09-06-2013, 17:12
(09-06-2013, 12:55)indymaya schrieb:(09-06-2013, 05:37)Ekkard schrieb: Wer nur deshalb die Gesetze einhält, um Höllenqualen zu entgehen, ist kein freier MenschWenn aber die Forderung Gottes, Gerechtigkeit ist, was will dieser "freie Mensch"? Auf Kosten seiner Mitmenschen "frei" seine Ungerechtigkeit ausleben?
Ausserdem ist es ein Unterschied an Höllenqualen zu glauben oder sie zu fürchten. Beides glaubt zwar, dass es Gott gibt aber wer Höllenqualen fürchtet liebt Gott nicht sonst würde er freimütig tun was er sagt.
Da hat zumindest die katholische Kirche aber mehr Verständnis für die Schwäche der Menschen und spricht einem armen Sünder, der zwar willig ist, aber dann doch der Bequemlichkeit oder Lust der Sünde verfällt, zumindest den guten Willen nicht ab und gibt ihm eine Chance zu bereuen.
Und damit auch möglichst keiner verloren geht, unterscheidet sie noch zwischen "Angst-Reue" und "Liebes-Reue". Natürlich stellt die Liebesreue die höhere Form dar. Aber auch derjenige, der aus Furcht vor der Hölle seine Fehler bereut, hat durchaus eine reale Chance, von seinem gnädigen Gott, noch ein Plätzchen auf den hinteren Rängen des Himmels gewährt zu bekommen. Denn Gott liebt die Menschen und er weiß um ihre Schwäche. Schließlich hat er sie ja selbst geschaffen.
So jedenfalls hab`ich`s dazumal in der Schule gelernt,
erinnert sich dalberg.
PS:
Und insbesondere im bayrischen Himmel ist auch für schwache Menschen, wie uns die Geschichte vom "Brander Kaspar" zeigt, letztlich fast immer noch ein schmaler Spalt der Himmelstür offen. Es wäre ja dort ansonsten gar zu leer.

