17-05-2014, 06:44
(16-05-2014, 23:31)bridge schrieb: Du bist Atheist und als solcher,glaubst du nicht an ein Weiterleben nach dem Tode.
Deshalb hat der Tod deines Cousins eine andere Bedeutung,es scheint dann nämlich so sinnlos so ungerecht,schmerzhaft ist es sowieso.
Aus der Sicht eines Gläubigen ist es nicht weniger schmerzhaft,weil man diesen Menschen dann vermisst
aber man findet Trost darin ,entweder weil der Verstorbene ein Gläubiger Christ oder eben ein Kind war,beide sieht man wieder.
Das hat nur mir der Frage, ob ein Gebete erhöhender Gott existiert, gar nichts zu tun. Im Gegenteil gibst du ja sogar zu, dass Menschen sterben, auch wenn von Gläubiger Seite aus für sie gebetet wird.
(16-05-2014, 23:31)bridge schrieb: Das Leiden ,das Gott zulässt,hat dann die Absicht zu den Menschen zu sprechen,sie aufzurütteln.
Und aus unzähligen Geschichten weiß ich das Menschen durch Leid zum nachdenken gekommen sind,Fragen nach dem Sinn des Lebens brechen oft dadurch auf,Menschen fangen an Gott zu suchen.
Da haben wir es ja: Gott lässt Leid zu. Punkt. Erstmal eine Erkenntnis. Den Grund dafür können wir, und kannst auch du wenn du ehrlich bist, nicht wissen. Nur mir stellt sich nun die Frage: Vor was behütet Gott dich (und mich?) denn überhaupt? Wo hilft er denn wirklich, wovor schützt er uns wenn nicht vor Leid, Tod und Schmerz? Man kann noch so sehr relativieren, vom Leben nach dem Tod sprechen und so weiter, aber hier in diesem Leben lässt Gott uns im Regen stehen.
(16-05-2014, 23:31)bridge schrieb:Zitat:Die eigentliche Frage ist doch: Was ist er denn dann? Wie, wer ist Gott? Auf jeden Fall niemand, der verzweifelte Gebete erhöhrt, das kann man als Tatsache einfach mal festhalten. Das hatten wir jetzt schon zur Genüge, doch ihr predigt weiter davon, dass man Gott nichts anlasten könne. Ganz schön schräg.
woran machst du denn diese " Tatsache" fest?-etwa an deiner Erfahrung?
und an Erfahrungen von Menschen,die von Gott nichts wissen wollen,die über ihrem Leben stehen haben;kein Zutritt für Gott.
Wer sagt dir denn,das dort in der Krim oder in Syrien,Gott nicht eingreift!?
Ich habe gelesen,von Menschen die den 11 September überlebt haben,-weil Gott- in ihr Leben eingegriffen hat!
In beinahe jeder Katastrophe gibt es Überlebende,-für dich Zufall,für mich ganz gewiss Gottes eingreifen.
In diesem Fall ist Gott ein sehr unzuverlässiger Helfer. Oft genug ignoriert er die Hilfegesuche der Menschen doch. Sicher in der Mehrzahl der Fälle, denn wie oft hört man schon von medizinischen Wundern und unglaublichen Rettungsaktionen? Sie sind nicht umsonst etwas so "Besonderes", und das liegt einfach daran, dass sie so verdammt selten sind.
Du fragst, wie ich darauf komme, Gottes fehlende Hilfe als Tatsache zu sehen. Die Antwort ist einfach: Ich schau mir die Welt an und werde fast erschlagen von der Anzahl der Menschen, denen nicht geholfen wird; von keiner Seite. Ich weigere mich zu glauben, dass diese Menschen das selbst zu verantworten haben, nur weil sie nicht auf die Idee gekommen sind, zu beten (was ich ohnehin ernsthaft bezweifeln würde) oder weil ihr Gebet nicht fromm genug war oder sie aus einem anderen Grund der Hilfe nicht für würdig befunden wurden, und sei es nur um ihren Hinterbliebenen eine Lektion zu erteilen. Die einzige Antwort, die mir angemessen erscheint, ist nunmal diese: Gott hat ihnen nicht geholfen. Und diese Menschen gibt es zu tausenden. Hast du dem irgendetwas entgegenzusetzen?
(16-05-2014, 23:31)bridge schrieb: Die Menschen die beten und zu Gott flehen und ihre Gebete weden nicht erhört,haben zwei Möglichkeiten
sie können fragen ;warum hast du mich nicht erhört ? -
oder sie können sagen;so - da du mich nicht erhörst,bin ich fertig mit dir.
Nach dem Motto;ich stelle hier dieBedingungen,Gott,nicht du.
Und du glaubst, die Menschen fragen sich nicht ersteres? Was sagst du zu denen, die keine Antwort erhalten haben?
Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Friedrich Nietzsche)

