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Ich glaube nicht an die Evolutionstheorie, möchte es aber (-;
(09-01-2014, 20:33)Maranatha schrieb: Darf ich ...ein paar Fragen stellen?
1) Wie ist die Chiralität in die Welt gekommen?
2) Wie kam Sex in die Welt?
3) Wie kam der Tod in die Welt?
4) Was ist das Leben, und was Bewußtsein?
5) Wie ist das Leben entstanden? Anders gefragt, "was ist chemische Evolution"?
7) Was ist genetischer Code und wie ist es entstanden?

Hallo Maranatha,
Im Grunde haben Fragen, wie bestimmte Eigenschaften "in die Welt gekommen sind" überhaupt nichts mit der Evolution zu tun, außer dass es so ist.

Eine Theorie fasst Tatsachen geschickt in einem Modell so zusammen, dass möglichst alle Beobachtungen reproduziert werden. Solche Modelle - eigentlich mehr Modellvorstellungen - sind seit rund 200 Jahren stetig verfeinert worden, so dass alle bekannten, verwandtschaftlichen Verhältnisse der Lebewesen bis auf unwesentliche Feinheiten eingeordnet werden können. Die Theorie ist sogar so gut, dass man bei Auftauchen bisher unbekannter Lebensformen der Gegenwart und der Vergangenheit diese einordnen kann, man also feststellen kann, in welchen Stammbaum sie gehören. Diese Fähigkeit der ET geht bis hinunter in den molekularen Bereich. Man kann anhand der in einem Lebewesen aktiven Enzyme feststellen, wovon es abstammt, und wohin es gehört.

Zurück zu deinen Fragen: Ganz pauschal kann man sagen, dass es im Laufe der Paläobiologie vorteilhaft war (oder noch ist), eine oder einige dieser Eigenschaften zu haben.

Kommen wir zu etwas Anderem, nämlich dem weltanschaulichen (religösen) Problem bei der ganzen Sache. Religiöse Anschauungen sind gesellschaftlich bedingt, wie die Vielzahl von Religionen und anderen Weltanschauungen beweisen. Nennen wir diese Bedingtheit ein "Deutungsgerüst" (in unserem Bewusstsein).
Die Aussage: «Solche "tollen Eigenschaften" können nur durch eine wirksame Intelligenz verursacht werden», beinhaltet ein (menschliches) Urteil, schlicht die Bewunderung für das Vorgefundene (das Leben, die stetigen Veränderungen unserer Welt, aber auch ihre Ordnung und vieles mehr). Im Gegensatz dazu soll die Wissenschaft gemäß ihrer Methoden-Lehre k e i n e Beurteilung vorweg nehmen. Beurteilungen sind immer der (jeweiligen) Gesellschaft vorbehalten (z. B. Nützlichkeit, Vergleich mit ethischen Normen, Akzeptanz etc.)

Eine weltanschauliche a priori Deutung, wie dies beim Kreationismus und seinen Unterarten der Fall ist ("dies kann nur schöpferische Intelligenz sein!") zwingt der Wissenschaft ein gesellschaftlich bedingtes Vorurteil auf (In Ostasien andere als in den Amerikas, Afrikas oder Indiens). Man könnte auch sagen, "... macht Erkenntnis von der jeweils herrschenden Religion oder Weltanschauung abhängig".
Die großen Erfolge vertiefter Erkenntnis ergeben sich weltumspannend aus vorurteilsfreier Erforschung dessen, was ist und nicht dessen, was bestimmte Gesellschaften meinen oder weltanschaulich meinen sollten!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard


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RE: Ich glaube nicht an die Evolutionstheorie, möchte es aber (-; - von Ekkard - 09-01-2014, 22:58

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