12-06-2013, 11:12
Koon:
Dein Beispiel mit den 10 Aussätzigen passt nicht. Hier bedeutet „Rein-werden“ die Heilung von einer ansteckenden Krankheit, und der Priester, dem sie sich zeigen sollten, sollte bekunden, dass sie wieder gesund waren, also wieder am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen konnten. Das ist vergleichbar, als wenn ein Arzt ein Gesundheitszeugnis ausstellt, und war offizielle Vorbedingung für die Re-Integration in die Gemeinschaft.
Dass nur ins Paradies darf, wer an Jesus glaubt, also Christ ist, wird oft behauptet, so auch im Johannes-Evangelium. Möglicherweise ist das aber eine spätere (Fehl-)Entwicklung des Christentums (das Johannes-Evangelium gilt ja auch als das neueste). An anderen Stellen klingt es jedenfalls so, als ob es in Jesu Augen überhaupt keine Rolle spielt, was die Menschen über ihn persönlich denken (bzw. ob sie ihn überhaupt kennen); da kommt es nur auf das soziale Verhalten zu Lebzeiten an.
Hast du eine Quelle für Gandhis doch ziemlich zynisch wirkende Empfehlung an die Juden unter Hitler? Ich habe noch nie etwas davon gehört.
Übrigens war Hitler doch gar nicht Gandhis Feind (oder nur sehr indirekt), sondern der Feind anderer. So jemandem gegenüber freundlich zu sein ist einfacher, als wenn man persönlich betroffen ist.
Dein Beispiel mit den 10 Aussätzigen passt nicht. Hier bedeutet „Rein-werden“ die Heilung von einer ansteckenden Krankheit, und der Priester, dem sie sich zeigen sollten, sollte bekunden, dass sie wieder gesund waren, also wieder am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen konnten. Das ist vergleichbar, als wenn ein Arzt ein Gesundheitszeugnis ausstellt, und war offizielle Vorbedingung für die Re-Integration in die Gemeinschaft.
Dass nur ins Paradies darf, wer an Jesus glaubt, also Christ ist, wird oft behauptet, so auch im Johannes-Evangelium. Möglicherweise ist das aber eine spätere (Fehl-)Entwicklung des Christentums (das Johannes-Evangelium gilt ja auch als das neueste). An anderen Stellen klingt es jedenfalls so, als ob es in Jesu Augen überhaupt keine Rolle spielt, was die Menschen über ihn persönlich denken (bzw. ob sie ihn überhaupt kennen); da kommt es nur auf das soziale Verhalten zu Lebzeiten an.
Hast du eine Quelle für Gandhis doch ziemlich zynisch wirkende Empfehlung an die Juden unter Hitler? Ich habe noch nie etwas davon gehört.
Übrigens war Hitler doch gar nicht Gandhis Feind (oder nur sehr indirekt), sondern der Feind anderer. So jemandem gegenüber freundlich zu sein ist einfacher, als wenn man persönlich betroffen ist.

