17-03-2014, 20:43
(17-03-2014, 00:14)Ekkard schrieb:(16-03-2014, 11:52)dalberg schrieb: These: Ein mit der Realität zufriedener Mensch braucht keinen Glauben und keine Religion.Schon diese These halte ich nicht für zutreffend. "Religion" ist kein Arrangement des Individuums mit seiner Welt, sondern ein Element seiner Beziehung zur Menschenwelt
das eine schließt ja das andere nicht aus
aber, um auch darauf einzugehen:
was meint "brauchen"?
"zwingend darauf angewiesen sein"?
dann stimmt dalbergs satz
"als sinnstiftend und damit halt gebend empfinden und daher nicht darauf verzichten wollen"?
dann berücksichtigt der satz nicht, daß der "mit der Realität zufriedene Mensch" den zusätzlichen benefit von "Glauben und Religion" (wenn er denn für ihn einen solchen darstellt) gern mitnimmt
warum auch nicht
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

