischna die Tradition wiedergeben sollen.
Methodisch wird für antike Rechtstexte – auch für solche, die bei archäologischen Arbeiten, etc. gefunden werden - grundsätzlich angenommen, dass sie auch zur Anwendung gekommen waren. Gegenteilige Hypothesen sollten besser gestützt sein, als durch rückprojizierte halachische Texte.
Dass das in der Mischna (Traktat Sanhedrin) beschriebene, schlimme Kapitalrecht nach seiner Niederschrift nie angewandt wurde, steht außer Streit. Mit sehr wenigen Ausnahmen (in Aragon wurden ein paar Denunzianten umgebracht) hatten die in der Welt zerstreuten Juden nie das Recht besessen, Kapitalgerichtsbarkeit zu üben.
Das eigentliche Problem ist, dass die Rechtstexte der Mischna die Tradition wiedergeben sollen.
MfG B.

