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Habt ihr auch eine Meinung zu der Kunstfigur Conchita Wurst?
#38
(19-05-2014, 23:16)Keksdose schrieb: Mensch, ihr müsst ja ein gewaltiges Problem mit jedem Künstler überhaupt haben! Könnt ihr mir auch nur einen Künstler nennen, der nicht "anders" ist - und damit unverschämterweise trotzdem erfolgreich ist?

Ich denke es geht vor allem um die extreme "Andersartigkeit" des Äußeren.
Wenn man dies zugrunde legt, gibt es natürlich eine Menge an Künstlern, die sich nicht derart über ihr Äußeres definieren.

Naja, dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Ist ja auch total egal.
Fakt ist aber, dass über das Äußere der Conchita Wurst mehr geredet wird, als über ihren Song. Sie wird eben weniger als Musiker gesehen, und mehr als Symbolfigur. Was ja auch in Ordnung ist.

(19-05-2014, 23:16)Keksdose schrieb: Ich behaupte, jeder Mensch definiert sich selbst irgendwo über das Anderssein, aber in sehr unterschiedlichem Ausmaß. Würden wir uns überhaupt nicht abgrenzen können, hätten wir ein Identitätsproblem. Nach innen ist es also wichtig, zu begreifen, inwiefern ich mich unterscheide. Nach außen ist das wohl weniger erwünscht, weil es unsere Realität ein bisschen komplizierter und unser Leben schwieriger macht, wenn Menschen unterschiedlich sind. Für Menschen, die nun aber in größerem Maße tatsächlich von der Norm abweichen wie wir sogenannten "Normalos", ist es wichtig, sich selbst trotzdem annehmen zu können. Und in einem Zeitalter der systematischen Pathologisierung von so ziemlich allem kann das auch für die echten Normalos ein guter Gedanke sein.

Das "normal sein" ist doch heutzutage das neue "anders sein" Icon_cheesygrin.
Mal im Ernst: "Anders sein" ist doch heutzutage, zumindest in den Städten, eigentlich schon voll akzeptiert. Zumindest was das äußerliche Andersein angeht.
Ein Punk schreckt keine Oma mehr und Nerds sind momentan doch ohnehin voll im Trend.
Will damit sagen: Zumindest was das Äußerliche angeht ist eine Trennung in "normal" und "anders" doch kaum noch in dem Maße gegeben, wie das früher vieleicht mal war.

(19-05-2014, 23:16)Keksdose schrieb: Genau das können Menschen, in dieser Form immer irgendwo auch Kunstfiguren, leisten: Sie stellen in aller Öffentlichkeit ein Extrem dar, allerdings mit einer Selbstverständlichkeit, einer Leidenschaft und einem Erfolg, der von uns Akzeptanz von etwas abverlangt, dass weit mehr vom üblichen abweicht als wir das gewohnt sind.

Jein. Da gibt es zwei Seiten der Medailie. Man könnte auch sagen, die Öffentlichkeit erleichert es diesen Menschen, sich wirklich so zu geben wie sie möchten. Personen des Showbuisness und der Popmusik werden doch oftmals völlig anders von der Mehrheit betrachtet/bewertet als der "normale" Bürger. Anders sein und eventuell provozieren gehört da ja quasi dazu bzw. wird erwartet.


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RE: Habt ihr auch eine Meinung zu der Kunstfigur Conchita Wurst? - von Gundi - 19-05-2014, 23:41

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