13-03-2013, 05:39
(08-03-2013, 16:17)Bion schrieb: In einem seiner späteren Texte (Die Zukunft einer Illusion 1927) stellt S. Freud u.a. zusammenfassend fest: .....
Für naiv gelebte, schriftgläubig-fundamentalistisch orientierte Religiosität, behaupte ich hingegen, hat diese Aussage nach wie vor Gültigkeit.
Wie seht ihr das?
Das Freud bei seiner kritischen Beobachtung der praktizierten Religion zu seiner Zeit zu einer Ablehnung von Religion kommen musste, leuchtet mir ein.
Dennoch besticht mich ein Christentum, das sich konsequent um die Schaffung eines Gottesreiches bemüht, das konsequent auf das Liebesgebot Jesu ausgerichtet ist. Dies, wohl wissend, dass die Wirklichkeit dem Ideal, also dem "Wunschtraum" immer nur in kleinen Ansätzen nahekommen wird.
Es besticht mich ein Christentum das sich nur mit äußerster Vorsicht und sparsam auf theologische Fragen einlässt, die wir doch niemals endgültig schlüssig beantworten können.
Gruß dalberg
PS: Und weil schon Wunschträume, dann gleich noch einen: Ich wünschte mir wie Mitglied "meryem" einen Papst wie Johannes XXIII, der für mich diese Konzentration auf das Wesentliche dieses Traums erfasst und konsequent angestrebt hat.

