17-05-2014, 23:53
(17-05-2014, 23:30)Mustafa schrieb: Die Wirklichkeit des täglichen Leben in ihrer subjektiven Empfindung wird m.E. ganz gut auch von jahrtausende alten Geschichten ausgedrückt.
Imho nur für Leute, die dafür empfänglich sind.
Für mich wird die "Wirklichkeit des täglichen Lebens" keineswegs in den heiligen Schriften ausgedrückt.
Ich finde den permanenten Bezug zu einem Gott und die Gerichtetheit von allem auf ihn hin, als völlig fremd zu meinem eigenen Leben.
(17-05-2014, 23:30)Mustafa schrieb: Mythische Bilder und Geschichten funktionieren immer noch.
Schon. Problem ist halt immer, dass derlei Geschichten verschieden interpriert und unterschiedliche Schlüsse daraus gezogen werden.
Unser Forum zeigt ja recht gut, wie unterschiedlich Gläubige die alten Geschichten auslegen.
(17-05-2014, 23:30)Mustafa schrieb: Menschen, die an Gott glauben wollen würden, aber einfach nicht können, sollten vielleicht einfach nach einem anderen Verständnis von Gott suchen, das sie mehr anspricht.
Ob es wirklich so einfach ist? Der Wunsch an einen Gott glauben zu wollen, beruht ja zumeist auf konkreten Vorstellungen (eben zb. dass Gott meine Gebete hört, mir Hilfe gibt, die Bösen bestraft...)
Wenn man nun seine Gottesvorstellung über Bord wirft, besteht vielleicht kein Konflikt mehr, nur geht auch das verloren, weshalb man überhaupt glauben wollte (zb. die Urkraft, von der du so gerne sprichst, mag eine konkfliktfreie Alternative darstellen, bietet allerdings absolut keine Hilfe im alltäglichen Leben).
Die wenigsten werden ja einfach nur glauben wollen. Zumeist steckt da ja ein Grund dahinter.
Und mal ehrlich: Wird der Glaube nicht noch fragwürdiger, wenn ich ihn mir schlicht nach meinem Gutdünken zusammen bastel?
